Ökodiktatur

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. September 2018
  • |
  • 252 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7528-7470-9 (ISBN)
 
Die Menschheit lebt schon seit geraumer Zeit über ihre Verhältnisse. Menschliches Handeln hat unseren Planeten verändert, hat den Klimawandel eingeleitet. Wie können wir dem Temperaturanstieg begegnen, ohne dabei auf der Strecke zu bleiben? Das Artensterben schreitet voran, die Meere ertrinken im Wohlstandsmüll, die Landwirtschaft gerät aus den Fugen, die Luft zum Atmen wird immer schlechter, die Qualität der Lebensmittel nimmt ab, die Verlockungen des Konsums sind überall. Wie können wir nachhaltiger leben? Wie ökologischer konsumieren zum Wohle aller? In unserem modernen Leben gibt es viele ökologische Herausforderungen, die es gilt anzunehmen.
Dieses Buch legt Zahlen vor, benennt Fakten, stellt Fragen, sucht nach Antworten und gibt praktische Tipps für einen ökologischeren und nachhaltigeren Lebensansatz im Alltag. Mit kritischem Blick beleuchtet die Autorin schonungslos frei zugängliche Informationen und kommentiert sie auf sehr persönliche Weise.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 2,96 MB
978-3-7528-7470-9 (9783752874709)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Grimhild Knolle lebt abgeschieden ländlich mit ihren Haustieren und ihrer Familie in der Norddeutschen Tiefebene. Die Autorin und Künstlerin blickt kritisch auf die Entwicklungen der letzten 30 Jahre im Bereich Ökologie, Landwirtschaft, Nahrungsmittelerzeugung, Konsumverhalten und Energieversorgung. Ihre Arbeiten spiegeln das Verhältnis Mensch - Natur wieder.

Amuse bouche


Morgens in der Schule fragt die Bio-Lehrerin:

"Wer ist für das Artensterben? Finger hoch!"

Wohl nur wenige würden jetzt reagieren, wahrscheinlich keiner.

Auf die eindeutig tendenzielle Frage gäbe es sicherlich auch eine eindeutige Tendenz zur Ablehnung.

Warum ist das so? Und warum gibt es auf die Frage eine Mainstream-Antwort, wo doch der Mainstream komplett entgegengesetzt handelt.

Morgens in der Uni fragt der Wirtschaftsprofessor:

"Wer ist dafür, seinen Konsum einzudämmen? Finger hoch!"

Jetzt wird es schon enger mit der Antwort. Die Crowd spaltet sich.

Während die einen noch mit der Vernunft kämpfen und zögerlich das Händchen heben, gibt es jetzt etliche, die den Kopf schütteln und aussteigen. Warum ist das so? Und warum kann es es hier keine Mainstream-Meinung geben?

Mittags in der Mensa fragt der Koch:

"Wer ist für gesunde Lebensmittel? Finger hoch!"

Jetzt wird es wieder eindeutiger. Natürlich sind alle für gesunde Lebensmittel. Wer würde schon gerne Ungesundes zu sich nehmen? Wer würde sich schon gerne schlecht ernähren, ausgenommen natürlich mit Süßigkeiten und anderen unverzichtbaren Leckereien, die in erster Linie als Seelennahrung dienen und erst in zweiter Linie der eigenen Linie sprich Figur nicht dienen.

Nachmittags bei der Elternkonferenz fragt die Erzieherin:

"Wer möchte seinen Kinder die bestmögliche Zukunft bieten? Finger hoch!"

Auch jetzt schnellen alle Hände nach oben, keiner will seinem Nachwuchs was Schlechtes antun. Schließlich sind sie die Zukunft. Und da wir alle Genegoisten sind, kommen die eigenen Nachkommen zuerst. Mit der Verantwortung der Eltern steigt die Ernsthaftigkeit des Ansinnens, seinen Sprösslingen alles angedeihen zu lassen, was in den finanziellen Rahmen der jeweiligen Familien passt.

So weit, so Mainstream! Und doch handeln wir komplett anders.

Die Schwächen in uns

Niemand ist perfekt. Wir alle haben Fehler und Macken. Wir sind schwach und geben Gelüsten nach. Ohne Selbsteinschränkung und Verzicht werden wir in den Strudel aus Konsum, Neid und Gleichgültigkeit hineingezogen und drohen darin zu ertrinken. Viele leiden unter dem permanenten Materialismus und reagieren mit psychischen oder physischen Belastungen.

Wer das will, muss genau so weitermachen wie bisher. Alle anderen müssen an sich arbeiten, reflektieren, dass sie schwach und manipulierbar sind und sich Dinge bewusst machen. Weniger kann sehr viel mehr sein, Minimalismus ist ein neuer Trend.

Noch ist es nicht zu spät. Jeder kann an seiner Lebensqualität arbeiten, kann Sachen ändern, Kleinigkeiten anders machen, einfach bewusster agieren. Sich von überflüssigen Sachen zu befreien, kann auch ein Stück Freiheit als Gewinn bringen. Sich mehr durch eigene Körperkraft bewegen, kann die Psyche verbessern helfen. Weniger Konsum, weniger Energieverbrauch, weniger Fleisch - es kann uns positiv stimmen und zufriedener machen.

Aus kleinen Schritten werden irgendwann große Schritte, aus großen Schritten wird irgendwann eine sicht- und spürbare Verbesserung für alle.

Revolution beginnt von unten, nicht von oben!

Haben Sie keine scheu, damit zu beginnen. Schielen Sie nicht auf andere, sondern gehen Sie selber den ersten Schritt.

Man muss nur einfach mal damit anfangen, jeder einzelne für sich selbst, besser heute als morgen.

Unser Leben ist vollständig abhängig von Luft, Wasser und Natur.

Vergessen wir das nie! Bei allem, was wir tun, sollten wir über die Folgen nachdenken. Denn nur dann erweisen wir uns als das intelligenteste Wesen dieses Planten, als das wir uns so gerne ausgeben.

Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ist ein Ozean, sagte einst der englische Naturwissenschaftler Isaac Newton (gestorben 1726).

Heute können wir uns damit nicht mehr rausreden, heute wissen wir sehr viel mehr als damals - wenn wir es nur wollen.

Weniger ist mehr!

Was bedeutet Lebensqualität für jeden Einzelnen?

Nicht das Übermaß, die ständige Verfügbarkeit, das ungehemmte Konsumieren machen uns glücklich. Fragen sie Herrn Hirschhausen!

Natürlich wünschen sich die Wirtschaft, die Industrie, die Betriebe eine stetig wachsende Kundschaft, stetig wachsende Gewinne, die ihr Auskommen sichert und die Aktionäre zufrieden stellt.

Natürlich freut sich der Staat über eine geringe Arbeitslosenquote, sprudelnde Kassen, eine Einnahmekurve, die nur eine Richtung kennt, die berühmte schwarze Null.

Aber was ist mit uns Verbrauchern, uns Kunden, uns Bürgern? Wollen wir immer mehr konsumieren, immer mehr zum Wachstum beitragen, den Reichen immer mehr die Taschen stopfen?

Wir lassen uns verführen, uns einlullen, geben einem vermeintlichen Wunschdenken nach. Der eine mehr, der andere weniger.

Kaufen kann süchtig machen, schöne Dinge erwerben kann süchtig machen, sich belohnen mit Einkäufen kann süchtig machen.

Unsere Lebensqualität steigt aber nicht mit einem noch größeren Auto, mit noch mehr Billigreisen in den Süden, mit noch mehr Schuhen, mit noch mehr Paketen. Lebensqualität hat nur bedingt etwas mit Besitz und Konsum zu tun. Sie stellt sich oft unbemerkt ein und erst, wenn sie verschwindet, wird sie uns bewusst. Nicht das Streben nach immer mehr Masse sollte unser Ziel sein, sondern das Streben nach mehr Qualität.

Mehr Qualität bei Lebensmitteln, mehr Qualität bei Autos, Kleidung, Arbeit, Service, Wohnen, Familie.

Wie können wir dieses Mehr an Qualität erzielen?

Indem wir bewusster leben, entschleunigter, bedachter, aufmerksamer, nachhaltiger, einfacher, intelligenter und emotionaler.

Treten Sie einen Schritt zurück und versuchen Sie ihr Leben aus einer Distanz zu betrachten! Beamen Sie sich nach oben und kreisen Sie über sich selber wie mit einer Drohne. Was sehen Sie?

Sehen Sie einen zufriedenen Menschen, der täglich seiner Arbeit nachgeht und in einer glücklichen Familie aufgehoben ist? Sehen Sie einen Menschen, der mit sich im Reinen ist und sich morgens ohne Probleme im Spiegel anschauen kann? Sehen Sie einen Menschen, der ein erfülltes Leben hat, seine Wünsche verwirklichen kann und nicht hinter jedem Trend herhächelt?

Der Klimawandel lässt sich nicht so einfach ausbremsen

2017 zählte zu den drei wärmsten je gemessenen Jahren. In der Atmosphäre befindet sich so viel CO2 wie schon seit 800.000 Jahren nicht mehr. 10.000de von Inseln im Südpazifik drohen in den langsam aber stetig steigenden Fluten zu versinken. Der Meeresspiegel steigt jährlich, aber keiner weiß, wie viel und wie schnell es in Zukunft sein wird.

Klimaziele werden von allen Nationen verfehlt, egal ob arm oder reich. 7,5 Milliarden Erdenbürger treiben - willentlich oder nicht - massiven Raubbau an unserem Planeten. Es ist eine extrem hohe Reproduktionsgeschwindigkeit, die im Säugetierbereich unerreicht sein dürfte. Nur die dem Menschen folgenden Ratten dürften noch ähnlich erfolgreich sein und wer weiß, ob sie nicht eines Tages die Herrschaft auf der Erde übernehmen werden, wenn der Mensch dereinst durch Seuchen dahingerafft wurde.

Die Klimaforscher melden mildere Winter mit zunehmend stärkeren Regenfällen und mehr Hitzetage über 30° in den Sommermonaten. Die starken Regengüsse verursachen hierzulande dramatische Überschwemmungen, die Schifffahrt muss häufiger eingestellt werden, Milliardenschäden entlang der großen und kleinen Flüsse stürzen die Betroffenen ins Chaos und lassen die Versicherer vor Schreck erstarren.

Andernorts nehmen die Waldbrände zu, die Trockenheit lässt das noch unreife Obst an den Bäumen verdorren, der Wassermangel zwingt die Industriestaaten längst schon zu drastischen Maßnahmen. Die weltweit durch Klimakatastrophen verursachten wirtschaftlichen Schäden bedrohen alle Menschen und sorgen für ein labiles soziales Gefüge zwischen den Nationen und Kontinenten, dass jeden Moment explodieren kann.

Überbevölkerung ist ein Problem

Wie viele Menschen sind für die Erde denn nun verträglich? Welches Lebensrecht billigen sie den übrigen Lebewesen zu? Auch eine stetig wachsende Menschheit, aus deren technischen Anlagen keine Schadstoffe mehr in die Umwelt gelangen, würde die Ökosysteme der Biosphäre zerstören. Dafür sorgt ihre schiere Masse. Noch vor 10.000 Jahren gab es geschätzte 4. Mio. Menschen. Selbst diese im Vergleich geringe Anzahl an Menschen beeinflusste ihre Umwelt und veränderte Ökosysteme. Nur dass die Auswirkungen dieser Menschen nicht so sichtbar wurden. Heute hingegen können wir die anthropogenen Auswirkungen nicht mehr leugnen.

Planet Wissen

Wir wissen sehr viel, doch wir handeln wie Vollidioten. Vor 35 Jahren waren viele Effekte, die uns heute massive Probleme bereiten, bereits bekannt und das nicht nur unter Wissenschaftlern....

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