Auf und Ab

Phantasiegeschichten
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2019
  • |
  • 228 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7494-4361-1 (ISBN)
 
Phantasiegeschichten für Jung und Alt.
Lustige Kurzgeschichten aus dem Phantasie-Universum der Autorin, für alle, die bereit sind ihr dorthin zu folgen.
Diesen Band schrieb sie für kleine und große Kinder.
Allen Lesern Freude und Entspannung beim Durchstöbern des Büchleins.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,29 MB
978-3-7494-4361-1 (9783749443611)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Ursula Kockelke Jahrgang 1943 erblickte in Wasserburg am Inn das Licht der Welt.

Ihre Geburt, so wie ihr weiteres Leben, war und ist ein ständiges Auf und Ab.

In der Schulzeit spielte sie im Orchester mit, und begeisterte sich für die angebotenen Arbeitsgemeinschaften.
Durch handwerkliches Geschick, gepaart mit künstlerischer Begabung fiel sie positiv, mit zum Teil verrückten Ideen, auf. 1969 wanderte sie in die USA aus. Familiäre Gründe ließen sie nach Deutschland zurückkehren.

Natur - und Tierliebe begleitet sie ihr ganzes Leben.
Malen und Modellieren sind dem Hang zum Schreiben gewichen.

Uris Verkleidung


Der Alltag ist schon lange auf dem Bauernhof eingekehrt.

"Burri, Burri" klingt es über den Hof. Burri und Uri befinden sich auf der Pferdekoppel.

"Das ist doch die Stimme von Bauer Ewald."

Schnell galoppieren er und Uri, der ihm immer folgt, zu seinem Herrn.

Es ist früh am Morgen. Bauer Ewald steht mit einem Topf und einem Pinsel auf dem Hof.

"Da seid ihr ja. Heute geht es gemeinsam zum Markt."

"Ich darf mit?"

"Dein Karren steht auch bereit.

"Uri zappelt aufgeregt.

"Bleib still stehen", und malt ihm einen weißen Strich auf die Brust. "Mit dem weißen Abzeichen wird dich niemand erkennen."

"Darf ich noch eine Runde über den Hof drehen?"

"Komm schnell zurück, wir wollen in zehn Minuten zum Markt."

Uri läuft zu Kurt und seinen Hennen. "Ratet was heute für ein Tag ist."

Kurt kann sich die Wochentage nicht merken und beginnt mit dem Sonntag.

"Falsch geraten."

"Ist heute ein Feiertag, werden heute unsere Füße gewaschen?"

"Ich sag es dir, das rätst du nie, nie im Leben rätst du, was passiert."

"Da bin ich aber gespannt."

"Heute ist mein erster Markttag. Sieh mich an.

Fällt dir denn gar nichts auf?"

"Was sollte mir auffallen?"

Edith mischt sich in die Unterhaltung. Sie kann sich das Lachen kaum verkneifen.

"Das ist nicht Uri. Uri hat kein weißes Abzeichen auf der Brust. Das ist ein Betrüger. Bist du neu hier? Wie heißt du?"

"Vor dir steht dein Freund Uri? Ich bin es wirklich. Ich darf mit zum Markt, deshalb hat der Bauer mich aus Sicherheitsgründen "verkleidet"."

Die Hühner und Kurt sind sicher. "Niemand wird dich erkennt."

Weiter trabt Uri zu den Gänsen.

"He, du da, was willst du auf unserem Hof?"

"Erkennt ihr mich denn nicht, ich bin es doch, Uri. Heute darf ich mit einem eigenen Karren den Bauer und Burri zum Markt begleiten."

"Deswegen siehst du so anders aus? Wir haben dich nicht erkannt."

Weiter galoppiert er zu den Pferden. Hier wird er ganz anders begrüßt.

"Hallo Uri. Warum hat dein grauer Pelz ein weißes Abzeichen?"

Uri stellt sich auf die Hinterbeine, damit das Weiß in seinem Haar besser zu sehen ist, und macht ein paar Bocksprünge vor Übermut.

"Heute begleite ich meinen Papa mit einem eigenen Wagen zum Markt."

"Tschüss, komm gesund wieder."

Nun noch schnell zu den Schweinen.

"Wer kommt uns denn da besuchen? Sag Uri gehst du zu einem Maskenball, und hast dir deswegen einen neuen Anzug zugelegt? Du bist ja kaum wieder zu erkennen."

"Ich darf mit zum Markt. Niemand wird mich erkennen."

Die Rinder auf der Weide schauen neugierig über den Weidezaun.

"Du sollst der Uri sein?"

Ungläubig sehen sie den Esel an.

"Jawohl ich bin der Esel Uri, Sohn von Burri. Der Bauer fährt mit meinem Papa zum Markt. Ich darf mit. Niemand wird merken, dass ich nicht Bruno bin."

In schnellem Galopp eilt er zurück.

"Es kann losgehen." Burri wartet schon. Uri wird vor sein beladenes Wägelchen geschirrt.

Gemeinsam geht es los.

Noch nicht aus dem Dorf heraus, hält der Bauer an.

"Uri, ist dir die Last auch nicht zu schwer?"

"Nein, nein meine Ladung ist federleicht."

Weiter geht es.

Auf dem Marktplatz


"Uri warum zitterst du?"

"Da vorne am Gemüsestand steht mein früherer Herr. Ich habe Angst, dass er mich erkennt."

"Bleib dicht hinter mir, ich sage Bauer Ewald, wo der Tierquäler steht. Du bist doch jetzt ein Anderer, und kennst diesen Kerl nicht. Dir kann nichts passieren."

Bauer Ewald ergreift das Zaumzeug von Uri, streichelt über seinen Kopf. Er spricht so laut, dass der Bösewicht ihn hören kann.

"Ruhig mein Freund, ein Marktplatz ist kein abgelegener Hof."

"Warum redest du mit einem Esel? So ein Unsinn, der kann dich doch nicht verstehen.

Deine Geschäfte gehen wohl gut, wenn du dir einen 2. Esel leisten kannst? Hoffentlich ist das nicht so ein störrisches, ängstliches Vieh wie meiner, der mir bei etwas Krach weggelaufen ist."

"Uri ist ein Sohn von Burri und kennt den Marktbetrieb noch nicht. Mit dem Kauf bin ich sehr zufrieden. Machs gut."

Ohne Hast ziehen die Drei weiter. Uri stupst vor Stolz seinem Herrn leicht an die Schulter, und schiebt sein Maul in Bauer Ewalds Hand. Dieser streicht über Uris Nüstern.

Die alte Frau, die dem Grobian die falsche Richtung wies, hat ihren Stand mit Äpfeln direkt neben Bauer Ewald.

"Das freut mich, dass du Burris Sohn gekauft hast. Ich kenne seinen früheren Besitzer. Dieser Uri hat sich sehr gut entwickelt. Wunderschön ist sein weißes Abzeichen."

Sie nimmt zwei Äpfel, und hält Vater und Sohn einen hin.

Mit Genuss verzehren die Esel ihren Apfel. Uri flüstert sie zu:

"Ich weiß, dass du mich verstehst. Das war eine gute Idee von dir, mit Burri fortzulaufen, du siehst glücklich aus."

Gegen Mittag ist fast alles verkauft.

"Darf ich ihnen mein letztes Gemüse schenken, dann kann ich mich auf den Heimweg machen."

"Gerne, wenn sie die letzten Äpfel nehmen."

Zu Hause angekommen, werden die Esel ausgeschirrt. Die Wagen gesäubert in ihren Unterstand gefahren.

Uri, das kennen wir ja schon, läuft wieder überall hin und erzählt seinen Freunden begeistert, dass ihn niemand erkannt hat. Wichtigtuerisch fügt er hinzu; "Nur die Apfelfrau, sie ist die Freundin vom Chef, erkannte mich, und kennt meine Geschichte."

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

Die verschwundene Edith


Wo ist Edith, Burri schaut um sich. Alle Hühner und auch Kurt, der nie ohne Edith zu sehen ist, haben sich zu ihm gesellt, und seiner Erzählung mit Spannung zugehört.

"Kurt, wo ist Edith, ich möchte ihr auch erzählen wie es mir ergangen ist. Sie kann nicht einfach verschwinden. Wir müssen sie suchen."

"Ich weiß wo sie steckt. Verraten werde ich nichts. Es wird eine riesen, große Überraschung."

Henne Gerda glaubt zu wissen, warum Edith verschwunden ist. Heimlich beobachtet sie Kurt.

Immer wieder schleicht er sich zum Misthaufen und sucht lange, bis er die richtigen, fetten, besonders lecker Regenwürmer findet.

Mit den Würmern, die an seinem Schnabel herunter hängen, sieht er nach rechts und links.

Gerda rührt sich nicht in ihrem Versteck.

Niemand ist zu sehen. Langsam, immer noch um sich schauend, verlässt er den Misthaufen, und begibt sich in die hintere Ecke vom Geräteschuppen.

Er steuert auf eine umgekippte uralte Karre zu.

Gerda, die ihm folgt, sieht Ediths Kopf heraus schauen. Nach einer Begrüßung übergibt Kurt Edith die Würmer.

Bevor Kurt den Geräteschuppen wieder verlässt, macht sich Gerda davon.

Dieses Spiel wiederholt sich. Immer wieder besucht Kurt Edith.

So vergehen zwei Wochen.

An einem Sonntag ruft Kurt alle Hennen zu sich.

Wichtig baut er sich vor seinen Damen auf.

"Heute werde ich mein Geheimnis lüften. Ich bin Papa geworden."

Großes Staunen.

"Wir freuen uns doch mit dir, warum hast du so ein Theater gemacht."

"Seit ihr denn nicht eifersüchtig?"

"Wir sind alle neugierig, wie Hühnerbabys aussehen."

Gerda mischt sich ein. "Paperlapap, Hühnerbabys nennt man Küken. Wann führst du uns zu Edith?"

Begleitet von der Hühnerschar begibt sich Kurt zum Geräteschuppen. Der Anblick macht die Hennen sprachlos. Keine sagt etwas.

Edith umgeben von piependen kleinen, gelben Wattebäuschchen.

"Kurt du musst sofort zu unserem Chef. Edith mit ihren Küken muss in einen gesicherten, vom Fuchs und Mäusebussard nicht zugänglichen, abgesperrten Bereich umziehen. Beeil dich."

Kurt rennt flatternd los, und findet den Bauer auf dem Hof, der gen Himmel schaut.

Ein Mäusebussard kreist über dem Anwesen.

Entsetzt sieht auch Kurt den Bussard.

Er stottert und fliegt auf die Schulter des Bauern.

"Warum bist du so aufgeregt, beruhige dich. Was ist los."

"Du musst ganz schnell kommen. Die Edith, - die Gerda, - ich habe solche Angst."

"Langsam, mein Freund, was ist mit den Hennen?"

"Doch wegen den Küken."

"Küken? Küken?" Jetzt ist der Bauer aufgeregt.

"Bei uns gab es noch nie Küken. Was redest du da?" "Die Edith doch, und Gerda sagt, dass der Bussard sie holt."

"Schnell, Kurt, schnell, bring mich hin."

Im Vorbeigehen...

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