Die Höchstüberlassungsdauer nach der AÜG-Reform 2017

Eine unions-, verfassungs- und tarifrechtliche Analyse
 
 
Ergon (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Mai 2021
  • |
  • 488 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95650-838-7 (ISBN)
 
Die durch die jüngste AÜG-Reform eingeführte Höchstüberlassungsdauer, ihre tarifdispositive Ausgestaltung sowie die vorbehaltlich einer Festhaltenserklärung angeordnete Fiktion des Arbeitsverhältnisses mit dem Entleiher bei Überschreiten der Höchstüberlassungsdauer werfen zahlreiche neue Interpretations- und Anwendungsfragen auf. Die vorliegende Arbeit hinterfragt kritisch das Konzept der Reform und analysiert schwerpunktmäßig die Neuregelungen aus einem unions-, verfassungs- und tarifrechtlichen Blickwinkel. Ebenfalls werden zahlreiche Einzelfragen, bspw. zur Berechnung der Höchstüberlassungsdauer sowie der neu eingeführten Festhaltenserklärung, erörtert und Lösungsansätze für strittig diskutierte Rechtsfragen i.R.d. Neuregelungen aufgezeigt.
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  • Cover
  • Teil 1: Einführung in die Thematik
  • Einführung
  • A. Problemaufriss
  • I. Einleitung und Gang der Untersuchung
  • II. Rechtliche Rahmenbedingungen
  • 1. Die Leiharbeitsrichtlinie
  • 2. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
  • a) Entwicklung der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland
  • b) Vom Koalitionsvertrag zur Reform 2017
  • B. Grundlagen
  • I. Tatsächlicher Befund
  • II. Rechtliche Beziehungen bei der Arbeitnehmerüberlassung
  • 1. Zwischen Verleiher und Entleiher
  • 2. Zwischen Verleiher und Leiharbeitnehmer
  • 3. Zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer
  • III. Vor- und Nachteile der Arbeitnehmerüberlassung
  • 1. Verleiher
  • 2. Entleiher
  • 3. Leiharbeitnehmer
  • 4. Stammbeschäftigte
  • Teil 2: Hauptteil
  • Abschnitt 1: Höchstüberlassungsdauer
  • A. Zulässigkeit der Höchstüberlassungsdauer sowie der Karenzregelung
  • I. Normative Ausgangslage
  • II. Vereinbarkeit der Höchstüberlassungsdauer mit höherrangigem Recht
  • 1. Vereinbarkeit mit der Leiharbeitsrichtlinie
  • a) Konkretisierung des Begriffs "vorübergehend" in der Leiharbeitsrichtlinie
  • aa) Anwendungsbereich der Leiharbeitsrichtlinie
  • bb) Verbot der dauerhaften Überlassung in der Leiharbeitsrichtlinie
  • (1) Europäische Stellungnahmen
  • (2) Auslegung der Leiharbeitsrichtlinie
  • i. Autonome Auslegung
  • a. Wortlaut
  • b. Entstehungsgeschichte
  • c. Systematische Auslegung
  • d. Sinn und Zweck
  • e. Zwischenergebnis
  • ii. Vereinbarkeit des Auslegungsergebnisses mit Art. 16 GRCh
  • cc) Umsetzungsspielraum der Mitgliedstaaten
  • dd) Zwischenergebnis
  • b) Bewertung anhand von Art. 4 Abs. 1 der Leiharbeitsrichtlinie
  • c) Zwischenergebnis
  • 2. Vereinbarkeit mit den Grundrechten
  • a) Maßgeblicher Prüfungsmaßstab
  • b) Vereinbarkeit mit den nationalen Grundrechten
  • aa) Unternehmerische Freiheit der Entleiher
  • (1) Schutzbereich der unternehmerischen Freiheit
  • (2) Eingriff
  • (3) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • i. Drei-Stufen-Theorie des BVerfG
  • ii. Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers
  • iii. Verhältnismäßigkeitsprüfung
  • a. Legitimer Zweck
  • b. Geeignetheit
  • c. Erforderlichkeit
  • d. Angemessenheit
  • (4) Zwischenergebnis
  • bb) Unternehmerische Freiheit der Verleiher
  • (1) Eingriff in den Schutzbereich der unternehmerischen Freiheit
  • (2) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • (3) Zwischenergebnis
  • cc) Berufsfreiheit der Leiharbeitnehmer
  • (1) Eingriff in den Schutzbereich der Berufsfreiheit
  • (2) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • (3) Zwischenergebnis
  • c) Vereinbarkeit mit den Unionsgrundrechten
  • d) Zwischenergebnis
  • III. Vereinbarkeit des Arbeitnehmerbezugs der Höchstüberlassungsdauer mit höherrangigem Recht
  • IV. Vereinbarkeit der Regelung zur Karenzzeit mit höherrangigem Recht
  • 1. Vereinbarkeit mit Art. 5 Abs. 5 S. 1 der Leiharbeitsrichtlinie
  • 2. Missbrauchskontrolle im Einzelfall
  • B. Rechtsfragen der Berechnung
  • I. Ermittlung der Höchstüberlassungsdauer
  • 1. Berechnung der Höchstüberlassungsdauer
  • 2. Bestimmung der maßgeblichen Überlassungszeit
  • 3. Maßgeblichkeit des Begriffs des Entleihers
  • II. Ermittlung des Unterbrechungszeitraums
  • Abschnitt 2: Abweichungsmöglichkeiten von der gesetzlichen Höchstüberlassungsdauer
  • A. Normative Ausgangslage
  • B. Grundlagen des tarifdispositiven Gesetzesrechts
  • I. Notwendigkeit einer Tariföffnungsklausel
  • II. Gründe für tarifdispositives Recht
  • III. Richtigkeitsgewähr des Tarifvertrags
  • 1. Grundlagen und Bedeutung der Richtigkeitsgewähr von Tarifverträgen
  • 2. Richtigkeitsgewähr bei Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche und bei Tarifverträgen der Einsatzbranche aufgrund des § 1 Abs. 1b S. 3 AÜG
  • C. Umsetzbarkeit der Tariföffnungsklausel in § 1 Abs. 1b S. 3 AÜG nach tarifrechtlichen und legitimatorischen Grundsätzen
  • I. Grundlagen der Normsetzungskompetenz bei der Arbeitnehmerüberlassung
  • II. Differenzierung zwischen Überlassungs- und Einsatzverbot
  • 1. Abgrenzung Inhalts- von Betriebsnormen
  • 2. Qualifizierung der Abweichung vom Überlassungsverbot und Normsetzungskompetenz
  • a) Inhalts- oder Betriebsnorm
  • b) Normsetzungskompetenz
  • c) Zwischenergebnis
  • 3. Qualifizierung der Abweichung vom Einsatzverbot und Normsetzungskompetenz
  • a) Inhalts- oder Betriebsnorm
  • b) Normsetzungskompetenz
  • c) Zwischenergebnis
  • 4. Zwischenergebnis
  • III. Etwaige Lösung über Tarifnorm "sui generis"
  • IV. Etwaige Lösung über staatliche Delegation
  • V. Zwischenergebnis
  • D. Vereinbarkeit der Abweichungsmöglichkeiten mit höherrangigem Recht
  • I. Vereinbarkeit mit der Leiharbeitsrichtlinie
  • II. Vereinbarkeit mit den Grundrechten
  • 1. Maßgeblicher Prüfungsmaßstab
  • 2. Vereinbarkeit der beschränkten Tarifdispositivität in § 1 Abs. 1b S. 3 AÜG mit den nationalen Grundrechten
  • a) Positive Koalitionsfreiheit
  • aa) Schutzbereich der positiven Koalitionsfreiheit
  • bb) Eingriff
  • (1) Etwaiger Eingriff in die positive Koalitionsfreiheit der Tarifvertragsparteien der Einsatz- und Zeitarbeitsbranche durch Verletzung des Subsidiaritätsgrundsatzes
  • (2) Eingriff in die positive Koalitionsfreiheit der Tarifvertragsparteien der Zeitarbeitsbranche
  • i. Eingriff in die koalitionsmäßige Betätigungsfreiheit durch vollständigen Ausschluss von der Tariföffnungsklausel
  • ii. Etwaige antizipierte Tarifzensur
  • cc) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • (1) Kollidierende Rechte mit Verfassungsrang
  • i. Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie
  • ii. Unternehmerische Freiheit
  • iii. Arbeitnehmerschutz
  • (2) Verhältnismäßigkeitsprüfung
  • b) Gleichheitssatz
  • aa) Rechtlich relevante Ungleichbehandlung
  • bb) Prüfungsmaßstab
  • cc) Verhältnismäßigkeitsprüfung
  • c) Negative Koalitionsfreiheit
  • d) Zwischenergebnis
  • 3. Vereinbarkeit der Differenzierung zwischen Betrieben mit und ohne Betriebsrat in § 1 Abs. 1b S. 4 AÜG mit den nationalen Grundrechten
  • 4. Vereinbarkeit der Differenzierung nach Tarifbindung in § 1 Abs. 1b S. 6 AÜG mit den nationalen Grundrechten
  • a) Normsetzungskompetenz
  • b) Negative Koalitionsfreiheit
  • c) Gleichheitssatz
  • d) Zwischenergebnis
  • E. Gestaltungsspielraum der Tarifvertragsparteien
  • I. Verbands- und Firmentarifvertrag
  • II. Festlegung einer bestimmten Höchstüberlassungsdauer
  • III. Art der Festlegung
  • 1. Zeitliche Festlegung
  • a) Notwendigkeit einer Begrenzung
  • b) Konkrete Obergrenze
  • 2. Festlegung durch Sachgründe
  • Abschnitt 3: Rechtsfolgen bei Überschreiten der Höchstüberlassungsdauer
  • A. Fiktion eines Arbeitsverhältnisses zum Entleiher
  • I. Normative Ausgangslage
  • II. Vereinbarkeit der §§ 9 Abs. 1 Nr. 1b, 10 Abs. 1 S. 1 AÜG mit höherrangigem Recht
  • 1. Maßgeblicher Prüfungsmaßstab
  • 2. Vereinbarkeit mit den nationalen Grundrechten
  • a) Unternehmerische Freiheit der Ver- und Entleiher
  • aa) Eingriff in die unternehmerische Freiheit
  • bb) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • (1) Legitimer Zweck
  • (2) Geeignetheit
  • (3) Erforderlichkeit
  • (4) Angemessenheit
  • cc) Zwischenergebnis
  • b) Berufsfreiheit der Leiharbeitnehmer
  • aa) Eingriff in die Berufsfreiheit
  • bb) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
  • (1) Legitimer Zweck, Geeignet- und Erforderlichkeit
  • (2) Angemessenheit
  • cc) Zwischenergebnis
  • 3. Vereinbarkeit mit den Unionsgrundrechten
  • 4. Zwischenergebnis
  • III. Teleologische Reduktion
  • B. Festhaltenserklärung
  • I. Verfassungsrechtliche Gebotenheit
  • II. Die Festhaltenserklärung im Detail
  • 1. Normative Ausgangslage
  • 2. Vorüberlegungen
  • 3. Wirksamkeitsvoraussetzungen
  • a) Rechtsnaturabhängige Voraussetzungen
  • b) Frist
  • aa) Fristberechnung
  • bb) Fristbeginn
  • (1) Objektive Voraussetzung
  • (2) Subjektive Voraussetzung
  • i. Kenntnisabhängiger Fristbeginn
  • a. Auslegung nach den klassischen Auslegungsmethoden
  • b. Verfassungskonforme Auslegung
  • ii. Tatsachen- oder Rechtskenntnis
  • iii. Sicherstellung eines kenntnisabhängigen Fristbeginns
  • a. § 613a Abs. 5 und Abs. 6 BGB analog
  • aa. Planwidrige Regelungslücke
  • bb. Vergleichbare Interessenlage
  • cc. Zwischenergebnis
  • b. Inhalt der Unterrichtung
  • iv. Zwischenergebnis
  • c) Verfahrens- und Formerfordernisse
  • 4. Wirkung der Festhaltenserklärung
  • 5. Einflussnahmemöglichkeiten der Ver- und Entleiher
  • a) Abgabe der Festhaltenserklärung
  • aa) Zulässigkeit einer Vereinbarung zur Abgabe der Festhaltenserklärung
  • bb) Anforderungen an eine individualvertragliche Vereinbarung
  • cc) Anforderungen an eine vorformulierte Festhaltensvereinbarung und -erklärung
  • b) Verzicht auf die Festhaltenserklärung
  • aa) Zulässigkeit einer Vereinbarung zum Verzicht auf die Abgabe der Festhaltenserklärung
  • bb) Anforderungen an eine individualrechtliche Vereinbarung
  • cc) Anforderungen an eine vorformulierte Verzichtsvereinbarung und -erklärung
  • Teil 3: Zusammenfassung
  • Schlussthesen
  • I. Höchstüberlassungsdauer
  • II. Abweichungsmöglichkeiten
  • III. Fiktion des Arbeitsverhältnisses
  • IV. Festhaltenserklärung
  • Literaturverzeichnis
DNB DDC Sachgruppen
BISAC Classifikation

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