Das Spiel

Roman
 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. Dezember 2011
  • |
  • 512 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07864-5 (ISBN)
 
Der neue meisterhafte Psycho-Thriller von Kult-Autor Richard Laymon

Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane einen Fünfzig-Dollar-Schein und die Aufforderung, sich an einem ominösen "Spiel" zu beteiligen: Wenn sie jeweils mitternachts eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter - bis es kein Zurück mehr gibt: Das "Spiel" artet zu reinstem Terror aus ....

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 0,54 MB
978-3-641-07864-5 (9783641078645)
3641078644 (3641078644)
weitere Ausgaben werden ermittelt
34 (S. 238-239)

Schwitzend und keuchend erreichte sie endlich ihr Auto. Gail saß auf dem Beifahrersitz, Sandra hatte sich auf der Rückbank ausgestreckt. Als Jane sich hinter das Steuer setzte, drückte die Pistole in ihrer Gesäßtasche schmerzhaft gegen ihren Hintern. Sie fächerte sich mit ihrem Hemd Luft zu. »Alles klar?«, fragte Gail. Der Motor lief schon im Leerlauf. Jane legte den ersten Gang ein und fuhr los. »Ja.« »Haben Sie es gefunden?« Was gefunden? Ach ja. Ihr nicht existentes Halskettchen.

»Ja. Genau dort, wo ich es vermutet hatte.« »Haben Sie jemanden gesehen?«, fragte Sandra vom Rücksitz aus. Ihre Stimme klang nervös. »Nein, zum Glück nicht. Vielleicht sind diese Kerle ins Kino gegangen oder so. Heute ist immerhin Samstag.« »Zeit, auf die Piste zu gehen«, sagte Sandra verbittert. »Als ob diese Scheißkerle es nötig hätten, Frauen aufzureißen«, fügte Gail hinzu. »Sie haben ein Haus voll beschissener Sklavinnen. Wollen Sie nicht die Scheinwerfer anmachen?«

»Oh.« Jane schaltete das Licht an. »Wenn uns ein Auto entgegenkommt, ist es wohl besser, wenn Sie sich ducken.« »Wenn sie uns nur nicht noch einmal erwischen.« »Keine Sorge.« »Sie wollten mein Baby. Deswegen haben sie mich entführt. Sie wollten einen Feuerplatz im Garten ausheben und es wie ein Ferkel grillen … wie …« Sie schluchzte. »Wie bei so einem hawaiianischen Grillfest – einen Luau, wenn Sie wissen, was ich meine. Steve … Steve hatte die Idee, und Linda wusste, wie es gemacht wird – sie hat auf Maui gelebt, und …«

Sandra verstummte. Jane betrachtete sie im Rückspiegel. »Von Ihnen habe ich nichts in den Nachrichten gehört«, sagte sie. »Sie haben sie in Reno geschnappt«, sagte Gail. »Kein Wunder, dass sich die Nachricht nicht bis hierher verbreitet hat. Linda haben sie in Oregon erwischt, Marjorie in New Mexico.« »Sie sind die Einzige aus Donnerville?«, fragte Jane. »Ja. Einer von ihnen war wohl scharf auf mich. Er hat mich im Buchladen beobachtet. Kennen Sie die B. Dalton-Filiale im Einkaufszentrum?« »Ja.« Sie wandte sich zu Sandra um. »Alles in Ordnung da hinten?«

»Alles klar«, antwortete eine zitternde, unsichere Stimme. »Wo soll ich Sie hinbringen«, fragte sie Gail. »Nach Hause.« »Wo wohnen Sie?« »Auf der Standhope.« Da wohnt auch Brace. Es überraschte sie, dass sie durch den schweren Schleier, der sich über ihren Verstand gelegt hatte, beim Gedanken an Brace trotzdem den Schmerz des Verlustes spüren konnte. »Wissen Sie, wo das ist?«, fragte Gail. »Ja. Ich hatte mal einen Freund, der … Sollte ich Sie nicht lieber ins Krankenhaus bringen? Sie brauchen medizinische Betreuung.« »Ich will nicht ins Krankenhaus.« »Ich auch nicht. Ich will nach Hause«, sagte Sandra.

»Haben Sie Familie in Reno?« »Mein … Mann lebt dort.« Sandra schluchzte auf. Gail wandte sich um. »Du kannst ihn anrufen, sobald wir bei mir sind.« »Rufen Sie erst mal die Polizei an«, sagte Jane. »Damit sie Marjorie und Linda retten. Kennen Sie die Adresse?« Gail schüttelte den Kopf. »Warum rufen Sie nicht die Polizei an? Sie können doch mit reinkommen …« »Das geht nicht.« »Warum?« »Ich werde Sie beide absetzen und verschwinden. Ich kann auf keinen Fall mit der Polizei sprechen.« »Nicht? Warum?«

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