Es funktioniert!

Vom Vergnügen, endlich Physik zu verstehen
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 29. August 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06961-2 (ISBN)
 
Die besten Erklärungen des Kult-Professores.

Physik verstehen und dabei auch noch Spaß haben? Unmöglich? Generationen begeisterter Zuhörer beweisen das Gegenteil. Mit Wissenschaftsstar Walter Lewin wird das, was jeder über Physik wissen sollte, zum rasanten Abenteuer. Wildly entertaining!

Über 30 Jahre lang hält Walter Lewin am MIT eine Einführungsvorlesung für Physik, die unter Studenten Kultstatus hat. Hinter jeder Stunde Unterricht stecken 40 Stunden Vorbereitung. Sein Publikum soll Spaß haben an Fragen, die es sich ohne Physik nie gestellt hätte. Es soll die Schönheit der Naturgesetze entdecken - nicht einfach Formeln von der Tafel abschreiben. Vor einer Abrissbirne begibt sich der Kultprofessor in Lebensgefahr, und keiner vergisst jemals die Umwandlung von Lage- in Bewegungsenergie. Aus Liebe zur Physik wird bei Walter Lewin Begeisterung, und die ist hochansteckend!



Walter Lewin, geboren 1936 in Amsterdam, lehrt seit 1966 am Massachusetts Institute of Technology. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler hat sich auf dem Gebiet der Röntgenastronomie einen Namen gemacht. Noch bekannter wurde er durch seine beliebten Physik-Einführungsvorlesungen, die - vom MIT aufgezeichnet - bei YouTube und iTunes die Klickcharts anführen.

Warren Goldstein ist Historiker und Wissenschaftsjournalist. Goldsteins Essays erscheinen unter anderem in der New York Times und der Washington Post.
  • Deutsch
  • 1,00 MB
978-3-641-06961-2 (9783641069612)
3641069610 (3641069610)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Walter Lewin, geboren 1936 in Amsterdam, lehrt seit 1966 am Massachusetts Institute of Technology. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler hat sich auf dem Gebiet der Röntgenastronomie einen Namen gemacht. Noch bekannter wurde er durch seine beliebten Physik-Einführungsvorlesungen, die - vom MIT aufgezeichnet - bei YouTube und iTunes die Klickcharts anführen. Warren Goldstein ist Historiker und Wissenschaftsjournalist. Goldsteins Essays erscheinen unter anderem in der New York Times und der Washington Post.
1 - Widmung [Seite 2]
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 3]
3 - Einführung [Seite 4]
4 - 1 - Vom Atomkern in die Tiefen des Alls [Seite 9]
5 - 2 - Messungen, Messunsicherheit und die Sterne [Seite 21]
6 - 3 - Bewegte Körper [Seite 31]
7 - 4 - Druck, überall Druck [Seite 44]
8 - 5 - Über und unter dem Regenbogen [Seite 55]
9 - 6 - Der Klang der Musik [Seite 71]
10 - 7 - Elektrizität: Franklin, Induktion und Blitzschlag [Seite 84]
11 - 8 - Magnetismus: geheimnisvoll, unsichtbar, gewaltig, elementar [Seite 98]
12 - 9 - Energieerhaltung: Je mehr es sich ändert... [Seite 110]
13 - 10 - Röntgenstrahlen aus dem Weltall [Seite 122]
14 - 11 - Erforschung der Röntgenstrahlung mit Ballons - die Anfänge [Seite 129]
15 - 12 - Neutronensterne und Schwarze Löcher [Seite 139]
16 - 13 - Röntgendoppelsternsysteme - ein himmlisches Ballett [Seite 150]
17 - 14 - Sterne mit Röntgenausbrüchen [Seite 158]
18 - 15 - Artender Anschauung [Seite 166]
19 - Dank [Seite 173]
20 - Anhang I - Oberschenkelknochen der Säugetiere [Seite 175]
21 - Anhang II - Die NewtonTschen Gesetze im Einsatz [Seite 176]
22 - Copyright [Seite 180]
"13 Röntgendoppelsternsysteme – ein himmlisches Ballett (S. 236-237)

Es dürfte mittlerweile niemanden überraschen, dass viele der Sterne, die man mit oder ohne Teleskop am Himmel sieht, weit komplizierter sind als ferne Versionen unserer vertrauten Sonne. Möglicherweise wissen Sie nicht, dass etwa ein Drittel der sichtbaren Sterne nicht einmal Einzelsterne, sondern sogenannte Doppelsterne sind: Paare von Sternen, die durch Gravitation aneinander gebunden sind und einander umkreisen. Anders gesagt, wenn wir zum Nachthimmel aufschauen, sind ein Drittel der Sterne Doppelsysteme, obwohl sie uns als Einzelsterne erscheinen. Es gibt sogar Systeme aus drei Sternen, die einander umkreisen, doch sie sind nicht annähernd so häufig.

Weil viele der hellen Röntgenquellen unserer Galaxie sich als Doppelsternsysteme erwiesen, hatte ich viel mit ihnen zu tun. Jeder Stern eines solchen Systems bewegt sich um das sogenannte Massenzentrum der Sterne, einen zwischen beiden Sternen liegenden Punkt. Bei Sternen gleicher Masse befindet sich das Massenzentrum in gleichem Abstand zu den Mittelpunkten der beiden Sterne. Bei unterschiedlichen Massen liegt das Zentrum näher am massiveren Stern. Da bei beiden der jeweilige Umlauf genau die gleiche Zeit dauert, ist die Umlaufgeschwindigkeit des massiveren Sterns niedriger als die des weniger massiven.

Dieses Prinzip kann man sich veranschaulichen, wenn man sich eine Hantel vorstellt – die Stange verbindet zwei Enden gleicher Masse, und das Gerät rotiert um seinen Mittelpunkt. Jetzt stellen wir uns eine zweite Hantel vor; an einem Ende befindet sich ein Gewicht von einem Kilogramm, am anderen dagegen eines von fünf. Das Massenzentrum der Hantel liegt recht nahe am schwereren Ende; wenn sie rotiert, sieht man, dass die größere Masse eine kleinere Umlaufbahn hat und die kleinere Masse in derselben Zeit einen weiteren Weg zurücklegen muss. Stellen wir uns statt der Gewichte Sterne vor, wird deutlich, dass der Stern mit kleinerer Masse seine Umlaufbahn fünfmal schneller durchläuft als sein großer, plumper Gefährte.

Wenn einer der Sterne erheblich massiver ist als sein Begleiter, kann das Massenzentrum des Systems sogar innerhalb des massiveren Sterns liegen. Im Fall von Erde und Mond (ebenfalls ein Doppelsystem) befindet sich das Massenzentrum ungefähr 1700 Kilometer unterhalb der Erdoberfäche. (Darauf gehe ich in Anhang II ein.) Sirius, der hellste Stern am Himmel (in einer Entfernung von etwa 8,6 Lichtjahren), ist ein Doppelsternsystem aus Sirius A und Sirius B. Sie umkreisen ihr gemeinsames Massenzentrum etwa einmal in fünfzig Jahren (das nennen wir Umlaufzeit). Der berühmte deutsche Mathematiker und Astronom Friedrich Wilhelm Bessel sagte voraus, dass Sirius ein Doppelsystem sei, bestehend aus einem sichtbaren und einem unsichtbaren Stern.

Das hatte er aus seinen präzisen astronomischen Beobachtungen geschlossen – 1838 hat er als Erster (er schlug Henderson um Haaresbreite, siehe Kapitel 2) bei anderen Sternen als der Sonne Parallaxenbeobachtungen vorgenommen. 1844 schrieb er in einem berühmten Brief an Alexander von Humboldt: »Ich halte an der Überzeugung fest, dass der Stern Sirius ein aus einem sichtbaren und einem unsichtbaren Stern bestehendes Doppelsystem ist. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass Leuchtkraft eine wesentliche Eigenschaft kosmischer Körper sei. Die Sichtbarkeit zahlloser Sterne ist kein Argument gegen die Unsichtbarkeit zahlloser anderer.«"

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