Zukunft Altern

Individuelle und gesellschaftliche Weichenstellungen
 
 
Spektrum-Akademischer Vlg (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. Oktober 2009
  • |
  • XII, 568 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8274-2200-2 (ISBN)
 

Alt werden will jeder. Alt sein nicht nicht unbedingt. Aber was heißen Alter und Altern? Wodurch ist unser Leben im Alter - jenseits von biologischen Faktoren - bestimmt? A. Kruse und H.-W. Wahl, zwei führende Alternsforscher, vermitteln in diesem klar geschriebenen Buch anhand der Befunde moderner Forschung die Botschaft: Alter kann, je nach individueller und gesellschaftlicher Weichenstellung, einen erfüllten Lebensabend bedeuten und dabei eine wichtige soziale Funktion erfüllen. Und selbst bei Pflegebedürftigkeit oder Demenz finden sich noch sehr verschiedenartige Gestaltungsmöglichkeiten der individuellen Lebensbedingungen. Wir müssen die Weichen jetzt richtig stellen, wenn wir gesellschaftlich und individuell die Herausforderungen des Alterns bewältigen wollen.



Andreas Kruse ist Professor für Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Seine Forschungsgebiete sind Verarbeitung von Grenzsituationen, Potenziale des Alterns und Lebensqualität bei Demenzerkrankungen. Er ist Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung sowie der EKD-Kommission 'Altern'.


Hans-Werner Wahl ist Professor für Psychologische Alternsforschung am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Seine Forschungsgebiete sind die Untersuchung der Rolle von Umweltbedingungen für gutes Altern und die psychosozialen Auswirkungen von Altern mit schwerwiegenden Einbußen. Er ist Mitherausgeber des European Journal of Ageing.

  • Deutsch
  • Heidelberg
  • |
  • Deutschland
  • 2,33 MB
978-3-8274-2200-2 (9783827422002)
3827422000 (3827422000)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Andreas Kruse ist Professor für Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Seine Forschungsgebiete sind Verarbeitung von Grenzsituationen, Potenziale des Alterns und Lebensqualität bei Demenzerkrankungen. Er ist Vorsitzender der Altenberichtskommission der Bundesregierung sowie der EKD-Kommission "Altern".

Hans-Werner Wahl ist Professor für Psychologische Alternsforschung am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Seine Forschungsgebiete sind die Untersuchung der Rolle von Umweltbedingungen für gutes Altern und die psychosozialen Auswirkungen von Altern mit schwerwiegenden Einbußen. Er ist Mitherausgeber des European Journal of Ageing.

1 - Inhaltsverzeichnis [Seite 5]
2 - Vorwort [Seite 7]
3 - Teil A. Altern als Herausforderung [Seite 12]
3.1 - Definition von Alter(n) - Alter( n) besser kennen lernen [Seite 13]
3.2 - Demografische Schlüssel aspekte und Konsequenzen [Seite 39]
4 - Teil B. Zentrale Konstrukte und Botschaften der Alternsforschung [Seite 87]
4.1 - Eine Landkarte zur aktuellen Alternsforschung [Seite 88]
4.2 - Ausgewählte Konstrukte zur Biologie des Alterns [Seite 97]
4.3 - Ausgewählte Konstrukte zur Psychologie des Alterns [Seite 123]
4.4 - Ausgewählte Konstrukte zur Soziologie des Alterns [Seite 206]
4.5 - Ausgewählte Konstrukte zu Altersinterventionen [Seite 251]
4.6 - Übergreifende Konstrukte [Seite 335]
5 - Teil C. Zehn Weichen für den Weg in eine gute Alternszukunft [Seite 348]
5.1 - Wissen über Altern [Seite 349]
5.2 - Kreativitätsfördernde Rahmenbedingungen [Seite 359]
5.3 - Engagement und Expertise [Seite 378]
5.4 - Miteinander der Generationen [Seite 394]
5.5 - Menschenfreundliche Umwelten [Seite 410]
5.6 - Konsumentenverhalten und Wirtschaftskraft Alter [Seite 431]
5.7 - Prävention [Seite 442]
5.8 - Gesundheit, Krankheit, Pflege [Seite 450]
5.9 - Endlichkeit und Grenzen des Daseins [Seite 477]
5.10 - Alternsforschung neu positionieren [Seite 491]
6 - Teil D. Neue Anforderungen [Seite 505]
6.1 - Neue Anforderungen an gesellschaftliche Akteure [Seite 506]
6.2 - Neue Anforderungen an Ältere - und an alle Generationen [Seite 515]
6.3 - Schlussbetrachtungen [Seite 525]
7 - Literatur [Seite 530]
8 - Bildnachweis [Seite 542]
9 - Sach- und Personenindex [Seite 544]

Miteinander der Generationen in der Familie (S. 392-393)

Über die Beziehungen zwischen den Generationen innerhalb der Familie liegen für Deutschland aus Surveyuntersuchungen repräsentative Daten vor. Diese zeigen, dass die sozialen Netzwerke der meisten älteren Menschen überwiegend durch Kontakte zu Familienangehörigen mehrerer Generationen geprägt sind. Für spätere Generationen älterer Menschen wird dies jedoch nicht im selben Maße der Fall sein. Nachdem sich die niedrige Geburtenrate bis zur Generation der heute älteren Menschen vor allem auf die Kinderzahl pro Familie, nicht aber auf den Anteil der Familien ohne Kinder ausgewirkt hat, wird der Anteil der Kinderlosen in zukünftigen Generationen älterer Menschen deutlich ansteigen: Von den 1950 geborenen Frauen blieben nur 11 % kinderlos, von den 1960 Geborenen bereits 23 %, und für die 1965 Geborenen geht man von 35 % Kinderlosen aus, wobei der Anteil unter den Frauen mit akademischer Ausbildung sogar auf 40 bis 44 % beziffert wird. Ein Rückgang der Geburtenrate ist gegenwärtig in allen europäischen Staaten zu beobachten, selbst in Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland, die gemeinhin als sehr kinderfreundlich gelten. Mit einer Geburtenrate von gegenwärtig 1,3 liegt Deutschland allerdings unter dem Durchschnitt der EU, und es ist nicht zu erwarten, dass familienpolitische Leistungen, so begrüßenswert diese im Allgemeinen auch sein mögen, hier mittelfristig Wesentliches verändern könnten.

Das Verhältnis zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern ist mit dem Begriff der Intimität auf Abstand treffend beschrieben worden. Alte Eltern leben in der Regel nicht mit ihren Kindern im selben Haushalt. Im Vergleich mit den anderen europäischen Staaten hat Deutschland in der Altersgruppe der 65-Jährigen und Älteren den höchsten Anteil an Einpersonen- und den niedrigsten Anteil an Mehrpersonenhaushalten. Gleichwohl ist für die verschiedenen Generationen ein hohes Maß an räumlicher Nähe ebenso charakteristisch wie eine hohe Kontakthäufigkeit. In der Regel wohnt mindestens ein erwachsenes Kind nicht weit von dem älter gewordenen Elternteil entfernt. Im Alterssurvey gaben etwa 70 % der 70- bis 85-Jährigen an, dass zumindest ein erwachsenes Kind im selben Ort lebe. In der Altersgruppe der 40- bis 69-Jährigen liegt dieser Anteil noch einmal um etwa 10 % höher; dabei ist aber zu berücksichtigen, dass in früheren Erhebungen ein noch größerer Anteil ermittelt wurde. Hier wirkt sich ein vor allem in ländlichen Gebieten der neuen Bundesländer problematischer Trend aus: Im Zuge der deutschen Binnenwanderung ziehen oder pendeln Kinder zu einem neuen, weit entfernten Arbeitsort, die Eltern bleiben dagegen im Heimatort. Dabei nimmt die geografische Distanz zwischen alten Eltern und erwachsenen Kindern mit steigender Bildungsschicht zu.

Generationenkonflikte in der Familie haben in den letzten Jahrzehnten eher ab- als zugenommen. Im Arbeitskreis von Ursula Lehr und Hans Thomae vorgenommene umfangreiche Analysen spontaner Lebenslaufschilderungen der von 1890 bis 1925 Geborenen sprechen für im Vergleich zu späteren Kohorten (1930 bis 1932 Geborene und insbesondere 1950 bis 1952 Geborene, wie sie vor allem in der Interdisziplinären Längsschnittstudie des Erwachsenenalters erhoben wurden) intensivere und länger anhaltende Konflikte. Eine finanzielle und materielle Abhängigkeit, die früher häufig Anlass für anhaltende intergenerationelle Konflikte in der Familie war, wird heute weit seltener erlebt; Gebote und Verbote werden weit weniger ausgesprochen bzw. weniger als eingreifend in die eigene Lebensgestaltung empfunden.

Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

9,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

6,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen