Brandschutz und Baurecht (E-Book)

Rechtssichere Beurteilung von Neubau und Bestand
 
Stefan Koch (Autor)
 
Feuertrutz (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 24. November 2011 | 303 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86235-147-3 (ISBN)
 
Fragen zum Brandschutz beschäftigen zunehmend die Gerichte. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zu nachträglichen Anforderungen an Gebäude und zum Bestandsschutz. Aber auch rechtliche Anforderungen bei der Planung von Neubauten und Vorhaben im Bestand sind komplex und werden nicht immer ausreichend beachtet. Vor allem die Thematik Strafbarkeit und Haftung bei Schadensfällen ist ein viel diskutiertes Thema, denn die Haftungsgefahr ist aufgrund der Vielzahl an möglichen Brandschäden sehr groß. Das Fachbuch vermittelt leicht verständlich die Grundlagen des öffentlichen Baurechts. Darüber hinaus erklärt der Autor den Bestandsschutz eines Gebäudes anhand zahlreicher Fallbeispiele. Aktuelle Urteile aus der Rechtsprechung und Beispiele aus der Beratungspraxis des Autors veranschaulichen zusätzlich den Inhalt. Die Vorteile: - Der Leser gewinnt mehr Sicherheit in Rechtsfragen. - Anhand zahlreicher Fallbeispiele kann die eigene Situation besser eingeschätzt werden. - Das Fachbuch bietet Tipps und Hilfsmittel für die eigene Korrespondenz. Das Fachbuch richtet sich an Architekten, Brandschutzfachplaner und -sachverständige, Mitarbeiter von Behörden und Brandschutzdienststellen, Brandschutzbeauftragte und Property Manager.

Stefan Koch ist seit 2001 Rechtsanwalt und Partner bei CBH Rechtsanwälte Köln mit Tätigkeitsschwerpunkt im öffentlichen Baurecht. Seit 2005 ist er Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Neben seiner umfassenden Beratungstätigkeit im öffentlichen Baurecht hat er sich auf Rechtsfragen des Brandschutzes spezialisiert. Zusätzlich zu seiner Vortragstätigkeit und einer Vielzahl von Veröffentlichungen ist er Mitautor des Brandschutzatlas.
Deutsch
Für Beruf und Forschung | Das Fachbuch richtet sich an Architekten, Brandschutzfachplaner und -sachverständige, Mitarbeiter von Behörden und Brandschutzdienststellen, Brandschutzbeauftragte sowie Asset- und Property Manager.
8,38 MB
978-3-86235-147-3 (9783862351473)
3862351475 (3862351475)
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Stefan Koch
ist seit 2001 Rechtsanwalt und Partner bei CBH Rechtsanwälte Köln mit Tätigkeitsschwerpunkt im öffentlichen Baurecht. Seit 2005 ist er Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Neben seiner umfassenden Beratungstätigkeit im öffentlichen Baurecht hat er sich auf Rechtsfragen des Brandschutzes spezialisiert. Zusätzlich zu seiner Vortragstätigkeit und einer Vielzahl von Veröffentlichungen ist er Mitautor des Brandschutzatlas.
1 - Titel [Seite 1]
2 - Impressum [Seite 4]
3 - Vorwort [Seite 7]
4 - Inhaltsverzeichnis [Seite 9]
5 - Teil A - Rechtsquellen und Grundbegriffe desBrandschutzrechts [Seite 17]
6 - 1 Einführung [Seite 17]
7 - 2 Herkunft der Rechtsquellen im Brandschutz [Seite 19]
7.1 - 2.1 Europarecht [Seite 19]
7.2 - 2.2 Bundesrecht [Seite 22]
7.3 - 2.3 Landesrecht [Seite 23]
7.4 - 2.4 Autonomes Recht [Seite 25]
7.5 - 2.5 DIN-Normen und sonstige technische Regeln [Seite 26]
8 - 3 Rangordnung der Rechtsquellen [Seite 29]
8.1 - 3.1 Rangordnung nach der Herkunft [Seite 29]
8.2 - 3.2 Rangordnung nach der Art der Rechtsquellen [Seite 30]
9 - 4 Verwaltungsrecht, Zivilrecht und Strafrecht [Seite 31]
9.1 - 4.1 Verwaltungsrecht [Seite 31]
9.2 - 4.2 Zivilrecht [Seite 32]
9.3 - 4.3 Strafrecht [Seite 32]
10 - 5 Ermächtigungen und materielle Vorschriften [Seite 33]
10.1 - 5.1 Vorschriften über Zuständigkeit und Verfahren [Seite 33]
10.2 - 5.2 Ermächtigungen [Seite 33]
10.3 - 5.3 Vorschriften mit materiellen Anforderungen [Seite 35]
11 - Teil B - Brandschutzanforderungen imBaugenehmigungsverfahren [Seite 37]
12 - 1 Einführung [Seite 37]
13 - 2 Formelle Anforderungen an dieBaugenehmigung [Seite 39]
13.1 - 2.1 Änderungen durch die MBO 2002 [Seite 39]
13.1.1 - 2.1.1 Verfahrensarten [Seite 39]
13.1.2 - 2.1.2 Erstellung und Prüfung der Brandschutznachweise nach MBO 2002 [Seite 41]
13.2 - 2.2 Brandschutznachweis und Brandschutzkonzept [Seite 44]
13.2.1 - 2.2.1 Brandschutznachweis [Seite 44]
13.2.2 - 2.2.2 Brandschutzkonzept [Seite 46]
13.2.3 - 2.2.3 Qualität von Brandschutzkonzepten [Seite 49]
13.2.4 - 2.2.4 Rechtliche Folgen unzureichender Brandschutzkonzepte [Seite 51]
13.3 - 2.3 Rechtsnatur, Inhalt und Wirkungen der Baugenehmigung [Seite 54]
13.3.1 - 2.3.1 Rechtsnatur der Baugenehmigung [Seite 54]
13.3.2 - 2.3.2 Antragsgebundenheit der Baugenehmigung [Seite 58]
13.3.3 - 2.3.3 Form und Inhalt der Baugenehmigung [Seite 58]
14 - 3 Materielle Anforderungen an die Baugenehmigung [Seite 63]
14.1 - 3.1 Änderungen durch die MBO 2002 [Seite 63]
14.2 - 3.2 Systematik der Vorschriften mit materiellen Anforderungen [Seite 64]
14.3 - 3.3 Konkrete Gefahr [Seite 65]
14.3.1 - 3.3.1 Gefahr im allgemeinen Ordnungsrecht [Seite 65]
14.3.2 - 3.3.2 Konkrete Gefahr im Bauordnungsrecht [Seite 69]
14.3.3 - 3.3.3 Rechtsprechung zur konkreten Gefahr im Brandschutzrecht [Seite 74]
14.3.4 - 3.3.4 Fazit: Bewertung des Einzelfalles maßgebend [Seite 80]
14.3.5 - 3.3.5 Rechtsfolgen der konkreten Gefahr [Seite 86]
14.4 - 3.4 Anforderungen an den Brandschutz in Sonderbauten [Seite 88]
14.4.1 - 3.4.1 Systematik der gesetzlichen Regelung [Seite 88]
14.4.2 - 3.4.2 Sonderbau als Tatbestand [Seite 91]
14.4.3 - 3.4.3 Besondere Anforderungen [Seite 94]
14.4.4 - 3.4.4 Besondere Anforderungen in Sonderbauverordnungen [Seite 96]
14.4.5 - 3.4.5 Materielle Voraussetzungen für besondere Anforderungen an den Brandschutz [Seite 98]
14.4.6 - 3.4.6 Erleichterungen [Seite 100]
14.5 - 3.5 Berücksichtigung brandschutztechnischer Anforderungen in anderen Rechtsquellen [Seite 102]
14.5.1 - 3.5.1 Arbeitsschutzrecht [Seite 102]
14.5.2 - 3.5.2 Gaststättenrecht [Seite 105]
14.6 - 3.6 Abweichungen [Seite 106]
14.6.1 - 3.6.1 Voraussetzungen für eine Abweichung [Seite 107]
14.6.2 - 3.6.2 Ermessen der Bauaufsicht [Seite 111]
14.6.3 - 3.6.3 Verfahrensfragen bei Abweichungen [Seite 111]
14.7 - 3.7 Baulasten [Seite 112]
14.7.1 - 3.7.1 Rechtsgrundlage [Seite 113]
14.7.2 - 3.7.2 Entstehen und Erlöschen von Baulasten [Seite 114]
14.7.3 - 3.7.3 Arten von Baulasten [Seite 114]
15 - 4 Rechtsschutz [Seite 117]
15.1 - 4.1 Klage auf Erteilung der Baugenehmigung bei Untätigkeit der Genehmigungsbehörde [Seite 117]
15.2 - 4.2 Klage auf Erteilung der Baugenehmigung nach Ablehnung des Bauantrags [Seite 118]
15.3 - 4.3 Rechtsschutz gegen Nebenbestimmungen [Seite 119]
15.4 - 4.4 Rechtsschutz gegen modifizierende Auflagen/Inhaltsbestimmungen [Seite 122]
15.5 - 4.5 Praxistipp [Seite 123]
16 - Teil C - Bauausführung [Seite 125]
17 - 1 Einführung [Seite 125]
18 - 2 Verantwortlichkeit in der Bauphase [Seite 127]
18.1 - 2.1 Bauherr [Seite 128]
18.2 - 2.2 Sonstige am Bau Beteiligte [Seite 129]
18.2.1 - 2.2.1 Entwurfsverfasser [Seite 129]
18.2.2 - 2.2.2 Bauunternehmer [Seite 129]
18.2.3 - 2.2.3 Bauleiter [Seite 130]
19 - 3 Bauüberwachung [Seite 133]
19.1 - 3.1 Träger der Bauüberwachung [Seite 134]
19.1.1 - 3.1.1 Bauaufsicht [Seite 134]
19.1.2 - 3.1.2 Prüfingenieure [Seite 134]
19.1.3 - 3.1.3 Prüfsachverständige [Seite 135]
19.1.4 - 3.1.4 Ersteller des Brandschutznachweises [Seite 135]
19.2 - 3.2 Erforderliche Anzeigen [Seite 135]
19.2.1 - 3.2.1 Anzeige über den Baubeginn [Seite 135]
19.2.2 - 3.2.2 Bauzustandsanzeige [Seite 136]
19.2.3 - 3.2.3 Anzeige der Nutzungsaufnahme [Seite 136]
20 - 4 Verwendbarkeit von Bauprodukten [Seite 137]
20.1 - 4.1 Einführung in die Regelungen über Bauprodukte [Seite 137]
20.2 - 4.2 Verwendbarkeitsnachweis nach Vorschriften zur Umsetzung europäischen Rechts [Seite 140]
20.2.1 - 4.2.1 Verwendbarkeitsnachweis auf der Grundlage des BauPG [Seite 141]
20.2.2 - 4.2.2 Verwendbarkeitsnachweis auf der Grundlage von Vorschriften zur Umsetzung der BPR [Seite 142]
20.2.3 - 4.2.3 Verwendbarkeitsnachweis auf der Grundlage von Vorschriften zur Umsetzung sonstiger Richtlinien der Europäischen Gemeinschaften [Seite 142]
20.3 - 4.3 Verwendbarkeitsnachweis auf der Grundlage der MBO bzw. der LBOs [Seite 143]
20.3.1 - 4.3.1 Geregelte Bauprodukte [Seite 143]
20.3.2 - 4.3.2 Nicht geregelte Bauprodukte [Seite 144]
20.3.3 - 4.3.3 Bauprodukte mit nur untergeordneter Bedeutung [Seite 148]
20.3.4 - 4.3.4 Sonstige Bauprodukte [Seite 148]
20.4 - 4.4 Übereinstimmungsnachweis [Seite 148]
20.4.1 - 4.4.1 Übereinstimmungserklärung des Herstellers [Seite 149]
20.4.2 - 4.4.2 Übereinstimmungszertifikat [Seite 150]
20.5 - 4.5 Kennzeichnung [Seite 150]
20.5.1 - 4.5.1 Ü-Zeichen [Seite 151]
20.5.2 - 4.5.2 CE-Kennzeichen [Seite 152]
20.6 - 4.6 Abweichungen von Verwendbarkeitsnachweisen [Seite 152]
20.7 - 4.7 Zusammenfassung [Seite 153]
21 - 5 Behördliche Maßnahmen während der Bauausführung [Seite 155]
21.1 - 5.1 Maßnahmen der Behörde bei falscher oder fehlender Kennzeichnung von Bauprodukten [Seite 155]
21.1.1 - 5.1.1 Maßnahmen bei falscher Kennzeichnung [Seite 155]
21.1.2 - 5.1.2 Maßnahmen bei fehlender Kennzeichnung [Seite 156]
21.2 - 5.2 Einstellung von Arbeiten (Baustilllegung) [Seite 156]
22 - Teil D - Brandschutz und Bestandsschutz [Seite 159]
23 - 1 Einführung [Seite 159]
24 - 2 Voraussetzungen für Bestandsschutz [Seite 163]
24.1 - 2.1 Entstehen von Bestandsschutz [Seite 164]
24.1.1 - 2.1.1 Abhängigkeit von der Genehmigungssituation [Seite 164]
24.1.2 - 2.1.2 Fertigstellung und behördliche Schlussabnahme [Seite 166]
24.2 - 2.2 Entfallen von Bestandsschutz [Seite 167]
24.2.1 - 2.2.1 Beseitigung der Bausubstanz [Seite 168]
24.2.2 - 2.2.2 Nutzungsaufgabe, -unterbrechung und -änderung [Seite 168]
24.2.3 - 2.2.3 Bauliche Änderungen [Seite 173]
24.2.4 - 2.2.4 Nachtragsbaugenehmigung [Seite 174]
25 - 3 Rechtsfolgen des Bestandsschutzes [Seite 175]
25.1 - 3.1 Grundsatz [Seite 175]
25.2 - 3.2 Durchbrechungen des Bestandsschutzes [Seite 175]
25.2.1 - 3.2.1 Anforderungen bei baulichen Änderungen (Änderungsverlangen) [Seite 175]
25.2.2 - 3.2.2 Anpassungsverlangen [Seite 178]
25.2.3 - 3.2.3 Nachträgliche Anordnungen [Seite 181]
25.3 - 3.3 Einschreiten nach der bauordnungsrechtlichen Generalklausel [Seite 183]
26 - 4 Sonderproblem: Brandschutzkonzepte für bestehende Gebäude [Seite 185]
27 - 5 Zusammenfassende Praxisbeispiele für den Brandschutz im Bestand [Seite 189]
27.1 - 5.1 Kein Bestandsschutz bei unvollständiger Umsetzung von Auflagen [Seite 189]
27.2 - 5.2 Entfallen von Bestandsschutz bei wesentlichen baulichen Änderungen [Seite 190]
27.3 - 5.3 Entfallen von Bestandsschutz bei Nutzungsänderungen [Seite 190]
27.4 - 5.4 Durchbrechen des Bestandsschutzes durch ein Anpassungsverlangen - Gefahr für Leib und Leben bei fehlendem zweiten Rettungsweg [Seite 193]
27.5 - 5.5 Beweislast für die tatsächlichen Voraussetzungen von Bestandsschutz [Seite 199]
27.6 - 5.6 Bestandsschutz bei einem Austausch der Beurteilungsgrundlage [Seite 200]
27.7 - 5.7 Nachträgliche Anforderungen an ein bestandsgeschütztes Gebäude bei unveränderter und ursprünglich bekannter Gefahr [Seite 202]
28 - 6 Schlussbemerkung [Seite 209]
29 - Teil E - Strafbarkeit und Haftung [Seite 211]
30 - 1 Einführung [Seite 211]
31 - 2 Strafbarkeit [Seite 213]
31.1 - 2.1 Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB) und fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB) [Seite 215]
31.1.1 - 2.1.1 Erfolgsverursachung [Seite 216]
31.1.2 - 2.1.2 Objektive Sorgfaltspflichtverletzung [Seite 217]
31.1.3 - 2.1.3 Typische Sorgfaltspflichtverletzungen der am Bau Beteiligten [Seite 219]
31.1.4 - 2.1.4 Objektive Vorhersehbarkeit [Seite 223]
31.1.5 - 2.1.5 Weitere Voraussetzungen der Strafbarkeit [Seite 223]
31.2 - 2.2 Baugefährdung (§ 319 StGB) [Seite 226]
31.2.1 - 2.2.1 Täterkreis [Seite 226]
31.2.2 - 2.2.2 Tathandlungen [Seite 227]
31.2.3 - 2.2.3 Taterfolg [Seite 227]
31.2.4 - 2.2.4 Baugefährdung bei bestehenden Bauwerken [Seite 227]
31.2.5 - 2.2.5 Fazit [Seite 228]
31.3 - 2.3 Strafbarkeit und Bestandsschutz [Seite 228]
32 - 3 Deliktische Haftung [Seite 235]
32.1 - 3.1 Haftung gemäß § 823 Abs. 1 BGB [Seite 235]
32.1.1 - 3.1.1 Rechtsgutverletzung und Kausalität [Seite 235]
32.1.2 - 3.1.2 Verschulden [Seite 237]
32.2 - 3.2 Haftung gemäß § 823 Abs. 2 BGB [Seite 238]
32.3 - 3.3 Amtshaftung [Seite 239]
33 - Teil F - Neuere Rechtsprechung zum Brandschutz [Seite 245]
34 - 1 Einführung [Seite 245]
35 - 2 Genehmigungsverfahren, Baugenehmigung und Bauprodukte [Seite 247]
35.1 - 2.1 Verfahrensrecht [Seite 247]
35.1.1 - 2.1.1 Formelle Anforderungen an die Befreiung von Brandschutzvorschriften [Seite 247]
35.1.2 - 2.1.2 Nachbarschützende Wirkung von Brandschutzanforderungen [Seite 248]
35.1.3 - 2.1.3 Nachbarschutz im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren [Seite 248]
35.1.4 - 2.1.4 Bauvorbescheid und Brandschutz [Seite 249]
35.1.5 - 2.1.5 Zweifel an der sicheren Benutzbarkeit einer baulichen Anlage lassen sofort wirksame Maßnahmen zu [Seite 250]
35.1.6 - 2.1.6 Erteilung einer Nachtragsbaugenehmigung - abgelehnt wegen Nichterfüllung der Anforderungen der Bauprüfverordnung hinsichtlich der Beachtung von Brandschutzbestimmungen [Seite 252]
35.1.7 - 2.1.7 Baugenehmigung zum Neubau und zur Erweiterung einer Tankstelle zu einem Geschäftshaus mit Tankstelle -Brandschutzkonzept - einstweiliger Rechtsschutz erfolglos [Seite 253]
35.2 - 2.2 Materielle Anforderungen [Seite 254]
35.2.1 - 2.2.1 Beschränkung der Besucherzahl durch eine Auflage [Seite 254]
35.2.2 - 2.2.2 Kompensation von Brandschutzmängeln durch eine Brandmeldeanlage [Seite 255]
35.2.3 - 2.2.3 Anfechtung von Nebenbestimmungen für Sonderbauten [Seite 256]
35.2.4 - 2.2.4 Zwangsgeldfestsetzung wegen Verstoßes gegen eine Brandschutzauflage [Seite 258]
35.2.5 - 2.2.5 Mindestbreite für den Standort eines Feuerwehrfahrzeugs bei unbefahrbaren Wohnwegen [Seite 259]
35.2.6 - 2.2.6 Anspruch auf Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung für gemeindliche Einrichtungen [Seite 260]
35.3 - 2.3 Bauproduktenrecht - Widerruf der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung eines Bauprodukts [Seite 261]
36 - 3 Nachträgliche Anforderungen und Bestandsschutz [Seite 263]
36.1 - 3.1 Generalklausel [Seite 263]
36.1.1 - 3.1.1 Verwirkung der bauaufsichtsbehördlichen Befugnisse zum Einschreiten [Seite 263]
36.1.2 - 3.1.2 Behördliche Befugnisse bei Abweichungen von der Baugenehmigung [Seite 264]
36.1.3 - 3.1.3 Nutzungsuntersagung wegen Verstoßes gegen brandschutzrechtliche Auflagen [Seite 265]
36.1.4 - 3.1.4 Brandschutz und wirtschaftliche Interessen [Seite 266]
36.1.5 - 3.1.5 Rückbauverpflichtung wegen Feuerübertragungsgefahr [Seite 267]
36.1.6 - 3.1.6 Bauordnungsrechtliche Abweichung zur Sicherung des zweiten Rettungsweges [Seite 268]
36.1.7 - 3.1.7 Bestimmtheit einer bauordnungsrechtlichen Verfügung [Seite 269]
36.1.8 - 3.1.8 Nutzungsuntersagung bei einer im vereinfachten Genehmigungsverfahren erteilten Baugenehmigung [Seite 270]
36.1.9 - 3.1.9 Begründung der Vollzugsanordnung und überwiegendes Vollzugsinteresse bei Brandgefahren im ersten Rettungsweg [Seite 271]
36.1.10 - 3.1.10 Notwendigkeit einer Brandschau in einem Gerichtsgebäude [Seite 272]
36.2 - 3.2 Bestandsschutz [Seite 273]
36.2.1 - 3.2.1 Abgrenzung zwischen Instandhaltung und baulicher Änderung [Seite 273]
36.2.2 - 3.2.2 Rücknahme der Baugenehmigung, Anwendbarkeit der Krankenhausbauverordnung auf Altenheime [Seite 274]
36.2.3 - 3.2.3 Berücksichtigung von Alternativmaßnahmen bei einem Anpassungsverlangen [Seite 275]
36.2.4 - 3.2.4 Rechtliche Grenzen eines Anpassungsverlangens [Seite 275]
36.2.5 - 3.2.5 Nachträgliche Forderung eines zweiten baulichen Rettungsweges [Seite 276]
36.2.6 - 3.2.6 Nachträgliche Anforderungen bei baulichen Änderungen [Seite 277]
36.2.7 - 3.2.7 Nachträgliche Forderung eines zweiten baulichen Rettungsweges [Seite 278]
36.2.8 - 3.2.8 Anwendung der Krankenhausbauverordnung auf Altenpflegeheime [Seite 279]
36.2.9 - 3.2.9 Bestätigung der Rechtsprechung zur Untauglichkeit von Notleitern als zweiter baulicher Rettungsweg [Seite 280]
36.2.10 - 3.2.10 Anordnung zur Errichtung eines Sicherheitstreppenraums in einem Wohnhaus [Seite 282]
37 - 4 Schadensersatz und Haftung [Seite 285]
37.1 - 4.1 Amtshaftung [Seite 285]
37.1.1 - 4.1.1. Haftung wegen Falschauskunft über Brandschutzanforderungen [Seite 285]
37.1.2 - 4.1.2 Haftung wegen unterbliebener Nachbarbeteiligung [Seite 286]
37.1.3 - 4.1.3 Amtshaftungsanspruch für Aufwendungen bei nachträglich erteilter Auflage [Seite 287]
37.1.4 - 4.1.4 Beachtlichkeit einer wegen ihrer Befristung außer Kraft getretenen Verwaltungsvorschrift für einen Amtsträger [Seite 288]
37.2 - 4.2 Haftung des Architekten und anderer am Bau Beteiligter [Seite 290]
37.2.1 - 4.2.1 Haftung des Architekten bei fehlerhaftem Brandschutzkonzept [Seite 290]
37.2.2 - 4.2.2 Eignungsnachweis für Bauprodukte [Seite 291]
37.2.3 - 4.2.3 Brandschutzmängel infolge eines Organisationsverschuldens [Seite 291]
37.2.4 - 4.2.4 Schadensersatzpflicht des Auftragnehmers bei der Herstellung fehlerhafter Brandschutzmaßnahmen [Seite 292]
37.2.5 - 4.2.5 Planungsfehler des Architekten im Zusammenhang mit der möglichen Verwendung brennbarer Werkstoffe [Seite 293]
37.2.6 - 4.2.6 Haftung des Architekten wegen arglistigen Verschweigenseines Mangels im Rahmen der Bauüberwachung [Seite 295]
38 - Anhang [Seite 297]
38.1 - Bildquellenverzeichnis [Seite 297]
38.2 - Stichwortverzeichnis [Seite 298]
4 Rechtsschutz (S. 117-118)

Dieses Kapitel enthält einen Überblick über die Rechtsschutzmöglichkeiten für den Bauherrn gegen brandschutzrechtliche Anforderungen in der Baugenehmigung. Sofern nach dem jeweiligen Landesrecht der erfolglose Abschluss eines Vorverfahrens Voraussetzung für eine Klage vor dem VG ist, muss gegen die Baugenehmigung zunächst Widerspruch erhoben werden. In Nordrhein-Westfalen ist ein Widerspruchsverfahren gegen Baugenehmigungen derzeit nicht vorgesehen, wenn die Ablehnung der Baugenehmigung in der Zeit vom 01.11.2007 bis zum 31.10.2012 bekannt gegeben worden ist. (§ 68 Abs. 1 Satz 2, Var. 1 VwGO i.V.m. § 110 Abs. 1 JustG NRW) Dies gilt gemäß § 110 Abs. 3 Satz 2 Nr. 7 JustG NRW auch, wenn sich Nachbarn gegen den Erlass einer Baugenehmigung wenden.

Im Übrigen sind für den gerichtlichen Rechtsschutz die in der VwGO vorgesehenen Klagearten und deren Zulässigkeitsvoraussetzungen maßgebend, die an dieser Stelle nicht weiter vertieft werden können. Für den Bauherrn können folgende Konstellationen (ausführlich behandelt in den Punkten 4.1 bis 4.4 in diesem Kapitel) Anlass sein, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen:

? Der Bauherr beantragt eine Baugenehmigung, die Baubehörde reagiert jedoch nicht bzw. nicht in angemessener Zeit (Punkt 4.1).
? Die Baubehörde verweigert die Erteilung einer beantragten Baugenehmigung (Punkt 4.2).
? Die Baubehörde erteilt die Baugenehmigung mit Nebenbestimmungen (Punkt 4.3).
? Die Baubehörde genehmigt ein Vorhaben mit einer modifizierenden Auflage (Punkt 4.4).

4.1 Klage auf Erteilung der Baugenehmigung bei Untätigkeit der Genehmigungsbehörde

Gemäß § 72 Abs. 1 MBO hat der Bauherr einen Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung, sofern öffentlich-rechtliche Vorschriften dem Vorhaben nicht entgegenstehen (siehe Punkt 2.3 in diesem Teil des Werkes). Häufig kann jedoch im Baugenehmigungsverfahren mit der Bauaufsicht keine Einigung über den erforderlichen Umfang etwa von Brandschutzvorkehrungen erzielt werden. Dadurch können langwierige Verzögerungen des Verfahrens entstehen.

Erfolgt die Prüfung des Brandschutznachweises durch einen Prüfsachverständigen, stellt sich diese Frage regelmäßig nicht. Rechtsbehelfe gegen die Prüfung des Brandschutznachweises durch einen Prüfsachverständigen sind nicht gegeben und auch nicht erforderlich. § 75 VwGO gibt dem Kläger die Möglichkeit, bei Untätigkeit der Behörde die Erteilung der Baugenehmigung gerichtlich zu erzwingen. Statthafte Klageart ist in dieser Konstellation die Verpflichtungsklage in Gestalt der Untätigkeitsklage. Im Gerichtsverfahren würde der Kläger beantragen: „… die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger gemäß seinem Bauantrag vom … für die Errichtung eines … auf dem Grundstück … eine Baugenehmigung zu erteilen.“

Richtiger Kläger ist bei einer Verpflichtungsklage auf Erteilung einer Baugenehmigung immer der Bauherr, auch wenn das Baugrundstück nicht in seinem Eigentum steht. Ggf. muss der Bauherr gegenüber dem Gericht jedoch nachweisen, dass er zur Stellung des Bauantrags ermächtigt war. Die Durchführung eines Widerspruchsverfahrens ist gemäß § 75 VwGO entbehrlich. Voraussetzung ist lediglich, dass über den Bauantrag „in angemessener Frist ohne sachlichen Grund“ nicht entschieden wurde. Ein sachlicher Grund für die Nichtbescheidung des Bauantrags kann in unvollständigen bzw. nicht prüffähigen Bauvorlagen bestehen. Dabei ist häufig die angebliche Unvollständigkeit, d.h. das Fehlen eines bearbeitungsfähigen Brandschutzkonzeptes, der Anlass für die Verzögerung."
Fragen zum Brandschutz beschäftigen zunehmend die Gerichte. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zu nachträglichen Anforderungen an Gebäude und zum Bestandsschutz. Aber auch rechtliche Anforderungen bei der Planung von Neubauten und Vorhaben im Bestand sind komplex und werden nicht immer ausreichend beachtet.

Vor allem die Thematik Strafbarkeit und Haftung bei Schadenfällen ist ein viel diskutiertes Thema, denn die Haftungsgefahr ist aufgrund der Vielzahl an möglichen Brandschäden sehr groß.

Das Fachbuch richtet sich an Architekten, Brandschutzfachplaner und -sachverständige, Mitarbeiter von Behörden und Brandschutzdienststellen, Brandschutzbeauftragte sowie Asset- und Property Manager.

In diesem Fachbuch werden die Grundlagen des öffentlichen Baurechts vermittelt. Es erläutert die Brandschutzanforderungen in der Baugenehmigung. Dabei geht der Autor auf formelle und materielle Anforderungen ein.

Darüber hinaus erklärt das Buch den Bestandsschutz eines Gebäudes anhand zahlreicher Fallbeispiele. Aktuelle Urteile aus der Rechtsprechung und Beispiele aus der Beratungspraxis des Autors veranschaulichen den Inhalt.

Aus dem Inhalt:

- Rechtsquellen und Grundbegriffe des Brandschutzrechts
- Brandschutzanforderungen im Baugenehmigungsverfahren
- Bauausführung
- Brandschutz und Bestandsschutz
- Strafbarkeit und Haftung
- Neuere Rechtsprechung zum Brandschutz

Dateiformat: PDF
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Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

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