Sophie und der feurige Sizilianer

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. August 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
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978-3-86349-160-4 (ISBN)
 
Immer im Schatten ihrer schönen Schwestern - Schluss damit! Sophie Balfour will zumindest beruflich auf eigenen Füßen stehen. Doch gleich der erste Auftrag wird eine Herausforderung: Der milliardenschwere Marco Speranza beauftragt sie, seinen Palazzo auf Sizilien neu einzurichten. Die Spuren seiner geschiedenen Frau sollen verschwinden ... die er anscheinend immer noch liebt. Eine schreckliche Erkenntnis für Sophie! Denn sie selbst verfällt dem maskulinen Zauber des feurigen Sizilianers. Doch wird Marco in ihr jemals mehr als das hässliche Entlein der Familie sehen?
  • Deutsch
  • 0,70 MB
978-3-86349-160-4 (9783863491604)
3863491602 (3863491602)

1. KAPITEL

Sophie blieb stehen und zog ihr Notizbuch aus der Tasche. Vorsichtshalber sah sie noch einmal auf der selbst gezeichneten Straßenkarte nach und verglich die dort vermerkte Zahl mit der Hausnummer an dem schlichten Gebäude in georgianischem Stil.

Ähnlich bescheiden wirkende Häuser bestimmten das gesamte Straßenbild. Doch wie hieß es so schön?

Wenn es um Grundbesitz geht, zählt in erster Linie die Lage!

Mit einer Hand über den Augen als Schutz gegen die strahlende Junisonne musterte Sophie die Reihe der am Bordstein geparkten Luxuslimousinen. Sie bestätigten ihr, was in der Maklersprache etwa so ausgedrückt wurde: Diese Wohnlage wird als im höchsten Maße begehrenswert eingestuft.

Nach einem zweiten Blick auf die täuschend schlichte Fassade entschied Sophie, dass sie hier goldrichtig war, auch wenn sie immer noch kein Namens- oder Firmenschild entdecken konnte.

"Klein, aber exklusiv", hatte ihr Vater gesagt, "mit einem stetig wachsenden ebenso exklusiven Kundenkreis." Also genau der richtige Ort für seine Tochter, um ihre künstlerischen Schwingen auszubreiten. "Ein perfektes Sprungbrett für eine steile Karriere. Mit deinem Talent wirst du es sehr weit bringen, Sweetheart. Du musst nur hinaus in die Welt gehen und den Menschen zeigen, was du kannst!"

Ein väterlicher Ratschlag, ganz ohne Druck, wie er es nannte .

Sie hatte der Versuchung widerstanden, Oscar darauf hinzuweisen, dass ein Fernstudium in Innenarchitektur sie möglicherweise nicht automatisch dazu qualifizierte, ein Interieurdesign-Imperium aufzubauen, und schon gar nicht über Nacht!

Ein Vorstellungsgespräch war offenbar überflüssig, und als Sophie fragte, wann es mit ihrem neuen Job losgehen solle, versetzte die knappe Antwort ihres Vaters sie in helle Panik.

"Montag? Nächsten Montag? Glaubst du denn wirklich, dass ich das kann?", hatte sie besorgt gefragt und nur einen konsternierten Blick geerntet.

Und wenn jemand wirklich entnervend gucken konnte, dann Oscar Balfour! Aber sie verschonte er normalerweise damit.

Bisher hatte Sophie ihm auch nie einen Anlass zur Sorge gegeben. Sie ging immer ruhig und gerade ihren Weg. In ihrem Leben gab es keine großen Dramen. Sie musste nicht aus irgendwelchen Notlagen befreit werden, war nie Gegenstand peinlicher Schlagzeilen, in ihrer Vergangenheit existierte kein unpassender Mann . kurz gesagt: Ihr Leben war wie ein aufgeschlagenes, ziemlich langweiliges Buch.

Wenn sie wirklich einmal ernsthaft darüber nachdachte, deprimierte sie diese Vorstellung.

"Ich weiß, dass du es kannst!", versuchte Oscar ihr den Rücken zu stärken.

"Wirklich?"

"Natürlich, Sophie, ich vertraue fest darauf, dass du und deine Schwestern mich nicht enttäuschen werdet. Sie haben doch auch alle die Herausforderungen angenommen, mit denen ich sie konfrontiert habe."

Und was passiert, wenn ich mich weigere? hätte sie am liebsten gefragt. Doch dazu fehlte ihr der Mut.

"Ich weiß", murmelte sie stattdessen und dachte daran, wie sehr sie ihre Schwestern vermisste.

Offenbar konnte Oscar ihre Gedanken lesen. "Tut mir leid, Sweetheart, es ist allein meine Schuld. Ich hätte euch nicht so vernachlässigen und auf der anderen Seite so übermäßig verwöhnen dürfen."

Sophies weiches Herz zog sich vor Liebe zusammen. "Du bist ein wundervoller Vater gewesen", behauptete sie liebevoll, wenn auch nicht ganz wahrheitsgemäß. Spontan lief sie um den Schreibtisch und umarmte Oscar. Dabei sah sie die aufgeschlagene Zeitung vor ihm liegen und einen weiteren reißerischen Artikel, der die Balfour-Dynastie verunglimpfte.

"Ich tu's, Daddy", versprach sie rau. "Ich werde mein Bestes geben."

Als sie das Arbeitszimmer verließ, hatte sie einen dicken Kloß im Hals und schwor sich insgeheim, ihren Vater und ihre Schwestern nicht zu enttäuschen. Wenigstens einmal wollte sie über sich hinauswachsen und zeigen, dass auch sie eine echte Balfour war!

Jetzt, eine Woche später, spürte sie den Kloß immer noch. Trotzdem streckte sie die Hand aus und klopfte zögernd an die Tür, die nur angelehnt war, wie sie erst jetzt feststellte. Mit angehaltenem Atem wartete sie auf Antwort, doch nichts regte sich.

Noch immer stand Sophie unter einer Art Schock, dabei war das Ansinnen ihres Vaters nicht einmal unerwartet gekommen. Seit den skandalösen Ereignissen und Berichten der letzten Zeit hatte sie Mia, Kat und Emily abrücken sehen - um sich in der realen Welt zu bewähren, ohne den Komfort des Familiennamens und der damit verbundenen Reputation.

Seitdem waren Wochen verstrichen, in denen Sophie nervös auf die Privateinladung ihres Vaters in sein Arbeitszimmer gewartet hatte. Da nichts dergleichen geschehen war, hatte sie langsam begonnen, sich wieder zu entspannen und in Sicherheit zu wiegen.

Zu früh, wie sich herausstellte!

Sie erinnerte sich noch gut an ihr Unbehagen angesichts des mitfühlenden Blicks, den ihr der Butler zuwarf, als er sie durch einen Nebeneingang in Balfour Manor einließ. Den Rest erledigte kurz darauf die tränenreiche Umarmung der dicken Köchin, sodass sie wenig später wie ein Lamm vor der Schlachtbank am Schreibtisch ihres Vaters stand.

Er habe den perfekten Ort für sie entdeckt, an dem sie ihre Talente entwickeln und zur Blüte treiben könne, eröffnete Oscar seiner Tochter, die glaubte, diesen Platz bereits im Pförtnerhaus auf dem Balfour-Anwesen gefunden zu haben, wo sie zusammen mit ihrer Mutter lebte. Doch das behielt sie lieber für sich.

Hinter der Tür zu ihrer potenziellen neuen Arbeitsstelle tat sich immer noch nichts. Ein Blick auf die Uhr zeigte Sophie, dass sie eine Viertelstunde zu früh war. Vielleicht wirkte das ein wenig übereifrig. Ob sie lieber noch einen kurzen Spaziergang unternehmen sollte?

Nein! Jetzt oder nie! Bevor sie der Mut wieder verließ.

Also holte sie noch einmal tief Luft, sah sich nach einer Klingel um und drückte, da sie keine fand, die Tür vorsichtig mit dem Ellenbogen auf.

"Hallo?"

Keine Antwort.

Sophie riss sich zusammen, trat ein und stand mitten in einem riesigen Raum, der wie das Paradewohnzimmer eines luxuriösen Landhauses wirkte. Das Interieur war auf Kunden mit ebenso viel Geld wie Geschmack ausgerichtet.

Der aromatische Duft von frischem Kaffee stieg ihr in die Nase, während sie die bedachte und reizvolle Mixtur aus antiken Möbeln, individuellen Modern-Art- Designerstücken und kostbaren Stoffen registrierte. Alles harmonierte perfekt miteinander. Keine Frage, sie stand in einem Showroom der Extraklasse. Zweifellos konnte man jedes der ausgestellten Stücke erwerben, obwohl nichts so Ordinäres wie Preisschilder an den einzelnen Exponaten hing.

Dieses Ambiente unterschied sich unglaublich von ihrem Mini-Designstudio zu Hause, das mit einem schlichten Zeichentisch, Farbtafeln und einer kleinen Tapetenmusterkollektion ausgestattet war.

Fast andächtig fuhr sie mit den Fingerspitzen über einen wunderschönen antiken Kelim, der lässig über der Lehne eines Chesterfield-Sofas lag. Hier sollte sie arbeiten?

"Hallo?", rief sie noch einmal. Wieder ohne Erfolg.

Doch während sie langsam weiterging, hörte sie irgendwo im Hintergrund Stimmen, die mit jedem ihrer Schritte lauter und verständlicher wurden. Irritiert hob sie die Brauen und erkannte im nächsten Moment, dass das, was sie für eine Wand gehalten hatte, nur eine Art stoffbespannter Paravent war. Vorsichtig linste sie durch einen Spalt zwischen den weißen Leinenbahnen hindurch und war verblüfft.

Auf den zweiten Blick entpuppte sich das eher schmale Haus mit der täuschend schlichten Fassade als wahres Raumwunder. Denn der Bereich hinter dem Paravent war mindestens noch einmal so groß wie der Eingangsraum und erstrahlte im Glanz zweier riesiger Kristalllüster.

Hier war alles im streng klassizistischen Stil gehalten. Blasse Töne und trügerisch schlichte Formen gaben dem Ganzen eine ungeheure Leichtigkeit. An einer Wand hing ein antiker Spiegel, dessen ornamentverzierter breiter Rahmen weiß gekalkt war - ein wahres Prachtstück, das die Bühne vollends beherrschte.

Gerade wollte Sophie sich bemerkbar machen, da schnappte sie in dem fortwährenden Geschnatter ihren eigenen Familiennamen auf und erstarrte. Offenbar waren es zwei junge Frauen, die sich unterhielten. Sie sah von ihnen aber nicht mehr als die wohlfrisierten Hinterköpfe, da sie mit dem Rücken zu ihr auf einer weiß gelaugten Bank in skandinavischem Design saßen.

"Was? Eine echte Balfour soll hier bei uns anfangen? Du machst Witze! Arbeiten die denn überhaupt? Und riskieren dabei, sich womöglich einen Fingernagel abzubrechen?"

"Was würdest du denn tun, wenn du eine Millionenerbin wärst?"

"Lass mal überlegen ."

Beide Frauen brachen in hämisches Kichern aus, und Sophie krümmte sich auf ihrem unfreiwilligen Lauschposten vor Unbehagen.

"Immerhin muss sie ihr Erbe mit ihren Schwestern teilen! Wie viele von ihnen gibt es überhaupt?"

"Meinst du, mit diesem Kuckucksei, das erst kürzlich...

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