Heimat als Rechtsbegriff?

Eine Untersuchung zu Domicile und gewöhnlichem Aufenthalt im Lichte der EU-Erbrechtsverordnung
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im November 2014
  • |
  • XXIX, 313 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-153308-2 (ISBN)
 
Ab 17. 8.2015 wird die EU-Erbrechtsverordnung das internationale Verfahrens- und Kollisionsrecht für internationale Erbfälle in den EU-Mitgliedstaaten umfassend neu regeln. Schon vor diesem Datum muss die Verordnung von der rechtsberatenden Praxis auf Grund von Übergangsvorschriften berücksichtigt werden. Von zentraler Bedeutung wird für den Rechtsanwender künftig das Verständnis des neuen objektiven Anknüpfungspunktes des gewöhnlichen Aufenthalts werden. Michael Kränzle untersucht den Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts im Kontext bisheriger EU-Rechtsakte und stellt ihn rechtsvergleichend dem in den Common-Law-Rechtsordnungen verbreiteten Anknüpfungspunkt des Domicile gegenüber. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen wird ein eigenständiges Begriffsverständnis für den spezifischen Kontext des internationalen Erbrechts entwickelt, anhand dessen sich zahlreiche problematische Fallgruppen überzeugend lösen lassen.
 
Ab 17. 8.2015 wird die EU-Erbrechtsverordnung das internationale Verfahrens- und Kollisionsrecht für internationale Erbfälle in den EU-Mitgliedstaaten umfassend neu regeln. Schon vor diesem Datum muss die Verordnung von der rechtsberatenden Praxis auf Grund von Übergangsvorschriften berücksichtigt werden. Von zentraler Bedeutung wird für den Rechtsanwender künftig das Verständnis des neuen objektiven Anknüpfungspunktes des gewöhnlichen Aufenthalts werden. Michael Kränzle untersucht den Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts im Kontext bisheriger EU-Rechtsakte und stellt ihn rechtsvergleichend dem in den Common-Law-Rechtsordnungen verbreiteten Anknüpfungspunkt des Domicile gegenüber. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen wird ein eigenständiges Begriffsverständnis für den spezifischen Kontext des internationalen Erbrechts entwickelt, anhand dessen sich zahlreiche problematische Fallgruppen überzeugend lösen lassen.
  • Dissertationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • Für Beruf und Forschung
  • 3,62 MB
978-3-16-153308-2 (9783161533082)
10.1628/978-3-16-153308-2
weitere Ausgaben werden ermittelt
Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaften an der Universitat Augsburg; 2009-11 Referendariat in Augsburg, Brussel, Munchen und Sydney; 2011-14 Wiss. Assistent an der LMU Munchen; seit 2014 Regierungsrat im Bayerischen Staatsministerium fur Bildung und Wissenschaft.
  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • § 1 Einführung und Gedankengang
  • § 2 Das Konzept des domicile
  • I. Die Historie des domicile
  • 1. Das römische domicilium
  • a) Origo und domicilium
  • b) Origo
  • c) Domicilium
  • aa) Tatbestandsmerkmale und Grundregeln
  • bb) Sonderfälle
  • 2. Die Wiederentdeckung des domicilium in Europa
  • a) Bedeutungsverlust im frühen Mittelalter
  • b) Die Statutenlehre und das domicilium
  • c) Der Übergang zur Staatsangehörigkeit in Kontinentaleuropa
  • d) Die Entwicklung im englischen Recht
  • e) Das Grundverständnis vom domicile im 19. Jahrhundert
  • f) Weiter- und Auseinanderentwicklung des Konzepts des domicile
  • aa) Die Rolle der Rechtsprechung
  • bb) Die Auseinanderentwicklung in den common law-Staaten
  • (1) Der Sonderweg der USA
  • (2) Großbritannien
  • (3) Australien, Neuseeland, Kanada und Südafrika
  • (4) Andere Staaten
  • II. Grundsätze des domicile
  • 1. Relevanz des domicile im heutigen Recht
  • 2. Allgemeine Grundsätze
  • a) "Pflicht" zum domicile
  • b) One man - one domicile
  • c) Zuordnung zu einem law district
  • d) Berücksichtigung des interpersonalen Rechts
  • e) Vermutungswirkung zugunsten eines bestehenden domicile
  • f) Ausschließliche Verwendung der englischen Grundsätze (lex fori)
  • III. Domicile of origin
  • 1. Bestimmung des domicile of origin
  • a) Unterscheidung nach dem Familienstand der Eltern
  • b) Sonderfälle
  • 2. Die revival-Doktrin und die hervorgehobene Bedeutung des domicile of origin
  • 3. Kritik am domicile of origin
  • a) Kritik an der Abhängigkeit des domicile of origin von den Eltern
  • b) Kritik an der Differenzierung nach den Eltern
  • c) Kritik an der revival-Doktrin
  • d) Die Alternative der continuance rule
  • 4. Stellungnahme
  • IV. Domicile of dependency
  • 1. Domicile of dependency von Kindern
  • a) Abgrenzung zum domicile of origin
  • b) "Zeitlicher" Anwendungsbereich
  • c) Bestimmung des domicile of dependency
  • aa) Common law-Grundsätze
  • bb) Domicile and Matrimonial Proceedings Act 1973
  • (1) Regelungsgehalt
  • (2) Unbestimmte Rechtsbegriffe
  • cc) Sonderfälle
  • (1) Adoptivkinder
  • (2) Waisenkinder
  • d) Kritik
  • e) Lösungsvorschläge
  • aa) Law Commissions
  • bb) Der schottische Family Law Act 2006
  • cc) Südafrika, Hong Kong und Manitoba
  • f) Bewertung
  • 2. Domicile of dependency von Geschäftsunfähigen und geistig Behinderten
  • a) Bestimmung der Geschäftsunfähigkeit
  • b) Anknüpfungsgrundsätze
  • c) Kritik und Ansätze der Law Reform Commission
  • d) Bewertung
  • 3. Domicile of dependency verheirateter Frauen
  • a) England
  • aa) Rechtslage vor dem Domicile and Matrimonial Proceedings Act 1973
  • bb) Domicile and Matrimonial Proceedings Act 1973
  • (1) Abschaffung des domicile of dependency
  • (2) Übergangsfälle
  • b) Australien, Neuseeland und Manitoba (Canada)
  • c) Irland
  • d) Südafrika und Hong Kong
  • e) USA
  • V. Domicile of choice
  • 1. Erwerb und Verlust eines domicile of choice nach common law-Verständnis
  • 2. Erfordernis der residence / (lawful) physical presence
  • a) Grundvoraussetzungen der residence
  • aa) Eigenschaft als Bewohner
  • bb) Mindestdauer des Aufenthaltes
  • cc) Mehrere Wohnsitze und die chief residence
  • (1) Plummer v IRC
  • (2) Kritik
  • (3) Barlow Clowes International Ltd v Henwood
  • dd) "Lawful presence"
  • (1) Mark v Mark
  • (2) Andere Commonwealth-Rechtsordnungen
  • b) Kritik am Element der residence
  • c) Vorgehen in anderen common law-Rechtsordnungen
  • 3. Aufenthaltswille
  • a) Aufenthaltswille zugunsten eines konkreten law districts
  • b) Der Wille zum lebenslangen, bedingungslosen Verbleiben
  • aa) Wille zum lebenslangen Verbleiben
  • bb) Bedingungsloser Wille
  • (1) Re Fuld's Estate (No 3)
  • (2) IRC v Bullock
  • (3) Stellungnahme und weitere Entscheidungen
  • cc) Subjektive Maßstäbe in anderen Rechtsordnungen
  • dd) Law Reform Commissions
  • ee) Bewertung
  • c) Voluntary residence
  • aa) Gefängnisinsassen/Strafgefangene
  • bb) Von Abschiebung bedrohte Personen
  • cc) Kriegsflüchtlinge/Asylsuchende
  • dd) Entzug vor Strafverfolgung oder Gläubigern
  • ee) Schwere Erkrankungen
  • ff) Soldaten, Beamte, diplomatischer Dienst
  • 4. Nachweis des Erwerbs eines domicile of choice
  • a) Beweislast (burden of proof)
  • b) Beweismaß (standard of proof) zur Widerlegung eines bestehenden domicile
  • aa) Alte Entscheidungen
  • (1) Winans v Attorney-General
  • (2) Ramsay v Liverpool Royal Infirmary
  • bb) Bewertung
  • cc) Jüngere Entscheidungen
  • dd) Kritik
  • c) Beweismittel (means of proof)
  • aa) Residence/physical presence
  • bb) Parteieinvernahme und Zeugenbeweis
  • cc) (Erwerb der) Staatsangehörigkeit/Pass
  • dd) Erwerb von Immobilien
  • ee) Wirtschaftliche, familiäre und soziale Integration
  • d) Erleichterungen durch Vermutungen bezüglich der subjektiven Tatbestandsseite?
  • aa) Das deemed domicile im internationalen Steuerrecht
  • bb) Ansatz des Private International Law Reform Committee 1954
  • cc) Ansatz der Law Commissions 1985/1987
  • dd) Stellungnahme
  • VI. Domicile und Wohnsitz im Kontext der Brüssel I-VO
  • 1. Domicile in Sec. 41 ff. des Civil Jurisdiction and Judgments Act 1982
  • 2. Deutscher Wohnsitz nach §§ 7 ff. BGB
  • a) Gewillkürter Wohnsitz, § 7 BGB
  • b) Gesetzliche Wohnsitze
  • 3. Zuständigkeitskonflikte
  • a) Positive Kompetenzkonflikte
  • b) Negative Kompetenzkonflikte
  • VII. Zusammenfassung und Gesamtbewertung
  • 1. Vergleich mit dem Ausgangspunkt des römischen Rechts
  • 2. Kritikpunkte am domicile nach englischem Verständnis
  • 3. Reformvorschläge
  • 4. Eine Insel im Meer der Commonwealth-Staaten - Das Extrembeispiel Nauru
  • § 3 Der gewöhnliche Aufenthalt im IPR und IZVR
  • I. Entwicklungsgeschichte des Begriffes
  • 1. Etablierung des gewöhnlichen Aufenthalts neben Wohnsitz und Staatsangehörigkeit
  • 2. Haager Konventionen
  • a) Frühe Haager Konventionen
  • b) Die Entwicklung in der Zwischenkriegszeit
  • c) Die Haager Konventionen der unmittelbaren Nachkriegszeit
  • d) Haager Übereinkommen zum Kindschaftsrecht
  • e) Internationales Unterhaltsrecht
  • f) Internationales Erbrecht
  • II. Grundlagen eines europäischen Begriffsverständnisses
  • 1. Vorüberlegungen
  • 2. Einordnung des gewöhnlichen Aufenthalts als Rechts- oder Tatsachenbegriff
  • 3. Die besondere Qualität des gewöhnlichen Aufenthalts als Daseinsmittelpunkt
  • a) Quantitative Bestimmung
  • aa) Art. 20 Abs. 1 lit. b IPRG (Schweiz)
  • bb) § 9 S. 1 AO und § 30 Abs. 3 S. 2 SGB I
  • b) Gewöhnlicher Aufenthalt als Mittelpunkt der Lebensbeziehungen
  • c) Die Resolution 72 (1) des Europarates
  • d) Verwendung in europäischen Rechtsordnungen
  • aa) Belgisches IPR-Gesetz
  • bb) Bulgarisches IPR-Gesetz
  • cc) Deutsche Rechtsprechung
  • 4. Die Rechtsprechung des EuGH
  • a) Rechtsprechung im Beamten- und Sozialrecht
  • b) Die Rechtsprechung des EuGH im int. Privat- und Zivilverfahrensrecht
  • aa) Entscheidungen
  • bb) Kontextabhängige Auslegung
  • (1) Vorüberlegungen
  • (2) Der gewöhnliche Aufenthalt in den Verordnungen
  • 5. Objektive Indizien für den gewöhnlichen Aufenthalt
  • a) Berufliche Bindungen
  • b) Familiäre Bindungen und soziales Umfeld
  • aa) Familiäre Bindungen
  • bb) Soziales Umfeld
  • cc) Staatsangehörigkeit
  • dd) Freiwilligkeit des Aufenthalts
  • 6. Gewichtung der Indizien bei Kontakten zu mehreren Rechtsordnungen
  • a) Fehlen eines gewöhnlichen Aufenthalts
  • b) Mehrfacher gewöhnlicher Aufenthalt
  • c) Auffinden der relativ engsten Verbindung
  • 7. Begründung und Aufhebung des gewöhnlichen Aufenthalts
  • a) Kein rechtsgeschäftlicher Wille erforderlich
  • b) Berücksichtigung des Bleibewillens zur Begründung des gewöhnlichen Aufenthalts
  • aa) Irrelevanz eines Bleibewillens
  • bb) BGH und EuGH
  • cc) Bewertung
  • c) Konsequenzen des Doppelwegs
  • aa) Objektiver Ansatz
  • (1) Integrationsmaßstab
  • (2) Faustformeln zur Ermittlung des gewöhnlichen Aufenthalts
  • bb) Subjektive Prognoseentscheidung
  • III. Der gewöhnliche Aufenthalt in der Brüssel IIa-VO
  • 1. Zuständigkeitsregelungen bezüglich der elterlichen Verantwortung
  • 2. Leitfaden zur Anwendung der neuen Verordnung Brüssel II
  • 3. Auslegung des gewöhnlichen Aufenthalts durch den EuGH
  • a) Entscheidung C-523/07
  • aa) Sachverhalt und konkrete Vorlagefrage
  • bb) Aussagen des EuGH zum gewöhnlichen Aufenthalt von Kindern
  • cc) Bemerkungen
  • b) Rechtssache C-497/10 PPU
  • aa) Sachverhalt und konkrete Vorlagefrage
  • bb) Aussagen des EuGH zum gewöhnlichen Aufenthalt von verbrachten Kindern
  • c) Bewertung
  • 4. Zusammenfassung und Bewertung der Rechtsprechung des EuGH
  • 5. Der gewöhnliche Aufenthalt in Ehesachen, Art. 3 ff. Brüssel IIa-VO
  • a) Art. 3 Abs. 1 lit. a Sp.Str. 1 und 2 Brüssel IIa-VO
  • b) Art. 3 Abs. 1 lit. a Sp.Str. 3 und 4 Brüssel IIa-VO
  • c) Art. 3 Abs. 1 lit. a Sp.Str. 5 Brüssel IIa-VO
  • d) Art. 3 Abs. 1 lit. a Sp.Str. 6 Brüssel IIa-VO
  • aa) Grundsätzliches
  • bb) Verstoß gegen Art. 18 AEUV
  • e) Art. 3 Abs. 1 lit. b Brüssel IIa-VO
  • f) Bewertung der Regelungen von Art. 3 Brüssel IIa-VO
  • g) Übertragbarkeit der Rechtsprechung des EuGH in Sorgerechtsentscheidungen - Konsequenzen des funktionalen Verständnisses
  • IV. Der gewöhnliche Aufenthalt in der Rom III-VO
  • 1. Relevanz des gewöhnlichen Aufenthalts in der Rom III-VO
  • a) Gewöhnlicher Aufenthalt und Rechtswahl nach Art. 5 Abs. 1 Rom III-VO
  • b) Gewöhnlicher Aufenthalt und Anknüpfung nach Art. 8 Rom III-VO
  • 2. Verständnis des gewöhnlichen Aufenthalts
  • V. Der gewöhnliche Aufenthalt in der EuUnthVO
  • 1. Relevanz des gewöhnlichen Aufenthalts in der EuUnthVO
  • a) Internationale Zuständigkeit
  • b) Anwendbares Recht
  • c) Inhaltliche Ausfüllung des gewöhnlichen Aufenthalts
  • 2. Bewertung
  • VI. Der gewöhnliche Aufenthalt in der Brüssel I-VO
  • 1. Regelungsgehalt und Einordnung der Brüssel I-VO
  • 2. Die Anknüpfung an den gewöhnlichen Aufenthalt
  • a) Art. 5 Nr. 2 Brüssel I-VO
  • b) Art. 17 Brüssel I-VO
  • 3. Abschließende Bewertung vor dem Hintergrund der aktuellen Reform
  • VII. Der gewöhnliche Aufenthalt in der Rom I-VO
  • 1. Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts in der Rom I-VO
  • a) Gewöhnlicher Aufenthalt von Gewerbetreibenden, Art. 19 Abs. 1, 2 Rom I-VO
  • b) Der gewöhnliche Aufenthalt von Nichtgewerbetreibenden
  • 2. Bewertung der Rom I-VO und des gewöhnlichen Aufenthalts
  • VIII. Der gewöhnliche Aufenthalt in der Rom II-VO
  • 1. Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts in der Rom II-VO
  • a) Gemeinsamkeiten mit Art. 19 Rom I-VO
  • b) Der gewöhnliche Aufenthalt von Nichtgewerbetreibenden
  • c) Analoge Anwendbarkeit des Art. 4 Abs. 2 Rom II-VO
  • 2. Fazit zur Rom II-VO
  • IX. Zusammenfassung und Gesamtbewertung
  • § 4 Gegenüberstellung
  • I. Erwachsene
  • 1. Aufenthaltselement
  • a) Grundsätze des Aufenthaltselements (domicile of choice)
  • b) Gewöhnlicher Aufenthalt
  • c) Bewertung
  • 2. Subjektiver Tatbestand, Wille und Daseinsmittelpunkt
  • a) Domicile
  • b) Gewöhnlicher Aufenthalt
  • c) Bewertung
  • 3. Darlegung des Vorliegens eines domicile/gewöhnlichen Aufenthalts
  • a) Domicile
  • b) Gewöhnlicher Aufenthalt
  • c) Bewertung
  • II. Kinder
  • 1. Domicile
  • 2. Gewöhnlicher Aufenthalt
  • 3. Bewertung
  • III. Geschäftsunfähige
  • 1. Domicile
  • 2. Gewöhnlicher Aufenthalt
  • 3. Bewertung
  • IV. Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt
  • V. Gesamtfazit
  • § 5 Der gewöhnliche Aufenthalt in der EuErbVO
  • I. Die Entstehungsgeschichte der EuErbVO
  • 1. Erste Vorarbeiten 2000-2004
  • 2. Das Grünbuch für Erb- und Testamentsrecht 2005
  • a) Inhalt des Grünbuchs
  • b) Stellungnahmen zum Grünbuch
  • aa) Deutsche Stellungnahmen zum gewöhnlichen Aufenthalt
  • bb) Stellungnahmen aus Großbritannien
  • cc) Weitere Stellungnahmen
  • dd) Fazit
  • 3. Die weitere Entwicklung bis 2009
  • 4. Der Verordnungsentwurf vom 14.10.2009
  • 5. Verabschiedung der Verordnung 650/2012 vom 4.7.2012
  • II. Die Regelungen der EuErbVO im Einzelnen
  • 1. Anwendungsbereich der EuErbVO
  • a) Sachlicher Anwendungsbereich
  • b) Räumlicher Anwendungsbereich
  • c) Zeitlicher Anwendungsbereich
  • 2. Internationale Zuständigkeit
  • a) Allgemeine Zuständigkeit, Art. 4 EuErbVO
  • b) Subsidiäre Zuständigkeit, Art. 10 EuErbVO
  • c) Verfahrensbeschränkung nach Art. 12 EuErbVO
  • d) Internationale Zuständigkeit bei erfolgter Rechtswahl
  • aa) Gerichtsstandsvereinbarung, Art. 5 i.V.m. Art. 7 EuErbVO
  • bb) Bewertung
  • cc) Rügeloses Einlassen, Art. 9 EuErbVO
  • e) Notzuständigkeit, Art. 11 EuErbVO
  • f) Bewertung im Vergleich zum deutschen autonomen Recht
  • 3. Objektive Anknüpfung des Erbstatuts, Art. 21 EuErbVO
  • a) Grundsätzliches
  • b) Die Ausweichklausel des Art. 21 Abs. 2 EuErbVO
  • 4. Rechtswahl, Art. 22, 25 Abs. 3 EuErbVO
  • a) Sachliche Berechtigung der Rechtswahl
  • b) Die Regelungen von Art. 22 EuErbVO
  • aa) Wahlmöglichkeiten des Erblassers
  • bb) Vornahme der Rechtswahl
  • c) Bewertung im Vergleich zum deutschen autonomen Recht
  • 5. Verweisungsgrundsätze
  • 6. Rückverweisung nach Art. 34 EuErbVO
  • a) Diskussion um die diesbezügliche Rechtssetzungskompetenz der Union
  • b) Die Vorgaben von Art. 34 EuErbVO im Einzelnen
  • 7. Eingriffsnormen
  • 8. Erbverträge
  • 9. Gemeinschaftliche Testamente
  • 10. Ordre public
  • 11. Anerkennung und Vollstreckung
  • 12. Annahme öffentlicher Urkunden
  • 13. Das europäische Nachlasszeugnis
  • a) Zuständigkeit
  • b) Antrag nach Art. 65 EuErbVO
  • c) Wirkungen des Nachlasszeugnisses
  • 14. Bewertung
  • III. Vorgaben zum gewöhnlichen Aufenthalt
  • 1. Verordnungsautonome Auslegung
  • 2. Fehlende Legaldefinition
  • a) Diskussion
  • b) Bewertung
  • 3. Die Auslegungshilfe der Erwägungsgründe 23 und 24
  • a) Entwicklung der Erwägungsgründe im Gesetzgebungsverfahren
  • b) Maßgebliche Indizien nach Erwägungsgrund 23
  • c) Maßgebliche Indizien nach Erwägungsgrund 24
  • aa) "Dienst im Ausland"
  • bb) "Langzeit-Pendler", "Zugvogel" und "Wanderarbeiter"
  • d) Normativer Charakter und Aussagekraft der Erwägungsgründe
  • e) Bewertung
  • 4. Maßgebliche Indizien nach Erwägungsgrund 25
  • IV. Ausgangsüberlegungen für die Auslegung
  • 1. Spannungsverhältnisse des gewöhnlichen Aufenthaltes in der EuErbVO
  • a) Internationale Zuständigkeit und objektive Anknüpfung
  • b) Spannungsverhältnis zwischen Art. 21 Abs. 1 und Abs. 2 EuErbVO
  • c) Spannungsverhältnis von Erwägungsgrund 23 und 25
  • 2. Einordnung in das Gefüge der europäischen kollisionsrechtlichen Verordnungen
  • 3. Heranziehen der EuGH-Rechtsprechung
  • a) Entscheidungen zum "Wohnsitz" im Beamten- und Sozialrecht
  • b) Rs. C-497/10 PPU und Rs. C-523/07
  • aa) Funktionale Unterschiede
  • bb) Konstruktive Unterschiede
  • (1) Mehrfacher gewöhnlicher Aufenthalt
  • (2) Möglichkeit des fehlenden gewöhnlichen Aufenthalts
  • c) Zwischenergebnis
  • V. Bestimmung anhand objektiver Kriterien
  • 1. Körperliche Anwesenheit sowie deren Dauer und Regelmäßigkeit
  • 2. Polizeiliche Registrierung bzw. angemeldeter Wohnsitz
  • 3. Legalität des Aufenthaltes/Vorliegen einer Arbeitserlaubnis
  • 4. Wirtschaftliche Aspekte
  • a) Ort der Arbeitsstelle und berufliche Bindungen
  • b) Vermögenswerte und Gläubiger
  • 5. Staatsangehörigkeit
  • 6. Familiäre und soziale Bindungen
  • a) Grundsätzliches
  • b) Sitz der Erben
  • c) Sprachkenntnisse
  • d) Soziale Integration von Kindern
  • e) Soziale Integration Geschäftsunfähiger
  • 7. Zwischenfazit
  • 8. Beurteilung besonderer Fallgruppen anhand der sozialen Integration
  • a) Parallelgesellschaften
  • b) Wanderarbeiter
  • c) Wochenendpendler
  • d) Langzeitpendler/Transmigranten
  • aa) Eindeutiger Daseinsmittelpunkt
  • bb) Identische Aufenthaltszeiten
  • cc) Aufenthalt vs. tatsächliche Bindungen
  • dd) Transmigration
  • ee) Fazit
  • VI. Subjektive Kriterien
  • 1. Natürlicher Bleibewille
  • a) Motiv der Aufenthaltsverlagerung
  • b) Fehlende Aussagekraft der Staatsangehörigkeit
  • c) Reintegration
  • 2. Begründung des gewöhnlichen Aufenthalts mit Ankunft im Zuzugsstaat
  • a) Orientierung an Erwägungsgrund 23
  • b) Orientierung an Erwägungsgrund 25
  • c) Korrektur mittels Art. 21 Abs. 2 EuErbVO?
  • d) Bewertung
  • e) Konsequenzen
  • aa) Subjektive Komponente
  • bb) Objektivierter Integrationsmaßstab
  • 3. Mangelnde Freiwilligkeit des Aufenthalts
  • a) Rückkehrwille
  • b) Mangelnde Integrationsbereitschaft
  • c) (Unterlassene) Rechtswahl als Indiz für Bleibe- oder Rückkehrwillen
  • d) Fazit
  • VII. Subjektive Elemente in Art. 21 Abs. 2 EuErbVO?
  • 1. Rückkehrwille
  • 2. Leben in einer "Enklave" / Parallelgesellschaft
  • 3. Einschränkung von Art. 21 Abs. 2 EuErbVO in zeitlicher Hinsicht
  • VIII. Bekämpfung von Gesetzesumgehungen?
  • 1. Gesetzesumgehungen durch den Erblasser selbst
  • a) Vortäuschen eines gewöhnlichen Aufenthalts (Simulation)
  • b) Tatsächliche Aufenthaltsverlagerung (Gesetzesumgehung)
  • aa) Mögliche Ausgangskonstellationen
  • bb) Einordnung der Fraus legis
  • (1) Abgrenzung zum Ordre public
  • (2) Anwendung des Art. 21 Abs. 2 EuErbVO
  • cc) Fazit
  • 2. Geschäftsunfähige und demente Erblasser - Probleme des "Oma-Exports"
  • a) Mögliche Konstellationen
  • aa) Konstellation "Oma-Export"
  • (1) Florida
  • (2) Europäisches Ausland
  • (3) Lösungsansätze
  • bb) Umzug mit dem Betreuer / "Heimkehr zur Familie"
  • (1) Konstellation
  • (2) Lösungsansatz
  • b) Korrekturmöglichkeiten
  • 3. Schlussfolgerungen
  • IX. Ergebnisse und Ausblick
  • 1. Ergebnisse und Thesen
  • 2. Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister

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