Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland

Der Architekt Hermann Zvi Guttmann
 
 
Neofelis (Verlag)
  • erschienen am 23. Januar 2017
  • |
  • 450 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95808-166-6 (ISBN)
 

Als einer unter wenigen jüdischen Architekten gestaltete Hermann Zvi Guttmann (1917-1977) die Etablierung jüdischen Lebens in Nachkriegsdeutschland entscheidend mit. Sein Werk umfasst Synagogen, Gemeindezentren, Altenheime, Jugendräume, Mikwaot, Denkmale sowie Wohn- und Geschäftshäuser. Es macht deutlich, wie vielfältig die Bauaufgaben waren, denen sich die neugegründeten Gemeinden in den ersten Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmen mussten. Dabei waren die neuen Synagogen und Gemeindezentren klein, unscheinbar und außerhalb der Stadtzentren zu finden. Sie zeugen somit von den Anfängen jüdischer Gemeinden in Westdeutschland nach der Shoah und den begrenzten Räumen, die die bundesrepublikanische Nachkriegsgesellschaft ihnen zugestand.

Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland untersucht die realisierten Bauten und die nicht zur Ausführung gekommenen Projekte Guttmanns. Ihre Entstehungsbedingungen werden vor dem Hintergrund des Wiederaufbaus deutscher Städte analysiert, der von Architekten geprägt wurde, die bereits im Nationalsozialismus erfolgreich tätig waren. Die Studie ist damit zugleich ein Beitrag zur Erforschung der jüdischen Nachkriegsgeschichte und zur Auseinandersetzung mit 'jüdischem Bauen'. Ein solches Bauen beinhaltet nicht nur das konkrete Gebäude mit seinem spezifischen Erscheinungsbild, sondern auch Anforderungen an ein Raumprogramm, die Bedeutungszuschreibungen der Umgebung und nicht zuletzt die Voraussetzungen, auf die ein jüdischer Architekt traf, der in Deutschland tätig sein wollte.

  • Deutsch
  • Berlin
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  • Deutschland
  • Neue Ausgabe
Mit 38 S/W- u. farbigen Abbildungen
  • Höhe: 21 cm
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  • Breite: 15 cm
  • 20,58 MB
978-3-95808-166-6 (9783958081666)
3958081665 (3958081665)
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Alexandra Klei studierte Architektur und promovierte über das Verhältnis von Architektur und Gedächtnis am Beispiel der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Neuengamme. Sie ist Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum, forscht und schreibt u. a. zur Architektur der White City Tel Avivs, zu jüdischen Architekten und zum jüdischen Bauen in der Nachkriegsmoderne sowie zu Erinnerungsorten. Für Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland (Neofelis 2016) erhielt sie im Dezember 2016 den Rosl und Paul Arnsberg-Preis. Zudem ist sie Kuratorin für den werkraum bild und sinn e. V., einen unabhängigen Ausstellungsraum für Fotografie und Videokunst in Berlin.

  • Cover
  • Half Title
  • Title Page
  • Colophon
  • Table of Contents
  • Vorwort
  • Erinnerungen von Rosa Guttmann
  • I. Hermann Zvi Guttmann. Leben und Wirken
  • 1. Zur Biografie von Hermann Zvi Guttmann
  • 2. Hermann Zvi Guttmann als Architekt
  • II. Einführung
  • 1. Synagogenbauten in der Geschichte und in der Architektur. Ein kurzer Überblick
  • 2. Situation der Juden/Jüdinnen in Deutschland bis 1945
  • 3. Situation der Juden/Jüdinnen in Deutschland nach 1945
  • 4. Synagogenbau nach 1945
  • 5. Wahrnehmungen und Zugänge
  • 6. Jüdische Architekten in Westdeutschland nach 1945
  • 7. Quellen, Vorgehen, Grenzen
  • III. Bauten und Projekte
  • 1. Der Neubau der Synagoge mit Gemeindezentrum in Offenbach (1953/54-1956)
  • 2. Planungen und Neubauten in Berlin (1955, Ende der 1960er Jahre)
  • 3. Planungen und Neubauten in Frankfurt am Main (1955-1977)
  • 4. Umbau des Jüdischen Kinderheims in Wembach (1956)
  • 5. Planungen und Neubauten in Hamburg (1956-1958)
  • 6. Neubauten in Hannover (1957-1971)
  • 7. Der Neubau einer Synagoge mit Gemeindezentrum in Würzburg (1957-1962, 1964-1970)
  • 8. Planungen für eine Synagoge mit Gemeindezentrum in Hof an der Saale (1958-1961)
  • 9. Um- und Neubauten in Augsburg (1959-1963)
  • 10. Der Umbau der Synagoge in Bayreuth (1961/62 (1965/67))
  • 11. Der Umbau des Betsaals im vormaligen Jüdischen Waisenhaus in Fürth (1961-1964/67)
  • 12. Der Neubau eines Jüdischen Mahnmals in der KZ-Gedenkstätte Dachau (1959-1966/67)
  • 13. Der Neubau der Synagoge mit Gemeindezentrum in Osnabrück (1962, 1964-1969)
  • 14. Planungen für eine Synagoge in Villeurbanne und einen jüdischen Ehrenfriedhof in La Boisse (1963-1966)
  • 15. Planungen für eine Synagoge mit Gemeindezentrum in Wien ((1959) 1964-1967)
  • 16. Planungen für ein Denkmal und eine Synagoge mit Gemeindezentrum in München (1965-1970)
  • 17. Planungen für ein Jugenddorf in Netzer Sereni (1965-1970)
  • 18. Der Neubau einer Mikwe in Weiden (1970)
  • IV. Synagogen im Kontext des städtischen Wiederaufbaus. Das Beispiel Düsseldorf
  • 1. Architektur und Stadtplanung im Wiederaufbau
  • 2. Zur jüdischen Geschichte
  • 3. Der Neubau einer Synagoge mit Gemeindezentrum (1953-1961/62)
  • 4. Rezeption
  • 5. Exkurs: Der Neubau des Jüdischen Altenheims
  • V. Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland
  • 1. Als jüdischer Architekt in Deutschland nach 1945: Möglichkeiten und Grenzen
  • 2. Jüdisches Bauen nach der Shoah
  • VI. Danksagungen
  • VII. Abbildungsverzeichnis
  • VIII. Literaturverzeichnis

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