Das Licht der Seele

 
 
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. Mai 2019
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96087-688-5 (ISBN)
 

Eine Liebe, die nichts aufhält - nicht einmal die Hölle! Spannender Fantasy-Roman für Fans von Nalini Singh und Marah Woolf

"Um dem Licht zu dienen, musst du eins werden mit der Finsternis." Offiziell in Luzifers Dienste getreten, spielt Cedric ein gefährliches, doppeltes Spiel. Denn Samuel, ein hochrangiger Engel und Cedrics ehemaliger Befehlshaber der himmlischen Armee, verfolgt seine eigenen Ziele. Mit einem Teil von Annes Seele hat Samuel ein Ass im Ärmel, mit dem er Cedric dazu zwingt, seinen Plänen zu gehorchen. Für seine große Liebe ist Cedric bereit durch die Hölle zu gehen. Wird es ihm gelingen, Luzifers Vertrauen zu gewinnen, um ihm das zu stehlen, was Samuel begehrt? Oder ist sogar Luzifer derjenige, der im Stillen die Fäden zieht? Wird Cedric seine Anne retten können oder wird er sie erneut verlieren?

Erste Leserstimmen "dieser Roman ist noch besser als sein Vorgänger" "fantasievolle, bildhafte Beschreibungen, eine Prise Humor und eine lebendige Sprache machen die Erzählung zu einem Lesevergnügen" "wahnsinnig spannende Fortsetzung, ich konnte den E-Reader gar nicht mehr aus der Hand legen" "ein absolutes Muss für Engel-Fans" "ich hoffte und bangte mit Anne und Cedric mit jeder Seite mit und wünschte mir ein Happy End für die beiden"

Weitere Titel dieser Reihe Das Licht der Ewigkeit (ISBN: 9783960877257) Das Licht der Vergangenheit (ISBN: 9783960877332)

  • Deutsch
  • Digitale Ausgabe
  • 0,67 MB
978-3-96087-688-5 (9783960876885)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Andie Krown wurde 1980 in Wien geboren und studierte in ihrer Heimatstadt Medizin. Seit 2005 ist sie als Ärztin tätig. Ihre Erfahrungen im Umgang mit Menschen sowie im Bereich der Sterbebegleitung verarbeitet sie im Schreiben von einfühlsamen Romantic-Fantasy-Geschichten, in denen spirituelle Themen wie Wiedergeburt und Seelenverwandtschaft eine zentrale Rolle spielen.

1


Anne kniete regungslos mitten auf der Straße. Ihr Verstand bemühte sich, die Dinge zu verstehen, die hier soeben geschehen waren, doch er scheiterte kläglich. Wie konnte es möglich sein, dass Samuel von Anfang an seine Hände in diesem schmutzigen Spiel gehabt hatte? Er hatte Cedric schändlich verraten und dabei zugesehen, wie ihm Schreckliches angetan wurde. Cedrics qualvolle Schreie, als ihm die Flügel ausgerissen worden waren, hallten noch immer laut in Annes Ohren und sie spürte seinen unsagbaren Schmerz, als wäre es ihr eigener gewesen.

Niemals würde sie Samuel vergeben, dass er Cedric in eine Falle gelockt hatte!

Cedric . wo haben sie dich nur hingebracht? Wie konnte sie ihn jemals finden? Anne spürte, wie Panik mit eisigen Fängen nach ihr griff und wusste, sie musste dagegen ankämpfen. Doch wie sollte sie das schaffen?

Sie konzentrierte sich auf die Feder, die sie noch immer in ihrer Hand hielt - strahlendes Weiß, das brutal von Tropfen dunkelroten Blutes durchbrochen wurde.

Cedrics Blut.

Als Zeuge der Gräueltaten, die hier soeben geschehen waren. Dort, wo die Feder ihre Haut berührte, konnte sie noch immer seine vertraute Wärme spüren. Sie fühlte das geliebte Kribbeln, jedoch in einer so abgeschwächten Form, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb. Zärtlich strich sie wieder und wieder darüber, als könnte sie dadurch das Gefühl intensivieren.

Wie viel Zeit bereits verstrichen war, wusste sie nicht, doch nach und nach blinzelte sie die Nässe in ihren Augen fort. Als sie den Kopf anhob, blickte sie in die heller werdende Dämmerung. Sie empfand es geradezu als eine Verhöhnung von Cedrics Qualen und ihrer grenzenlosen Verzweiflung. Ein neuer Morgen brach an und läutete den Beginn des nächsten Tages ein, als wäre nichts geschehen. Das Rad der Zeit drehte sich einfach weiter. Unaufhörlich und rücksichtslos.

Nur würde ihr Leben niemals wieder so sein wie zuvor.

Wie ferngesteuert stand sie auf und ging zu dem Wrack von ihrem Auto. Einige Minuten lang suchte sie nach ihrer Handtasche und fand sie schließlich im hintersten Winkel. Als sie diese mühsam herausgezogen hatte, prüfte sie, ob ihr Handy noch funktionierte, denn irgendwie musste sie nach Hause kommen und sich überlegen, was sie nun tun sollte.

Ohne darüber nachzudenken, wie früh es an diesem Sonntagmorgen noch war, rief sie ihre Schwester an.

"Anne, ist alles in Ordnung?" Als Anne nicht gleich antwortete, wurde Rachels Stimme eindringlicher: "Was ist geschehen?"

Bei dem vertrauten Klang konnte Anne sich nicht mehr zurückhalten. "Nein. Rachel, er ist weg!" Sie weinte, bis sie keine Luft mehr bekam.

"Anne, bitte sprich mit mir. Was ist passiert? Wo bist du?"

"Auf einer Landstraße."

"Was? Wieso das denn? Bist du verletzt?"

"Nein."

"Gott sei Dank! Sag mir genau, wo du bist, ich komme dich holen!"

Einige Zeit später sprang Rachel aus dem Wagen. "Anne! Meine Güte, dein Auto! Geht es dir wirklich gut? Du blutest ja!"

"Ich bin okay. Es ist nur ein Kratzer." Ihre Schwester nahm sie in die Arme und drückte sie an sich.

"Ich habe mir solche Sorgen gemacht! Was ist denn passiert?"

Anne wusste, dass sie ihr niemals sagen durfte, was wirklich geschehen war. Der Himmel war bezüglich Strafen nicht gerade zimperlich - der Beweis dafür lag noch vor ihr. Wieder hörte sie, Cedrics qualvolle Schreie in ihrem Kopf und sein schmerzverzerrtes Gesicht erschien in aller Deutlichkeit vor ihrem geistigen Auge. Dieser Anblick würde sie auf ewig verfolgen, dessen war sie sich sicher.

"Ich bin von der Straße abgekommen", log sie. "Bitte bring mich nach Hause."

"Bist du sicher, dass du nicht ins Krankenhaus gehörst?" Anne spürte Rachels besorgte Blicke.

"Ja." Denn eigentlich wurde ich ermordet, doch ein Engel hat mich geheilt. "Ich möchte nur nach Hause."

"Na gut", gab Rachel sich geschlagen und Anne stieg in das Auto ihrer Schwester. Als sie an der Stelle vorbeikamen, an der Cedric verschwunden war, blickte sie noch einmal zu der Unmenge an Blut auf dem Asphalt. Zusammen mit der Feder war es der einzige Beweis, dass er jemals existiert hatte.

Zu Hause angekommen, versicherte sie Rachel nochmals, dass es ihr gutging und schleppte sich mit abgehackten Bewegungen hinauf in ihr Badezimmer. Sie musste sich das Blut abwaschen und erschrak, als sie ihr Gesicht im Spiegel erblickte, kreidebleiche Züge und gerötete Augen starrten ihr gespenstisch entgegen. Der Schock war ihr deutlich anzusehen. Lange stand sie da, die Hände am Waschbecken abgestützt und erwiderte den leeren Blick ihres Spiegelbilds.

Wie sie es schaffte, genügend Kräfte zu mobilisieren und unter die Dusche zu steigen, wusste sie nicht und sie erledigte mechanisch nur das Nötigste. Trotz des heißen Strahls zitterte sie am ganzen Körper und er vermochte es auch nicht, ihre Gedanken fortzuspülen.

In ihren dicken Bademantel eingehüllt, trat sie ins Schlafzimmer und sah zu ihrem Bett, wo sie alles an ihn erinnerte. Am liebsten würde sie sich einfach hineinlegen und hoffen, dass die letzten Stunden nur ein schrecklicher Albtraum gewesen waren. Wie sehr wünschte sie sich, aufzuwachen und ihn neben sich liegen zu sehen. Ihr Blick fiel auf den kleinen Kristallengel, den er ihr geschenkt hatte und sie spürte, wie Verzweiflung sie zu überwältigen drohte. Sie kannte dieses Gefühl, das unbarmherzig und unaufhaltsam von ihr Besitz ergriff; es lähmte und erstickte sie zugleich, schnürte ihre Brust erbarmungslos zu und ließ sie nicht wieder los. Genauso hatte sie sich in ihrem letzten Leben schon einmal gefühlt. Konnte es wirklich wahr sein? Hatte sie ihn hier und jetzt wieder verloren? Wiederholten sich Schmerz und Trauer? Wie grausam das Schicksal doch war.

Sie setzte sich auf die Matratze und griff nach der Kette um ihren Hals. Damals hatte sie sich auf seiner Seite des Bettes zusammengerollt und sich ihrem Schmerz hingegeben. Aber nun gab es einen grundlegenden Unterschied: Damals hatte sie seinen Leichnam gesehen. Diesmal jedoch war er nicht tot!

"Ich habe dir Tee gemacht. Er ist aber noch kochend heiß." Rachel kam mit einem Tablett mit Tassen und Keksen beladen zur Tür herein. Sie war also noch geblieben. Sie stellte es auf dem Nachttisch ab und bedeutete Anne, sich hinzulegen und deckte sie wie ein kleines Kind zu, bevor sie sich zu ihr setzte.

"Jetzt erzähl mir mal, was geschehen ist. Was meintest du damit, er wäre weg?"

Anne musste sich zusammenreißen, damit sie sich nicht in ihrer Geschichte verstrickte.

"Cedric. Er ist Soldat und ist weg. Ich weiß nicht, wohin und ich weiß auch nicht, wann oder ob ich ihn jemals wiedersehen werde."

"Das tut mir so leid, Liebes." Rachel strich ihr sanft übers Haar. "Soldat, sagst du. Das passt zu ihm. Aber ist er nicht Brite?"

Da erzählte Anne ihr die Version, die Cedric ihr vor einiger Zeit berichtet hatte. Eine weltweit operierende Organisation. Beinahe musste sie lachen, aber nur beinahe.

"Rachel, danke, dass du mich abgeholt hast. Ich werde jetzt ein wenig schlafen." Sie musste ihre Schwester loswerden, damit Anne nicht doch irgendetwas herausrutschte und sie ihre Schwester dadurch in Schwierigkeiten brachte. Diese vergewisserte sich noch, ob es ihr wirklich gut ging, ob sie ihr Handy bei sich hatte und noch etwas brauchen würde. Dann ging sie mit dem Versprechen, später noch einmal nach Anne zu sehen. Kurz meldete sich Annes schlechtes Gewissen, dann setzte sie sich auf und zog sich an.

Sie straffte die Schultern und wischte sich energisch über die Wangen. Sie würde nicht tatenlos herumsitzen und weinen. Sie würde nicht ruhen, ihn zu suchen, auch wenn sie keine Ahnung hatte, wo er sein könnte.

Zielstrebig ging sie hinunter und setzte sich an den Tisch. Die erste Hürde, die sie nahm, war es, Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. Es musste eine Möglichkeit geben, ihn zu retten und sie würde sie finden! Auch wenn sie noch nicht wusste wie. Mit Papier und Stift bewaffnet, machte sie sich Notizen.

Stunden später schmerzte ihr Kopf, doch war sie noch keinen Schritt weiter. Sie wusste, dass Cedric ein Kriegerengel war und in Erzengel Michaels Armee gegen Dämonen kämpfte. Samuel war sein Befehlshaber und er wollte Cedric bei Luzifer einschleusen, sodass dieser ihm irgendetwas besorgte.

Nur was?

Es musste wichtig sein. Aus diesem Grund hatte er es eingefädelt, dass Anne wiedergeboren worden war und Cedric als Schutzengel zu ihr geschickt. Dann hatte er dafür gesorgt, dass Cedric sich ihr offenbarte, indem ihr gestern von einem Gefallenen Engel namens Valerius, der offensichtlich ebenfalls für Samuel arbeitete, ein Dolch ins Herz gerammt worden war. In dem Versuch, sie zu retten, hatte Cedric sich ihr gezeigt, hatte seine Flügel materialisiert, um über genügend himmlische Energie zu verfügen und sie ins Leben zurückgeholt. Die Konsequenz dieses Regelverstoßes war, dass er nun ebenfalls zu einem Gefallenen Engel geworden war. Samuel hatte ihr gesagt, Cedric wäre nun ein Diener Luzifers und dass er sich bewusst dafür entscheiden konnte, ob er weiterhin für Samuel tätig sein wollte.

Warum sollte er das wollen? Und wie würde sein Leben wohl fortan aussehen? Nichts als Fragen, auf die sie keine Antworten wusste.

Frustriert strich sie sich die Haare zurück und band sie zu einem Pferdeschwanz zusammen. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis und kamen nicht weiter. Aber sie durfte sich nicht in Fragen verlieren, die sie nicht lösen konnte, musste fokussiert bleiben und sich darauf konzentrieren, was sie wusste.

Laut Samuel hatten die drei Engel Cedric an einen Ort...

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