Rechtsprechung und Parlamentsgesetz

Überlegungen zu Anliegen und Reichweite eines allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Juni 2017
  • |
  • 298 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-155385-1 (ISBN)
 
Was wären Gerichte ohne das Gesetz? Im verfassungsrechtlichen Diskurs unter dem Grundgesetz ist mitunter eine gewisse Skepsis gegenüber den Kompetenzen der Rechtsprechung auszumachen. Weitgehend ungeklärt ist die Frage, ob auch ihr gegenüber der so genannte allgemeine Vorbehalt des Gesetzes gilt. Dieses Instrument besagt, dass die Verwaltung - jedenfalls in 'wesentlichen' Fragen - keine eigenen Entscheidungen treffen darf, sondern auf eine Vorentscheidung des Gesetzgebers angewiesen ist. Teilweise wird verlangt, diesen Grundsatz auch auf die Gerichte anzuwenden. Gerade auf Grund ihrer besonders kargen demokratischen Legitimation seien auch sie stets auf eine gesetzliche Grundlage angewiesen, sobald es um 'wesentliche' Fragen geht. Vor dem Hintergrund historischer und rechtsanwendungstheoretischer Überlegungen begegnet Philipp Lassahn solchen Ansätzen und stellt dabei auch die Vorstellung eines verfassungsrechtlich gebotenen 'Legitimationsniveaus' in Frage.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 3,02 MB
978-3-16-155385-1 (9783161553851)
3161553853 (3161553853)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 6]
3 - Inhaltsübersicht [Seite 8]
4 - Inhaltsverzeichnis [Seite 10]
5 - 1. Teil: Einführung [Seite 22]
5.1 - I. Problemaufriss und Hintergrund [Seite 22]
5.2 - II. Entwicklung und Stand des Forschungsgesprächs [Seite 24]
5.3 - III. Fach- und Verfassungsgerichtsbarkeit - Gegenstand der Arbeit [Seite 28]
5.4 - IV. Legitimität und Rechtmäßigkeit - Charakter der Arbeit [Seite 29]
5.5 - V. Methodisches Vorverständnis [Seite 30]
5.5.1 - 1. Recht als Rekonstruktion eines stimmigen Systems [Seite 30]
5.5.2 - 2. Die zentrale Rolle von Text und historischem Telos [Seite 31]
5.5.3 - 3. Abgrenzung gegenüber rigidem Textualismus und Originalismus [Seite 31]
5.5.4 - 4. Verwahrung gegen übertriebene Theoretisierungen [Seite 32]
5.5.5 - 5. Maßstäbe für die Bewertung juristischer Systembildung [Seite 33]
5.5.6 - 6. Zusammenfassung [Seite 34]
5.6 - VI. Terminologische Vorfragen [Seite 35]
5.6.1 - 1. "Vorbehalt des Gesetzes" vs. "Gesetzesvorbehalt" [Seite 35]
5.6.2 - 2. "Rechtsprechung" [Seite 36]
5.7 - VII. Gang der Untersuchung [Seite 37]
6 - 2. Teil: Historische Hinführung - Die Evolution des Verhältnisses von Rechtsprechung und Gesetz [Seite 39]
6.1 - I. Kodifikation als Normalfall? [Seite 39]
6.2 - II. Klarstellung: Richterrecht als historischer Normalfall [Seite 41]
6.2.1 - 1. Die Evolution des Rechts als Geschichte der Rationalisierung und Ausdifferenzierung [Seite 41]
6.2.2 - 2. Quellenpluralität als reguläres Szenario [Seite 45]
6.2.3 - 3. Zur Rolle von Gesetz und Kodifikation [Seite 48]
6.2.4 - 4. Insbesondere: Der Vorrang des Gesetzes [Seite 50]
6.2.5 - 5. Die Rolle des Grundgesetzes in der historischen Entwicklung [Seite 51]
6.2.6 - 6. Zwischenfazit [Seite 53]
7 - 3. Teil: Der Vorbehalt des Gesetzes [Seite 54]
7.1 - I. Terminologische Präzisierungen [Seite 55]
7.1.1 - 1. "Erforderliche Regelungsdichte" vs. "Entscheidungskonkurrenz" [Seite 55]
7.1.2 - 2. Der Gesetzesbegriff [Seite 58]
7.2 - II. Die drei Dimensionen der Kompetenzverteilung [Seite 59]
7.2.1 - 1. Erste Dimension: Suprematie [Seite 60]
7.2.2 - 2. Zweite Dimension: Exklusive Kompetenzen [Seite 61]
7.2.3 - 3. Dritte Dimension: Delegationsverbote [Seite 62]
7.3 - III. Historische Entwicklung [Seite 63]
7.3.1 - 1. Der staatsrechtliche Vorbehalt des Gesetzes [Seite 64]
7.3.1.1 - a. Ursprünge: Aufklärung und Französische Revolution (Kant, Rousseau, Locke, Montesquieu) [Seite 66]
7.3.1.2 - b. Entstehung: Restauration und Frühkonstitutionalismus (Klüber, früher Mohl) [Seite 68]
7.3.1.3 - c. Konsolidierung: Vormärz (Maurenbrecher, Welcker) [Seite 70]
7.3.1.4 - d. Ausdehnung und Verfestigung: Märzrevolution bis Reichsgründung [Seite 72]
7.3.1.4.1 - i) Der Vorbehalt als Selbstverständlichkeit: Um 1848/49 (Weiss, Stahl) [Seite 72]
7.3.1.4.2 - ii) Weitere politisch-theoretische Erfassung: Revidierte Verfassung bis 1870/71 (Bluntschli, Zoepfl, später Mohl) [Seite 73]
7.3.1.4.3 - iii) Zwischenfazit [Seite 74]
7.3.1.5 - e. Verschiebungen: "Staatsrechtlicher Positivismus" [Seite 74]
7.3.1.5.1 - i) Ausblendung politisch-historischer Hintergründe und Fokussierung auf den Rechts(satz)begriff (Gerber) [Seite 75]
7.3.1.5.2 - ii) Der Gesetzes- und Rechts(satz)begriff im Mittelpunkt (Laband) [Seite 77]
7.3.1.5.3 - iii) Konsolidierung der Gerber-Laband'schen Lehren (Jellinek) [Seite 81]
7.3.1.5.4 - iv) Zwischenfazit und Folgeentwicklungen [Seite 82]
7.3.1.6 - f. Klarstellungsversuche: Spätes Kaiserreich [Seite 83]
7.3.1.6.1 - i) Der Zusammenhang von Parlament und Vorbehalt (Otto Mayer) [Seite 83]
7.3.1.6.2 - ii) Politisch-staatsrechtliche Einordnungsbemühungen (Thoma) [Seite 85]
7.3.1.7 - g. Verwirrung: Weimarer Republik [Seite 87]
7.3.1.7.1 - i) Die Wirkung der Laband'schen Lehren (Anschütz) [Seite 87]
7.3.1.7.2 - ii) Das Fehlen einer überzeugenden Vorbehaltstheorie [Seite 89]
7.3.1.7.3 - iii) Zur Frage der Delegation [Seite 90]
7.3.1.8 - h. Auflösung: Nationalsozialismus (Huber, Tatarin-Tarnheyden) [Seite 91]
7.3.2 - 2. Parallele Entwicklungen: Straf- und budgetrechtlicher Vorbehalt [Seite 92]
7.3.2.1 - a. Strafrechtlicher Vorbehalt [Seite 92]
7.3.2.2 - b. Steuer- und budgetrechtlicher Vorbehalt [Seite 94]
7.3.3 - 3. Zusammenfassung und Einschätzung der Genealogie [Seite 96]
7.4 - IV. Das vorherrschende Modell: Die Wesentlichkeitslehre und ihre Ratio [Seite 98]
7.4.1 - 1. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts: Vom Vorbehalt des Gesetzes zur Wesentlichkeitslehre [Seite 99]
7.4.1.1 - a. Anfangszeit des Gerichts: Übernahme tradierter Formeln aus der Vorkriegszeit [Seite 99]
7.4.1.2 - b. Entstehung der Wesentlichkeitslehre: Der Facharztbeschluss von 1972 [Seite 100]
7.4.1.2.1 - i) Bedeutung des Facharztbeschlusses: Verankerung im Demokratieprinzip und Ausbau als Delegationsverbot [Seite 100]
7.4.1.2.2 - ii) Vorläufer der Wesentlichkeitslehre [Seite 101]
7.4.1.2.2.1 - (1) Befassung mit Delegationsfragen und Terminologie der Wesentlichkeit [Seite 101]
7.4.1.2.2.2 - (2) Ausprägung der Grundrechtsdogmatik und Aufbrechen des besonderen Gewaltverhältnisses [Seite 102]
7.4.1.3 - c. Konsolidierung [Seite 103]
7.4.1.4 - d. Relativierung und Spezifizierung [Seite 105]
7.4.1.4.1 - i) Wandel in einen Legitimationsdiskurs [Seite 105]
7.4.1.4.2 - ii) Die unklare Bedeutung prozeduraler Aspekte [Seite 107]
7.4.1.4.3 - iii) Bisheriger Höhepunkt der Relativierung: Die Osho-/Glykol-Entscheidungen von 2002 [Seite 108]
7.4.1.5 - e. Verfestigung und Schärfung: Auswirkungen der Steuerungstheorie [Seite 109]
7.4.1.6 - f. Aktuelle Fragen: Auswirkungen der Wesentlichkeitslehre auf die Grundrechtsdogmatik und Bedeutung für die dritte Gewalt [Seite 110]
7.4.1.6.1 - i) Umgehung komplizierter Grundrechtsprobleme [Seite 111]
7.4.1.6.2 - ii) Anwendung auf die Rechtsprechung? [Seite 112]
7.4.1.7 - g. Zusammenfassende und übergreifende Beobachtungen [Seite 114]
7.4.2 - 2. Dogmatische Rekonstruktion und Kritik der herrschenden Auffassung [Seite 116]
7.4.2.1 - a. Weitgehende normative Irrelevanz von Spezialvorbehalten für die Wesentlichkeitslehre [Seite 116]
7.4.2.2 - b. Erste Säule der Wesentlichkeitslehre: Das Demokratieprinzip als Gebot eines hinreichenden Legitimationsniveaus [Seite 116]
7.4.2.2.1 - i) Annahmen und Folgerungen der Lehre vom Legitimationsniveau [Seite 118]
7.4.2.2.2 - ii) (Vermeintliche) Vorteile: Normative Potenz, "Überwindung" des Eingriffsdenkens und hohe Flexibilität [Seite 121]
7.4.2.2.3 - iii) Bedeutung für die Rechtsprechung? [Seite 122]
7.4.2.2.3.1 - (1) Inkonsistenz und Inkonsequenz: Unzureichende demokratische Legitimation der Rechtsprechung [Seite 122]
7.4.2.2.3.2 - (2) Keine Kompensation durch "funktionell-institutionelle" demokratische Legitimation [Seite 123]
7.4.2.2.3.3 - (3) Keine Kompensation defizitärer demokratischer Legitimation aus anderen Quellen [Seite 124]
7.4.2.2.3.4 - (4) Die richterliche Entscheidungspflicht als Ausweg? [Seite 125]
7.4.2.2.3.4.1 - (a) Gedankenexperiment: Die hypothetische Abschaffung des BGB [Seite 125]
7.4.2.2.3.4.2 - (b) Zur Historie der richterlichen Entscheidungspflicht [Seite 126]
7.4.2.2.3.4.3 - (c) Der unklare Gehalt der richterlichen Entscheidungspflicht im Grundgesetz [Seite 129]
7.4.2.2.3.4.4 - (d) Die richterliche Entscheidungspflicht als Minimalpflicht [Seite 129]
7.4.2.2.3.5 - (5) Zwischenfazit [Seite 131]
7.4.2.2.4 - iv) Exkurs: Inkonsistenzen in der Auseinandersetzung mit der Lehre vom "Totalvorbehalt" [Seite 131]
7.4.2.2.5 - v) Zwischenfazit [Seite 133]
7.4.2.2.6 - vi) Theoretische Unzulänglichkeiten der Lehre vom Legitimationsniveau [Seite 134]
7.4.2.2.6.1 - (1) Auslegung von Art. 20 GG [Seite 134]
7.4.2.2.6.1.1 - (a) Wortlaut [Seite 134]
7.4.2.2.6.1.2 - (b) Historie und Genese [Seite 135]
7.4.2.2.6.1.3 - (c) Systematik [Seite 135]
7.4.2.2.6.1.4 - (d) Teleologie und theoretische Durchdringung [Seite 136]
7.4.2.2.6.2 - (2) Legitimation als außerrechtliches Konzept [Seite 137]
7.4.2.2.6.3 - (3) Demokratietheoretische Implausibilitäten [Seite 138]
7.4.2.2.6.4 - (4) Pathologisierung der zweiten und dritten Gewalt [Seite 140]
7.4.2.2.6.5 - (5) Unterbestimmtheit und dogmatische Gehaltlosigkeit des Maßstabs [Seite 141]
7.4.2.2.6.6 - (6) Missbrauchs- und Missverstehenspotential [Seite 142]
7.4.2.2.6.7 - (7) Demokratische Ambivalenz von Delegationsverboten [Seite 143]
7.4.2.2.7 - vii) Untauglicher Rettungsversuch: Das sog. Kontrollmodell demokratischer Legitimation [Seite 144]
7.4.2.2.8 - viii) Ausblick auf eine Alternative: Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 GG als Gebot eines Mindestzurechnungszusammenhangs [Seite 145]
7.4.2.2.9 - ix) Zwischenergebnis [Seite 146]
7.4.2.3 - c. Zweite Säule der Wesentlichkeitslehre: Das Rechtsstaatsprinzip [Seite 147]
7.4.2.3.1 - i) Bestimmtheit und Vorhersehbarkeit [Seite 147]
7.4.2.3.2 - ii) Publizität [Seite 150]
7.4.2.3.3 - iii) Normenbeständigkeit und Vertrauensschutz [Seite 151]
7.4.2.3.3.1 - (1) Trägheit von Normen als Wert? [Seite 152]
7.4.2.3.3.2 - (2) Die ambivalente Rolle des Vertrauensschutzes [Seite 152]
7.4.2.3.3.3 - (3) Höheres Bedürfnis für Beständigkeit bei "wesentlichen" Entscheidungen? [Seite 153]
7.4.2.3.3.4 - (4) Prozedurale Ursachen der Trägheit: Jenseits des Rechtsstaatsprinzips [Seite 153]
7.4.2.3.4 - iv) Gewaltenteilung [Seite 154]
7.4.2.3.5 - v) Gesetzmäßigkeit der Verwaltung [Seite 155]
7.4.2.3.6 - vi) Materielle Gerechtigkeit im Einzelfall? [Seite 156]
7.4.2.3.7 - vii) Gebot effektiven Rechtsschutzes? [Seite 156]
7.4.2.3.8 - viii) Zwischenergebnis [Seite 159]
7.4.2.4 - d. Fazit [Seite 159]
7.5 - V. Eigener Ansatz: Der Vorbehalt des Gesetzes als Instrument zum Schutz des Parlaments [Seite 160]
7.5.1 - 1. Textlich-normatives Umfeld: Die Anordnung des allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes in grundgesetzlichen Spezialvorbehalten [Seite 161]
7.5.1.1 - a. Die entscheidende, aber ungenügende Rolle der Grundrechte [Seite 161]
7.5.1.1.1 - i) Dimensionen und Entwicklungslinien: Die Grundrechte zwischen substantieller und kompetenzieller Dimension [Seite 161]
7.5.1.1.2 - ii) Mehrdimensionalität unter dem Grundgesetz: Abwehrrecht, Gesetzesvorbehalt und (allgemeiner) Vorbehalt des Gesetzes [Seite 163]
7.5.1.1.3 - iii) Kompetenzrechtliche Verwertbarkeit der Grundrechte: Voraussetzung und Anordnung, aber keine Erklärung des Vorbehalts des Gesetzes [Seite 165]
7.5.1.1.4 - iv) Keine Relevanz der Grundrechte für Delegationsbeschränkungen [Seite 167]
7.5.1.1.5 - v) Zwischenergebnis: Grundrechte als Geltungsgrund, nicht aber als Erklärung des allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes [Seite 168]
7.5.1.2 - b. Geschriebene Spezialvorbehalte: Kompetenzrechtliche Ähnlichkeit zu den Grundrechtsvorbehalten [Seite 168]
7.5.1.3 - c. Insbesondere: Der rein formale Gehalt von Art. 80 Abs. 1 S. 2 GG [Seite 169]
7.5.1.4 - d. Zwischenergebnis: Bedarf für eine erklärende Theorie zum Vorbehalt des Gesetzes [Seite 171]
7.5.2 - 2. Historisch-genetische Prämissen und Herausforderungen [Seite 172]
7.5.3 - 3. Synthese und Theoriebildung: Das Anliegen des allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes [Seite 174]
7.5.3.1 - a. Politische Konkurrenz zwischen erster und zweiter Gewalt: Die Logik der Politik [Seite 174]
7.5.3.2 - b. Schutzwürdigkeit des Parlaments: Die Logik der Legislative [Seite 176]
7.5.3.2.1 - i) Parlament als Zentrum des demokratischen Systems [Seite 176]
7.5.3.2.2 - ii) Besonderheiten des Gesetzgebungsverfahrens [Seite 177]
7.5.3.2.2.1 - (1) Formalisierte und deliberative Entscheidungsfindung [Seite 178]
7.5.3.2.2.2 - (2) Beteiligung des Bundespräsidenten [Seite 178]
7.5.3.2.2.3 - (3) Föderalismus [Seite 178]
7.5.3.2.2.4 - (4) Die Bedeutung der Opposition [Seite 179]
7.5.3.2.2.5 - (5) Kontrolle durch Medien und Öffentlichkeit [Seite 180]
7.5.3.2.3 - iii) Zwischenfazit: Legislative als konsolidierende und zügelnde Institution [Seite 181]
7.5.3.3 - c. Schutzbedürftigkeit des Parlaments [Seite 181]
7.5.3.3.1 - i) Schutz vor der Exekutive: Der "klassische" Vorbehalt des Gesetzes [Seite 182]
7.5.3.3.2 - ii) Schutz vor den Gefahren des politischen Systems: Delegationsschranken und die zutreffende Stoßrichtung der Wesentlichkeitsdoktrin [Seite 184]
7.5.3.3.2.1 - (1) Neue Gefahrenlage: Strukturelle politische Homogenität von Regierung und Parlament [Seite 184]
7.5.3.3.2.2 - (2) Verfassungsdogmatische Verwertbarkeit [Seite 187]
7.5.3.4 - d. Ergebnis [Seite 188]
7.5.4 - 4. Operationalisierbarkeit: Das Wesentlichkeitskriterium [Seite 189]
7.5.4.1 - a. Grundsätzliche Berechtigung [Seite 189]
7.5.4.2 - b. Zur Ermittlung der Wesentlichkeit [Seite 189]
7.5.4.3 - c. Exkurs: Politische Umstrittenheit als Indiz? [Seite 191]
7.5.4.4 - d. Fazit [Seite 192]
7.5.5 - 5. Konsequenzen und Leistungsfähigkeit [Seite 193]
7.5.5.1 - a. Institutionelle Vorbehalte [Seite 193]
7.5.5.2 - b. Satzungen und Selbstverwaltung [Seite 194]
7.5.5.2.1 - i) Kommunale Selbstverwaltung [Seite 194]
7.5.5.2.2 - ii) Funktionale Selbstverwaltung [Seite 195]
7.5.5.3 - c. Vorbehalt des Gesetzes und Vorbehalt des Parlaments [Seite 196]
7.5.5.4 - d. Zum Verhältnis zwischen Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 und Art. 79 Abs. 3 GG [Seite 198]
7.5.5.5 - e. Vorbehalte der Exekutive? [Seite 198]
7.5.5.6 - f. Rechsthistorische Erklärungsmacht [Seite 199]
7.5.5.7 - g. Rechtsvergleichende Umschau (Schweiz, USA, Frankreich) [Seite 200]
7.5.5.8 - h. Fazit [Seite 201]
7.5.6 - 6. Bedeutung für das Verhältnis zur Rechtsprechung [Seite 201]
8 - 4. Teil: Die Logik der Rechtsprechung [Seite 203]
8.1 - I. Was wäre wenn? Konsequenzen eines Vorbehalts des Gesetzes für die dritte Gewalt [Seite 204]
8.1.1 - 1. Anwendungsbereich: "Wesentliche" Entscheidungen durch Rechtsfortbildung praeter legem [Seite 204]
8.1.1.1 - a. Arbeitskampfrecht [Seite 205]
8.1.1.2 - b. Staatshaftungsrecht [Seite 206]
8.1.1.3 - c. Ungeschriebene Spruchverfahren im Aktienrecht [Seite 208]
8.1.2 - 2. Konsequenzen: Die Bedeutung der prozessualen Konstellation [Seite 209]
8.1.3 - 3. Untauglichkeit vermeintlicher Auswege [Seite 210]
8.1.3.1 - a. Verfassungsprozessrechtliche Auswege? [Seite 210]
8.1.3.2 - b. Generalklauseln als Ausweg? [Seite 211]
8.1.4 - 4. Erinnerung: Umgang des Bundesverfassungsgerichts mit dem Problem [Seite 212]
8.1.5 - 5. Zwischenfazit [Seite 214]
8.2 - II. Richterliches Entscheiden unter dem Grundgesetz [Seite 214]
8.2.1 - 1. Die Logik rechtlicher Entscheidungen [Seite 214]
8.2.1.1 - a. Die Auslegung als Ausgangspunkt [Seite 216]
8.2.1.1.1 - i) Zur grundsätzlichen Berechtigung und Rationalität von Interpretation [Seite 217]
8.2.1.1.2 - ii) Die klassische Auslegungslehre: Objektive Teleologie? [Seite 218]
8.2.1.1.3 - iii) Subjektive Interpretation als Kern und Ausgangspunkt [Seite 219]
8.2.1.1.3.1 - (a) Hintergrund: Die retrospektive Rechtfertigungsstruktur juristischer Entscheidungen [Seite 220]
8.2.1.1.3.2 - (b) Mögliche Einwände und ihre Bewältigung [Seite 222]
8.2.1.1.3.2.1 - (i) Probleme des Autors? [Seite 222]
8.2.1.1.3.2.2 - (ii) Instrumentelle Kritik [Seite 223]
8.2.1.1.3.3 - (c) Grenzen [Seite 224]
8.2.1.1.4 - iv) Klarstellung: Auslegung jedenfalls als spezifisch juristische Rekonstruktion [Seite 225]
8.2.1.2 - b. Jenseits der Auslegung [Seite 227]
8.2.1.2.1 - i) Was ist Rechtsfortbildung? [Seite 228]
8.2.1.2.2 - ii) Zum Charakter der Rechtsfortbildung [Seite 228]
8.2.1.2.2.1 - (1) Strukturelle Ähnlichkeit von Auslegung und Rechtsfortbildung [Seite 229]
8.2.1.2.2.2 - (2) Zur Relevanz des subjektiven Interpretationsmodells [Seite 230]
8.2.1.2.2.3 - (3) Die Rolle der Rechtsdogmatik [Seite 231]
8.2.1.2.2.4 - (4) Zwischenfazit [Seite 232]
8.2.1.3 - c. Einwände [Seite 233]
8.2.1.3.1 - i) Rechtsrealistische Ansätze [Seite 233]
8.2.1.3.1.1 - (1) Rechtliche Darstellung, politische Herstellung? [Seite 236]
8.2.1.3.1.2 - (2) Entgegnung [Seite 237]
8.2.1.3.1.2.1 - (a) Bindungen auch in Wertungsfragen [Seite 237]
8.2.1.3.1.2.2 - (b) Die Bedeutung des institutionellen Rahmens: Pfadabhängigkeiten und Trägheit [Seite 239]
8.2.1.3.2 - ii) Zur jüngeren empirischen Rechtsforschung [Seite 241]
8.2.1.3.3 - iii) Kelsenianischer Einwand: Strukturgleichheit der Gewalten? [Seite 242]
8.2.1.4 - d. Zwischenfazit [Seite 245]
8.2.2 - 2. Verfahren und institutionelle Stellung: Grundgesetzliche Parameter gerichtlichen Entscheidens [Seite 246]
8.2.2.1 - a. Gerichtliches Verfahren [Seite 246]
8.2.2.1.1 - i) Initiativverbot (Verfahrensbeginn) [Seite 247]
8.2.2.1.2 - ii) Konkretheit (Verfahrensgegenstand) [Seite 248]
8.2.2.1.3 - iii) Diskursiver Charakter (Verfahrensablauf) [Seite 249]
8.2.2.1.4 - iv) Öffentlichkeit (Verfahrensablauf) [Seite 249]
8.2.2.1.5 - v) Entscheidungspflicht (Verfahrensende) [Seite 250]
8.2.2.1.6 - vi) Einzelfallbezogenheit (Verfahrensergebnis) [Seite 251]
8.2.2.2 - b. Rolle und Stellung des Richters [Seite 253]
8.2.2.2.1 - i) Neutralität (Rolle im Verfahren) [Seite 253]
8.2.2.2.2 - ii) Unabhängigkeit (institutionelle Stellung) [Seite 254]
8.2.2.2.3 - iii) Fragmentierung der Richterschaft (institutioneller Rahmen) [Seite 255]
8.2.2.2.4 - iv) Bestimmtheit des gesetzlichen Richters (Stellung gegenüber den Parteien) [Seite 256]
8.2.2.2.5 - v) Professionalisierung der Richter (Stellung im gesellschaftlichen System) [Seite 256]
8.2.2.3 - c. Zwischenfazit [Seite 256]
8.2.3 - 3. Die einzelnen Gerichtsbarkeiten [Seite 257]
8.2.3.1 - a. Zivilgerichte [Seite 257]
8.2.3.2 - b. Strafgerichte [Seite 258]
8.2.3.3 - c. Verwaltungsgerichte [Seite 259]
8.2.4 - 4. Klarstellung: Rekonstruktion und Staatsgewalt [Seite 260]
8.3 - III. Zusammenfassende Einschätzung richterlicher Entscheidungstätigkeit unter dem Grundgesetz [Seite 260]
9 - 5. Teil: Synthese [Seite 262]
9.1 - I. Die Unanwendbarkeit des allgemeinen Vorbehalts des Gesetzes auf die Rechtsprechung [Seite 262]
9.2 - II. Zur Rolle eines rechtsstaatlichen Vorbehalts des Rechtssatzes: Das Bestimmtheitsgebot [Seite 263]
9.2.1 - 1. Geltungsgrund: Rechtsstaatlichkeit und Spezialvorbehalte [Seite 263]
9.2.2 - 2. Anliegen: Vorhersehbarkeit staatlicher Eingriffe [Seite 264]
9.2.3 - 3. Anwendbarkeit auf die Rechtsprechung? [Seite 264]
9.2.3.1 - a. Kein eigeninitiatives Handeln der Rechtsprechung [Seite 265]
9.2.3.2 - b. Der besondere Aufgabenmonismus der Rechtsprechung [Seite 266]
9.2.3.3 - c. Kein rechtsstaatlicher Gewinn bei Anwendung eines rechtsstaatlichen Vorbehalts auf die Rechtsprechung [Seite 266]
9.2.4 - 4. Klarstellung: Besonderheiten im Verwaltungs- und Strafrecht [Seite 267]
9.2.5 - 5. Ergebnis [Seite 268]
9.3 - III. Stichhaltigkeitsprobe [Seite 268]
9.3.1 - 1. Verfassungssystematische und dogmatische Stimmigkeit [Seite 268]
9.3.1.1 - a. Grundrechtsnormen [Seite 269]
9.3.1.2 - b. Art. 103 Abs. 2 GG [Seite 269]
9.3.1.3 - c. Bestimmtheitsgebot [Seite 271]
9.3.1.4 - d. Art. 80 Abs. 1 S. 2 GG [Seite 271]
9.3.1.5 - e. Sonstige Normen des Grundgesetzes [Seite 272]
9.3.2 - 2. Theoretische Stichhaltigkeit [Seite 273]
9.3.2.1 - a. Schwabes Zufälligkeitsargument [Seite 273]
9.3.2.2 - b. Rolle der Rechtsmethodik [Seite 275]
9.3.2.3 - c. Die analoge Rechtsanwendung im Verwaltungsrecht [Seite 276]
9.3.2.4 - d. Besondere Problematik des Staatshaftungsrechts? [Seite 277]
9.3.3 - 3. Historische Plausibilität [Seite 278]
9.3.4 - 4. Funktionale Überzeugungskraft [Seite 279]
9.3.4.1 - a. Gesellschaftliche Funktion und institutionelle Autonomie der Rechtsprechung [Seite 280]
9.3.4.2 - b. Verharmlosung der Rechtsprechung? [Seite 281]
9.3.5 - 5. Unzulänglichkeit alternativer Begründungen [Seite 282]
9.4 - IV. Fazit und Ergebnis der Untersuchung [Seite 283]
10 - 6. Teil: Schluss [Seite 284]
10.1 - I. Zusammenfassung des Gedankengangs [Seite 284]
10.2 - II. Ausblick [Seite 286]
11 - Literaturverzeichnis [Seite 288]
12 - Sach- und Personenregister [Seite 310]

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

89,00 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok