Ein Millionär, der an die Liebe glaubt

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. Juli 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-198-7 (ISBN)
 
Sie ist es! Shayla ist die Eine, für die er sein Leben geben würde! Draco Dante weiß es in dem Moment, in dem er die schöne Shayla zum ersten Mal sieht - und auch in ihr scheint das Feuer der Leidenschaft zu brennen. Hingebungsvoll erwidert sie seine Küsse, genießt seine Berührungen, rekelt sich auf seinem Bett . Doch nach einer stürmischen Liebesnacht verlässt Shayla ihn ohne ein Wort! Draco setzt alle Hebel in Bewegung, um die Liebe seines Lebens wiederzufinden. Nur will Shayla anscheinend nichts mehr mit ihm zu tun haben! Warum? Welches Geheimnis hütet sie?
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 0,51 MB
978-3-86349-198-7 (9783863491987)
386349198X (386349198X)

1. KAPITEL

Sie konnte die Nervosität kaum noch ertragen.

Shayla Charleston betrachtete forschend ihr Spiegelbild. Sie stand in der luxuriösen Damentoilette der Firma Dante in San Francisco - einem der größten Schmuckhandelsunternehmen der Welt. Doch zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass ihr die Unruhe nicht anzumerken war. Nach dem heutigen Abend und dem morgigen Tag würde alles überstanden sein. Obendrein würde sie morgen fünfundzwanzig und dann vielleicht - hoffentlich! - die drei Ziele verwirklicht haben, die sie sich für dieses Datum gesetzt hatte.

Ziel eins: ihrer Großmutter alles zurückzugeben, was sie für ihre Enkelin getan hatte. Shayla hatte in den vergangenen drei Jahren schon hart gearbeitet, um Leticia Charleston für die Beträge zu entschädigen, die sie in ihre College-Ausbildung investiert hatte. Der alten Dame war es nicht leichtgefallen, das Geld aufzubringen; sie hatte dafür jeden Cent beiseitegelegt und die überfälligen Renovierungsarbeiten an ihrem Haus immer wieder verschoben. Eigentlich hatte die Großmutter gehofft, Shayla würde das Familienunternehmen wieder aufbauen, aber dafür hatte sie weder das Talent noch die Möglichkeiten. Doch auf jeden Fall würde sie die Interessen ihrer Familie vertreten, wenn sie sich morgen mit Mitgliedern des Dante-Clans traf. Wenn alles gut lief, würde ihre Großmutter dann endlich die dringend benötigte finanzielle Absicherung fürs Alter bekommen. Shayla war bereit, alles dafür zu tun, egal wie schwierig es werden würde.

Ziel zwei: ihren Traumjob an Land ziehen. Shayla lächelte. Das immerhin war schon gelungen. Nach dem Treffen mit den Dantes würde sie in das Flugzeug nach Europa steigen. Dort würde sie dann ihren Job als Dolmetscherin und Übersetzerin für den äußerst zurückgezogen lebenden international tätigen Geschäftsmann Derek Algier antreten. Bei dieser Tätigkeit würde sie die schönsten und exotischsten Länder bereisen. Sie konnte es kaum noch erwarten.

Ziel drei: Bevor sie ihren neuen verantwortungsvollen Job antrat, wollte sie eine verrückte, stürmische Liebesaffäre erleben. Nur dieses eine Mal. Eine Nacht der Leidenschaft, bevor sie wieder die brave, zurückhaltende, zuverlässige Shayla wurde. Das wollte sie sich gönnen. War doch wohl nicht zu viel verlangt, oder?

Nervös fuhr sie sich durchs Haar. Zuerst musste sie sich noch auf die Party einschleichen. Denn eine Einladung besaß sie nicht.

Die Tür zur Damentoilette schwang auf, und mehrere Frauen traten ein. Wortlos lächelte man sich an, und Shayla bemerkte, dass eine der Damen neidvoll ihr Abendkleid betrachtete. Das freute und beruhigte sie. Ganz offensichtlich war nicht zu erkennen, dass es sich um ein altes Designerkleid ihrer Mutter handelte - ein Überbleibsel aus besseren Tagen der Familie Charleston. Shayla hatte es nur ein wenig aufgepeppt.

Noch ein prüfender Blick in den Spiegel. Ihr Make-up war perfekt, ihr Haar saß gut. Wenn man bedachte, dass sie sich in einem schäbigen kleinen Motelzimmer zurechtgemacht hatte, vor einem verkratzten alten Spiegel unter einer flackernden Deckenlampe, war das fast ein Wunder. Eine bessere Unterkunft konnte sie sich zurzeit nicht leisten. Aber trotz der widrigen Umstände strahlte sie jetzt Wohlstand, Eleganz und Würde aus - etwas, das die Charlestons seit zehn Jahren bitter vermissten. Und das war die Schuld der Familie Dante.

Jetzt würde sie auf Erkundungstour gehen, zur Vorbereitung auf das Treffen morgen. Wenn sie ein Gefühl für die Entscheidungsträger bekam, konnte sie sich auf sie einstellen und war vielleicht in einer besseren Verhandlungsposition. Das war dringend nötig, wenn sie bedachte, dass sie wenig Ahnung und erst recht keine Erfahrung mit der Materie hatte. Unsicher griff sie nach ihrer perlenbesetzten Handtasche, in der sie die Liste hatte. Zu ihrer Verärgerung stellte sie fest, dass der Verschluss schon wieder aufgesprungen war, als sie sie auf dem Waschbecken abgelegt hatte.

Auch die Handtasche hatte ihrer Mutter gehört, ein weiteres Überbleibsel aus den längst vergangenen Zeiten des Wohlstands und der Sorglosigkeit. Normalerweise hätte es sie nicht gestört, dass der Verschluss kaputt war, aber in diesem Fall schon.

Denn was sich in der Handtasche befand, war Millionen wert.

Es durfte auf keinen Fall verloren gehen. Das restliche Geld für die College-Ausbildung hätte sie ihrer Großmutter vielleicht zurückzahlen können, aber ihr diesen Verlust zu ersetzen - das würde ihr nie gelingen. Shayla griff in die Handtasche und schob das kleine Ledersäckchen ganz nach unten. Dann zog sie die Liste hervor, die ihr ihre Großmutter gegeben hatte, und prägte sich noch einmal die Namen ein.

Primo Dante: der Familienpatriarch und Gründer des Dante-Schmuckunternehmens, jetzt im Ruhestand. Severo Dante, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender. Dann die Zwillinge Marco und Lazzaro. Marco war für das Auslandsgeschäft zuständig; ihn würde sie wahrscheinlich nicht treffen. Lazzaro hingegen, der die Finanzen verwaltete, würde mit Sicherheit bei dem Meeting dabei sein. Mehr wusste ihre Großmutter nicht, mehr hatte sie leider nicht herausgefunden. Es musste genügen.

Immerhin kannte sie die Namen, das war ja schon mal was. Zufrieden faltete Shayla das Blatt wieder zusammen und steckte es zurück in die Handtasche. Zur Sicherheit überprüfte sie noch einmal, ob der Verschluss hielt. Dann holte sie tief Luft, betrachtete ihr Spiegelbild und nickte. Sie konnte nur hoffen, dass sie in der Gesellschaft nicht auffallen würde.

Nachdem sie die Damentoilette verlassen hatte, musterte sie die Gäste, die im Foyer warteten. Das Schwierigste würde sein, an den Sicherheitsleuten vorbeizukommen, die die Einladungen kontrollierten. Doch dann sah sie ihre Chance. Eine größere Gruppe lachender und plaudernder Menschen verließ den Vorraum und ging auf den Eingang zu, und so unauffällig wie möglich schloss sie sich ihnen an, tat so, als gehörte sie dazu. Mit einer lässigen Handbewegung winkte der Chef-Sicherheitsmann die Gruppe durch. Ich bin drin, dachte Shayla. Das war ja einfach! Und jetzt an die Arbeit. Die Dantes finden.

Und vielleicht den perfekten Mann. Den Mann, der die heutige Nacht zur schönsten meines Lebens macht.

Ihre schlanke, elegante Erscheinung fiel Draco Dante sofort auf, als sie den Raum betrat. Kaum hatte er sie gesehen, begehrte er sie mit einer Leidenschaft, die ihn fast in die Knie zwang. Vielleicht war es gedankenlos von ihm, dass er sich nicht gegen diese Anziehung wehrte. Doch in diesem Moment war ihm noch nicht klar, was wirklich geschah. Falls er es ahnte, ging er wohl unbewusst davon aus, sich jederzeit aus dem Bann befreien zu können. Dabei war es bereits geschehen: Das Inferno hatte ihn gepackt und zog ihn unweigerlich mit sich. Doch noch glaubte er, selbst Herr über sein Schicksal zu sein.

Bis zum heutigen Abend hatte er nicht wirklich an das Inferno geglaubt. An diese Familienlegende, die manche auch als Fluch ansahen. Seiner Ansicht nach war es lächerlich zu glauben, dass ein Mann seine Seelengefährtin, die Frau, die ihm vorherbestimmt war, durch eine einfache Berührung erkennen konnte. Nein, er glaubte nicht einmal daran, dass es so etwas wie eine vorherbestimmte Seelengefährtin überhaupt gab. Dieser Gedanke behagte ihm überhaupt nicht: eine Frau - und nur eine! -, die gewissermaßen für ihn geschaffen war. Wie oft hatte er im Laufe der Jahre diese Geschichten gehört! Und es miterleben müssen, wie nach und nach, einer nach dem anderen, die Männer aus seiner Verwandtschaft in den Bann dieser angeblichen geheimnisvollen Macht gefallen waren. Aber was immer es auch war, was immer ihn gepackt hatte, als er die schöne Unbekannte zum ersten Mal erblickte, er konnte im Moment nur an eines denken.

Nimm diese Frau!

Sie musste etwa über einen Meter siebzig sein. Ihr volles schwarzes Haar hatte sie im Nacken zusammengebunden; es passte wunderbar zu ihren blauen Augen. Ihre Figur war nicht ausgesprochen üppig, aber doch so wohlgeformt, dass sie viele bewundernde Blicke erntete. Vielleicht lag es auch daran, wie sie ihre Formen präsentierte - in diesem rubinroten Trägerkleid, das die Rundungen auf dezente Weise betonte.

Nachdem sie den Raum betreten hatte, ging sie zielstrebig und mit unnachahmlicher Eleganz direkt auf einen der Schaukästen zu.

Sofort bewegte er sich in ihre Richtung, um der Konkurrenz zuvorzukommen. Eingehend betrachtete sie die ausgestellten Eheringe. "Sie sind wunderschön, oder?", kommentierte er leise.

Sie sah ihn nicht einmal an, sondern schaute sich weiter die Ringe an. "Atemberaubend", murmelte sie.

"Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir uns einander vorstellen müssen", schlug er lächelnd vor.

"Danke, verzichte", entgegnete sie, musterte ihn kurz und wandte sich dann zum Gehen.

In diesem Moment beging er einen folgenschweren Fehler. Bevor sie ihm entwischen konnte, ergriff er ihre Hand. "Warten Sie ."

Und dann traf es ihn mit der Hitze und der Energie eines Blitzschlags. Als hätte ihm jemand einen Stromstoß versetzt, durchzuckte ihn eine mächtige elektrische Spannung. Nicht dass es wehtat - es überraschte ihn nur. Und es jagte ihm Angst ein, weil er plötzlich befürchten musste, dass an der Familienlegende doch etwas dran war.

Blitzschnell entwand sie sich seinem Griff. "Was war das?",...

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