Glücklich sein ist nicht genug

Das Wesentliche leben
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Mai 2020
  • |
  • 356 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-2544-0 (ISBN)
 
Inhaltsangabe

Der erste Teil des Buches geht der Frage nach, was es damit auf sich hat, glücklich zu werden, glücklich zu sein und vielleicht bleiben zu können.
Glück ist eine rein individuelle Erfahrung. Sie wird verständlich, wenn man weiß, was eine Person unter "glücklich sein" versteht. Es ist deshalb wichtig zu erkennen, wer wir wirklich sind, verbunden mit der Einsicht, was wir wirklich brauchen.
Der zweite Teil des Buches geht näher auf die Frage ein, welche prägenden Erfahrungen und Reaktionen uns möglicherweise belasten und sich nachteilig auf die eigene Entwicklung, die Lebensqualität und die persönliche Glücks-Bilanz ausgewirkt haben.
Deshalb zeigt das Buch im zweiten Teil praktische Möglichkeiten auf, wie wir
- in einen Dialog mit dem Inneren Wesen eintreten können, um
auf diese Weise zu uns selbst zu finden.
- unser wahres Wesen und sein Wirken erkennen und dadurch
beginnen, uns selbst zu verstehen.
- lernen können, belastende Gefühle zuzulassen und sie als
Hinweis- und Warnsignale für unsere weitere Entwicklung zu
berücksichtigen.
- unsere eigenen Glücks-Hemmnisse herausfinden und uns von
all dem trennen können, was einer positiven Entfaltung unseres
wahren Wesens entgegensteht.
Auf diesem Weg finden wir zu unserer wahren Identität und sind frei, unsere Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,29 MB
978-3-7519-2544-0 (9783751925440)
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Der Autor

Nach 30 Berufsjahren im Consulting von staatlichen Organisationen und von Unternehmen sowie nebenamtlicher FH-Dozententätigkeit galt das Hauptinteresse des Autors der individuellen personenzen-trierten Beratung. Dieses Buch ist auf der Grundlage seiner vielfäl-tigen Erfahrungen entstanden.
Im niedersächsischen Oldenburg hat der Autor seine Wahlheimat gefunden.

2 Was meinen wir mit "Glück"?


Glücklich sein? Die meisten Menschen, die man so kennt, wollen es gerne sein. Viele reden irgendwann davon, manche auch ernsthaft darüber, einige forschen nach Ursachen und Wirkungen. Und eine Reihe von Autoren und Coachs preisen ihre "Wundermittel" an, mit denen wir "das Glück" gezielt und ganz gewiss erreichen können.

Doch um eine Definition des Wortes "Glück", die zutreffend und zugleich brauchbar ist, haben sich schon viele Geistesgrößen der Philosophie, der Psychologie, der Soziologie, der Theologie und der Literatur vergeblich bemüht.

Auch ein Blick in verschiedene Lexika ergibt - außer dem Hinweis, dass die Herkunft des Wortes "Glück" nicht sicher geklärt sei - für den deutschsprachigen Raum den etymologischen Deutungsversuch: "Die Art, wie etwas schließt, endigt, ausläuft".

Versuchen wir also selber, uns ein wenig Klarheit zu verschaffen.

Der Begriff "Glück" wird gebraucht im Sinne von "Glück haben", er wird aber auch benutzt im Sinne von "glücklich sein " (Glücksgefühle empfinden).

Mit "Glück haben" meinen wir meist, durch einen Zufall mit etwas begünstigt oder bevorteilt zu sein, was man aktuell nicht erwartet hat oder was unsere Erwartungen weit übertrifft (z.B. ein großer Lotteriegewinn, ein äußerst günstiger Kauf oder eine überraschende Genesung von einer kritischen Erkrankung), also das sogenannte Zufalls-Glück.

Bei den "Glücksgefühlen" neigen wir eher dazu, der Gefühlswirkung entsprechend zu unterscheiden zwischen dem "großen Glück" und dem "kleinen Glück". Denn wir kennen bereits durch inneres Erleben, wie diese Gefühle wirken. Dies ist ein rein persönliches, individuelles Empfinden.

2.1 Das "große Glück"


Vom "großen Glück" wissen wir, dass man es weder direkt "machen" noch kaufen oder als Geschenk übergeben kann.

Warum reden wir vom "großen Glück"?

Weil es dabei um "große" Ereignisse und "große" Gefühle mit besonderer Bedeutung geht (hier erkennen wir deutlich die innere, individuelle Wertung und Gewichtung).

Zur Beschreibung der "traumhaften" Gefühle werden Begriffe genutzt wie z. B.: Begeisterung, Freudentaumel, Ekstase, Entzücken, Euphorie, Jubel, Lust, Seligkeit, Triumph, Wonne.

Das auslösende Ereignis tritt in der Regel spontan, überraschend oder unverhofft ein

  • als Erfüllung mit besonders großer Bedeutung, weitreichender bzw. langfristiger Auswirkung

oder Erfüllung eines Herzensanliegens, Wunschtraums etc.

  • als Befreiung von schwerem Leid, Schmerzen, großer materieller oder seelischer Not.

In der Folge treten Begleitgefühle auf, die uns zugleich anregen, beflügeln, bestärken, bestätigen, entlasten, erleichtern, erlösen, ermutigen, erweitern und festigen können.

Wir erleben einen durchgängigen Energiezuwachs in allen Körperzellen, oftmals verbunden mit einer Stärkung innerer Wesens-Anteile (z. B. des Selbstwerts und der Selbstachtung).

Einige Beispiele hierfür sind:

Liebe auf den ersten Blick, Hochzeit, Geburt eines Kindes, Zusage eines Traumjobs, langersehnte Fernreise, Sieg bei bedeutenden Wettkämpfen, Ehrung als bedeutender Preisträger, Genesung nach schwerer Krankheit, Erlösung aus sozialer oder seelischer Not, Rettung aus Lebensgefahr.

2.2 Das "kleine Glück"


Das "kleine Glück" ist von geringerer Intensität; es ist situationsbedingt und vermittelt uns Gefühle des Wohlbehagens mit Genuss-Anteilen.

Es beruht weitgehend auf Belohnungs-Gefühlen für eine zeitlich begrenzte Erfüllung unserer Bedürfnisse, Wünsche oder Erwartungen (sog. Augenblicks-Glück).

Dieser Energie-Ausgleich ist daher nicht von langer Gefühlswirkung.

Einige Beispiele hierfür sind:

Ein Radler-Maß bei einer Wanderpause, ein gutes Essen im Freundeskreis, ein erfolgreicher Geschäftsabschluss, der Genuss eines Musikkonzerts, der Abschluss einer anspruchsvollen Auftragsarbeit, der harmonische Verlauf eines Familienausflugs, ein romantischer Sonnenuntergang am Meer.

Auch wenn dem ersten Anschein nach das "kleine Glück" nicht so bedeutsam erscheinen mag - gerade in unserem Lebensalltag erweist sich eine Vielzahl solcher Erlebnisse vielfach als tragendes Element unseres "Glücksniveaus".

Betrachten Sie bitte die bisherigen Ausführungen als Definitionsansätze; sie sollen zur allgemeinen Unterscheidung und dem besseren Verständnis unseres Buchthemas dienen und nicht als Basis für eine philosophische Grundlagen-Diskussion.

2.3 Biologie der Glücksgefühle


Auch wenn uns der Begriff "Glück" recht klar ist - was hat es denn nun mit den Glücksgefühlen so auf sich?

Wenn wir es neurobiologisch betrachten: Ein Glücksgefühl ist zunächst ein Gefühl wie jedes andere auch.

Im Allgemeinen entstehen Gefühle durch unbewusste Bewertung von Sinneseindrücken (hören, sehen, schmecken, spüren und riechen) oder Gedanken, Erinnerungen oder Vorstellungen. Diese "Erst-Bewertung" findet im Unterbewusstsein statt, ohne dass wir willentlich auf die Gefühlsaufladung dieser Außenreize Einfluss nehmen können.

In dieser Phase wird bereits festgelegt, ob z. B. Gefühle der Erfüllung und des Glücks ausgelöst werden oder Gefühle anderer Art (z. B. Angst bei vermeintlicher oder echter Gefahr). Erst danach leitet das Unterbewusstsein diese Gefühle an die Großhirnrinde weiter, sodass sie uns bewusstwerden. Vorab ist es daher nicht möglich, auf das Zustandekommen, die Art und die Intensität von Glücksgefühlen unmittelbar Einfluss auszuüben.

Von daher erleben wir beispielsweise das "große Glück" meist unverhofft und überraschend. Es "flutet" alle gefühlsverbundenen Areale unseres Gehirns, füllt uns zunächst als höchstes aller Gefühle voll aus und enthebt uns der alltäglichen Belastungen und Sorgen. Wir genießen in bester Stimmungslage, dass das Leben auch richtig schön sein kann.

Doch dieser Zustand ist nicht von lang anhaltender Dauer. Nach Tagen irgendwann beginnt er abzuflachen und die bisherige Gefühlsqualität zerfließt allmählich im Auf und Ab des Alltags - ähnlich einer Welle am flachen Strand. Wir wollen das anfangs erhebende Gefühl noch weiterhin festhalten, doch vergebens: wir müssen loslassen.

Doch wenn das nicht gelingt, beginnen wir zu trauern, vielleicht auch zu leiden.

Wir wollen deshalb etwas genauer hinsehen und verstehen lernen, was sich da tut.

Aus Sicht der Biochemie beruht jedes Gefühl, ob es nun angenehm oder unangenehm empfunden wird, auf einer Reizauslösung im Gehirn, die zu einer hormonellen Reaktion führt. Dadurch werden Hirnbotenstoffe (Neurotransmitter) freigesetzt, die mit Hilfe des vegetativen Nervensystems zur kaskadenartigen Ausschüttung verschiedenster Hormone führt. Zu den bekanntesten gehören Acetylcholin, Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin.

Diese Tansmitter-Systeme überwachen mit entsprechenden Rezeptoren die Konzentration im Blutstrom; ist die benötigte Anreicherung erreicht, stellt deren Regelsystem die weitere Ausschüttung der Botenstoffe ein.

Im weiteren Verlauf werden die Botenstoffe nach einer gewissen Zeit deaktiviert, d. h. durch Enzyme aufgelöst, von speziellen Zellen abtransportiert oder von den abgebenden Nervenendigungen des vegetativen Nervensystems wiederaufgenommen.

Wir können hier erkennen, dass unser Unterbewusstsein um Energieeinsparung bemüht ist, wo immer es geht.

Deshalb strebt es im Anschluss an energieaufwendige Aktionen oder Reaktionen stets die Rückkehr zu seinem gewohnten "Normalzustand" an.

Das gilt leider auch im Zusammenhang mit unseren Glücksgefühlen. In der Glücksforschung geht man davon aus, dass jeder Mensch im Alltagsleben auf ein persönlich ausgelegtes, mittleres Glücksniveau festgelegt ist. In der neueren Literatur ist nachzulesen, dass ein solches Niveau mit etwa 50% genetisch festgelegt zu sein scheint durch die Fähigkeiten und die Anzahl einschlägiger Rezeptoren im vegetativen Nervensystem. Weitere 10% sollen von unserer Umwelt festgelegt sein. Die gute Nachricht lautet: Immerhin 40% sind durch gutes Training und günstige Umwelteinflüsse aktuell beeinflussbar.

Wir sollten jedoch bedenken, dass es sich hier um Durchschnittswerte aus entsprechenden Studien handelt, die diesbezügliche Prägungen in unserer Kindheit und unterschiedliche Lebensumstände und Erfahrungen nicht hinreichend berücksichtigen.

2.4 Haltbarkeit von...


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