Unendlich gebildet

Schleiermachers kritischer Religionsbegriff und seine inklusivistische Religionstheologie anhand der Erstauflage der Reden
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Oktober 2016
  • |
  • 507 Seiten
 
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978-3-16-154902-1 (ISBN)
 
Jeder religiöse Mensch ist nach Schleiermacher unmittelbar durch das Unendliche gebildet. Ausgehend von dessen allgemeiner Bildungstheorie zeigt Christian König in seinem Werk die Bedeutung von Religion auf, wie sie von Schleiermacher in seinem berühmt-berüchtigten Erstlingswerk, den Reden, entwickelt wird. Er weist nach, dass Schleiermacher einen kritischen Religionsbegriff vertritt, wonach der Religion eine spezifische Sonderstellung im Ensemble der menschlichen Gemütskräfte zukommt. Zugleich zeigt der Autor auf, dass die aktuelle Relevanz dieses kritischen Religionsbegriffs darin besteht, die Vielfalt der Religionen ernst zu nehmen und es darüber hinaus erlaubt, einen Maßstab zur Bewertung ihrer konkurrierenden Geltungsansprüche zu entwickeln. Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie wird dabei ihrerseits kritisch vom Autor analysiert.
  • Deutsch
  • Tübingen
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  • 4,72 MB
978-3-16-154902-1 (9783161549021)
3161549023 (3161549023)
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1 - Cover [Seite 1]
2 - Vorwort [Seite 8]
3 - Inhaltsverzeichnis [Seite 10]
4 - Einleitung [Seite 16]
4.1 - 1. Titel [Seite 16]
4.2 - 2. Methode [Seite 18]
4.2.1 - 1.1. Polemische Darstellung [Seite 20]
4.2.2 - 1.2. Beschreibende Darstellung [Seite 22]
4.2.3 - 1.3. Argumentative Darstellung [Seite 24]
4.2.4 - 1.4. Hermeneutische Darstellung [Seite 26]
4.2.5 - 1.5. Verbindung von argumentativer und hermeneutischer Darstellung [Seite 27]
4.3 - 3. Inhalt [Seite 29]
4.3.1 - 1.1. Einordnung in die Forschungslage zum Religionsbegriff der 'Reden' [Seite 29]
4.3.2 - 1.2. Einordnung in die Forschungslage zur Vielfalt der Religionen in den 'Reden' [Seite 46]
5 - Erster Teil: Schleiermachers kritischer Religionsbegriff der 'Reden' [Seite 60]
5.1 - Erstes Kapitel: Neubesinnung auf das Religionsphänomen [Seite 62]
5.1.1 - § 1 Schleiermachers allgemeine Bildungstheorie [Seite 63]
5.1.1.1 - 1. Schleiermachers frühe Seelenlehre [Seite 64]
5.1.1.2 - 2. Die Realgestalt des menschlichen Bildungsprozesses [Seite 73]
5.1.1.3 - 3. Die Funktion der Mittler im menschlichen Bildungsprozess [Seite 77]
5.1.2 - § 2 Vorbegriff der Religion [Seite 84]
5.2 - Zweites Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via negationis [Seite 87]
5.2.1 - § 3 Hermeneutische Voraussetzungen [Seite 87]
5.2.2 - § 4 Triebtheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter [Seite 95]
5.2.2.1 - 1. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter [Seite 97]
5.2.2.1.1 - 1.1. Triebtheoretische Präzisierung der direkten Religionsverachtung [Seite 97]
5.2.2.1.2 - 1.2. Die wahre triebtheoretische These der direkten Religionsverachtung [Seite 101]
5.2.2.1.3 - 1.3. Triebtheoretische Kritik an der direkten Religionsverachtung [Seite 103]
5.2.2.2 - 2. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der indirekten Verächter [Seite 109]
5.2.2.2.1 - 2.1. Triebtheoretische Präzisierung der indirekten Religionsverachtung [Seite 110]
5.2.2.2.2 - 2.2. Die wahre triebtheoretische These der indirekten Religionsverachtung [Seite 113]
5.2.2.2.3 - 2.3. Triebtheoretische Kritik an der indirekten Religionsverachtung [Seite 114]
5.2.2.3 - 3. Zusammenfassung von Schleiermachers triebtheoretischer Kritik am gemeinen Religionsbegriff [Seite 118]
5.2.3 - § 5 Gemütstheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff [Seite 119]
5.2.3.1 - 1. Die gemütstheoretische Inkonsistenz des gemeinen Religionsbegriffs [Seite 121]
5.2.3.2 - 2. Die gemütstheoretische Inkohärenz des gemeinen Religionsbegriffs [Seite 125]
5.2.3.3 - 3. Die "hohe Absicht" des gemeinen Religionsbegriffs in den "Autographa" der Religion [Seite 129]
5.3 - Drittes Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via positiva [Seite 134]
5.3.1 - § 6 Hypothese [Seite 136]
5.3.1.1 - 1. Vermögenstheoretische Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral [Seite 137]
5.3.1.1.1 - 1.1. Die formale Eigenständigkeit von Metaphysik, Moral und Religion [Seite 139]
5.3.1.1.2 - 1.2. Die formale Ergänzung der Metaphysik und Moral durch die Religion [Seite 145]
5.3.1.1.3 - 1.3. Zwei grundsätzliche Folgerungen aus der vermögentheoretischen Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral [Seite 148]
5.3.1.2 - 2. Funktionstheoretische Superordination der Religion gegenüber Metaphysik und Moral [Seite 150]
5.3.1.2.1 - 2.1. Die menschliche Subjektivität als vermittelte Einheit ihrer Gemütsvermögen [Seite 153]
5.3.1.2.2 - 2.2. Der "höhere Realismus" der Religion [Seite 160]
5.3.1.2.3 - 2.3. Zusammenfassung der vermögentheoretischen Koordination und funktionstheoretischen Superordination der Religion [Seite 172]
5.3.2 - § 7 Begründung [Seite 174]
5.3.2.1 - 1. Das sinnliche Bewusstseinsleben [Seite 176]
5.3.2.1.1 - 1.1. Die notwendige Reflexivität der sinnlichen Bewusstseinstätigkeit [Seite 177]
5.3.2.1.2 - 1.2. Die unvermeidliche Scheidung der sinnlichen Bewusstseinsprodukte [Seite 180]
5.3.2.1.3 - 1.3. Einheitsgrund und Struktur des sinnlichen Bewusstseinslebens insgesamt [Seite 188]
5.3.2.2 - 2. Das religiöse Bewusstseinsleben [Seite 194]
5.3.2.2.1 - 2.1. Die formale Strukturanalogie zwischen dem sinnlichen und dem religiösen Bewusstseinsleben [Seite 195]
5.3.2.2.2 - 2.2. Die inhaltliche Bestimmtheit des religiösen Selbstbewusstseins [Seite 197]
5.3.2.2.2.1 - 2.2.1. Der Inhalt des unmittelbaren religiösen Selbstbewusstseins [Seite 199]
5.3.2.2.2.2 - 2.2.2. Schleiermachers Universumsverständnis in den 'Reden' [Seite 212]
5.3.2.3 - 3. Das menschliche Bewusstseinsleben insgesamt [Seite 219]
5.3.3 - § 8 Entfaltung [Seite 231]
5.3.3.1 - 1. Der Inhalt der religiösen Anschauung [Seite 232]
5.3.3.1.1 - 1.1. Die formale Analyse der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts [Seite 233]
5.3.3.1.2 - 1.2. Schleiermachers konkrete Beschreibung des religiösen Anschauungsinhalts [Seite 239]
5.3.3.1.2.1 - 1.2.1. Die religiöse Naturanschauung [Seite 239]
5.3.3.1.2.1.1 - 1.2.1.1. Der Gegenstand der religiösen Naturanschauung [Seite 240]
5.3.3.1.2.1.2 - 1.2.1.2. Der Inhalt der religiösen Naturanschauung [Seite 242]
5.3.3.1.2.2 - 1.2.2. Die religiöse Menschheitsanschauung [Seite 244]
5.3.3.1.2.2.1 - 1.2.2.1. Der Gegenstand der religiösen Menschheitsanschauung [Seite 245]
5.3.3.1.2.2.2 - 1.2.2.2. Der Inhalt der religiösen Menschheitsanschauung [Seite 250]
5.3.3.1.3 - 1.3. Das Defizit der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts [Seite 254]
5.3.3.1.4 - 1.4. Das vollständige Anschauungsbild der Religion [Seite 257]
5.3.3.1.4.1 - 1.4.1. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Natur [Seite 257]
5.3.3.1.4.2 - 1.4.2. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Menschheit [Seite 261]
5.3.3.1.5 - 1.5. Zwei zentrale Folgerungen für den Inhalt der religiösen Anschauung in den 'Reden' [Seite 265]
5.3.3.2 - 2. Die Form der religiösen Anschauung [Seite 268]
5.3.3.2.1 - 2.1. Holzwege der Forschung [Seite 269]
5.3.3.2.1.1 - 2.1.1. Schleiermachers Konzeption der religiösen Anschauung im Unterschied zur intellektuellen Anschauung und der 'scientia intuitva' [Seite 269]
5.3.3.2.1.2 - 2.1.2. Ontologische und epistemologische Möglichkeit der religiösen Anschauung [Seite 275]
5.3.3.2.1.3 - 2.1.3. Die Einseitigkeit offenbarungs- und deutungstheoretischer Interpretationen [Seite 280]
5.3.3.2.1.3.1 - 2.1.3.1. Die Grundzüge der Deutungstheorie [Seite 285]
5.3.3.2.1.3.2 - 2.1.3.2. Die drei essentiellen Irrtümer der religiösen Deutungstheorie [Seite 293]
5.3.3.2.2 - 2.2. Die drei Dimensionen der religiösen Bewusstseinstätigkeit: Schleiermachers Bildtheorie der religiösen Anschauung [Seite 311]
5.3.3.2.2.1 - 2.2.1. Die unmittelbar-unwillkürlichen religiösen Anschauungen und Gefühle [Seite 312]
5.3.3.2.2.2 - 2.2.2. Die religiöse Fantasie [Seite 324]
5.3.3.2.2.2.1 - 2.2.2.1. Die Bedeutung des Ausdrucks "Gott" [Seite 324]
5.3.3.2.2.2.2 - 2.2.2.2. Die Wertindifferenz der religiösen Gottesvorstellung [Seite 326]
5.3.3.2.2.2.3 - 2.2.2.3. Grund und Grenze der religiösen Fantasie [Seite 328]
5.3.3.2.2.2.4 - 2.2.2.4. Der kritische Theismus bzw. kritische Pantheismus des religiösen Bewusstseins [Seite 334]
5.3.3.2.2.3 - 2.2.3. Die Möglichkeitsbedingungen wissenschaftlicher Theologie [Seite 337]
6 - Zweiter Teil: Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie der 'Reden' [Seite 342]
6.1 - Einleitung [Seite 344]
6.2 - Viertes Kapitel: Der Religionsbegriff und die Vielfalt der Religionen [Seite 349]
6.2.1 - § 9 Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Religionsbegriff [Seite 349]
6.2.1.1 - 1. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Kirchenbegriff [Seite 349]
6.2.1.2 - 2. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem religiösen Anschauungsbegriff [Seite 352]
6.2.1.2.1 - 2.1. Die einschlägige Textstelle [Seite 352]
6.2.1.2.2 - 2.2. Formanalyse [Seite 353]
6.2.1.2.3 - 2.3. Das zentrale Argument [Seite 354]
6.2.2 - § 10 Das religionstheologische Individuationsprinzip [Seite 366]
6.2.2.1 - 1. Die religiöse Zentralanschauung [Seite 367]
6.2.2.1.1 - 1.1. Abgrenzung von falschen Kandidaten [Seite 367]
6.2.2.1.2 - 1.2. Das wahre Individuationsprinzip der Religion [Seite 375]
6.2.2.1.3 - 1.3. Nähere Bestimmungen der religiösen Zentralanschauung [Seite 379]
6.2.2.2 - 2. Die individuelle religiöse Persönlichkeit [Seite 387]
6.2.2.2.1 - 2.1. Das Setting [Seite 387]
6.2.2.2.2 - 2.2. Die Argumentation [Seite 391]
6.2.2.2.2.1 - 2.2.1. Positive Religionen und die Möglichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung [Seite 391]
6.2.2.2.2.2 - 2.2.2. Positive Religionen und die Wirklichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung [Seite 393]
6.2.2.2.3 - 2.3. Das freiheitstheoretische Defizit der natürlichen Religion [Seite 398]
6.2.3 - § 11 Religionstheologische Einteilung [Seite 403]
6.2.3.1 - 1. Religiöse Entwicklungsstufen und Religionsarten [Seite 404]
6.2.3.2 - 2. Das religionstheologische Einteilungsschema [Seite 409]
6.3 - Fünftes Kapitel: Dynamik und Höchstform der Religionsgeschichte [Seite 410]
6.3.1 - § 12 Judentum [Seite 410]
6.3.1.1 - 1. Die religiöse Zentralanschauung des Judentums [Seite 410]
6.3.1.2 - 2. Religiöser Stoff und religiöse Form des Judentums [Seite 417]
6.3.1.3 - 3. Religionstheologischer Grund für die "kurze Dauer" der jüdischen Religion [Seite 424]
6.3.2 - § 13 Christentum [Seite 430]
6.3.2.1 - 1. Die religiöse Zentralanschauung des Christentums [Seite 431]
6.3.2.2 - 2. Religiöser Stoff des Christentums [Seite 436]
6.3.2.3 - 3. Religiöse Form des Christentums [Seite 442]
6.3.2.4 - 4. Die Sonderstellung des Christentums in der Religionsgeschichte [Seite 449]
6.4 - Schluss: Zusammenfassung und kritische Würdigung [Seite 454]
6.4.1 - 1. Der kritische Religionsbegriff der 'Reden' [Seite 454]
6.4.2 - 2. Die inklusivistische Religionstheologie der 'Reden' [Seite 465]
6.4.2.1 - 2.1. Die prinzipielle Vielfalt der Religionen [Seite 465]
6.4.2.2 - 2.2. Die Dynamik der Religionsgeschichte [Seite 470]
6.4.2.3 - 2.3. Die unüberbietbare religiöse Höchstform [Seite 474]
7 - Literaturverzeichnis [Seite 481]
7.1 - 1. Quellen und Hilfsmittel [Seite 481]
7.2 - 2. Sekundärliteratur [Seite 485]
8 - Register [Seite 500]
8.1 - 1. Sachregister [Seite 500]
8.2 - 2. Personenregister [Seite 506]

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