MARCO POLO Reiseführer Tokio

inklusive Insider-Tipps, Touren-App, Update-Service und NEU: Kartendownloads
 
 
MAIRDUMONT (Verlag)
  • 12. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Oktober 2017
  • |
  • 140 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8297-7427-7 (ISBN)
 

MARCO POLO TOKIO

inklusive Insider-Tipps, Touren-App, Update-Service und NEU: Kartendownloads

MARCO POLO E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!

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E-Book basiert auf: 12. Auflage 2017

Kompakte Informationen, Insider-Tipps, Erlebnistouren und digitale Extras:
Erleben Sie mit MARCO POLO die japanische Hauptstadt intensiv vom Frühstück bis zum Nightcap. Mit dem MARCO POLO Reiseführer kommen Sie sofort in Tokio an und wissen garantiert, "wohin zuerst". Erfahren Sie, welche Highlights Sie neben dem National Museum und dem weltberühmten Fischmarkt nicht verpassen dürfen, wie Sie es einrichten, bei einem Sumoringkampf fachkundige englische Kommentare aufs Ohr zu bekommen und warum Sie ganz ohne rot zu werden unbedingt einmal mit Partner eines der herrlich kitschigen Love Hotels aufsuchen sollten.
Die Insider-Tipps der Koautorin lassen Sie Tokio individuell und authentisch erleben und mit den Low-Budget-Tipps sparen Sie bares Geld. Erkunden Sie Tokio in all seinen Facetten mit den maßgeschneiderten MARCO POLO Erlebnistouren. Die kostenlose Touren-App führt Sie digital (und ohne Roaminggebühren) auf den besonderen Wegen der Erlebnistouren. Und der Online-Update-Service mit aktuellen Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerten, Festivals, Sportevents...) für die nächsten 6 Monate, brandaktuellen Informationen zu den Inhalten und zusätzlichen Insider-Tipps hält Sie immer auf dem neuesten Stand.
  • Deutsch
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  • 100,00 MB
978-3-8297-7427-7 (9783829774277)
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Ein Stipendium führte die freie Journalistin Sonja Blaschke 2005 nach Asien - und sie blieb einfach dort. Für Printmedien berichtet sie über Japan, Taiwan und Australien und führt mit Fernsehteams als Producerin Dreharbeiten in Japan durch. An ihrer zweiten Heimat Tokio liebt sie das chaotisch-kreative Stadtbild: von schrullig-alt bis hypermodern. Weitere Infos unter www.sonjablaschke.de..
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Bild: Blick auf Hafen und Stadt


Dynamisch, liebenswürdig, ein Moloch, eine Ansammlung von Dörfern, aufregend, provinziell, hässlich, exotisch, steif, vital . Greifen Sie eins dieser Merkmale heraus - oder erweitern Sie die Liste - und setzen Sie davor: "Tokio ist .". Stimmt, Sie haben soeben eine richtige Aussage über Japans Hauptstadt getroffen. So unendlich viele Facetten hat diese Stadt, dass wohl niemand sie auf einen einzigen Nenner bringen kann. Auf dem größten Fischmarkt der Welt herrschen ab morgens um fünf eigene Gesetze, wenn Hunderte riesengroße Thunfische versteigert werden. Über edle Einkaufsmeilen ziehen ab elf Uhr gut betuchte, markenbewusste Modefans, während Gadget-Fans in den hippen Elektronikläden auf Jagd gehen. In Kabuki- und Noh-Theatern lebt die Tradition des alten Japan ebenso weiter wie im sandigen Ring der Sumo-Arenen.

Spätestens wenn Sie während der Dämmerung, der sogenannten blauen Stunde, von der Aussichtsplattform eines Wolkenkratzers auf die größte Stadt der industrialisierten Welt schauen, diese sich endlos ausdehnende Metropole, hinter der im Westen majestätisch der Vulkankegel des heiligen Fuji thront, wird klar: In dieser Stadt kann es einem nie langweilig werden.

Tokio ist ein Abenteuer, eine faszinierende Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft. Aber wie lernt man die dynamische Megastadt mit ihrer ständigen Lust an der Veränderung am besten kennen? Für einen ersten Überblick bietet es sich an, einfach in die Tokioter Ringbahn Yamanote zu steigen. Von der wichtigsten Verkehrsverbindung der Stadt haben Sie einen leichten Zugang zu den meisten Sehenswürdigkeiten. Die reine Fahrzeit beträgt zwar nur 60 Minuten, je nach Entdeckergeist und Durchhaltevermögen können Sie aber auch locker einen ganzen Tag unterwegs sein, wenn Sie immer wieder mal aussteigen. Klettern Sie aber bloß nicht zu früh aus den Federn, Sie tun sich damit keinen Gefallen. Denn zur morgendlichen Stoßzeit zwischen 7.30 und 10 Uhr sind Tokios Bahnen immer extrem voll.

An der Omotesando ist die Metropole am europäischsten


Beginnen Sie Ihre Stadtrundfahrt am besten auf der von ausladenden Bäumen und Designerläden gesäumten Omotesando in Harajuku, der "Champs-Élysées" von Tokio. Auf diesem Prachtboulevard und in seinen kleinen Seitenstraßen ist die Fernostmetropole am europäischsten. Nach einem Bummel durch die schicken Geschäfte steigen Sie dann in die Yamanote-Bahn. Eine Weile grüßen zur Linken noch die hohen Baumwipfel aus dem Parkgelände des Meiji-Schreins herüber, später bestimmen die avantgardistischen Wolkenkratzer von Shinjuku das Panorama. Der höchste ist das Rathaus, Sitz des Gouverneurs der Riesenmetropole. Die Zahlen sprechen für sich: Allein in den 23 Stadtbezirken (ku) Tokios leben über 9 Mio. Menschen, mit eingemeindeten Städten und Inseln sind es rund 13,5 Mio. Einwohner. Das entspricht insgesamt etwa elf Prozent der Bevölkerung Japans. Und der Großraum Tokio inklusive Yokohama zählt sogar über 37 Mio. Menschen.

Auf dem größten Fischmarkt der Welt


Mit der Yamanote-Bahn gelangen Sie bald an die Station Takadanobaba. Zwei der angesehensten Universitäten liegen in dieser Gegend: die Waseda und die Gakushuin. An Letzterer hat Kaiser Akihito studiert, ebenso wie seine beiden Söhne. "Ikebukuro!" verkündet die Lautsprecherstimme. Dieses moderne Viertel der Hauptstadt wird überragt vom 60-stöckigen Einkaufs- und Vergnügungskomplex Sunshine City. Er steht auf historischem Boden: Hier befand sich einst das Sugamo-Gefängnis, in dem Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs inhaftiert und die Hauptangeklagten am 23. Dezember 1948 hingerichtet wurden.

"Komagome", meldet der Schaffner, "Tabata", "Nippori" und "Uguisudani". Auf Deutsch heißt das so viel wie Pferdekoppel, Reisfeldrain, Sonnenuntergangsdorf und Nachtigallental - poetische Namen aus vergangener Zeit, die Realität sieht mittlerweile ganz anders aus. Der Zug gleitet heute an monotonen Häuserfronten vorbei. Wäre das Tempo nur ein wenig langsamer, ließen sich Einblicke in die Wohnsituation der Durchschnittsjapaner gewinnen. Zumeist eher trostlose Szenerien, denn die Wohnungen sind winzig, ohne besonderen Komfort und teuer obendrein. Zurück zur Pferdekoppel und dem Tal der Nachtigallen. Gesetzt den Fall, Sie würden an einer dieser Stationen aussteigen und durch die Gegend streifen: Auch ein Tokio-Neuling würde den Unterschied spüren zu Vierteln wie Shinjuku oder Ihrem Ausgangspunkt, der Omotesando. Ursprünglicher ist es hier, direkter und ungeschminkter - das Hässliche ebenso wie das Schöne.

Irgendwo in dieser Gegend verläuft eine imaginäre Grenze, die Tokio schon seit jeher in zwei Bereiche geteilt hat: in Yamanote, die Oberstadt, und Shitamachi, die Unterstadt der kleinen Leute. Der nächste Bahnhof heißt Ueno. Wenn Sie die Fahrt hier unterbrechen, sind Sie mitten im Herzen des früheren Stadtzentrums. In den angrenzenden Vierteln Yanaka und Nezu können Sie bei Streifzügen durch enge Gassen, vorbei an vielen Tempeln und kleinen Geschäften, noch einiges vom alten Tokio entdecken. Ein geeigneter Anlass, einen kurzen Blick auf die bewegte Stadtgeschichte zu werfen. Als Stadtgründer gilt Fürst Ota Dokan, der im 15. Jh. auf den Grundmauern einer alten Burganlage eine Festung errichten ließ. Doch als "Stadt" kann man wohl kaum bezeichnen, was Tokugawa Ieyasu, Herr der acht Kanto-Provinzen, ein gutes Jahrhundert später hier vorgefunden hat: Nicht mehr als insgesamt 100 Häuser zählt die Ansiedlung, die sich Edo - das Tor zum Fluss - nennt. Dennoch beschließt der Kriegsherr, wegen der strategisch günstigen Lage hier sein militärisches Hauptquartier aufzuschlagen.

Im Kabuki- und Noh-Theater lebt noch das alte Japan


Noch einmal vergehen zehn Jahre, dann hat sich die Situation schlagartig verändert. 1600, in der Schlacht von Sekigahara, besiegt Ieyasu seine fürstlichen Rivalen und wird 1603 zum Shogun, zum obersten Militärherrn, ernannt. Der Kaiser - ohne Macht und Einfluss - residiert weiterhin in Kyoto. Politik wird von jetzt an in Edo gemacht. Das Fischerdorf mausert sich zur Metropole. Ab 1634 werden alle Lehnsherren gezwungen, sich jedes zweite Jahr mitsamt Gefolge in Edo einzufinden. Ihre Familien müssen ohnehin in Edo bleiben - als Geiseln.

Im Süden und Westen der Burg liegen ihre Residenzen - in Yamanote. Im Norden und Osten - in Shitamachi - lebt das einfache Volk. Während die Vornehmen ein reglementiertes Dasein führen, blüht hier die städtische Kultur.

Ab Mitte des 19. Jhs. verfällt die Macht des Tokugawa-Shogunats. In der Bucht vor Edo kreuzen die "Schwarzen Schiffe" des amerikanischen Kommodore Perry, der Einlass begehrt in das seit über 200 Jahren abgeschottete Land. Mit der Thronbesteigung von Kaiser Mutsuhito 1867 beginnt eine neue Ära: Der letzte Shogun wird entmachtet, und Edo wird zu Tokio, der "östlichen Hauptstadt", denn nun siedelt der Kaiser hierher um. Grundlegende Reformen in dessen als "Meiji-Ära" bekannter Regierungszeit ebnen den Weg zu Japans rascher Industrialisierung.

Zurück zur Yamanote-Rundfahrt: Von Ueno sind es nur wenige Stationen bis Tokyo-eki, dem wuseligen Hauptbahnhof der Metropole. Hier sind Sie dem Geschäftszentrum Marunouchi ganz nahe. Und dennoch dringt an manchen Tagen Meeresluft durch die geöffneten Zugtüren. Wenn der Wind günstig steht, kann das in dieser Gegend durchaus passieren. Zu leicht vergisst man, dass Tokio eine Hafenstadt ist und Wasserstraßen ihre Lebensadern waren.

Schon in der Edo-Zeit begannen die Stadtplaner damit, die Hauptstadt in die Tokio-Bucht auszudehnen. Aus kleinen Inselfestungen entstanden seit Mitte des 19. Jhs. durch sukzessive Aufschüttungen riesige künstliche Landflächen. Eine der Inseln, Odaiba, sollte zu einer Stadt der Zukunft ausgebaut werden. Doch als Anfang der 1990er-Jahre die Spekulationsblase platzte, mussten die Stadtväter umdenken. So blieben große Flächen zwischen den utopisch anmutenden Bauwerken frei für Parkanlagen, Promenaden und sogar Sandstrand. Leider hat sich das aber schon wieder geändert, und zwar durch den Bauboom, der mit der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 an Tokio begonnen hat.

Mit der computergesteuerten Yurikamome-Bahn geht es ab Shimbashi über die von Sonnenuntergang bis Mitternacht beleuchtete Rainbow Bridge hinüber auf die künstliche Insel Odaiba. Es ist eine Fahrt in ein ganz anderes Tokio - eine anregend-skurrile Mischung aus Vergnügungszone und Zukunftsarchitektur.

Farbenfrohes Festival am Meiji-Schrein: Tanzen und Trommeln in traditionellen Kostümen


Hippe Elektronikläden, edle Modemeilen


Zu Beginn dieses Jahrhunderts ist am Bahnhof Shimbashi das neue Wolkenkratzerviertel Shiodome entstanden: mit Wohnungen, Hotels, vielen Restaurants und Geschäften. Drei Stationen weiter auf der Yamanote-Ringlinie wartet gleich noch ein imposanter Bau: der Shinagawa-Bahnhof, in dem auch die superschnellen...

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