Dating you, hating you - Hoffnungslos verliebt

Liebesroman für alle Fans der Beautiful-Reihe
 
 
Mira Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. August 2018
  • |
  • 416 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95576-797-6 (ISBN)
 
Als wäre das Leben als Schauspielagentin in Hollywood nicht schon stressig genug, muss Evie sich auch noch ausgerechnet in den attraktiven Carter verlieben. Denn nach einer heißen Nacht mit ihm erfährt sie, dass ihre Firmen fusionieren sollen - was sie zu erbitterten Konkurrenten macht. Liebe wird somit umgehend vom Speiseplan gestrichen - jetzt helfen nur noch gezielte Sabotageakte. Evie hat nicht umsonst so lange für ihre Karriere geschuftet: Jetzt ist Krieg! Aber jeden Tag wird ihre Sehnsucht nach Carters heißen Küssen stärker ...Prall gefüllt mit Spaß, popkulturellen Referenzen und Neckereien, die einen einfach zum Grinsen bringen - die perfekte Liebesgeschichte fürs 21. Jahrhundert.« »Die perfekte Liebesgeschichte fürs 21. Jahrhundert.« Kirkus Kirkus Review, mit dem »Kirkus-Star« ausgezeichnet »Das grandiose Team hinter dem Namen Christina Lauren ist zurück - und in Topform! Ein unterhaltsamer, witziger und unerschrockener Roman über Liebe, Karriere und das Erwachsenwerden.« Romantic Times, Top Pick
weitere Ausgaben werden ermittelt
Hinter Christina Lauren steht das Autorinnenduo Christina Hobbs und Lauren Billings. Beide sind bekennende Liebesroman-Fans und schreiben seit 2009 gemeinsam. Getrennt durch den US-Staat Nevada, telefonieren sie mehrmals täglich miteinander und sind sich einig, dass die allerschönste Nagellackfarbe Rubinrot ist. Wenn sie die Wahl hätten, würden sie nur eins tun: den ganzen Tag vom San Clemente Pier in Kalifornien aus aufs Meer blicken.

2. Kapitel

Carter

Michael Christopher findet mich am Samstagmorgen in seiner Küche vor. Die Zeitung liegt aufgeschlagen auf dem Tisch, im Hintergrund blubbert leise die Kaffeemaschine.

»Ich bin froh, dass du nicht mehr versucht hast, nach Hause zu fahren.« Seine Stimme klingt so kratzig, als hätte er Glasscherben verschluckt. Ich blicke auf und muss grinsen. Er trägt einen blauen Samtmorgenmantel über gestreiften Boxershorts und einem verblichenen T-Shirt. Sein Haar steht in alle Richtungen ab.

»Guten Morgen, Mr. Hefner.«

Er tritt auf ein paar Legosteine, die sich im flauschigen Küchenteppich verkrochen haben, und flucht lauthals los.

»Schön sprechen.« Diese diskrete Ermahnung habe ich schon Dutzende Male aus Stephanies Mund gehört.

Michael knurrt und bückt sich, um den Schaden in Augenschein zu nehmen. »Du weißt nicht, was Schmerzen sind, bevor du dir nicht eins dieser Scheißteile in die Fußsohle gerammt hast.« Nachdem er sich vergewissert hat, dass er nicht blutet, humpelt er weiter zum Geschirrschrank, entnimmt ihm einen weißen, mit Morgans winzigen Handabdrücken verzierten Keramikbecher und gießt sich Kaffee ein. »Warum stehst du eigentlich immer so früh auf?«

»Keine Ahnung. Meine innere Uhr besteht weiterhin darauf, ein New Yorker zu sein.«

»Deine innere Uhr ist ein Idiot.«

»Stimmt.« Ich lache. »Schicker Morgenmantel übrigens.«

Er kippt etwas Sahne in seinen Kaffee und stellt den Becher dann zurück in den Kühlschrank. In dem Apartment, das wir uns am College geteilt haben, war der Kühlschrank von Pizza-Gutscheinen und Telefonnummern bedeckt; an diesem hier kleben ein riesiges Gemälde von Bibo und ein Zettel mit Playdate-Terminen. Hinweis für alle Nichteltern: Playdates sind offizielle Verabredungen zum Spielen mit anderen Kindern.

Michael lässt sich in den Stuhl mir gegenüber fallen und nimmt einen Schluck Kaffee. »Den hat Steph mir zum Vatertag geschenkt.«

»Glückwunsch. Du bist jetzt offiziell zu einem Vater mutiert.«

Michael atmet den Dampf ein, der seinem Kaffeebecher entsteigt, und beugt sich ein Stück über die Tischplatte. »Ich kann jetzt noch nicht auf Klugscheißereien, Carter. Mir platzt gleich der Schädel, und ich versuche, immer noch herauszufinden, warum ich beim Aufwachen Stephs Unterwäsche anhatte.«

»Nein! Nein und nochmals nein.« Ich schüttele den Kopf, in der Hoffnung, dieses Bild vor meinem geistigen Auge zu vertreiben, bevor es sich unauslöschlich in mein Hirn brennt.

Dann stehe ich auf, um ihm ein paar Schmerztabletten zu holen. Ich weiß, wo ich Ibuprofen und Co. finde: im Schränkchen neben der Spüle - beziehungsweise der Hausapotheke, wie sie es nennen. Darin stapeln sich Rezepte und Pflasterschachteln und sämtliche nicht verschreibungspflichtigen Medikamente, die man jemals brauchen könnte. Du liebe Zeit, es gibt sogar eine Flasche Jod.

Erwachsene haben Jod vorrätig. Meine Mom hat Jod. Ich bin achtundzwanzig Jahre alt und habe keinen blassen Schimmer, wozu genau Jod eigentlich gut sein soll.

In Momenten wie diesem wird mir bewusst, wie sehr sich meine Existenz mittlerweile von Michaels und Stephs unterscheidet. Die beiden haben ein Vierzimmerhaus in einer ruhigen Wohnstraße. Sie haben einen Briefkasten, an dem in lustigen, bunten handgemalten Buchstaben Evans steht, und an der Tür ihres Kleiderschranks hängt ein Somatogramm, auf dem sie die körperliche Entwicklung ihres Kindes festhalten.

Sie haben ein Kind!

Ich hingegen habe ein kleines Einzimmerapartment und einen Kaktus, der mein ganzer Stolz ist - immerhin ist es mir gelungen, ihn über sechs Monate am Leben zu erhalten.

Wann ist Michael in der Disziplin Erwachsenwerden eigentlich so rasant an mir vorbeigezogen?

Vielleicht, als er geheiratet hat? Oder als er sich so tapfer in das Abenteuer stürzte, eine Immobilie zu erwerben? Vielleicht ist es auch erst passiert, als er Vater wurde. Egal, ich würde ohnehin nie danach zu fragen wagen, da er und Steph sich, so respektabel sie auch geworden sein mögen, immer noch als leicht gealterte Jugendliche betrachten. Jede gegenteilige Andeutung würde die beiden zwangsläufig dazu animieren, mich mit der Bierbong abzufüllen oder auf das nächstgelegene Rave zu zerren. Und für so was fühle ich mich ironischerweise inzwischen definitiv zu alt.

Mit drei Tabletten und einem Glas Wasser kehre ich zum Tisch zurück.

Er murmelt so was wie »Danke«, schluckt die Tabletten und leert das Glas mit einem durstigen Zug. »Mir geht's heute Morgen echt dreckig.«

»Wundert dich das etwa?« Ich setze mich wieder hin. »Auf eurer Party gab es Wodka-Red Bull und drei unterschiedliche Möglichkeiten, Marihuana zu konsumieren. Gras und Alk in Kombination habe ich seit meiner Abschlussklasse nicht mehr gesehen.«

Er hebt den Kopf, um mich beleidigt anzusehen. »Es war eine Hammerparty.«

»Schon klar. Allerdings war es auch eine Halloweenparty Ende September

»Die Zeit rund um Halloween ist echt stressig für Morgan«, erklärt er. »Playdates und Paraden und Herbstkirmes . Dieses Kind hat mehr Termine als ich. Daher mussten Steph und ich unsere Party vorverlegen.«

Ich sage nichts und hoffe, dass er seine eigenen Worte so weit sacken lässt, dass ihm ihre tiefere Bedeutung bewusst wird, aber er scheint noch immer voll und ganz damit beschäftigt zu sein, sich in seinen Kaffee zu verlieben.

Schließlich halte ich es nicht länger aus. »Ich glaube, das weibliche Wesen mit der meisten Kleidung am Leib war deine als Miley Cyrus verkleidete Frau.«

In Michael Christophers Augen glimmt ein winziger Funke auf. »Das würde ich so nicht sagen. Evie hat ungefähr so viel Haut gezeigt wie du. Ihr wart echt süß, ihr beiden Hogwarts-Schnuckis.«

Jetzt geht es los.

Ich senke meinen Blick und nehme noch einen Schluck von meinem Kaffee.

Aus dem Augenwinkel sehe ich ihn beiläufig mit den Schultern zucken. »Steph dachte, dass ihr euch gut verstehen würdet.«

»Dafür, dass du deiner Frau erlaubt hast, bei mir einen Verkupplungsversuch zu starten, entziehe ich dir die letzten fünf deiner verbliebenen Coolness-Punkte.«

»Gestern Abend scheint dir das aber nicht so viel ausgemacht zu haben.«

Ich stelle die Tasse ab und bemühe mich, das leichte Hochschnellen meines Pulses zu ignorieren. Stimmt schon, während der drei Stunden mit Evie habe ich mehr Prickeln verspürt als bei all meinen Dates des vergangenen Jahres zusammen.

»Es hat mich tatsächlich nicht gestört«, gebe ich zu. »Sie ist heiß, sie ist witzig und dieses Lachen? Ist einfach umwerfend.«

Er wirkt plötzlich sehr interessiert und beugt sich noch weiter über die Tischplatte. »Jetzt kommt die Stelle, an der ich mich bei der Vorstellung, dass du mit jemandem anbandelst, den wir kennen, und wir dann als Paare Dinge unternehmen können, vor Begeisterung überschlage. Ich brauche dringend ein cooles Paar in meinem Bekanntenkreis, Carter. Hier wollen alle immer nur darüber reden, wie sich ihr Leben verändert hat, seit sie nur noch glutenfrei essen oder wie viel sie in ihre private Rentenversicherung einzahlen.«

»Jetzt überstürz mal nicht gleich alles. Ich mag sie schon, aber . sei doch mal realistisch. Du bist mit Steph zusammen, du kriegst mit, was für absurde Arbeitszeiten sie hat. Nun stell dir mal vor, Steph würde Steph daten. Das geht gar nicht. Es wäre ein Albtraum. Und genauso wäre es bei Evie und mir. Am Ende würden wir einander nur noch hassen.«

»Warum zerstört die Vernunft bloß immer all meine Träume?« Er wirft einen vorsichtigen Blick über seine Schulter zur offen stehenden Tür und fügt leise hinzu: »Sag bloß nicht meiner Frau, dass ich das vorschlage, aber wie wär's denn, wenn ihr einfach nur miteinander in die Kiste geht? Ihr könntet ganz unverbindlich ein bisschen Spaß haben und dann schauen, was draus wird.«

»Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Aber zumindest haben wir Telefonnummern ausgetauscht.« Ich stehe auf und stelle meine Tasse in die Spüle. »Wir haben uns gut unterhalten, und die Verbindung kann irgendwann nützlich sein, wenn ich es schaffe, in die Spielfilm-Abteilung zu wechseln.«

Er grinst. »Falls einer von euch gefeuert wird, könnte die Sache immer noch in meinem Sinne ausgehen.«

»Das war zwar nicht ganz das, worauf ich hinauswollte, aber mir gefällt deine absurde Variante von Optimismus.«

Wummernde Bässe und die Geräusche eines Autos, das deutlich zu schnell durch die ruhige schlafende Straße prescht, lassen uns beide gleichzeitig hochschrecken.

Michael steht auf und starrt durch das Fenster auf die Einfahrt. »Hast du mir nicht mal erzählt, dass Jonah einen schwarzen Range Rover fährt?«

»Jonah? Du meinst meinen Bruder Jonah?« Ich geselle mich zu ihm.

Und tatsächlich - ein schimmernder schwarzer Range Rover saust mit quietschenden Reifen in Michael Christophers schmale Einfahrt. Der Motor erstirbt abrupt, und die plötzliche Stille lässt meine Ohren klingeln.

Schon jetzt fürchte ich mich vor dieser Begegnung. Ich habe meinen jüngeren Bruder seit Monaten weder gesehen noch gesprochen und nicht den Hauch einer Ahnung, was er jetzt hier macht. Wir schauen zu, wie die Fahrertür sich öffnet und den Blick auf ein Paar jeansumhüllte Beine freigibt.

Michael hebt die Brauen....

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