Höllennacht

Thriller
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 17. Oktober 2011
  • |
  • 448 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06153-1 (ISBN)
 
Ein wahrhaft teuflischer Thriller

Jack Nightingale erbt von seinem Vater, den er nie kennengelernt hat, unverhofft ein Vermögen. Doch der Nachlass beinhaltet auch eine Warnung. Sein Vater hat Jacks Seele an den Teufel verkauft, und der wird sie in drei Wochen holen - an Jacks dreiunddreißigstem Geburtstag. Jack glaubt nicht an Gott und schon gar nicht an den Teufel. Doch als immer mehr seiner Freunde eines schrecklichen Todes sterben, kommen ihm Zweifel. Gibt es die Hölle wirklich? Und wie kann er dann seine unsterbliche Seele vor dem ewigen Feuer bewahren?



Stephen Leather wurde in Manchester geboren. Er studierte Biochemie an der University of Bath. Bevor er sich 1992 ganz dem Schreiben widmete, war er als Journalist tätig. Stephen Leather lebt in Irland und schreibt bereits an seinem nächsten Thriller.
  • Deutsch
  • 0,97 MB
978-3-641-06153-1 (9783641061531)
3641061539 (3641061539)
weitere Ausgaben werden ermittelt
31 (S. 165-166)

The Hillingdon Home klang großartig, aber das war es nicht. Es war ein Betonblock aus den Sechzigerjahren mit rostigen Metallrahmenfenstern und auf die Türen gesprayten Graffiti. Während Nightingale seine Zigarette zu Ende rauchte, spähte er zu den oberen Stockwerken hinauf. Ausdruckslose Gesichter schauten aus manchen der Fenster, weiße Flecken hinter dem Glas. Es war ein gemeindeeigenes Heim am Stadtrand von Basingstoke, etwa fünfzig Meilen südlich von London. Der Parkplatz war voll, und so hatte er den MGB nicht allzu weit entfernt auf der Straße abgestellt. In der linken Hand hielt er einen Blumenstrauß. Er hatte beschlossen, dass er irgendetwas mitbringen sollte, und mit Blumen konnte man eigentlich nichts verkehrt machen.

Er warf seine Kippe auf den Boden und stieß die Flügeltür auf, die zum Empfangsbereich führte. Selbstredend hatte er sich vorher telefonisch in dem Heim angemeldet, und eine übergewichtige westindische Frau in einem Blumenkleid führte ihn ins Büro. Die Heimleiterin war spindeldürr, hatte kastanienbraun gefärbtes Haar, und auf der Nase trug sie eine dicke Brille. Sie saß hinter einem großen Schreibtisch, auf dem ein altmodischer Computer und ein Namensschild aus Kunststoff standen – Elizabeth Fraser. »Ich muss sagen, dass Ihr Anruf wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam«, sagte Mrs. Fraser.

»In den zehn Jahren, seit Miss Keeley hier ist, hat sie noch kein einziges Mal Besuch gehabt.« »Wir hatten den Kontakt verloren«, sagte Nightingale. »Das kann man wohl sagen«, meinte Mrs. Fraser. Sie tippte etwas in ihren Computer und runzelte die Stirn. »Hier ist kein Verwandter eingetragen.« »Wie schon gesagt, wir hatten keinen Kontakt mehr.« Sie sah ihn durch ihre Brille an. »Und dann ist da noch das Problem mit dem anderen Nachnamen«, sagte sie. »Ich glaube, dass sie mich bei meiner Geburt zur Adoption freigegeben hat.« »Verstehe«, sagte Mrs. Fraser.

»Haben Sie irgendwelche Dokumente, mit denen Sie das belegen können?« Nightingale zuckte die Schultern. »Leider nein, es war eine private Adoption.« »Ich muss sagen, Mr. Nightingale, es widerstrebt mir ein wenig, Sie zu Miss Keeley zu lassen, solange Sie keinen Beweis beibringen können, dass Sie ein Familienmitglied sind.« Nightingale nahm seine Brieftasche heraus und holte seinen Führerschein hervor. Er gab ihn der Heimleiterin.

»Das hier beweist, wer ich bin, Mrs. Fraser«, sagte er. »Was den Beweis angeht, dass ich Miss Keeleys Sohn bin, nun, ohne einen DNA-Test dürfte das schwer sein. Aber ich nehme an, wenn sie sich in einem gemeindeeigenen Heim befindet, hat sie kein Geld, ich bin also nicht hier, um sie auszunehmen. Ich habe keinen Beweis, dass sie meine Mutter ist, aber ich hatte gehofft, wenn ich mit ihr rede … Ich weiß nicht, Mrs. Fraser. Mein Leben ist in der letzten Woche ziemlich aus den Fugen geraten, und ich will einfach nur ein paar Antworten haben. Ich hatte gehofft, dass ich sie von Miss Keeley bekommen würde.«

Mrs. Fraser lächelte. »Was das Geld angeht, haben Sie recht«, sagte sie. »Miss Keeley besitzt keinen Penny.« Sie tippte Nightingales Daten in den Computer ein und gab ihm den Führerschein zurück. »Ich kann Ihnen nur raten, nicht zu viel zu erwarten«, sagte sie. »Miss Keeley war in der Psychiatrie, bevor sie hierherkam, und auch wenn wir sie jetzt nicht mehr als geisteskrank einstufen würden, ist sie doch unkommunikativ. Tatsächlich hat sie kein Wort gesagt, seit sie hierhergebracht worden ist. Auch in der letzten Einrichtung soll sie nicht geredet haben. Kein Wort. Hierher verlegt wurde sie, weil es keine passende medikamentöse Behandlung gab und weil sie nicht länger als Gefahr für sich selbst oder andere angesehen wurde.«

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