More than Love - Was dein Blick mir sagt

 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2021
  • |
  • 301 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7517-0454-0 (ISBN)
 
Zwei Menschen, eine gemeinsame Vergangenheit und eine Nacht, die alles verändert.

Josh und Mia waren unzertrennlich - bis zu jener verhängnisvollen Nacht, in der alles zerbrach, was sie sich aufgebaut hatten. Zehn Jahre später hat Josh nur einen Wunsch: die Hochzeit zwischen seiner großen Liebe Mia und seinem ehemals besten Freund Ben zu verhindern. Am Standesamt angekommen ist er sich seiner Sache jedoch nicht mehr so sicher. Als ihm dann plötzlich ausgerechnet Mia, im Brautkleid und völlig aufgelöst, direkt in die Arme läuft, sieht er seine Chance. Er weiß, dass sie eigentlich zusammengehören. Aber kann er ihr Vertrauen überhaupt noch zurückgewinnen?

Die romantische Geschichte einer unvergesslichen Liebe. "More than Love - Was dein Blick mir sagt" ist eine mitreißende Contemporary Romance voller Gefühl.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
1. Aufl. 2021
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 1,83 MB
978-3-7517-0454-0 (9783751704540)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Nicole Knoblauch schreibt seit ihrer Jugend Liebesromane und fühlt sich in verschiedenen Genres heimisch. Ihre Romane umfassen das ganze Spektrum von historisch über fantastisch bis modern und als Nicci Cole jetzt auch den Bereich Spannung. Die Liebe bleibt dabei immer das Hauptthema. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen am Rande des Rhein-Main-Gebiets ihr ganz persönliches Happy End.

4. Mia 16 Jahre - 12 Jahre früher


Der erste Kuss oder: Das geht besser

Heute ist mein sechzehnter Geburtstag und er war bisher totaler Mist! Alles ist schiefgelaufen. Eigentlich hätte es der beste Tag meines Lebens werden sollen. Ich hatte alles so gut geplant. Sogar zwei Mädels für Ben und Josh hatte ich eingeladen. Clara und Lisa. Die sind in meiner Stufe und fahren total auf Ben und Josh ab, weil sie bereits älter sind. Soll mir egal sein. Sie haben ihren Zweck erfüllt. Die Jungs waren so mit Knutschen beschäftigt, dass sie mich gar nicht weiter beachtet haben.

Ich finde es ja toll, dass sie sich wie zwei große Brüder benehmen, aber manchmal kann das echt nervig sein. Kein Junge traut sich auch nur in meine Nähe! Es muss nur ein Kerl in meine Richtung schielen, und schon steht einer der beiden da und mustert ihn grimmig. Solange ich die Typen loswerden will, ist das ja auch praktisch. Aber Dennis wollte ich nicht loswerden. Dennis ist der süßeste Junge in meiner Stufe, und ich wollte ihn unbedingt küssen. Kann doch nicht sein, dass ich in die Oberstufe komme und noch nie einen Jungen geküsst habe.

Als ich das gegenüber Josh erwähnte, hat er mich merkwürdig angeschaut und gesagt, dass er mich ja küssen könnte. Aber das wäre nicht dasselbe. Ich will, dass ein Junge mich küsst, weil er mich toll findet, und nicht, weil er Mitleid mit mir hat.

Auf jeden Fall hatte ich für alles gesorgt: Ablenkung für meine Beschützer, ein wenig Alkohol für die Stimmung und schummriges Licht. Es war kurz nach Mitternacht, als ich mich neben Dennis in einen der großen Sitzsäcke fallen ließ. Ich hatte zwei Bier getrunken, war also nicht betrunken, aber locker genug, um zum Angriff überzugehen.

»Hi«, sagte ich und lehnte mich ein wenig näher zu ihm, um gegen die Musik anzuschreien.

Er nickte zum Gruß.

»Gefällt dir die Party?«

Er grinste und nickte im Takt der Musik mit dem Kopf.

Ich lehnte mich noch ein wenig weiter zu ihm, sodass mein Top die Rundungen meiner Brüste freigab. »Vielleicht hast du ja Lust, mit mir zu tanzen?«

Seine Augen saugten sich an meinem Busen fest. Gut. Den Tipp hat Josh mir gegeben, wenn auch unfreiwillig. Er hat erwähnt, wie sehr ihn dicke Titten anmachen. Okay, da war er ziemlich bekifft gewesen, aber ich habe ihn danach beobachtet. Er starrt ständig auf die Brüste von Mädchen.

Und Dennis gefiel offensichtlich auch, was er sah. Er streckte seine Hand aus und zog mich an der Hüfte auf seinen Schoß. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Das war einfacher als gedacht. Ich würde tatsächlich meinen allerersten Kuss bekommen. Und das von meinem Traummann.

Er richtete sich in dem Sitzsack auf, und seine Lippen klatschten auf meine. Es tat ein wenig weh, aber in Filmen sah das auch immer so aus. Seine Zunge suchte sich rücksichtslos und nass ihren Weg in meinen Mund. Das hatte ich mir definitiv romantischer vorgestellt. Ich versuchte, mich von ihm zu lösen, aber er hielt mich fest. Als ich gerade zu lautem Protest ansetzen wollte, ließ er von mir ab, und im nächsten Moment ergoss sich ein Schwall Kotze auf mein Dekolleté, verfing sich in meinen Haaren und tropfte überall herunter. Jetzt schrie ich wirklich.

Dennis sackte nur zurück, grinste dümmlich und lallte: »Tut mir leid, Melli!«

Scheiße! Melli war seine Ex und gar nicht hier. Der Kerl war hackedicht. Ich blickte mich um. Es sah jedoch nicht so aus, als ob jemand mitbekommen hätte, was passiert war. Wenigstens etwas. Meine Eltern würden zwar morgen einen Anfall bekommen, wenn sie die Kotze sahen, aber die konnte ich ja noch wegwischen. Jetzt musste ich mich erstmal selbst von dem Zeug befreien.

Und so stehe ich jetzt hier im Bad, nur in Jeans und BH, und versuche, die Kotze aus Klamotten und Haaren zu wischen.

»Mia, bist du da drin?«

Scheiße, das ist Josh. »Ja, komme gleich!«

»Ist alles in Ordnung bei dir? Ich habe gesehen, wie ... was passiert ist. Kann ich dir irgendwie helfen?«

Er hat es gesehen? Steckte seine Zunge nicht bis zum Anschlag in Lisas Hals? »Äh, kannst du mir vielleicht ein frisches Shirt bringen? Ich fürchte, meins ist ruiniert.«

»Okay.« Schritte entfernen sich, und ich halte einfach meinen ganzen Kopf unter den Wasserhahn und wasche mir schnell die Haare. Als ich mir gerade das Handtuch umwickle, klopft es wieder. »Moment.«

»Geht es dir gut, Mia?« Das ist nicht Josh, sondern Sarah. Unsere Freundschaft hat den Umzug tatsächlich überdauert.

»Ja, alles gut. Feier weiter. Josh bringt mir schon ein neues Shirt.«

»Okay. Aber wenn du reden willst oder ich dem Arsch eine Abreibung verpassen soll ...«

»Sag ich dir Bescheid, danke.« Warum glauben eigentlich alle, dass ich nicht selbst auf mich aufpassen könnte? Ich bin sechzehn und durchaus in der Lage, für mich und meine Bedürfnisse einzustehen. Und auch, um Fehler zu machen und sie danach wieder auszubügeln.

»Hey, Sarah.« Josh ist zurück.

»Hey, Josh. Kümmere dich gut um sie, ja?«

»Immer doch.« Er klopft zweimal. »Dein Shirt!«

Ich öffne die Tür einen Spaltbreit und strecke die Hand raus. Er reicht es mir, und so schnell ich kann, stoße ich die Tür wieder zu. Kopfschüttelnd ziehe ich mir das Shirt über. Es ist ein einfaches schwarzes T-Shirt ohne Aufdruck. Wo in meinem Schrank hat er das denn bitte gefunden? Egal, Hauptsache ich habe etwas an. Denn ich vermute mal, dass er so schnell nicht wieder gehen wird.

»Kann ich jetzt reinkommen?«

Ich wusste es! »Klar, die Tür ist offen.«

Er betritt das Bad und mustert mich kritisch. »Soll ich dem Typen eine reinhauen?«

»Nein!« Ich greife nach Joshs Hand, um ihn davon abzuhalten. »Ist ja nichts passiert.«

»Der Arsch hat dich vollgekotzt. Das ist nicht >nichts<.«

»Aber ich war selbst dran schuld. Ich habe nicht mitbekommen, dass er besoffen ist. Sonst hätte ich doch nie ...« Ich beiße mir auf die Lippen und grinse in der Hoffnung, dass er es gut sein lässt. Lässt er natürlich nicht.

»Du hast das absichtlich gemacht? Du weißt aber schon, dass der Kerl alles vögelt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, oder?«

»Also genau wie du?«, kann ich mir nicht verkneifen.

Er grinst. »Im Gegensatz zu ihm sage ich immer schon vorher, dass ich nur Sex will, weil mein Herz schon einer anderen gehört.«

Das ist ja mal ganz was Neues. »Ach, dein Herz gehört also schon jemandem? Kenne ich sie?«

Sein Grinsen wird breiter. »Sie steht vor mir und sieht selbst mit diesem Handtuch auf dem Kopf umwerfend aus.«

»Blödmann.« Ich werfe das Handtuch nach ihm.

Er fängt es. »Alle wissen das. Du bist die einzige Frau in meinem Leben.«

»Alle wissen, dass du ihnen den Kopf abreißen würdest, wenn sie mir zu nahe kommen. Aber das heißt nicht, dass wir jemals ein Paar werden.« Ich runzle die Stirn. »Wieso hast du überhaupt gesehen, was passiert ist? Hast du nicht mit Lisa rumgeknutscht?«

Er macht eine wegwerfende Handbewegung. »Mir war klar, dass du irgendwas vorhast. Sonst hättest du die nie eingeladen. Lisa für mich und Clara für Ben, stimmt's?«

»War das so offensichtlich?« So ein Mist. Manchmal ist es ein Fluch, dass wir uns so gut kennen.

»Ziemlich.« Er lehnt lässig an der Badtür und mustert mich von oben bis unten. »Das war dein erster Kuss, oder?«

Klar, dass ich jetzt rot werde. »Und wenn?«

»Nicht ablenken. Seit wir darüber geredet haben, hat dich keiner geküsst, oder?«

Sein Blick irritiert mich. So ernst und intensiv. So schaut er selten. Josh ist eigentlich immer pure Energie. Nie um einen Witz verlegen, immer auf dem Sprung. Aber jetzt? Mir wird auf einmal ganz flau im Magen, und ich unterbreche den Blickkontakt. Die ganze Situation ist komisch.

»Ich küsse dich!«

Ruckartig hebe ich den Kopf und starre ihn an. Das kann doch nicht sein Ernst sein? »Hatten wir diese Diskussion nicht schon?«

»Doch, aber sie ist zu keinem befriedigenden Ende gekommen.«

»Für mich schon. Ich habe >Nein< gesagt. Ende.«

Er kneift die Lippen zu einem dünnen Strich zusammen und schüttelt den Kopf. »Du weißt, dass ich gut küssen kann. Alle sagen das.«

»Ja, genau da liegt das Problem. Alle!« Ich betone das letzte Wort und hebe die Hände. »Ich will keinen Kuss aus Mitleid. Geh raus und mach bei Lisa weiter, wo du aufgehört hast.«

»Und wenn ich das nicht will? Wenn ich lieber dich küssen will?« Er kommt näher, und ich weiche zurück. Doch nach zwei Schritten stoße ich bereits an die Duschkabine. »Dann ...« Ich breche ab und schaue ihm in die Augen. Waren da schon immer diese grünen Sprenkel in dem Braun? Sein Aftershave steigt mir in die Nase. Ich kenne den Geruch gut, aber normalerweise sorgt...

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