Miami Heat

Summerkiss
 
 
BookRix (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 22. November 2019
  • |
  • 164 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7487-2152-9 (ISBN)
 
Liebe, Leidenschaft und dunkle Geheimnisse in einer der heißesten Metropolen der Welt! Sarah Harper hat alles: Geld, gutes Aussehen und bald auch einen Ring am Finger von Hugh Hamilton, einem der begehrtesten Junggesellen von Miami Beach. Als ihre Freundinnen sie zwei Wochen vor der Hochzeit in den begehrten Diamond Club entführen, und sie dort den Tänzer Fynn kennenlernt, lässt sie sich zu einer folgendschweren Nacht hinreißen. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer beginnt, denn Hugh Hamilton ist kein Mann, der sich etwas wegnehmen lässt ... Dieser sommerliche Liebesroman umfasst 220 Taschenbuchseiten und ist abgeschlossen! Er enthält erotische Szenen! Achtung: Dies ist eine Neuauflage des Romans 'The Diamond Guys: Fynn'. Das Buch wurde 2015 unter dem Pseudonym Jade McQueen herausgebracht.
  • Deutsch
  • 0,46 MB
978-3-7487-2152-9 (9783748721529)

Prolog


Fynn Reynolds hatte kein Problem damit, sich vor Frauen auszuziehen. Er hatte auch kein Problem damit, sich von ihnen ausziehen zu lassen, sie mit einem Lasso einzufangen, Schokolade auf ihrem Körper zum Schmelzen zu bringen oder sie mit den Blütenblättern einer Rose zu verwöhnen. Womit er aber ein Problem hatte, war, auf sie zuzugehen und sie anzusprechen.

Nicht gerade die optimale Voraussetzung dafür, den Teil seines Jobs auszuführen, der Fynns bestem Kumpel Liam das größte Vergnügen bereitete. Schon vor einiger Zeit waren er und ein paar der anderen Jungs aufgebrochen, um durch die Straßen und Bars rund um den Ocean Drive zu ziehen und den Ladies Eintrittskarten für ihre spätere Bühnenshow in die Hand zu drücken. Anheizen war der offizielle Ausdruck, Frauenfischen nannte es Liam - und wie so oft hatte sich Fynn vor dieser Aufgabe gedrückt.

Stattdessen stand er nun schon seit einer Viertelstunde auf dem Balkon und genoss diese unglaubliche Aussicht. Eine Aussicht, die selbst nach zwei Jahren in Miami Beach nichts von ihrer Faszination auf ihn verloren hatte.

In Hialeah hatte er in einem grauen Vorort gelebt, wo streunende Hunde, Obdachlose und Kinder gleichermaßen in den Mülltonnen vor den heruntergekommenen Häusern wühlten, und die Zimmer der Motels häufig nach Stunden und nicht nach Tagen bezahlt wurden. Der Kontrast zu Miami Beach konnte kaum größer sein. Hier war alles bunt: die Häuserfassaden, die Blumen und all die schrägen Vögel, die die Straßen und die Strandpromenade bevölkerten.

Fynn warf einen Blick auf die Uhr. Gleich neun. Die Sonne war bereits hinter dem Horizont verschwunden und nur noch als orangefarbenes Glühen zu sehen. Auch der ansteigende Geräuschpegel auf den Straßen deutete darauf hin, dass bald die Nacht einbrechen würde. Zeit zur Arbeit zu gehen. Seufzend stieß er sich von der Brüstung ab und verließ das Apartment. Normalerweise mochte er seinen Job wirklich gern, aber heute konnte er keine rechte Motivation dafür aufbringen.

Vor dem Aufzug begegnete ihm Mrs. Higgins, die wie immer von einem Rudel Hündchen umgeben war. Als die wuselnde Meute Fynn bemerkte, raste sie kläffend auf ihn zu und drängte sich um seine Beine.

"Na, Fynn. Auf dem Weg zur Arbeit?"

"Wie jeden Abend, Mrs. Higgins." Fynn beugte sich zu den Zwergpinschern herunter und streichelte ihnen über die winzigen Köpfe.

Ein kummervoller Ausdruck huschte über Mrs. Higgins runzliges Apfelgesicht. "Ach, Fynn, wann lernst du endlich etwas Ordentliches? Du wirst dir wegen dieser liederlichen Tätigkeit deinen verdienten Platz im Himmel verbauen."

"In einem halben Jahr habe ich das Geld fürs College zusammen. Dann strippe ich nur noch für Sie, versprochen." Fynn grinste Mrs. Higgins frech zu.

Deren Gesicht nahm eine zartrosa Farbe an. Gespielt empört schlug sie ihm eine ihrer Hundeleinen auf den Arm. "Dass du dich nicht schämst, eine alte Frau wie mich derart in Verlegenheit zu bringen." Aber ihre dunklen Augen funkelten belustigt.

Unten angekommen bog Mrs. Higgins in Richtung der Strandpromenade ein, Fynn machte sich auf den Weg zum nahegelegenen Diamond Club, wo Liam und er an fünf Abenden in der Woche ihre Tanz-Acts aufführten.

Mittlerweile war die Dämmerung hereingebrochen, und an den Fassaden der Art-Déco-Häuser am Ocean Drive flammten die bunten Neonröhren auf. Während Fynn darauf wartete, dass die Ampel an der Kreuzung Ecke Third Street auf Grün sprang, hielt ein pinkfarbener Cadillac neben ihm am Straßenrand.

"Angeblich hat die Karre früher Elvis gehört", vernahm er eine ihm wohlbekannte Stimme. Fynn drehte sich um. Liams Freundin Rayne kam, mit Baggy Pants und einem roten Shirt bekleidet, auf ihn zu und lächelte ihn an.

"Hey, du!" Sie küsste ihn auf die Wange.

"Woher weißt du das?", fragte er mit einem Kopfnicken zum Cadillac und erwiderte ihre Umarmung.

"Man merkt, dass du keine Tageszeitung liest. Zumindest nicht den Klatschteil. Der Schlitten gehört Ernie Hamilton, und der Kerl hinter dem Steuer ist sein Sohn Hugh." Sie deutete mit dem Kinn auf den geschniegelten Mann im schwarzen Hemd.

Der Name Hugh sagte Fynn nichts, wohl aber der seines Alten. Ernie Hamilton war ein milliardenschwerer Geldsack, dem neben einem gigantischen Medienimperium außerdem noch mehrere Clubs und Hotels in Miami Beach gehörten. Neben Hamilton junior saß eine junge Frau mit taillenlangen blonden Haaren auf dem Beifahrersitz, der er besitzergreifend eine Hand in den Nacken legte.

"Und wen hat er da bei sich?"

"Keine Ahnung, wie das Mädel heißt. Aber sind diese singenden und schauspielernden Models nicht sowieso alle austauschbar?"

In dieser Hinsicht musste Fynn Rayne recht geben. Dennoch fiel es ihm aus irgendeinem Grund schwer, die Blondine aus den Augen zu lassen. Vielleicht lag es an der merkwürdigen Tatsache, dass sie ihre Arme trotz der Schwüle in einer Strickjacke versteckte. Oder an der Art, wie sie unter dem Griff ihres Begleiters verunsichert die Schultern hob.

Die junge Frau öffnete die Autotür. Ellenlange Beine in High Heels erschienen auf dem Gehsteig, ein schlanker Körper im bunten Sommerkleid folgte. Aber bevor Fynn einen Blick auf ihr Gesicht erhaschen konnte, zog ihr Freund sie noch einmal an sich und küsste sie gierig. Fynn wandte den Kopf ab.

"Bist du auch auf dem Weg zum Club?", erkundigte er sich bei Rayne.

"Ich muss doch schauen, ob sich das harte Training bei Deputy Handsome ausgezeichnet hat." Sie lächelte Fynn vergnügt an. Rayne und Liam waren erst seit Kurzem zusammen. Sie hatten sich kennengelernt, weil Liam mit seinem verhassten Kollegen Rick gewettet hatte, wer von ihnen es schaffen würde, während einer Show It-Girl Selena Sullivan auf die Bühne zu holen. Und Rayne, eine professionelle Streetdancerin, sollte Liam helfen, eine Choreografie auszuarbeiten. Die Wette hatte Liam nicht gewonnen, dafür aber Raynes Herz. Und auch Fynns bester Freund, der jahrelang nichts hatte anbrennen lassen, schien es dieses Mal wirklich ernst zu meinen.

Die Fußgängerampel schaltete zum zweiten Mal auf Grün.

"Jetzt komm endlich. Auch wenn die Aussicht hier bestimmt sehr inspirierend ist", neckte Rayne ihn und griff nach seiner Hand.

Gemeinsam mit der Blondine überquerten sie den palmengesäumten Ocean Drive und eine ganze Zeitlang sah es aus, als ob sie alle den gleichen Weg hätten. Sie bog sogar in dieselbe Seitenstraße ein wie Fynn und Rayne. Erst vor der Bar Paradise Lost blieb sie stehen. Eine üppig gebaute Latina löste sich aus einer Gruppe von sechs jungen Frauen.

"Sopresa!", schrie sie, und wie auf Kommando stürzten sich die anderen Mädels ebenfalls auf ihre Freundin.

Rayne schnaubte. "Bei einem einzigen Cocktail wird es für Hugh Hamiltons Begleiterin heute Nacht mit Sicherheit nicht bleiben", sagte sie trocken, und auch Fynn konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Die junge Frau sah sich suchend um, als überlegte sie, in welche Richtung sie am ehesten entfliehen könnte. Dabei blieb ihr Blick an Fynn hängen. Aufgrund ihres geschniegelten und gegelten Partners hatte er sie für eine dieser typischen Blondinen gehalten, auf die man in Miami so häufig traf: rundes Kindergesicht, Schmollmund, leicht aufgeworfene Stupsnase. Doch das Gesicht, das ihm entgegenschaute, war schmal, mit hohen Wangenknochen, einer geraden Nase und mandelförmigen hellgrauen Augen. Sie lächelte Fynn kurz an und entblößte dabei eine Reihe perfekter Zähne. Dann wandte sie sich wieder an ihre Freundinnen. "Ihr verrückten Hühner. Was macht ihr denn alle hier?"

"Na, was wohl? Vamos a la fiesta. Wir wollen mit dir feiern", hörte Fynn eines der Mädchen rufen, ehe Rayne ihn weiterzog.

Obwohl der Club erst in einer halben Stunde öffnen würde, wartete bereits eine stattliche Schlange aufgedrehter Frauen und Mädchen vor dem einstöckigen Gebäude, über dessen Eingangsbereich der funkelnde Schriftzug Diamond Club - For Ladies Only prangte. Fynn grüßte den Türsteher mit einem Nicken, bevor er mit Rayne durch einen dämmrigen Flur ging, an dessen Ende er von gedämpftem blauen Licht empfangen wurde.

Die Vorbereitungen für die Show waren bereits in vollem Gange: Miles, der DJ, stand hinter seinem Mischpult, Norah und Jane füllten die Getränkevorräte der halbkreisförmigen Bar auf, und auf der Bühne probten Liam und fünf andere Diamond Guys in schwarzen Hosen und weißen Hemden noch einmal ihren neuen Tanz-Act zu I feel good von James Brown.

And I feel nice, like sugar and spice, like sugar and spice. So nice, so nice, I got you.

Bei den letzten Worten vollführten die Männer eine schnelle Drehung, bei der sie sich mit einer einzigen Bewegung die Hemden vom Leib rissen.

"Liam ist richtig gut geworden", bemerkte Fynn anerkennend.

"Sag ihm das bloß nicht. Sein Ego muss kleingehalten werden, sonst denkt er wieder, dass er eure Gäste allein mit seinem knackigen Arsch beeindrucken kann. Leider ist mein Süßer nicht so diszipliniert wie du." Rayne zwinkerte Fynn...

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