Staat und Kommunikation in der Politik des Johannes Althusius.

Untersuchungen zur Politikwissenschaft in der frühen Neuzeit.
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 26. Juli 2011
  • |
  • 521 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-53539-2 (ISBN)
 
Nicht durch theologische Dogmen, nicht durch juristische Funktionalität, sondern allein im politischen Kommunikationsprozess wird Handlungsfähigkeit für die Gestaltung der Lebensumstände gewonnen und können Normen in einer kontingenten Welt verwirklicht werden. Althusius proklamiert am Vorabend des 30-jährigen Krieges die ars politica als Orientierungswissenschaft im Machtvakuum, das das konfessionelle Zeitalter in ganz Europa hinterlässt. In der Dichotomie von Nutzen und Notwendigkeit gilt die communicatio mutua als zentrale Bedingung menschlicher Vergemeinschaftung und wird zum komplexen Ordnungsgefüge im Staat ausgebaut. In Abgrenzung zur Reichspublizistik handelt es sich bei der Politica um eine originelle Gesamtdoktrin, die sich überdies einer Einordnung in den schematisierenden Kontraktualismus der Neuzeit verschließt. Die Verankerung dieser Kommunikation in Strukturen, Organisation und Verfahren wird soweit betrieben, dass sich bereits am Beginn der Neuzeit eine institutionalisierte Penetration des Politischen in alle Lebensbereiche abzuzeichnen beginnt. Gegenüber den Aufsatzsammlungen zu einzelnen Aspekten der althusischen Lehre wird mit der vorliegenden Arbeit eine kohärente und konsequente Kommentierung der gesamten Politik versucht. Die Untersuchung reflektiert vor diesem Hintergrund sämtliche politische Symbiosen und Konsoziationen und setzt sich umfassend mit den althusischen Grundannahmen politischer Ordnung auseinander. Als Beitrag zur Grundlagenforschung ist sie gleichsam vorgelagert zu kontextuellen, ideengeschichtlichen und systematischen Forschungsperspektiven.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2010
  • |
  • Universität Augsburg
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
11 Tab., 1 Abb.; 521 S.
  • 3,51 MB
978-3-428-53539-2 (9783428535392)
10.3790/978-3-428-53539-2
weitere Ausgaben werden ermittelt
Philip A. Knöll, Dr. phil., Jg. 1971, studierte Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Psychologie in Bonn, München und Augsburg. Er arbeitete am Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie, Prof. Dr. Henning Ottmann, an der LMU München und wirkte redaktionell am Nietzsche-Handbuch sowie an der Geschichte des politischen Denkens von Henning Ottmann mit. Lehraufträge in Politikwissenschaft (Politische Theorie) am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München.
Inhaltsübersicht: § 1 Einleitung - 1. Teil: Politische Symbiose und Konsoziationen: § 2 Zum Politik- und Wissenschaftsverständnis - § 3 Die Rede vom symbiotischen Menschen - § 4 Grundlagen der Konsoziationenlehre - 2. Teil: Staatstheorie und politische Kommunikation: 1. Abschnitt: Grundannahmen politischer Ordnung: § 5 Die Lehre von der Souveränität - § 6 Herrschaft und Legitimation - § 7 Kontraktualistische und konsozietale Aspekte - § 8 Von den Rechten des Bürgers zur Würde des Menschen - § 9 Sozietale Staatlichkeit - § 10 Zur Repräsentation - § 11 Staat und Administration - § 12 Die Ordnung der Wirtschaft und des Handels - 2. Abschnitt: Tyrannislehre und Widerstandsrecht: § 13 Von der Tyrannislehre zum Widerstandsrecht - § 14 Inhalte legitimen Widerstands - § 15 Bedingungen des Widerstandsrechts - § 16 Die Akteure des Widerstands - § 17 Schließende Mitteilungen über Politik, Staat und Gesellschaft - Synopse der Kapitelüberschriften - Fundstellenverzeichnis - Literaturverzeichnis, Personen- und Sachregister
»Der Autor, dessen Arbeit bei Theo Stammen in Augsburg betreut worden ist, präsentiert nicht weniger als die gesamte inhaltliche Matrix der Politica! Das geschieht in einer beeindruckenden Lese- und Reflexionsdichte, die noch dazu durch permanent eingestreute Vergleiche und Randnotizen zu den Klassikern der Politischen Theorie der Prämoderne (etwa zu Hobbes oder Bodin) erweitert und verdichtet wird.« Peter Nitschke, in: Zeitschrift für Politik, 1/2017
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