Text und Geschichte

Geschichts- und literaturwissenschaftliche Beiträge zum Geflecht von Faktizität und Fiktionalität
 
 
Evangelische Verlagsanstalt
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im Dezember 2017
  • |
  • 376 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-374-04792-5 (ISBN)
 
Text und Geschichte sind untrennbar miteinander verbunden. Ihr Zusammenhang muss mehrdimensional betrachtet werden: Weder erzählen Texte 'die' Geschichte als bloßen Faktenbericht noch hinterlässt die Geschichte Quellentexte, durch die eine objektive historische Rekonstruktion möglich wäre. Die von Aristoteles eingeführte, nur scheinbar klare Trennung zwischen Geschichtsschreibung und Dichtung muss am Grau der Wirklichkeitserzählungen scheitern. Vielmehr stehen Text und Geschichte, Fiktionalität und Faktizität, aber auch Sprache und Wirklichkeit in komplexen Wechselverhältnissen. Von Bedeutung sind dabei die sprachliche und inhaltliche Gestaltung eines Textes, dessen Perspektivität und Referenzialität sowie die interpretatorische Leistung von Autor und Rezipient.
Die geschichts- und literaturwissenschaftlichen Beiträge von Autoren verschiedener Fachdisziplinen tragen der Multidimensionalität der Thematik Rechnung.

Mit Beiträgen von Martin Bauspieß, Eve-Marie Becker, Detlev Dormeyer, Gerd Häfner, Stephan Jaeger, Stefan Jordan, Paul-Gerhard Klumbies, Christof Landmesser, Matías Martínez, Klaus Neumann, Heinz-Günther Nesselrath, Karin Peters, Jasmin Marjam Rezai-Dubiel, Robert Vorholt, Oda Wischmeyer und Ruben Zimmermann.

[Text and History. Contributions from Historical Sciences and Literary Studies concerning the Interrelationship between Factuality and Fictionality]
Text and history are inseparably interwoven. Their interconnectedness has to be considered multidimensionally: Neither do texts narrate 'the' history as a mere factual report, nor does history leave source texts which enable an objective historical reconstruction.
The only seemingly clear separation between historiography and fiction, introduced by Aristotle, must fail when confronted with the grey of the narratives of reality. Instead, text and history, fictionality and factuality, but also language and reality, form rather complex interrelationships. Important in this context are the content-related structuring of a text, its perspectivity and referentiality as well as the interpretive work of author and recipient.
The contributions from the fields of historical sciences and literary studies by authors from different disciplines take into account this multidimensionality of the topic.
  • Deutsch
  • Leipzig
  • |
  • Deutschland
  • Höhe: 230 mm
  • |
  • Breite: 155 mm
  • 4,13 MB
978-3-374-04792-5 (9783374047925)
3374047920 (3374047920)
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Prof. Dr. Christof Landmesser, Dr. theol., Jahrgang 1959, studierte Evangelische Theologie und Philosophie in Tübingen und München. Nach einer Professur in Main hat er seit 2006 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen den Lehrstuhl für Neues Testament mit den Schwerpunkten Paulus und die Paulusschule, Theologie und Hermeneutik des Neuen Testaments inne. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Vorstands der Rudolf-Bultmann-Gesellschaft für Hermeneutische Theologie e.V und Mitglied in anderen wissenschaftlichen Gesellschaften.
1 - Cover [Seite 1]
2 - Titel [Seite 5]
3 - Impressum [Seite 6]
4 - Vorwort [Seite 7]
5 - Inhalt [Seite 9]
6 - Verschlungenheit und Verschiedenheit von Text und Geschichte. Eine hinfu?hrende Skizze (Ruben Zimmermann) [Seite 11]
7 - I. Grundlegende Beiträge [Seite 55]
7.1 - Der Linguistic Turn und seine Folgen fu?r die Geschichtswissenschaft (Stefan Jordan) [Seite 57]
7.2 - Vom Gegenstand der Geschichte. Eine grundlegende Anregung in neutestamentlicher Perspektive (Christof Landmesser) [Seite 74]
7.3 - Vom Ereignis zur Geschichte. Die narrative Konstruktion von Geschichte als literaturgeschichtliche Frage (Eve-Marie Becker) [Seite 99]
7.4 - Der >Diskurs< als methodisches Konzept der historischen Forschung (Klaus Neumann) [Seite 121]
7.5 - Erinnerung und Geschichte - das Referenzproblem (Gerd Häfner) [Seite 145]
7.6 - Historiographisches Erzählen. Zur fruchtbaren Synthese von Erzähltheorie, Geschichtswissenschaft und Theologie (Stephan Jaeger) [Seite 164]
8 - II. Einzelstudien zum Neuen Testament und zu anderen Texten [Seite 183]
8.1 - Opsis bei Herodot. Ein Beitrag zu Anspruch und Zuverlässigkeit antiker Historiographie (Heinz-Gu?nther Nesselrath) [Seite 185]
8.2 - Literalität und Historizität der neutestamentlichen Rede von der Königsherrschaft (basileía) Gottes (Detlev Dormeyer) [Seite 205]
8.3 - Die Jesuserzählung nach Markus als Werk des achten Jahrzehnts (Paul-Gerhard Klumbies) [Seite 228]
8.4 - Erzählte Hoffnung. Überlegungen zur historischen Referenz des neutestamentlichen Osterkerygmas (Robert Vorholt) [Seite 269]
8.5 - Geschichte als Argument. Weichenstellungen der historisch-kritischen Acta-Forschung (Martin Bauspieß) [Seite 283]
8.6 - Das Ereignis als Grundlage der lukanischen Geschichtserzählung von Paulus. Galater 1,16 und Apostelgeschichte 9,1-9 [Seite 309]
8.7 - Sichtbarkeit und Gesicht der Geschichte. Affektische Visualisierungsstrategien bei Victor Hugo (Karin Peters) [Seite 340]
8.8 - Parusie, Eschatologie und Messianismus in Corrado Alvaros Gente in Aspromonte (1930) (Jasmin Marjam Rezai-Dubiel) [Seite 361]
9 - Autorenverzeichnis [Seite 375]

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