Wiedersehen im Dezember

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. November 2021
  • |
  • 312 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7557-1859-8 (ISBN)
 
Wiedersehen im Dezember

Maggie erfüllt sich ihren Traum von einer eigenen Tradition.
Ein Abendessen im Dezember, bei dem Freunde und Familie zusammenkommen und die Vorweihnachtszeit einläuten.

Jeder Gast kommt mit seiner eigenen Geschichte, mit Träumen, Wünschen und auch Schicksalsschlägen.
Ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt.

Dass das Leben immer wieder für eine Überraschung gut ist, sehen alle im Verlauf des Jahres, bis es heißt: Wiedersehen im Dezember.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,57 MB
978-3-7557-1859-8 (9783755718598)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Swantje Lange lebt in Berlin und hegt eine Leidenschaft für dunklen Rum, Lesen im Strandkorb und das Beobachten von Eichhörnchen im eigenen Garten.

Manchmal wird ihr gesagt, sie hätte zu viel Fantasie.
Wie man zu viel davon haben kann,
versteht sie selbst kein bisschen, und geschrieben, geschrieben hat sie eigentlich schon immer.

Nora


Nora ist dankbar, dass Maggie sich die Zeit nimmt, ihr das ganze Haus zu zeigen, sie scheint die Einzige zu sein, die noch nie hier war. War David mal ohne sie hier zu Besuch gewesen? Die aufflammende Eifersucht versucht Nora sofort beiseite zu schieben, denn sie vertraut David und mag Maggie. Auch wenn es manchmal ein komisches Gefühl ist, dass die zwei sich schon so lange kennen.

"Ich habe das Haus von meinem Patenonkel geerbt. Es ist klein aber fein, mehr eine Hütte", witzelt Maggie. Im oberen Stockwerk befindet sich Maggies Schlafzimmer mit angrenzendem Badezimmer mit Eckbadewanne. Ein Gästezimmer mit Duschbad und ihr Büro, das von unten bis oben vollgestopft ist mit Büchern. Ein großer weicher Sessel steht in einer Ecke und am bodentiefen Fenster mit Blick in den kleinen Garten steht Maggies Schreibtisch mit ihrem Notebook. Das Untergeschoss besteht bis auf das Gäste-WC im Flur und eine Abstellkammer eigentlich nur aus einem großen Raum, der als Wohnzimmer beginnt, zu einem Esszimmer wird und als Küche endet. Das Haus ist wirklich nicht riesig, aber für eine Person alleine sind auch neunzig Quadratmeter viel Platz.

Nora verspürt Neid, sie würde gerne etwas ruhiger und dafür in so einem gemütlichen Haus wohnen. Aber David liebt das Stadtleben und nimmt dafür auch in Kauf, dass die Mieten unsagbar hoch sind und sie sich ein kleines Appartement mit fünfundfünfzig Quadratmetern teilen, ein Kinderzimmer nirgends in Sicht.

Aber Nora versucht auch diese Gedanken zu vertreiben, denn so gern Maggie hier wohnt, sie würde sicher alles dafür geben, ihren Patenonkel zurückzubekommen und dafür auf dieses Haus verzichten. Nora weiß von David, dass Markus die wichtigste Bezugsperson für Maggie war, schon immer. Mehr noch als ihre Eltern. Sie war ein halbes Jahr kaum ansprechbar, nachdem er bei einem Autounfall ums Leben kam.

"Es ist wirklich ein tolles Zuhause. Vielen Dank für die exklusive Tour!", sagt Nora und lächelt Maggie an. Die merkt aber, dass etwas nicht stimmt und fragt: "Ist alles in Ordnung?" "Ja, doch. Ich bin einfach nicht so gut drauf, irgendwie ist es gerade nicht so gut zwischen David und mir. Aber das sollte ich dir wahrscheinlich gar nicht erzählen.", erwidert Nora. Maggie ist verständnisvoll und sagt Nora, dass sie immer mit ihr reden kann, dass sie doch auch Freunde sind. Nicht nur David und Maggie. Das bedeutet Nora viel, aber sie lehnt das Angebot vorerst ab.

Serafina


Serafina sieht auf, als Maggie und Nora wieder zu den anderen stoßen. Wahrscheinlich hat Maggie ihr das Haus gezeigt. Nora wirkt traurig, aber Serafina kennt sie kaum und möchte sich eigentlich kein Urteil dazu bilden. Es geht sie ja auch gar nichts an. Stolz blickt sie Maggie an. Ihre süße, kleine Nichte, die am Ende doch nur zehn Jahre jünger ist als sie. War sie selbst in Maggies Alter so erwachsen? So klug und schön? Hat sie so viele Leute zu einer Dinnerparty eingeladen? Wahrscheinlich nicht. Sie ist gereist, war mal hier, mal dort, war schon immer die verrückte Tante, die lustige Geschichten erzählt hat. Und ja, jetzt ist sie wieder zu Hause, durch ihre Pension gebunden an einen Ort, aber trotzdem kein bisschen bodenständig oder solide.

Die Entscheidung das Bed&Breakfast zu eröffnen, hat sie in fünf Minuten und ganz allein getroffen. So wie alle Entscheidungen in ihrem Leben, immer ganz aus dem Bauch heraus. Zu ihren Bedingungen, ihre Ideen. Damit können nicht viele Menschen gut umgehen, klar, ihre Familie kennt sie so, Freunde schätzen ihre spontane Art, aber ein Mann hat es bei ihr nie lange ausgehalten. Oder hat Serafina es nie lange mit einem Mann ausgehalten?

"Maggie, ich werde mich langsam auf den Heimweg machen. Ich habe fünf belegte Zimmer und muss morgen früh raus.", richtet sie ihr Wort an die Gastgeberin. Maggies Blick sieht unheimlich traurig aus: "Jetzt schon? Es gab doch noch gar keinen Nachtisch. Bitte bleib noch ein wenig, bitte." Serafina schaut erneut auf die Uhr. Kurz nach neun. Sie seufzt: "Okay, aber um zehn muss ich spätestens los." Maggie strahlt. Allein für dieses Lächeln lohnt es sich, morgen früh schrecklich müde zu sein, denkt sich Serafina.

Tom


"Ist mit Penny alles in Ordnung?", wird Tom von Maggie gefragt, als er ihr hilft den Tisch abzuräumen. "Ja, alles bestens.", erwidert er und kommt sich bescheuert vor, Pennys beste Freundin zu belügen. Er versteht, warum Penny die Schwangerschaft nicht an die große Glocke hängen will, aber ist sich auch nicht sicher, ob es gut ist, dass sie alles mit sich allein ausmacht. Natürlich ist er selbst auch für seine Frau da, aber er spürt, dass ihr eine Unterhaltung mit einer anderen Frau guttun würde. Jedoch war ihre Ansage klar: "Kein Wort, zu niemandem". Hoffentlich vergeht der dritte Monat ohne ein Unglück, dann hat das Versteckspiel endlich ein Ende und ganz vielleicht ist es ihm dann auch erlaubt, sich auf sein Kind zu freuen.

Tom ärgert sich über seine genervten Gedanken, weil er alle Einwände von Penny nachvollziehen kann, jedoch nicht unbedingt zu hundert Prozent mit ihnen übereinstimmt.

"Sie scheint etwas neben sich zu stehen?!", stört Maggie seine Gedanken. "Ach, lass ihr etwas Zeit, sie wird bestimmt in wenigen Wochen mit dir sprechen.", plappert Tom nun drauf los. Mist.

Maggie


Ha, sie wusste es, irgendwas ist anders mit ihrer Freundin. Sie ist bestimmt wieder schwanger. Und in Toms erschrockenen Augen kann sie deutlich erkennen, dass er es ihr nicht sagen durfte und auch sicher keine Andeutung machen sollte. Sie nickt wissend und sagt mit einem Zwinkern: "Alles klar, die Vorweihnachtszeit hat es ja auch in sich. Danach erzählt mir Penny sicher wieder ausführlich, was sie so umtreibt. Bis dahin halte ich mich mit Nachfragen zurück."

Man sieht, wie sich Erleichterung in Toms Blick breit macht. Er atmet sogar hörbar aus, als hätte er gerade die Luft angehalten. "Danke fürs Helfen.", setzt Maggie nach und scheucht ihn aus der Küche.

An seine Stelle tritt Reka, die nun auch Hilfe anbietet und nach Maggies Bitte alle Gäste nach Kaffee- oder Teewünschen fragt.

"Hat es dir geschmeckt?", fragt Maggie ihre Kollegin, die schon lange mehr ist als das - eine wahre Freundin nämlich. "Aber klar doch, was du da alles aufgetischt hast, unglaublich.", schwärmt sie und Maggie wird fast ein bisschen rot. Für den Nachtisch hat sie am Vormittag einen Schokoladenkuchen gebacken und eben eine Obstplatte mit allerlei Früchten und vielen Waldbeeren drapiert.

"Wie war dein Meeting gestern Nachmittag mit dem Big Boss?", fragt sie Reka noch, bevor sie gemeinsam alles zu den anderen tragen. "Das muss ich dir ganz in Ruhe erzählen. Ich glaube, ich habe etwas Dummes getan.", antwortet Reka ihr und überrascht sie mit dieser Antwort. "Etwas Dummes? Du doch nicht. Aber es klingt spannend. Wenn du es nicht eilig hast, freue ich mich, wenn du nachher noch bleibst, wenn alle abhauen."

Reka


"Kommt darauf an, wann das der Fall ist. Ich bin morgen früh zum Schlittschuhlaufen verabredet.", gibt Reka zurück, hofft aber, dass sie wirklich noch Zeit zum Reden unter vier Augen bekommen. Denn das, was da gestern bei dem Meeting passiert ist, beziehungsweise danach, das war auf jeden Fall etwas Dummes. Aber seltsamerweise bereut Reka es kein bisschen. Es war aufregend, verboten und es geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie hat eher Angst, was Maggie wohl dazu sagen wird.

Aber sie muss es irgendjemandem erzählen, sonst platzt sie. Und warum dann nicht am besten jemandem, der ihren Chef selbst auch persönlich kennt.

Der Kuchen schmeckt himmlisch. Obst braucht Reka dazu nicht, ihr Cappuccino reicht vollkommen als Begleiter und sie ist richtig beeindruckt von Maggie. Es wirkt, als wäre ihr der ganze Abend total leichtgefallen. Sie selbst könnte das nicht. Okay, sie hätte auch gar nicht den Platz für so viele Gäste. Maggies Haus ist so gemütlich. Aber vielleicht würde Reka am meisten der Mut fehlen, so viele verschiedene Leute einzuladen, die als einzige Gemeinsamkeit Maggie selbst haben.

Jedoch ist der Abend so gelungen, dass Reka anfängt, sich zusammenzuspinnen, wen sie einladen könnte, was sie kochen würde, wo alle Gäste vielleicht doch Platz finden könnten in ihrer Einzimmerwohnung.

James


"Danke, das war ein toller Abend.", flüstert James Maggie ins Ohr, als sie sich verabschieden, er versucht Milan, der auf seinem Arm schläft, nicht zu wecken. Maggie lächelt, umarmt Luca und streicht Milan sanft übers Haar.

"Toll, dass ihr da wart. Ihr drei könnt morgen Mittag gerne zum Resteessen kommen, wenn euch meine Gesellschaft nicht langweilt.", bietet Maggie an und James fühlt sich wohl. Geborgen durch das Wissen, Maggie als so treue Seele direkt nebenan zu wissen. "Ich schreib dir, wenn ich weiß, wie es bei uns aussieht.", gibt er zurück und schiebt Luca zur Tür hinaus.

Sie treten auf die Straße. Als Milan plötzlich...

Schweitzer Klassifikation
BISAC Classifikation

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

7,49 €
inkl. 7% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen