Lumbago, Lumbalgie Hexenschuss behandeln mit Homöopathie und Schüsslersalzen

Ein homöopathischer und naturheilkundlicher Ratgeber
 
 
BookRix (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. August 2020
  • |
  • 75 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7487-5434-3 (ISBN)
 
Bei einer Lumbalgie (Lumbago), auch bekannt als Hexenschuss, handelt es sich um plötzlich auftretende starke Kreuzschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen entstehen meist durch eine Verklemmung der winzig kleinen Wirbelgelenke. Bei zu starker Belastung durch falsche Haltung, Verheben oder bei ungünstigen Bewegungen dehnt sich die umgebende Gelenkkapsel. Ihre Nerven werden gereizt und es tut weh. Durch die gekrümmte Schonhaltung kommt es zu weiteren Fehlbelastungen und neuen Schmerzen. Dauert die Kapseldehnung länger an, entzündet sich die Gelenkinnenhaut. Das umgebende Gewebe schwillt dabei an und drückt wiederum auf die Nervenwurzeln, die sich daraufhin entzünden. Weitere Ursachen für Rückenschmerzen sind zunehmendes Alter, Übergewicht, Bewegungsmangel, psychische Faktoren, Wirbelbrüche, Muskelverspannungen, eine schwache Bauch- und Rückenmuskulatur, Osteoporose (Knochenentkalkung), hormonelle Veränderungen sowie eine Schwäche der Nieren und Verdauungsorgane. Auch ein Bandscheibenvorfall kann höllisch weh tun, weil dabei Gewebe gegen die Nerven des Rückenmarks drückt. In diesem Ratgeber erhalten Sie Empfehlungen, wie Sie eine Lumbalgie mit Hilfe der Homöopathie, Urtinkturen und den Schüsslersalzen behandeln können. Vorgestellt werden alte Rezepte für äußerliche Anwendungen sowie die bewährtesten Schüsslersalze und homöopathischen Heilmittel mit der entsprechenden Potenz und Dosierung. Die Naturheilkunde wirkt ganzheitlich. Sie behandelt nicht nur einzelne Symptome, sondern hat den gesamten Mensch im Blick, also Körper, Seele und Geist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Lebensfreude und vor allem Gesundheit.

Äußerliche Anwendungen bei Lumbago


Wichtig ist ein gezieltes Muskelaufbautraining zur Entlastung der Wirbelsäule. Die Bauchlage wird oft als wohltuend empfunden.

 

Wer rastet, der rostet. Wie jede Körperzelle benötigen auch die Bandscheiben Nährstoffe, um sich zu regenerieren. Mit diesen werden sie aber nur bei Bewegung versorgt. Bewegung hält zudem das Gewicht in Schach, denn jedes Kilo mehr belastet die Bandscheiben.

 

Bei bereits bestehendem Verschleiß der Bandscheiben ist sanftes Training sehr wichtig, um den Abbau aufzuhalten und die stützende Muskulatur zu stärken. Ideal sind Sportarten ohne heftige Stöße und Verdrehungen. Laufen Sie auf weichem Boden und meiden Sie steiles bergauf oder bergab gehen sowie sehr unebene Strecken. Sportschuhe mit Stützfunktion und dämpfender Sohle beugen Fehlbelastungen vor. Beim Radfahren und Schwimmen werden die Bandscheiben, Knie- und Hüftgelenke entlastet.

 

Tipps, wie Sie Ihren Rücken entlasten können:

Richtig tragen und heben: Gehen Sie mit geradem Rücken in die Hocke, spannen Sie beim Heben die Po- und Oberschenkelmuskeln an und bleiben Sie aufrecht.

 

Auf gute Schuhe achten: Rückenfreundlich sind flache Schuhe mit weichen Sohlen, die ein gutes Abrollen des Fußes ermöglichen. Empfehlenswert sind dämpfende Gummiabsätze.

 

Aufrecht sitzen: Die Füße hüftbreit auseinander auf den Boden stellen und das Becken leicht nach vorne kippen. Die Wirbelsäule streckt sich dadurch und der Rücken wird entlastet.

 

Richtig ins Auto einsteigen: Sich zuerst hineinsetzen, dann die Beine nachziehen.

 

Richtig aus dem Auto aussteigen: Erst beide Beine raus, dann aussteigen.

 

Üben Sie mehrmals am Tag den Vierfüßlerstand: Auf den Boden knien und auf den Händen abstützen. Dann Wechsel zwischen Katzenbuckel und Hängebauch

 

Fußreflexzonenmassage: Massieren Sie mit dem Daumen entlang der Fußinnenseite am Übergang zur Fußsohle. Beginnen Sie am Gelenk des großen Zehs in Richtung Ferse. Den Druck langsam steigern und wieder verringern. Die Dauer: Etwa eine Minute pro Druckpunkt. Mindestens einmal täglich anwenden.

 

Immer auf 2 Beinen gleichzeitig stehen. Vermeiden Sie eine Wohlfühlstellung mit dem meisten Gewicht auf einem Fuß.

 

Beim Anziehen der Schuhe sitzen oder knien.

 

Nicht die Beine beim Sitzen übereinander schlagen.

 

Lagerung im 90-Grad-Winkel: In Rückenlage die Beine im Knie- und Hüftgelenk jeweils im Winkel von 90 Grad gebeugt auf einem Hocker oder Stuhl ablegen. Wirkt entspannend auf die Muskeln im Lenden- und Kreuzbeinbereich.

 

Was Sie über Wärme-Anwendungen wissen sollten:

Wärme entspannt die Muskeln und verbessert dadurch indirekt die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Andererseits fördert Wärme aber auch Entzündungen. Daher sollte Wärme auf keinen Fall bei einer akuten Entzündung (Kennzeichen: Rötung, Schwellung, Schmerz und Überwärmung) direkt auf der Wirbelsäule angewendet wendet werden, sondern immer nur über den benachbarten Muskeln. Bei chronischen Erkrankungen werden im Allgemeinen warme bis heiße Auflagen verwendet.

 

Was Sie über Kälteanwendungen wissen sollten:

Bei akuten entzündlichen Beschwerden werden vorwiegend kühlende Auflagen angewandt. Eiswasserumschläge und Kältepackungen dämpfen akute Entzündungen. Das Eis jedoch nie direkt auf die Haut legen, um Erfrierungen zu vermeiden. Packen Sie die Eiswürfel vor dem Auflegen in eine Plastiktüte und wickeln Sie diese anschließend in ein Leinentuch.

 

Kirschkernkissen: Im Backofen 10 Minuten lang bei 150°C erwärmen, in ein Handtuch wickeln und auflegen.
Gut bei Hexenschuß und Verspannungen im Hals-Nackenbereich.

 

Unbehandelte Schafwolle auflegen

 

Umschläge bringen Erleichterung: Eine Hand voll Fichtennadeln und Fichtenzapfen mit einem halben Liter Wasser 15 Minuten zugedeckt köcheln, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen, ein Leinentuch eintauchen, auflegen, mit einer Folie umwickeln (so entsteht eine feuchte Kammer). Zusätzlich mit einem Handtuch abdecken.

 

4 Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich mischen mit 1 Esslöffel Senfmehl (oder 5 Tropfen Senföl), auf einen Leinenlappen aufstreichen und je nach Hautempfindlichkeit bis zu 20 Minuten auflegen. Die Stelle vorher mit einem Seifenlappen reinigen.

 

Warme Ölkompressen über Nacht mit Olivenöl, Johanniskrautöl oder Arnikaöl auflegen.

 

Ein Heublumensäckchen auflegen: Ein Leinensäckchen zur Hälfte mit Heublumen füllen, über Wasserdampf 25 Minuten zugedeckt erhitzen, auflegen, mit einer Folie abdichten (so entsteht eine feuchte Kammer) und noch ein Handtuch darüber legen.

 

Heiße Kartoffelauflagen oder einen heißen Kartoffelbrei auf ein Leinenläppchen aufstreichen, auflegen und mit einem Handtuch abdecken. Anschließend Einreibungen mit Johanniskrautöl.

 

Bewährt haben sich Salzkompressen: Im Liegen das Kreuz mit einem Hautöl einreiben, anschließend Meersalz auftragen, mit einem Handtuch abdecken, eine Wärmflasche auflegen, nach 30 Minuten warm abduschen.

 

Einreibungen bei Kreuz- und Rückenschmerzen:

Senfliniment: Oleum Sinapis (Senföl) 11.0, Camphora Urt. (Kampfer) 2,25, Oleum Ricini (Rhizinusöl) 5.0, Mezereum Urtinktur (Seidelbast) O.75, Spiritus 31.0
Mehrmals täglich den Rücken einreiben.

 

Oleum Serphyllii (Quendelöl), Oleum Rosmarini (Rosmarinöl), Oleum Thymi (Thymianöl), Oleum Gaultheria (Wintergrünöl), Oleum Tanaceti (Rainfarnöl), Oleum Petrae rect. aa 1.0, Oleum Menthae piperitae (Pfefferminzöl) 3.0, Oleum Arnicae (Arnikaöl), Oleum Hyperici (Johanniskrautöl), Oleum Chloroformii aa 10.0
Mehrmals täglich einreiben, auch die Ohrmuscheln. Hier befinden sich viele Reflexzonen der Wirbelsäule.

 

Oleum Serphyllii (Quendelöl), Oleum Lavandulae (Lavendelöl), Oleum Rosmarini (Rosmarinöl), Oleum Thymi (Thymianöl), Oleum Camphoratae (Kampferöl), Oleum Melissae (Melissenöl), Oleum Calami (Kalmusöl), Oleum Salviae (Salbeiöl), Oleum Rutae (Gartenrautenöl) aa 1.0, Oleum Hyperici (Johanniskrautöl) 41.0
Morgens und abends vom Hals bis zum Steißbein gut einreiben, auch die Ohrmuscheln.

 

Oleum Hyperici (Johanniskrautöl) 150.0, Oleum Arnicae (Arnikaöl) 25.0, Oleum Rosmarini (Rosmarinöl) 5.0, Oleum Eukalypti (Eukalyptusöl) 5.0, Oleum Pini pumilionis (Latschenkiefernöl) 5.0, Oleum Juniperi (Wacholderöl) 5.0, Oleum Lavandulae (Lavendelöl) 5.0, Tinctura Arnicae (Arnikatinktur) 5.0
Den Rücken und auch die Ohrmuscheln einreiben. Auf den Ohren sitzen viele Reflexpunkte bezüglich der Wirbelsäule.

 

Murmeltierfett hilft bei Neuralgie, Rheuma, Gicht, Ischias, Verrenkung und Prellung.

 

Bei Rückenschmerzen nach Überanstrengung: Arnikablüten 20 g, Farnkraut 20 g, Wallwurz 20 g, Hirtentäschelkraut 20 g, Thymiankraut 20 g
50 g auf 1 Liter kaltes Wasser, aufkochen, 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Die Kräuter in ein Tuch einwickeln und auf die schmerzenden Stellen auflegen, mit einer Folie umwickeln und zusätzlich eine Wärmflasche auflegen.

 

Ein altes Hausmittel zum Einreiben: Angelikawurzel 50 g klein geschnitten und Rainfarnkraut 50 g in eine 750 ml Flasche Wacholder- oder Kornschnaps füllen. 14 Tage verkorkt an einem warmen Ort belassen, nicht filtern. Den Rücken damit einreiben.

 

Machen Sie abends eine Einreibung mit Oleum Pini silvestris (Kiefernöl).

 

Feuchtheiße Kompressen auflegen

 

Einreibung mit einer Mischung aus je 10 ml von Pfefferminzöl, Melissenöl, Lavendelöl, Eukalyptusöl und Kiefernadelöl.

 

Farntinktur zum Selbermachen: 100 g junge und grüne Farnkrautblätter oder 200 g getrocknetes Farnkraut mit 400 ml Weingeist (68%) 14 Tage lang bei 20°C ansetzen, dann filtrieren. Nur äußerlich anwenden. Die schmerzhaften Stellen vorher anwärmen, sonst nützt das Einreiben nicht viel.

 

Kräutergeist selbstgemacht: 20 g Farnkraut, 20 g Löffelkraut, 25 g Wallwurzel, 10 g Katzenschwanzkraut, 25 g Schlüsselblumenblüten und 30 g Arnikakraut
Mit 500 ml Weingeist (68%) 14 Tage lang bei 20°C ansetzen, dann filtrieren. Nur äußerlich anwenden. Die schmerzhaften Stellen vorher anwärmen, damit der "Geist" eindringen kann.

 

Hirtentäschelkraut 25 g, Frauenmantelkraut 25 g, Thymiankraut 25 g, Wallwurz 25 g
Die gesamte Mischung mit 1 Liter Ansatzbranntwein (64 %) in einem Einmachglas 14 Tage lang bei 20°C ansetzen, abseihen, die Kräuter auspressen. 250 ml destilliertes Wasser dazugeben. 4mal täglich die schmerzenden Stellen einreiben.

 

Sind Entzündungen der Grund für die Rückenschmerzen, können trockene Salzauflagen helfen. Das Rezept: Kaufen Sie ein Leinensäckchen mit Kristallsalz, oder nähen Sie ein Kilo Kristallsalz...

DNB DDC Sachgruppen
BISAC Classifikation
Warengruppensystematik 2.0

Dateiformat: ePUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat ePUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

3,99 €
inkl. 5% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen