Können diese Augen lügen?

Roman
 
 
Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. September 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06545-4 (ISBN)
 
Der Traummann und das liebe Vieh .

Als Savannahs Traummann Peter eine andere heiratet, beschließt sie, sich einen neuen Gefährten zu suchen. Im Internet findet sie ihn: einen entzückenden Schäferhundwelpen. Doch statt des puscheligen Jungtiers landet ein 50-Kilo-Koloss bei ihr: Joe, der nur slowakisch versteht und der die Nachbarn tyrannisiert. Hilfe sucht Savannah bei einem Tierarzt, der sich als Alphamännchen mit Zauberlächeln entpuppt. Doch dann bietet auch Peter seine Hilfe an. Ob das so eine gute Idee ist?

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blanvalet
  • Breite: 135 mm
  • 0,73 MB
978-3-641-06545-4 (9783641065454)
3641065453 (3641065453)
weitere Ausgaben werden ermittelt
36 (S. 266-267)

Als ich am nächsten Morgen aufstand, um mit Joe Gassi zu gehen, lag Peter rücklings auf der Couch, einen Fuß auf den Boden gestützt. Er trug nur sein Unterhemd, sein Hemd hatte er zusammengerollt und als Kopfkissen benutzt und sich mit seinem Jackett zugedeckt. Die Decke, die ich ihm hingelegt hatte, hielt er wie einen Teddy umklammert. Er atmete schwer durch den Mund. Als ich mit Joe zurückkam, schlief Pete immer noch. Ich machte Kaffee und fütterte Joe, dabei bemühte ich mich, besonders leise zu sein, was natürlich jedes Geräusch zehnmal lauter erscheinen ließ, als es war.

Doch Pete schnarchte ungerührt weiter. Ich füllte zwei Becher mit Kaffee und holte Milch für Pete. Joe lief ins Wohnzimmer, und eine Minute später brüllte Peter: »Guter Gott!« Joe kam schwanzwedelnd zu mir zurück. Als ich den Kaffee ins Wohnzimmer trug, hatte Pete sich aufgesetzt und wischte sich das Gesicht ab. Ein Reiskorn von Joes Frühstück klebte an seiner Stirn. »Hey, Schlafmütze.« Ich reichte ihm einen Becher Kaffee. »Brauchst du sonst noch irgendwas?«

»Aspirin wäre nicht schlecht.« Ich lief ins Bad, brachte ihm das Aspirinfläschchen und schüttelte es wie eine Rassel, bevor ich es ihm reichte. Er blinzelte. »Verdammt, Van.« »Verdammt, Pete. Warum musstest du dich so volllaufen lassen? Das sieht dir doch gar nicht ähnlich.« »Nein, dir dafür umso mehr.« »Halt die Klappe.« Ich setzte mich neben ihn und stieß ihn mit der Schulter an. Er musterte mich lange forschend, als wollte er in meinem Gesicht lesen. Endlich sagte er: »Als ich nach der Party gegangen bin, habe ich wirklich geglaubt, ich könnte alles hinter mir lassen, weißt du? Ich dachte, ich könnte einfach ohne dich weitermachen. Aber das kann ich nicht. Da sind all die kleinen Dinge, die jeden Tag geschehen, und ich denke:

›Oh, ich darf nicht vergessen, das Van zu erzählen.‹ Dann fühle ich mich den Rest des Tages elend, weil ich weiß, dass ich es dir nicht erzählen kann. Ich muss immer an dich denken, und ich weiß nicht, wie ich ohne dich zurechtkommen soll.« Er barg den Kopf in den Händen und gab einen Laut von sich, der zwischen Stöhnen und Wimmern lag. »Ich war fest entschlossen, hierherzukommen und dich wegen diesem Agnes-Mist herunterzuputzen, aber ich wusste nicht, was ich sagen und wie ich es sagen sollte. Ich dachte, ich gehe was trinken und komme dann rüber, aber je mehr ich getrunken habe, desto weniger Sinn ergab das Ganze.«

Er sah mir in die Augen, und ich spürte, dass er mir begreiflich machen wollte, dass er mehr sagte, als er sagen sollte. »Warum kann es nicht wieder so sein wie früher? Erinnerst du dich? Wir waren immer zusammen. Es war so …« Er fuhr sich mit der Hand durch das Haar und sog den Atem ein, als bereite ihm irgendetwas Schmerzen. »So vertraut und unkompliziert.« »Ich glaube nicht, dass es je unkompliziert war.« Ich rieb seine Schulter. »Ich habe mich in deiner Gegenwart ungezwungen gefühlt. Das tue ich jetzt nicht mehr.« »Weil du ein seltsamer Vogel bist.« Ich lächelte. »Du trägst scheußliche Schuhe und hörst schlechte Musik.«

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