Hierarchie der Wahrheiten als ökumenisches Modell

Potentiale interkonfessioneller Verständigung ausgehend von den trinitarischen Dogmatiken Edmund Schlinks und Dumitru Staniloaes
 
 
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. November 2017
  • |
  • 348 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7887-3207-3 (ISBN)
 

Das 'Modell der Hierarchie der Wahrheiten' geht auf den evangelischen Theologen Edmund Schlink (1903-1984) zurück. Die vorliegende Untersuchung führt verschiedene Ansätze aus dem Gesamtwerk Schlinks zu einer ökumenischen Methodik zusammen und bietet darin zugleich einen breiten Überblick über dessen Werk: Ein Vorgehen im ökumenischen Dialog nach dem Modell der Hierarchie der Wahrheiten setzt einen klaren systematischen Ansatz im Aufbau jeder konfessionellen Dogmatik voraus: Alle Themenbereiche sind konsequent von der Selbstoffenbarung des dreieinigen Gottes in seinem Handeln an der Welt (ökonomische Trinität) her zu entfalten. Alle theologische Wahrheitserkenntnis ist diesem Modell zufolge als ein Hierarchiegefüge zu sehen, an dessen Spitze die ökonomische Trinität, wie sie sich in grundlegender Weise im Christusgeschehen offenbart, steht. Die notwendige Übereinstimmung in der Lehre von der ökonomischen Trinität bildet das Fundament aller ökumenischen Verständigung. In der Entfaltung davon abgeleiteter Themenbereiche wie die Lehre von der Kirche oder der Erlösung des Menschen bietet bereits die Bibel eine große sprachliche Vielfalt. Davon ausgehend bestimmt Schlink zwei Kriterien einer möglichen Vielfalt konfessioneller Entfaltungen, die eine Einheit in versöhnter Verschiedenheit der verschiedenen Kirchen ermöglichen: Alle dogmatischen Lehren müssen als Ableitungen von der Spitze der Hierarchie der Wahrheiten darstellbar sein und sie müssen in der Vielfalt der biblischen Sprachwelt verortet sein.

Zur exemplarischen Anwendung dieses Modells wird dann der Dialog mit dem rumänisch-orthodoxen Theologen Dumitru Staniloae geführt. Ausgehend von der bestimmenden Rolle der Trinitätslehre in beiden dogmatischen Ansätzen werden breite Übereinstimmungen aufgezeigt und in kontroversen Sachverhalten im Bereich der Lehre von der Kirche und der Erlösung des Menschen Ansätze zu Formulierungen innerhalb einer versöhnten Verschiedenheit erarbeitet.

Das Buch ist so strukturiert, dass am Ende jeden Abschnitts summarische Reflexionskapitel stehen, die auch separat gelesen werden können, um einen Überblick über die Forschungsarbeit zu gewinnen.

Aufl.
  • Deutsch
  • Gottingen
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  • 3,26 MB
978-3-7887-3207-3 (9783788732073)
3788732075 (3788732075)
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  • Table of Contents
  • Body
  • Kapitel I â?? Einleitung
  • 1. Vorwort
  • 2. Die thematische Zielsetzung des vorliegenden Werkes
  • 3. Die Auswahl der Autoren
  • Kapitel II â?? Werkgenealogische Betrachtung der Trinitätstheologie Edmund Schlinks
  • 1. Forschungsüberblick
  • 1.a Zur Bedeutung Edmund Schlinks
  • 1.b Bisher zur Fragestellung veröffentlichte Literatur
  • 1.c Zur Biographie Schlinks
  • 2. Anthropologischer Ansatz und trinitarische Theozentrik Das Ringen um die Frage theologischer Erkenntnis in den Frühschriften
  • 2.a Einführung
  • 2.b Die Entwicklung des Begriffs der trinitarischen Selbstmitteilung Gottes in Auseinandersetzung mit Schlinks Verständnis von natürlicher Theologie â?? die Jahre 1930 bis 1935
  • 2.c Der vorläufige Abschluss in der Erkenntnislehre Schlinks in »Der Mensch in der Verkündigung der Kirche« â?? das trinitarische Wort Gottes als einzige Bedingung glaubenden Verstehens
  • 2.d Die Entwicklung von Schlinks trinitarischem Schöpfungsverständnis und seinem Verständnis der Gottebenbildlichkeit als Imago Trinitatis in den Jahren 1936 bis 1939
  • 2.e Die Einheit der Trinität im Handeln der drei Personen: Schlinks Beschäftigung mit der Einheit der ökonomi-schen Trinität in den Jahren 1937â??1939
  • 2.f Reflexion: Die trinitätstheologische Entwicklung in Schlinks Frühwerk
  • 3. Die Theologie der lutherischen Bekenntnisschriften als Summe des Frühwerks Schlinks
  • 3.a Präzisierungen und Weiterführungen der Gedanken des Frühwerks innerhalb der Theologie der lutherischen Bekenntnisschriften
  • 3.b Reflexion: Vom trinitarischen Dogma aus denken â?? Die Ausbildung des trinitätstheologischen Fokus im Frühwerk Schlinks
  • 4. Die Entwicklung von der trinitarisch begründeten Dogmatik zur Christozentrik bei Schlink in der Kriegs- und frühen Nachkriegszeit
  • 4.a Einführung in das Werk Schlinks zwischen 1940 und 1954
  • 4.b Die beginnende Beschäftigung mit den auf die trinitarische Offenbarung Gottes antwortenden Sprachformen des Menschen
  • 4.c Entwicklungen im Verständnis der Gottebenbildlichkeit als Imago Trinitatis und im trinitarisch verstandenen Schöpfungswerk
  • 4.d Die Christozentrik der späten Kriegs- und frühen Nachkriegsschriften
  • 4.e Reflexion: Entwicklungen im Werk Schlinks unter dem Eindruck des Kirchenkampfes
  • 5. Die Kirche als Tat des Dreieinigen Die Zeit der zunehmenden Beschäftigung Schlinks mit der Ekklesiologie
  • 5.a Einführung
  • 5.b Die Entwicklung der trinitarischen Ekklesiologie Schlinks seit 1954
  • 5.c Reflexion: Die Begründung einer trinitarischen Ekklesiologie
  • 6. Die sprachanalytische Grundlegung des ökumenischen Ansatzes in der Gotteslehre Schlinks in »Die Struktur der dogmatischen Aussage als ökumenisches Problem«
  • 6.a Einführung in den Strukturaufsatz
  • 6.b Das Verhältnis von Doxologie und Lehre
  • 6.c Die Neubestimmung der Rolle des Menschen in der Gotteserkenntnis
  • 6.d Reflexion
  • 7. Die Weiterentwicklung des doxologischen Ansatzes in der Gotteslehre während der Zeit des wachsenden Austausches mit den Ostkirchen
  • 7.a Einführung
  • 7.b Die Weiterentwicklung des doxologischen Ansatzes in den Aussagen zur immanenten Trinität
  • 7.c Schlinks Texte zur Gotteslehre in dieser Zeit
  • 7.d Die Imago Trinitatis als Bestimmung zur Teilhabe am göttlichen Wesen
  • 7.e Reflexion: Ergebnisse aus Schlinks wachsender Beschäftigung mit der Theologie der Ostkirchen
  • 8. Der Ratschluss Gottes als GröÃ?e zwischen Freiheit und Wesensbestimmtheit Gottes in »Der theologische Syllogismus als Problem der Prädestinationslehre«
  • 8.a Einführung
  • 8.b Die Legitimität paradoxer Aussagen in der doxolo-gischen Verherrlichung der immanenten Trinität
  • 8.c Der vorzeitliche Ratschluss Gottes als durch die Beziehungen der immanenten Trinität bestimmter Grund der in Freiheit vollbrachten Taten Gottes
  • 8.d Die Ausweitung der Aussagen zur Imago Trinitatis auf die Kirche
  • 8.e Reflexion: Schlinks Verhältnisbestimmung von immanenter und ökonomischer Trinität mittels des Begriffs des ewigen Ratschlusses Gottes
  • 9. Aus dem Dialog geboren Die Entwicklung ökumenisch orientierter Entwürfe Schlinks und sein Aufweis der Anschlussfähigkeit gegenüber Orthodoxie und Katholizismus
  • 9.a Einführung
  • 9.b Die Wende zu einer stärker an der interpersonalen Gemeinschaft orientierten Trinitätslehre in den 1960er Jahren
  • 9.c Schlinks Würdigung des II. Vatikanischen Konzils auf der Basis seiner trinitarischen Ekklesiologie
  • 9.d Reflexion: Der ökumenische Aufbruch unter dem Begriff der »kopernikanischen Wende«
  • 10. Schlinks Entfaltung eines trinitätszentrierten Sakramentsverständnisses in »Die Lehre von der Taufe«
  • 10.a Einführung
  • 10.b Die Begründung der Taufe im Handeln der Trinität im Christusgeschehen und dem Pfingstereignis und das Taufsakrament als gegenwärtiges Handeln der Trinität
  • 10.c Die durch die Taufe auf die Trinität begründete Einheit der Kirche
  • 10.d Reflexion: Das Bekenntnis zur Trinität in den biblischen Taufaussagen
  • 11. Der Ausbau der pneumatologischen Dimension in der trinitarischen Ekklesiologie Schlinks unter dem Einfluss der ostkirchlichen Ekklesiologie
  • 12. Schlinks Entwicklung der ökumenischen Methode der Hierarchie der Wahrheiten in Auseinandersetzung mit der Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils
  • 12.a Das Konzept der »Hierarchie der Wahrheiten«
  • 12.b Reflexion
  • 13. Die Summe des Gesamtwerks Schlinks in der trinitarisch strukturierten Ã?kumenischen Dogmatik
  • 13.a Einführung
  • 13.b Die Erkenntnis Gottes
  • 13.c Die Strukturen der theologischen Aussagen über die Trinität und ihr Handeln in der Geschichte
  • 13.d Schöpfung als Werk der Trinität und Gotteben-bildlichkeit als Imago Trinitatis
  • 13.e Erlösung als trinitarisches Handeln Gottes
  • 13.f Neuschöpfung als trinitarisches Werk Gottes
  • 13.g Ekklesiologie â?? Die Kirche als Tat des dreieinigen Gottes
  • 13.h Die doxologische Verherrlichung der immanenten Trinität und ihrer Wesenseigenschaften
  • 13.i Der trinitarische Aufbau im Dialog mit dem Konzept der »Hierarchie der Wahrheiten«
  • 14. Reflexion: Ã?berblick über die Entwicklung des Werks von Edmund Schlink
  • 14.a Theologische Entwicklungslinien
  • 14.b Ã?berblick zu Schlinks ökumenischem Modell der Hierarchie der Wahrheiten
  • Kapitel III â?? Die Trinitätslehre im Werk Dumitru StÄ?niloaes in ihrer thematischen Gegenüberstellung mit dem Ansatz Edmund Schlinks
  • 0. Forschungsüberblick
  • 1. Natürliche Offenbarung als trinitarische Selbstmitteilung Gottes, die in Klarheit erst in der übernatürlichen Offen-barung erkennbar ist
  • 1.a Einleitung
  • 1.b Die Schöpfung als Geschenk Gottes und Mittel seines Dialoges mit dem Menschen und die Offenbarung dieses Charakters der Welt im Kreuz Christi
  • 1.c Die natürliche Offenbarung in der Schöpfungsmittler-schaft des Logos und die Offenbarung der Präsenz des Logos in der Welt in seiner Inkarnation in der Person Christi
  • 1.d Die Rolle des Geistes im Synergieverhältnis von göttlicher Offenbarung und menschlichem Erkennen als Antwort auf die Offenbarung
  • 1.e Die wechselseitige Bezogenheit von affirmativ-positiven und negativen Begriffen als Kriterium einer adäquaten Sprache in der Gotteslehre
  • 1.f Reflexion: Die Erkenntnis des trinitarischen Gottes bei Schlink und StÄ?niloae
  • 1.g Potentiale ökumenischer Verständigung ausgehend von der kritischen Würdigung der Ansätze
  • 2. Die ökonomische Trinität als Ausgangspunkt der Rede von der immanenten Trinität
  • 2.a Einleitung
  • 2.b Die ökonomisch-trinitarischen Relationen im Werk der Schöpfung
  • 2.c Die ökonomisch-trinitarischen Relationen im Christus-geschehen
  • 2.d Theosis als Teilhabe an der innertrinitarischen Gemeinschaft
  • 2.e Reflexion: Die ökonomische Trinität als Grundlage aller Rede von der immanenten Trinität bei Schlink und StÄ?niloae
  • 2.f Ansätze für eine ökumenisch offene Lehre von der ökonomischen Trinität als Fundament der dialogischen Methode der Hierarchie der Wahrheiten
  • 3. Die innertrinitarischen Relationen
  • 3.a Einführung
  • 3.b Einheit und Gemeinschaft innerhalb des göttlichen Wesens
  • 3.c Einheit und Intersubjektivität des göttlichen Subjekts
  • 3.d Die innertrinitarischen Prozessionen
  • 3.e Reflexion: Die doxologisch als Antwort auf die Offen-barung der ökonomischen Trinität zu verherrlichende immanente Trinität bei Schlink und StÄ?niloae
  • 3.f Der in Auseinandersetzung mit Schlink und StÄ?niloae gewonnene Ansatz für eine ökumenische Lehre von der immanenten Trinität
  • 3.g Exkurs: Die protestantisch-orthodoxen Verständigungs-versuche in Bezug auf die Begriffe Synergie und Theosis
  • 3.h Eigener Ansatz einer ökumenisch vertretbaren Lehre von Synergie und Theosis, ausgehend von der Trinitätslehre
  • 4. Die Kirche als Werk des trinitarischen Gottes
  • 4.a Einleitung
  • 4.b Die Grundlegung der Kirche im Handeln der Trinität
  • 4.c Die theandrische Wirklichkeit der Kirche
  • 4.d Die konziliare Einheit der Kirche
  • 4.e Die Sakramente als Gegenwart des trinitarischen Gottes in der Kirche
  • 4.f Die aus dem trinitätszentrierten Verständnis der Kirche erwachsenden Möglichkeiten einer ökumenischen Verständigung zwischen Schlink und StÄ?niloae im Bereich der Ekklesiologie
  • 4.g Ansätze zu einem ökumenischen Dialog über die Ekklesiologie, ausgehend von einer kritischen Würdigung der Schriften Schlinks und StÄ?niloaes
  • Kapitel IV â?? Fazit: Der Ertrag einer interkonfessionellen Verständigung ausgehend von der Methode der Hierarchie der Wahrheiten am Beispiel der trinitarischen Theologien Edmund Schlinks und Dumitru StÄ?niloaes
  • 1. Ã?berblick
  • 2. Darstellung der Ergebnisse der Untersuchung
  • 2.a Die werkgenealogische ErschlieÃ?ung des Gesamtwerkes Edmund Schlinks
  • 2.b Die weitgehend synchrone Analyse der Schriften Dumitru StÄ?niloaes
  • 2.c Vergleichende Gegenüberstellung und eigene Stellungnahme, ausgehend von den Entwürfen Schlinks und StÄ?niloaes
  • 3. Ausblick
  • Literatur
  • 1. Werke Edmund Schlinks
  • 2. Sekundärliteratur zu Edmund Schlink
  • 3. Werke Dumitru StÄ?niloaes
  • 4. Sekundärliteratur zu Dumitru StÄ?niloae
  • 5. Berichte und Dokumente

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