Bei diesem Kuss erwacht die Liebe

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. Oktober 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-802-3 (ISBN)
 
Erfolgreiche Karriere, vermögender Verlobter - Abby glaubt: Alles ist perfekt. Da kehrt überraschend ihr Jugendfreund Raff Finn in ihr Leben zurück. Der gut aussehende Detective macht keinen Hehl aus seiner schlechten Meinung über Abbys Zukünftigen. Abby ist verunsichert: Ist sie kurz davor, einen riesigen Fehler zu machen? Als Raff sie eines Nachts unterm Sternenhimmel verlangend küsst, spürt sie plötzlich nie gekannte Gefühle - und ist hin- und hergerissen: Muss sie auf der Stelle ihre Hochzeit absagen? Weil Raff ihre wahre große Liebe ist?
  • Deutsch
  • 0,37 MB
978-3-86349-802-3 (9783863498023)
386349802X (386349802X)

1. KAPITEL

Wenn man an einer Unglücksstelle keine Hilfe leisten könnte, sollte man sich entfernen, denn Schaulustige behinderten nur die Rettungsarbeiten und stellten oft genug ein Problem dar, wie es immer wieder seitens der Polizei hieß. Und das galt auch für den Auffahrunfall, der vor wenigen Minuten passiert war.

Nachdem in das Heck des Kleintransporters des Tierschutzvereins "Banksia Bay's Animal Welfare" ein anderer Wagen hineingefahren war, hatten mindestens zehn Hunde die Flucht ergriffen. Beteiligte und nicht in das Geschehen verwickelte Leute schrien einander an, und Esther Ford war nahe daran, hysterisch zu werden.

Abigail Callahan hatte glücklicherweise genug Sicherheitsabstand gehalten, sodass sie ihren kleinen roten Sportwagen rechtzeitig zum Stehen gebracht hatte. Sie vergewisserte sich, dass niemand verletzt war. Erst dann kümmerte sie sich um Esther und versuchte vergeblich, sie zu beruhigen. Schließlich rief sie deren Sohn an, weil er wahrscheinlich am besten mit seiner Mutter umgehen konnte. Danach entschloss sie sich, beim Einfangen der Hunde zu helfen. Doch da sie keine Erfahrung mit Haustieren hatte, gab sie schon bald entnervt auf.

Als sie den Polizisten Rafferty Finn entdeckte, der zu dem Rettungsteam "Banksia Bay Emergency Services" gehörte, war es für sie höchste Zeit, den Ort des Geschehens zu verlassen, denn sie hatte sich schon vor langer Zeit vorgenommen, sich von diesem Mann fernzuhalten.

Sie wollte das Auto wenden, doch die vielen Schaulustigen blockierten ihr den Weg. Sie hupte kurz, womit sie sich jedoch prompt einen missbilligenden Blick von Raff einhandelte, was ihr völlig unverständlich war, denn wie sonst sollte sie die Leute dazu bewegen, ihr Platz zu machen? Sie hatte mit dem Zusammenstoß nichts zu tun und musste außerdem pünktlich im Gericht sein. Sie sah wieder zu Raff hinüber und stellte lächerlicherweise fest, wie aufregend sexy er aussah.

Als Achtjährige und später als Teenager hatte sie für ihn geschwärmt, doch das war längst vorbei, und jetzt war sie mit Philip verlobt.

Raff war damals ein hoch aufgeschossener Zehnjähriger mit Sommersprossen und rotem Haar gewesen. Doch nun, zwanzig Jahre später, wirkte er mit seinem muskulösen Körper, der gebräunten Haut und dem vollen gelockten Haar unglaublich attraktiv. Wenn er einen mit den faszinierenden grünen Augen anschaute, in denen es immer so aufleuchtete, als führte er irgendetwas im Schilde, konnte einem fast das Herz stehen bleiben.

Auf wundersame Weise behielt er die Übersicht in dem Chaos und erteilte ruhig und überlegen seine Anweisungen.

Am besten beachte ich Raff Finn gar nicht, dann bin ich auf der sicheren Seite und gerate nicht ins Schwärmen, nahm sie sich vor. Erneut versuchte sie zu wenden, doch wieder ohne Erfolg. In dem Moment klopfte jemand an ihre Seitenscheibe, und die Fahrertür wurde geöffnet, und als sie den Kopf dorthin drehte, bekam sie Herzklopfen. Mit seiner beachtlichen Größe von einem Meter fünfundachtzig stand er da - mit einem kleinen Hund neben sich.

"Du musst mir helfen, Abby", erklärte er, und ehe sie begriff, wie ihr geschah, sprang der kleine Kerl auf ihren Schoß.

"Fahr ihn bitte zum Tierarzt", fuhr Raff fort. "Er wird dort erwartet."

Die Klinik lag ungefähr einen Kilometer entfernt am Ortsrand. Abby hatte keine Chance zu protestieren oder überhaupt etwas zu sagen, denn Raff schlug die Tür schon wieder zu.

Ihr fiel die Keksdose ihrer Großmutter ein, die mit der Abbildung von "Greyfriars Bobby" verziert war. Dieser war ein Skye Terrier, und die Legende besagte, dass er fast vierzehn Jahre das Grab seines verstorbenen Herrchens bewacht hatte, sogar während der in Edinburgh sehr strengen Winter. Dieser Hund hier hatte viel Ähnlichkeit mit Bobby, nur sein sandfarbenes Fell war kürzer und ziemlich verwahrlost, außerdem hatte er ein Hängeohr. Ansonsten schien er völlig gesund zu sein, und sie fragte sich, weshalb sie ihn zum Tierarzt bringen sollte.

Sie streichelte ihn vorsichtig, woraufhin er den Kopf zur Seite neigte und sich hinter dem Ohr kraulen ließ. Dabei sah er sie mit seinen großen braunen Augen unentwegt an, während er zaghaft mit dem buschigen Schwanz wedelte. Sein Blick berührte sie sehr, aber sie durfte jetzt nicht sentimental werden, zumal er ihr nicht gehörte.

Mit dem kleinen Bündel auf dem Arm stieg sie schließlich aus und ging auf Raff zu, der zwischen den beschädigten Autos stand und jetzt Mrs Fords Wagen selbst von der Fahrbahn an den Straßenrand schob.

"Raff?"

"Ja, was ist?"

"Ich kann mich jetzt nicht um den Hund kümmern."

"Henrietta wird hier noch gebraucht, deshalb musst du einspringen", fuhr er sie an. "Sie muss die anderen Tiere einfangen. Es ist doch wirklich keine große Sache Abby. Bring ihn einfach nur zum Tierarzt."

"Ich muss aber in zehn Minuten im Gericht sein."

"Ich auch. Ich habe viele Jahre gebraucht, um Wallace Baxter endlich das Handwerk zu legen. Wenn du also glaubst, ich würde jetzt zulassen, dass du und dein pedantischer Freund ihn herausboxt, weil ich nicht rechtzeitig als Zeuge auftreten kann ."

"Das ist er nicht, Raff", unterbrach sie ihn.

"Was?"

"Phil ist nicht pedantisch, und er ist auch nicht mein Freund, sondern mein Verlobter."

"Dann eben dein Verlobter. Aber übertrieben genau ist er wirklich. Ich wette, er sitzt jetzt schon in seinem eleganten Anzug und mit einer Seidenkrawatte um den Hals im Gerichtssaal. Während ihr euch als Strafverteidiger wochenlang vorbereiten konntet und dafür ein stattliches Honorar einstreicht, musste ich für meine Nachforschungen einen großen Teil meiner Freizeit opfern. Zwei Rechtsanwälte gegen einen Polizisten, so sieht die Sache doch letztlich aus."

"Der Staatsanwalt ist auch auf deiner Seite."

"Malcolm ist schon achtzig und schläft bekanntlich immer wieder ein. Man kann sich also denken, wie der Prozess ausgeht. Trotzdem werde ich dort sein, ob es euch gefällt oder nicht. Und nun fahr endlich mit dem Hund los."

"Willst du dadurch verhindern, dass ich den Termin wahrnehmen kann?"

"Nein. Es ist sonst niemand da, der es machen kann", entgegnete er gereizt. "Ich rufe Richter Weatherby an und bitte ihn, den Beginn der Verhandlung um eine halbe Stunde zu verschieben."

"Aber ich kenne mich mit Hunden nicht aus, Raff", wandte sie ein.

"Hast du etwa Angst, dass er dein elegantes Kostüm ruiniert?"

"Darum geht es doch gar nicht." Oder nicht nur, fügte sie insgeheim hinzu. "Was hat er eigentlich? Was soll ich machen, wenn er mich beißt?"

Raff seufzte. "Keine Angst, das tut er nicht", erwiderte er so nachsichtig, als wäre sie ein kleines Kind. "Er ist ein ganz lieber, absolut friedlicher und nicht ganz reinrassiger Cairn Terrier und hat Isaac Abrahams gehört. Er soll eingeschläfert werden. Du brauchst ihn nur zum Doktor zu bringen, sonst nichts", beendete Raff das Gespräch und wandte sich ab.

Die Sonne schien schon warm an diesem wunderschönen Morgen. Im Hafen von "Banksia Bay" glitzerte das Wasser, und über dem "Black Mountain" lag noch bläulicher Dunst. Das alles nahm Abby nicht wahr. Mit dem Hund auf dem Arm stand sie reglos da und dachte über Raffs Bemerkung nach.

Natürlich hatte sie Isaac Abrahams gekannt. Der alte Mann hatte im Busch außerhalb der kleinen Stadt auf seiner Farm am Black Mountain gelebt und war vor sechs Wochen gestorben. Da sie seinen Nachlass verwaltete, war seine Tochter, die in Sydney lebte, zweimal bei ihr in der Kanzlei erschienen, um über die persönlichen Sachen ihres Vaters zu verfügen. Von einem Terrier war allerdings nie die Rede gewesen.

"Kannst du dein Auto bitte wegfahren?", fragte Raff in dem Moment. "Du behinderst den Verkehr."

Tue ich das? überlegte sie und sah sich um. Ja, es stimmte.

Irgendwie hatte er es dank seiner Autorität inzwischen geschafft, Ordnung in das Chaos zu bringen. Auch zwei Abschleppwagen trafen gerade ein, und die Straße war praktisch geräumt.

"Jetzt kann Henrietta es selbst machen", erklärte Abby und blickte sich nach der Besitzerin des Tierheims um.

"Sie muss erst die anderen Hunde einfangen, wie ich schon erwähnt habe", antwortete er etwas ungeduldig.

"Warum darf dieser kleine Kerl hier nicht bei ihr bleiben? Ihn einfach einschläfern zu lassen finde ich grausam."

"Weil weder seine Tochter noch sonst jemand ihn haben will." Seine Stimme klang plötzlich seltsam traurig. "Der Einzige, der infrage käme, ist Isaacs Gärtner Lionel, der ihn leider nicht nehmen kann, weil er in einem möblierten Zimmer wohnt. Und der Tierhort ist total überfüllt. Kleppy konnte dort nur für sechs Wochen aufgenommen werden, und jetzt ist Schluss. Fred erwartet ihn schon. Es geht ganz schnell, der Hund muss nicht leiden. Nun bring ihn schon hin, Abby. Wir sehen uns dann im Gerichtssaal."

Er drehte sich um und fing an, die Abschleppwagen zu den beschädigten Fahrzeugen zu dirigieren.

Abigail Callahan war eine hinreißend schöne Frau. Doch das durfte ihn nicht mehr tangieren. Als Teenager war sie aus Raffs Leben nicht wegzudenken gewesen. Seit nunmehr zehn Jahren ging sie ihm allerdings...

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