Axolotl Das Gen Projekt

 
 
TWENTYSIX (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. November 2019
  • |
  • 524 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7407-0222-9 (ISBN)
 
Genmanipulation! - ein aktuelles Thema - verpackt in 520 spannende Seiten!

Anno 1542 versucht ein Hohepriester der Maya, mit Hilfe eines uralten Papyrus mit seltsamen Schriftzeichen, dem Geheimnis des »Ewigen Lebens« auf die Spur zu kommen.

Im Mai 1945 erforscht ein Wissenschaftler der SS Organisation FEP die Möglichkeit durch Genmanipulation die Regeneration von Gliedmassen und Organen, die Kraft des Menschen zu steigern und das natürliche Altern zu stoppen.

Ein schwerreicher Unternehmer präsentiert 2017 eine neue Genmanipulations-Technik, mittels der er das menschliche Genom verändern, den »Supermenschen« erschaffen und eine neue Weltordnung ins Leben rufen will.

Charles Roberts, Special Agent der geheimen Organisation CISMA, soll das wahnwitzige Unternehmen stoppen und eine Katastrophe verhindern.
2. Auflage
  • Deutsch
  • 1,16 MB
978-3-7407-0222-9 (9783740702229)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Charles R. Leupin, geboren 1953 in Basel.
Graphic- und Packaging-Designer.
Lebt heute mit seiner Frau in der Nähe von Zürich in der Schweiz.

Stadtstaat Mani - Akumals Rückkehr

Nach einem langen, beschwerlichen Fussmarsch von fast anderthalb Kin quer durch den Dschungel und die Weiten der Felder, die sein Volk für den Anbau von Nahrungsmitteln, hauptsächlich Mais, bewirtschafteten, sieht Akumal in der Ferne seine Heimatstadt Mani in der Morgensonne glänzen.

Er hatte bewusst lange Umwege in Kauf genommen, damit seine Spur nicht zurückverfolgt werden kann. Trotzdem er versuchte so unauffällig wie möglich und unerkannt zu seinem Haus zu gelangen, starren ihn die Menschen denen er begegnet, zum Teil mit Misstrauen, zum Teil entgeistert an. Als er irritiert an sich runter blickt, wird ihm bewusst, dass er ziemlich ramponiert und verdreckt ist. Dies ist vermutlich auch der Grund für die unnötige Aufmerksamkeit, die er eigentlich vermeiden wollte.

Langsam kommt er seiner Behausung näher, die in einem Quartier in unmittelbarer Nähe der Tempel und des grossen Palastes von Ah Kukil Xiu gelegen ist und von seiner privilegierten Stellung zeugt.

In traditioneller Bauweise errichtet, unterscheidet sich sein kleines Haus doch deutlich von den Behausungen der Arbeiter und Bauern, die am äußeren Rand der Stadt beheimatet sind.

Auf einem Fundament aus weissen Kalkstein Quadern sind die Wände des Hauses aus Lehmziegeln aufgebaut. Das typisch spitz zulaufende Walmdach ist mit Schilfbündeln gedeckt und wird durch einen gemauerten Kamin gekrönt. Eine kleine gemauerte Veranda vervollständigte sein kleines Reich.

Als Akumal in den schmalen Weg zu seinem Haus einbiegt, sieht er von Weitem eine grosse Gestalt, die auf der Veranda steht. Er erkennt den Mann sofort. Es ist Amal Balam Xiu, ein entfernter Verwandter aus der Dynastie der Xiu und der Hauptmann der Leibgarde des Herrschers Ah Kukil Xiu.

»Was hat das zu bedeuten? Haben sie meine Abwesenheit doch bemerkt? Was eigentlich nicht verwunderlich ist. Ich bin ja fast drei Tage verschwunden!« Überlegt Akumal, als er langsam näher schreitet.

Der Hauptmann ist in seiner vollen Kriegstracht erschienen. Sein ganzer Körper ist von oben bis unten weiss bemalt. Er hat einen aus weissem Gewebe gefertigten Lendenschurz um. Einen kurzen, aus zwei Reihen kleiner Stoffstücken hergestellten, Brustumhang um den Hals und eine kunstvoll gefertigte weisse Maske, die sein ganzes Gesicht bedeckte. Sie stellt den Mayagott der Unterwelt - Xibalbá 3 - dar. Sein langes schwarzes Haar ist zu einem Zopf geflochten, der von zwei Silberreifen verziert über sein Haupt ragt. Die ganze Aufmachung verleiht ihm ein Furcht einflössendes Aussehen, zumal er auch noch eine dreizackige Stichwaffe aus Jade in der linken Hand hat sowie eine Obsidian Keule, die im Gürtel steckte.

Als Akumal auf die Veranda tritt, steht Amal Balam immer noch bewegungslos vor der Eingangsöffnung zu seinem Haus. Erst als er auf Armlänge vor ihm stehen bleibt, hebt dieser seine rechte Hand und spricht mit durch die Maske seltsam verzerrter Stimme.

»Akumal Bal! Königlicher Schreiberling, Schriftgelehrter und persönlicher Chronist deines grossartigen Königs - des göttergleichen Herrschers von Mani - Ah Kukil Xiu verlangt nach dir! Du bist angehalten unverzüglich mit mir zu kommen!«

Akumal erschrickt aufs Heftigste und erlaubt sich mit einer unterwürfiger Geste eine Frage.

»Ehrenwerter Amal Balam! Großer Hauptmann der Leibgarde unseres geliebten Herrschers! Darf ich mich vielleicht zuerst etwas frisch machen, damit ich die feine Nase unseres gelobten Herrschers nicht beleidige und auch einen neuen, des göttlichen Königs würdigen, Wams anziehen?«

Akumal hatte nicht gelogen. Er stinkt erbärmlich und und seine Kleidung ist vollkommen verschmutzt.

Er hat jedoch noch einen anderen Grund Zeit zu schinden. Einerseits in der Hoffnung etwas Zeit für eine glaubwürdige Ausrede für seinen Verbleib in den letzten zwei Tagen zu finden. Auf dem Rückweg hatte er sich schon einige Erklärungen überlegt, die er jedoch alle, als unglaubwürdig empfand. Anderseits will er sein Papier mit dem Hinweis zum Standort der Stele und dem Versteck des Papyrus verbergen.

Amal Balam macht eine unwirsche Handbewegung, tritt einen Schritt zur Seite und gibt den Eingang zu Akumals Behausung frei. Er geht eilig durch den Eingang. Der besteht wie hierzulande üblich, nur aus einem Vorhang aus geflochtenen Schilfschnüren als Sichtschutz.

Sein Haus hat nur einen einzigen Raum. Nebst der Eingangsöffnung erhellt nur ein einziges schmales Fenster, in der Wand rechts vom Eingang, das Haus. In der hinteren linken Ecke befindet sich ein aus Kalksteinen und Lehmziegeln gemauerter Ofen mit Kamin, der ihm zum Kochen, Backen und Heizen dient. Die Möblierung besteht aus einer hölzernen Bettstatt mit Schilfgeflecht als Liegefläche und einer kleinen Holztruhe unter dem Bett. Zwischen dem Ofen steht rechts an der Wand ein großer Tonkrug für den täglichen Wasserbedarf. Vor dem kleinen Fenster an der Wand steht ein roher Holztisch mit Sitzschemel für seine Schreibarbeiten. Auf dem Tisch sind Federkiele und aus Schilfrohr gefertigte Pinsel sowie etliche kleine Töpfe mit Farbpigmenten fein säuberlich aufgereiht. An der linken Wand beim Eingang hat er ein Holzgestell, dass zum Aufhängen seiner wenigen Kleider diente.

Was seine Behausung von den anderen unterscheidet, sind die vier Wände die mit Hunderten von fein ausgeführten Glyphen übersät sind. Akumal, in seiner Eigenschaft als Schriftgelehrter und Schreiber des Herrschers, hatte im Laufe der Zeit die Bilderschriftzeichen seines Volkes nach und nach erfasst und sich so eine fast vollständige Auflistung geschaffen.

Er geht schnell zum Bett, versicherte sich, dass Amal Balam ihn nicht sehen kann, kniet nieder und holt unter seinem Wams das beschriebene Papier hervor. Er zieht schnell die kleine Holztruhe unter dem Bett nach vorne. Unter der ist eine kleine rechteckig ausgehobene Grube sichtbar. Er verstaut die Kopie am Boden der Grube und schiebt die Truhe wieder über das Loch. Dann legt er das Jade-Amulett, das ihm Kukal überreicht hatte, auf den Tisch und macht sich eilig daran sich, so gut es geht, mit etwas Wasser den Staub und Schmutz abzuwaschen.

Nachdem er einen neuen, frischen Wams angezogen hatte, verstaut er Kukals Amulett unter seinem Wams, tritt durch den Eingang und bedeutet Amal Balam, dass sie nun gehen können.

Er folgt Amal Balam durch die belebten Strassen Manis in Richtung der grossen Plaza, wo sich auch Xiu's Palast befindet. Nach 30 Hunab öffnet sich das dichte Gewirr der kleinen Gassen und Häuser und vor ihnen erstreckt sich der weitläufige Platz. Alles dominierend steht in der Mitte die grosse Pyramide mit der breiten Glyphentreppe. Auf der Spitze thront der Opfertempel - der Kukulkan geweiht ist. Die Pyramide erstrahlte im Morgenlicht in blendendem Weiss. Die lange Treppe zur Spitze ist in rostroter Farbe bemalt. Auf der linken Seite der Pyramide befindet sich ein weiterer Tempel, dazwischen eine mächtige Treppe, die zum Inneren Vorhof des königlichen Palastes führt.

Auf der grossen Plaza vor den Tempeln ist der Ballspielplatz gelegen. Umgeben von zwei Stelen mit Altären. Ganz hinten links, befindet sich der Marktplatz mit unzähligen Ständen, wo Händler die verschiedensten Waren anbieten. Auf der Plaza selbst sind im Moment nur wenige Personen zu sehen. Vornehmlich Priester, Höflinge und einige Krieger, die ihren Beschäftigungen nachgehen.

Amal Balam, dicht gefolgt von Akumal, erklimmt die breite Treppe, wendet sich nach rechts und betritt den östlichen Hof. Linker Hand befinden sich die Gemächer der königlichen Familie. Zur Rechten die kleine Stufenterasse, die zur Plattform für Audienzen führt. Amal Balam bedeutet Akumal, als Erster die Stufen hoch zugehen und folgt ihm dichtauf. Oben angekommen, fallen beide auf die Knie. Sie senken unterwürfig die Köpfe vor ihrem Herrscher.

Vor ihnen sitzt Ah Kukil Xiu - der letzte gottgleiche Herrscher von Mani - auf einem Jaguarfell. Das Fell ist über einem mit kunstfertigen Abbildungen vergangener Könige reich verziertem Basaltquader drapiert. Zu seiner Linken knien auf Schilfmatten zwei seiner Mätressen. Zu seiner Rechten stehen zwei ernst blickende Würdenträger. Ein Diener der hinter Kukil kniet, spendet dem Herrscher mit einem kunstvoll gefertigten runden Schirm Schatten.

Ah Kukil Xiu ist ein Mann von stattlicher Natur. Er sitzt bewegungslos mit unter geschlagenen Beinen auf seinem Thron, die Ellenbogen locker auf den Knien aufgestützt. Er ist in wertvolles Tuch gehüllt, mit einer Schärpe aus hellem fein gewebtem Stoff. Die ist mit daumendick geflochtenen jadefarbenen Zierschnüren umwickelt. Sein Halsschmuck besteht aus vier Reihen dicker Jadeperlen. Eine aus dem gleichen hellen Gewebe bestehende und kunstfertig drapierte Kopfbedeckung, zeugen von seinem Status als unumschränktem Herrscher des Stadtstaates.

Kukil Xiu fixierte die beiden vor ihm knienden Männer vollkommen regungslos aus seinen stechenden dunklen Augen. Dann richtet er sich mit Befehls gewohnter Stimme an Akumal, der immer noch seinen Kopf gesenkt hält.

»Akumal! Schön dich wieder zu...

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