Wachstum über Alles?

Wie der Journalismus zum Sprachrohr der Ökonomen wurde
 
 
oekom verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Juli 2016
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | PDF ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96006-150-2 (ISBN)
 
Wachstum ist immer noch das wichtigste Ziel der Wirtschaftspolitik. Der Wirtschaftsjournalismus spielte in Deutschland eine zentrale Rolle dabei, Wachstum als politischen Leitbegriff einzuführen. Und bis heute verteidigt er dieses längst sehr fragwürdige Paradigma.

Die Ursprünge der Symbiose von Wachstumspolitik und Wirtschaftsjournalismus - ermöglicht durch einen grundlegenden Wandel des ökonomischen Denkens - sind bis in die krisengeschüttelten 1920er Jahre zurückzuverfolgen. Der Durchbruch des Wachstumsparadigmas in der Wirtschaftspresse erfolgte dann in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten, wie Ferdinand Knauß anhand einer umfassenden Analyse der wirtschaftspolitischen Meinungsbeiträge in der Zeit, im Spiegel und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigt.

Diese Analyse und zusätzliche exklusive Interviews mit drei renommierten Journalisten legen nahe, dass der Schlüssel zu einem kritischeren Wirtschaftsjournalismus in dessen Emanzipation von der Standard-Ökonomie liegt.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 2,94 MB
978-3-96006-150-2 (9783960061502)
3960061501 (3960061501)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Wachstum über Alles? [Seite 1]
2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
3 - Einleitung [Seite 9]
4 - 1. Kapitel. Als man noch nicht wusste, was wachsen soll (Vossische Zeitung 1918-34) [Seite 17]
4.1 - Kein Wachstum ohne Zahlen [Seite 18]
4.2 - Das Institut für Konjunkturforschung beherrscht die Pressearbeit [Seite 21]
4.3 - Vorbild Amerika [Seite 24]
4.4 - Aus Handelsredakteuren werden Wirtschaftsredakteure [Seite 28]
5 - 2. Kapitel. Die 1950er-Jahre - Ein neuer Fortschrittsglauben und seine Propheten [Seite 31]
5.1 - Die junge FAZ - Hochburg der "Brigade Erhard" [Seite 33]
5.2 - Neue Möglichkeiten durch das Bruttosozialprodukt [Seite 36]
5.3 - OEEC/OECD und Forschungsinstitute als nie versiegende Datenquelle [Seite 41]
5.4 - "Immunität gegen den Kommunismus" dank Wachstum [Seite 44]
5.5 - ". wie das verteilbare Produkt vergrößert werden könne" [Seite 49]
5.6 - "Der Weg zum sozialen Frieden" [Seite 51]
5.7 - Paul Sethe und der Kulturpessimismus [Seite 53]
6 - 3. Kapitel. Die 1960er-Jahre - Medienliebling Karl Schiller macht Wachstum zum Gesetz [Seite 59]
6.1 - "Supernova" Karl Schiller [Seite 60]
6.2 - Die große Zeit der Ökonomen [Seite 61]
6.3 - Schiller-Begeisterung bei Zeit und Spiegel [Seite 65]
6.4 - Kritik am "Wachstumsfetischismus" in der FAZ [Seite 70]
6.5 - Das historische Trauma der Weltwirtschaftskrise [Seite 74]
7 - 4. Kapitel. Die 1970er-Jahre - "Die Grenzen des Wachstums" und der Gegenschlag der Ökonomen [Seite 77]
7.1 - Genschers PR-Erfolg mit Umweltpolitik [Seite 79]
7.2 - Die Krise der Großstadt [Seite 80]
7.3 - Der Boom der Zukunftsforschung [Seite 82]
7.4 - "Eine Bombe im Taschenbuchformat" [Seite 83]
7.5 - "Umweltschutz braucht Wirtschaftswachstum" [Seite 87]
7.6 - Der Spiegel diffamiert Wachstumskritiker [Seite 89]
7.7 - "Wer fragt noch nach den Grenzen des Wachstums?" [Seite 92]
7.8 - "Die Unheilspropheten des Club of Rome" [Seite 95]
7.9 - Die Schwächen des Club of Rome [Seite 98]
7.10 - Der Wirtschaftsjournalismus bleibt unkritisch [Seite 100]
8 - 5. Kapitel. Interviews mit Wirtschaftsjournalisten (Michael Jungblut, Roland Tichy, Max A. Höfer) [Seite 103]
8.1 - "Natürlich wären die Journalisten eigentlich dafür da, die brennenden Fragen zu stellen" [Seite 104]
8.2 - "Hauptstadtjournalisten sind Staatsjournalisten" [Seite 112]
8.3 - "Wer das Wachstumsparadigma bezweifelt, wird zum Häretiker" [Seite 119]
8.4 - Fazit [Seite 126]
9 - 6. Kapitel. Die lange Gegenwart des Wachstumsparadigmas [Seite 127]
10 - 7. Kapitel. Drei Erzählungen aus dem Reich des ewigen Wachstums [Seite 137]
10.1 - Das Wachstum der Grenzen durch Innovation [Seite 137]
10.2 - Der Standort Deutschland als Ersatzvaterland [Seite 145]
10.3 - Der Einwanderer als Wachstumsretter [Seite 152]
11 - Schlussfolgerungen [Seite 167]
11.1 - Das Wachstumsparadigma war eine Antwort auf die Krisen des 20. Jahrhunderts [Seite 168]
11.2 - Der Wirtschaftsjournalismus profitierte vom Bruttosozialprodukt [Seite 169]
11.3 - Das Wachstumsparadigma als Scheuklappen für Politik und Medien [Seite 172]
11.4 - Verpasste Chancen für kritischen Journalismus [Seite 173]
11.5 - Eine indexierte Wirtschaftspresse [Seite 174]
11.6 - Die Gefolgschaft gegenüber der Ökonomie aufkündigen! [Seite 177]
11.7 - Neue alte Erkenntnisquellen für den Wirtschaftsjournalismus [Seite 178]
11.8 - Ein feuilletonistischer Wirtschaftsjournalismus ist gefragt [Seite 180]
12 - Danksagung [Seite 182]
13 - Anmerkungen [Seite 183]

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