Schwindel

Eine Epistemologie der Orientierung
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. November 2016
  • |
  • 382 Seiten
 
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978-3-16-154769-0 (ISBN)
 
Orientierung ist eine Frage der Perspektive. Im Sinne der historischen Epistemologie entwickelt Rebekka Ladewig diese Perspektive in theoretischen und experimentellen Szenen des Schwindels. Diese umfassen die philosophischen Gedankenexperimente des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die sinnesphysiologische Experimentalisierung des Schwindels zwischen 1800 und 1900 bis hin zu den technischen Milieus des frühen 20. Jahrhunderts mit ihren apparativen Techniken und der materiellen Kultur der Schwindelerzeugung. Michael Polanyis Konzept des impliziten Wissens ist theoretischer Einsatz- und Endpunkt dieser Analyse. Sie verschiebt das Augenmerk von der Theorie der Wissenschaft auf deren Randzonen, auf die personengebundene, lokale und praktische Verfasstheit des Wissensprozesses, die sich dem Fokus der traditionellen Wissenschaftsforschung systematisch entzieht.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 10,57 MB
978-3-16-154769-0 (9783161547690)
10.1628/978-3-16-154769-0
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1 - Cover [Seite 1]
2 - Dank [Seite 6]
3 - Inhalt [Seite 8]
4 - Einleitung [Seite 10]
5 - Teil 1: Orientierungen des Denkens [Seite 28]
5.1 - 1.1 Orientierung der Methode: Täuschung und Selbsttäuschung bei René Descartes [Seite 30]
5.1.1 - Suchen: Der archimedische Punkt [Seite 30]
5.1.2 - Entscheiden: Descartes und Herakles [Seite 35]
5.1.3 - Fingieren: Provisorische Moral [Seite 40]
5.1.4 - Irren: Topographie des Zweifels [Seite 45]
5.1.5 - Schwindeln: Fluchtlinien der Methode [Seite 53]
5.2 - 1.2 Orientierung der Vernunft: Glaube und Gefühl bei Immanuel Kant [Seite 60]
5.2.1 - Orientieren: Glaube versus Vernunft [Seite 60]
5.2.2 - Sich orientieren: Probierstein der Vernunft [Seite 67]
5.2.3 - Vernünftig glauben: Die subjektiven Bedingtheit der Vernunft [Seite 72]
5.2.4 - Blinzeln: Orientierungsgefühl und kartographisches Augenmaß bei Johann Georg Lehmann [Seite 82]
5.3 - 1.3 Orientierung der Seiten: Über Rechts und Links [Seite 98]
5.3.1 - Denken: Méthode und randonnée [Seite 98]
5.3.2 - Spiegeln: Rechte und linke Hand - Kants Doppelgänger [Seite 101]
5.3.3 - Polarisieren: Rechte und linke Hand bei Robert Hertz [Seite 113]
5.4 - 1.4 Glauben [Seite 126]
6 - Teil 2: Orientierungen der Wahrnehmung [Seite 148]
6.1 - 2.1 Schwindeldiskurse um 1800 [Seite 150]
6.1.1 - Täuschungen wahrnehmen: Zur sinnesphysiologischen Experimentalisierung des Schwindels [Seite 150]
6.1.2 - Beschleunigen: Erhabenheit und Schwindel bei Immanuel Kant und Marcus Herz [Seite 156]
6.1.3 - Seekrank sein: Wahrnehmungskonfiguration Schiff [Seite 160]
6.1.4 - Nachbilder machen: "Accidents often lead to discoveries which reason alone might not easily have reached ." (William Charles Wells) [Seite 168]
6.1.5 - Schwindel erzeugen: Erasmus Darwin und William Charles Wells als "vertiginous philosophers" [Seite 172]
6.2 - 2.2 Jan Evangelista Purkinje und die selbstexperimentelle Erforschung des Schwindels um 1820 [Seite 178]
6.2.1 - Nach Innen blicken: Selbstbeobachtung, Selbstexperiment und subjektive Empirie [Seite 178]
6.2.2 - Schwindel vermessen: "Im Anfange fühlt man sich leicht und heiter im Kopfe." (Jan Evangelista Purkinje) [Seite 185]
6.2.3 - (Sich) quälen: Selbstexperiment und Tierversuch bei Jan Evangelista Purkinje und Marie-Jean-Pierre Flourens [Seite 193]
6.3 - 2.3 Elias de Cyon und die Entdeckung des Gleichgewichtssinns ab 1870 [Seite 202]
6.3.1 - Sinn suchen: Das Ohrlabyrinth als Organ der Orientierung [Seite 202]
6.3.2 - Sinn zuweisen: Lokalisierungen eines Vermögens - Tauben (nach Georges Canguilhem) [Seite 207]
6.3.3 - Sinn verorten: Raumsinn und Raumdimensionen [Seite 216]
6.3.4 - Sinn überwinden: Elias de Cyon, die Geometrie und der Transzendentalismus [Seite 226]
6.4 - 2.4 Wahrnehmen [Seite 234]
7 - Teil 3: Apparaturen des Schwindels [Seite 252]
7.1 - 3.1 Drehen [Seite 254]
7.1.1 - Migrieren: Schwindelapparate im frühen 19. Jahrhundert [Seite 254]
7.1.2 - Dezentrieren: Drehvorrichtungen in der Psychiatrie [Seite 255]
7.1.3 - Grenzen ausloten: Schwindelvorrichtungen und bürgerliche Selbsterfahrung [Seite 269]
7.2 - 3.2 Fliegen [Seite 286]
7.2.1 - Rekonfigurieren: Wahrnehmung, Versuchsanordnungen, Apparaturen [Seite 286]
7.2.2 - Fliegen fühlen: Das fliegerische Gefühl [Seite 289]
7.2.3 - Fliegen simulieren: Aufmerksamkeit und Orientierung auf dem Prüfstand [Seite 297]
7.3 - 3.3 Können [Seite 322]
8 - Schluss [Seite 334]
9 - Abbildungsverzeichnis [Seite 344]
10 - Literaturverzeichnis [Seite 348]
11 - Personenindex [Seite 380]

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