Wilder Flirt mit süßen Folgen

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. Juli 2011
  • |
  • 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-147-5 (ISBN)
 
Sich in jeder Lebenssituation tadellos zu verhalten: Das erwarten die standesbewussten Harrisons von ihrer Tochter Evie! Aber zugegeben, es ist überhaupt nicht ladylike, einen heißen Flirt mit dem Clubbesitzer Nick Rocco in Las Vegas zu haben und eine wilde Nacht mit ihm zu verbringen. Mit süßen Folgen . Es gibt nur einen Weg, einen Skandal im Hause Harrison zu vermeiden: Evie muss dem Mann aus Vegas, von dem sie nichts weiß - außer dass er ein umwerfend guter Liebhaber ist - sprichwörtlich die Pistole auf die Brust setzen: Heirate mich, oder .!

1. KAPITEL

Über der bunt angestrahlten Tanzfläche rotierte eine verspiegelte Diskokugel. Wie in Trance bewegten sich Hunderte Tänzer und Tänzerinnen zum treibenden Rhythmus eines Techno-Dance-Mixes. Dieser Club namens Zoo mit seinen flackernden Scheinwerfern und den von der Decke baumelnden, beleuchteten Plastikweinreben verlieh dem Begriff geschmacklos eine ganz neue Dimension.

Evie Harrison gefiel es. Wie ihr überhaupt alles an Las Vegas gefiel: die gleißenden Neonlichter, die überdrehte, freizügige Atmosphäre, der ganze grelle Kitsch dieser Stadt.

Las Vegas war nicht Dallas. Ein Grund, es umso mehr zu lieben.

"Lust auf ein Tänzchen, Süße?"

Der Alkoholdunst, der das lallende Angebot begleitete, trieb ihr die Tränen in die Augen. "Nein, danke. Ich warte auf jemanden."

Ihr potenzieller Tanzpartner, der sich zum Glück noch im Stadium bierseliger Heiterkeit befand, zog unverzagt weiter zum nächsten Tisch.

Evie hätte liebend gern getanzt, aber allein zu tanzen kam nicht infrage. Nicht wegen der Leute, die über sie reden könnten. In Las Vegas kannte sie niemand, was einer der Hauptgründe war, weshalb sie überhaupt hier war. Doch als Frau allein auf der Tanzfläche hätte sie im Nu ein Rudel angeheiterter Verehrer um sich geschart, und nicht alle würden einen Korb so friedlich akzeptieren.

Eine Kellnerin mit Plüschohren und aufgemalten Schnurrhaaren räumte ihr leeres Glas ab. "Darf's noch etwas sein?", schrie sie gegen den Lärm der Musik an.

"Einen Wodka-Tonic, bitte." Evies silbernes Täschchen begann auf dem Tisch zu tanzen, als das Handy darin vibrierte. Evie nahm es heraus und sah auf das Display.

Will schon wieder. Nein danke! Vier verpasste Anrufe von ihm in den letzten zwei Stunden. Also wirklich.

Sie hatte eine Nachricht auf seinem Schreibtisch hinterlassen, die er eigentlich erst am Montagmorgen vorfinden sollte. Doch dieser Sturkopf, dieser Workaholic, musste natürlich auch am Wochenende ins Büro fahren.

Aber sie hatte sich nichts vorzuwerfen. Sie war fünfundzwanzig Jahre alt, auch wenn ihr Bruder sie immer noch wie einen ungezogenen Teenager behandelte. Sie brauchte ihn nicht um Erlaubnis zu fragen, wenn sie ein paar Tage wegfahren wollte.

Gleichzeitig mit ihrem Drink traf eine Nachricht von Sabine ein: Gehe mit Toby ins Casino im Bellagio. Warte nicht auf mich, Bennie.

Den letzten Satz hätte sie sich sparen können. Evie hatte schon vor einer halben Stunde gewusst, was dieser Ausdruck in den Augen ihrer Freundin zu bedeuten hatte: dass der gemeinsame Mädelsabend offiziell beendet war.

Verspürte sie etwa einen Anflug von Enttäuschung? Immerhin war Bennie am Abend vorher Hals über Kopf mit ihr nach Las Vegas geflogen. Aber Evie war jetzt lieber allein in Las Vegas als zu Hause in Dallas. Überall, nur nicht in Dallas!

Zugegeben, sie war bei diesem Brunch etwas aus der Rolle gefallen und hatte ein paar Dinge gesagt, die sie lieber für sich behalten hätte. Wenn nicht zufällig diese hinterhältige Klatschreporterin vom Dallas Lifestyles, dem regionalen Wochenmagazin, neben ihr gestanden hätte, wäre die Sache vielleicht gar nicht publik geworden. So aber war ihr Ausrutscher natürlich prompt auf Seite drei unter den Gesellschaftsnachrichten gelandet.

Notgedrungen hatte sie sich beim Vorsitzenden des Vereins "Dallas soll schöner werden" entschuldigt und die Spende der Firma HarCorp großzügig verdoppelt. Und das alles nur, weil sie anzudeuten gewagt hatte, dass neue Parkbänke vielleicht nicht ganz so wichtig seien wie Lebensmittelspenden für Bedürftige.

Das stand natürlich nicht in der Zeitung. Nein, die Reporter verschwendeten ihre Tinte nur, um sich über Evie Harrisons große Klappe aufzuregen. Schon wieder.

Will war außer sich gewesen, und Onkel Marcus hatte ihr - schon wieder - eine Gardinenpredigt gehalten, weil sie - schon wieder - die Familie blamiert habe.

Die beiden hatten gut reden. Sie mussten keine endlos langen Festreden über sich ergehen lassen, nur weil es ihre Aufgabe war, als lächelndes Aushängeschild der Firma HarCorp die Spendenschecks zu überreichen.

Wofür hatte sie eigentlich studiert? Ein dressierter Affe könnte ihren Job genauso gut erledigen. Besser, vermutlich.

Sollte Will sich doch aufregen. Es war nicht das erste Mal, dass er ihr am liebsten den Hals umgedreht hätte. Und sicher nicht das letzte Mal.

Wieder vibrierte ihr Handy. Diesmal erschien die Nummer ihrer Schwägerin Gwen auf dem Display. Für wie dumm hielt Will sie eigentlich?

Ärgerlich steckte Evie das Handy weg und überlegte, was sie mit dem Rest des Abends anfangen sollte. Sie hätte natürlich brav ins Hotel zurückkehren können, nachdem Bennie nun mit ihrem neuen Verehrer abgezogen war. Doch dann hätte sie gar nicht erst ausreißen müssen. Sie war doch hier, um sich zu amüsieren! Um endlich einmal Spaß zu haben, ohne befürchten zu müssen, dass am nächsten Tag alles haarklein in der Zeitung stand.

Wie lautete doch gleich dieser Werbespruch? Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.

Also, höchste Zeit, sich ins Vergnügen zu stürzen!

Den Dekorateur sollte man zum Mond schießen. Was um alles in der Welt hatten blinkende Weinreben mit einem Zoo zu tun?

Nick Rocco überschlug in Gedanken die Kosten für die komplette Neugestaltung des Clubs und rechnete sie zu dem Kaufpreis hinzu, den er zu zahlen bereit war. Natürlich würde er das Lokal während der Renovierung schließen müssen, aber bei dieser Lage und mit einer geschickt inszenierten Neueröffnung ließe sich der Verlust schnell wieder ausgleichen.

Geschäftlich gesehen wäre der Kauf durchaus sinnvoll. Ganz abgesehen von der persönlichen Genugtuung, die es ihm bereiten würde, diesen Club in seinen Besitz zu bringen. Schließlich hatte er hier früher den Fußboden geschrubbt und Bier gezapft, auch wenn der Laden damals noch nicht Zoo hieß.

Nick hatte es sich zur Regel gemacht, jedes potenzielle Kaufobjekt während der Hauptbetriebszeit persönlich aufzusuchen, bevor er ein Angebot abgab. Deshalb hatte er sich an diesem Freitagabend unter die Gäste gemischt.

Die Tanzfläche war ein Meer wogender Körper, die Sitzgelegenheiten zum größten Teil besetzt, das Personal eilte geschäftig hin und her. Neu aufpoliert konnte aus dem Zoo eine Goldgrube werden.

Kevin O'Brian, sein geschäftsführender Verwalter, hatte seinen Rundgang beendet und gesellte sich zu ihm an die Bar.

"Und?" Nick musste die Stimme erheben, um sich über die hämmernden Bässe hinweg verständlich zu machen.

"Bis auf den üblichen Ärger mit betrunkenen Randalierern gibt es hier für die Polizei nicht viel zu tun. Ich habe mich ein bisschen umgehört. Kein Hinweis auf Drogen." Kevin war der nette, kumpelhafte Typ, der leicht an Insider-Informationen herankam, weil ihm die Leute auf Anhieb vertrauten. Ganz im Gegensatz zu Nick, dem dafür nicht nur die Geduld, sondern auch Kevins gutmütiges Jungengesicht fehlten. Das Spiel "Guter Cop, böser Cop" gehörte zu ihren bevorzugten Geschäftstaktiken.

"Den DJ solltest du allerdings feuern", bemerkte Kevin.

Nick horchte auf. "Warum?"

"Er hat einen grauenhaften Musikgeschmack", meinte Kevin grinsend und steckte der blonden Serviererin, die ihm lächelnd ein Bier servierte, ein großzügiges Trinkgeld zu.

"Du gehst also davon aus, dass ich den Laden kaufe."

"Natürlich kaufst du ihn. Ich wette, du hast schon ausgerechnet, was es kostet, die Tanzfläche zu vergrößern und diese grauenhaften Dinger von der Decke zu reißen."

Nick zuckte die Schultern. Kevin kannte ihn einfach zu gut. Sie waren zusammen in einem der rauesten Viertel von Las Vegas aufgewachsen, hatten es aber im Gegensatz zu den meisten ihrer Jugendfreunde geschafft, sich aus dem Teufelskreis von Armut und Drogen zu befreien.

Natürlich war auch eine Portion Glück im Spiel gewesen. Den Kauf seines ersten Clubs hatte Nick mit einem Pokergewinn finanziert.

In erster Linie aber trieb sie ihr eiserner Wille an. Kevin und er wollten ihre traurige Vergangenheit hinter sich lassen. Sie hatten sich mit harter Arbeit von ganz unten nach ganz oben durchgebissen.

"Sind wir dann hier fertig?" Früher hätte Kevin es jetzt richtig krachen lassen, doch jetzt gab es Lottie in seinem Leben.

"Fahr du nach Hause zu deiner Frau. Ich bleibe noch eine Weile hier und beobachte das Publikum."

"Es könnte nicht schaden, wenn du versuchen würdest, dich ein bisschen zu amüsieren, wenn du schon mal hier bist. Du weißt ja, nur Arbeit und kein Vergnügen ."

"Führt zu schwarzen Zahlen", ergänzte Nick.

"Ich kenne die Bilanzen so gut wie du. Du brauchst diesen Club nicht, um schwarze Zahlen zu schreiben. Du willst ihn nur kaufen, weil du ihn kaufen kannst."

"Und das, mein Freund, macht mir Spaß."

"Du spinnst. Sieh dich doch...

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