Auf der Walz

Historischer Roman
 
 
Gmeiner-Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. März 2011
  • |
  • 464 Seiten
 
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978-3-8392-3641-3 (ISBN)
 
Reutlingen im 16. Jahrhundert. Der 17-jährige Zimmergeselle Hannes Fritz geht nach seiner Gesellentaufe auf die traditionelle Walz. Seine dreijährige abenteuerliche Wanderschaft führt ihn in die freie Reichsstadt Esslingen, in das Benediktinerkloster Lorch und nach Frankfurt am Main. Er trifft den Humanisten Ulrich von Hutten, gerät zusammen mit einer jüdischen Familie in die Fänge von skrupellosen Räubern und begegnet der Kaufmannstochter Anna, seiner ersten großen Liebe .
2011
  • Deutsch
  • 3,02 MB
978-3-8392-3641-3 (9783839236413)
383923641X (383923641X)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Julian Letsche, Jahrgang 1961, ist Unternehmer und Zimmermann. Der Reutlinger Autor und Handwerkerdichter kennt das Leben auf der Walz aus eigener Erfahrung, woraus sein Interesse an der Geschichte der Handwerkerzünfte resultierte. Mit seiner Irish-Folk-Band "Lads go buskin" lässt er alte Zunftlieder wiederaufleben. "Auf der Walz" ist sein erster historischer Roman.
1 - Julian Letsche [Seite 2]
2 - Kapitel 1 [Seite 7]
3 - Kapitel 2 [Seite 73]
4 - Kapitel 3 [Seite 85]
5 - Kapitel 4 [Seite 89]
6 - Kapitel 5 [Seite 102]
7 - Kapitel 6 [Seite 119]
8 - Kapitel 7 [Seite 133]
9 - Kapitel 8 [Seite 154]
10 - Kapitel 9 [Seite 176]
11 - Kapitel 10 [Seite 198]
12 - Kapitel 11 [Seite 229]
13 - Kapitel 12 [Seite 249]
14 - Kapitel 13 [Seite 271]
15 - Kapitel 14 [Seite 288]
16 - Kapitel 15 [Seite 308]
17 - Kapitel 16 [Seite 326]
18 - Kapitel 17 [Seite 353]
19 - Kapitel 18 [Seite 360]
20 - Kapitel 19 [Seite 370]
21 - Kapitel 20 [Seite 379]
22 - Kapitel 21 [Seite 382]
23 - Kapitel 22 [Seite 388]
24 - Kapitel 23 [Seite 393]
25 - Kapitel 24 [Seite 410]
26 - Kapitel 25 [Seite 415]
27 - Kapitel 26 [Seite 421]
28 - Kapitel 27 [Seite 424]
29 - Kapitel 28 [Seite 428]
30 - Kapitel 29 [Seite 429]
31 - Kapitel 30 [Seite 433]
32 - Kapitel 31 [Seite 436]
33 - Kapitel 32 [Seite 442]
34 - Kapitel 33 [Seite 443]
35 - Kapitel 34 [Seite 447]
36 - Kapitel 35 [Seite 456]
37 - Kapitel 36 [Seite 462]
Kapitel 11 (S. 229-230)

In seiner grenzenlosen Wut wollte Heinrich den eingeschüchterten Meister am Wams packen, besann sich aber in letzter Sekunde eines Besseren. »Richte deinen Zunftkollegen aus«, der aufgebrachte Mann rang sichtlich um Fassung, »dass Heinrich Klingner nicht so schnell aufgibt.« Grußlos, nicht nach rechts oder links schauend, verließ er das altehrwürdige Zunfthaus und rannte, ungeachtet der Kälte, durch die Gassen. Seine Gedanken kreisten unentwegt um die Abfuhr, die er soeben erhalten hatte.

Was war der Grund, warum die strengen Zunftregeln nicht einmal eine Ausnahme gestatteten? Auf der Suche nach einem Ausweg überlegte er hin und her, bis ihm plötzlich ein rettender Gedanke kam. Hatte nicht der alte Neumann gesagt, falls es irgendwelche Probleme gäbe, könne Heinrich sich vertrauensvoll an ihn wenden? Gleich morgen nach der Messe würde er den Kaufmann um eine Unterredung bitten.

Die Kirche war an diesem Tag erneut zum Bersten gefüllt, was vielleicht damit zusammenhing, dass der beliebte Pfarrer Alber mehr und mehr dazu übergegangen war, den Gottesdienst im Sinne Luthers zu zelebrieren. Was dem gottesfürchtigen Mann jedoch nach wie vor große Sorgen bereitete, war die Tatsache, dass der aufrührerische Wittenberger Mönch seit seiner Heimreise vom Reichstag in Worms nicht mehr gesehen worden war.

Alber stand in regelmäßigem Briefkontakt mit seinem früheren Studienkollegen Melanchton, doch auch dieser enge Gewährsmann Luthers wusste nichts über den Verbleib seines Freundes und rechnete mit dem Schlimmsten, zumal das Wormser Edikt den Kirchenkritiker für vogelfrei erklärt hatte.

Das bedeutete, dass jedermann Luther gefangen nehmen oder sogar erschlagen konnte, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Aber auch Pfarrer Alber hatte mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen. Gewiss war die Zustimmung zu seinen Veränderungen zumindest bei der einfachen Bevölkerung enorm, doch im Rat der Stadt saßen einflussreiche Männer, die ihn lieber heute als morgen brennen sehen würden.

Der Prediger wurde zudem das Gefühl nicht los, auf Schritt und Tritt beobachtet zu werden, weswegen er mehrfach mit dem Gedanken gespielt hatte, als reuiger Sünder in den Schoß der Mutter Kirche zurückzukehren. Stand er jedoch, wie an diesem Sonntag, vor seiner in Scharen versammelten Gemeinde, fiel jeglicher Wankelmut von ihm ab.

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