Magyria 2 - Die Seele des Schattens

Roman
 
Lena Klassen (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 16. Juni 2011 | 576 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05965-1 (ISBN)
 
Nur ihre Liebe kann ihn retten
Mattim ist ein Vampir, der aus der geheimnisvollen Welt Magyria nach Budapest gekommen ist. Doch durch die Liebe der jungen Deutschen Hanna ist es ihm gelungen, das Gute in sich zu bewahren. Nun hofft er, mit Hannas Hilfe den König von Magyria - seinen Vater - davon zu überzeugen, dass Menschen und Vampire gemeinsam in Frieden leben können. Doch der König ist verblendet, weil er all seine Söhne an die Finsternis verloren hat. Lieber will er Mattim hinrichten lassen, als erneut vergebliche Hoffnung auf Rettung zu hegen. Hat Hanna ihren geliebten Mattim etwa nur vor der Dunkelheit bewahrt, um ihn nun durch die Kämpfer des Lichts zu verlieren? Da steht plötzlich Mattims finsterer Bruder Kunun mit einer Armee von Vampiren vor den Toren der Stadt, und Hanna könnte ihm ohne es zu wollen den Weg hinter die Mauern ermöglicht haben. Plötzlich kämpft die junge Frau nicht mehr nur um das Leben ihrer großen Liebe - jetzt steht das Überleben des Guten in Magyria auf dem Spiel!


Lena Klassen wurde 1971 in Moskau geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie studierte Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie an der Universität Bielefeld, wo sie 1999 promovierte. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern sowie zahlreichen Tieren in einem Haus im ländlichen Westfalen.
Deutsch
0,81 MB
978-3-641-05965-1 (9783641059651)
3641059658 (3641059658)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"ZWÖLF (S. 133-134)

Akink, Magyria

Einen Moment – nur einen Herzschlag lang – erstarrte Hanna. Attila. Wilder. Die Mission ist gescheitert. Attila. Eine Traumstadt gegen einen lebendigen Jungen. Aus den Augenwinkeln sah sie dunkel gekleidete Gestalten heraneilen. Hanna holte aus und schlug der Wächterin mit aller Kraft die Faust in den Magen. Dann, ohne auf die nahenden Gegner zu achten, schob sie das Brett über die Kante, zum Boot hin. »Wilder!«, rief sie dabei. »Komm! Schnell!«

Das Brett hatte den Steg kaum berührt, als der Wolf emporschnellte. Er sprang auf die Holzbohle, die unter seinem Gewicht ächzte, und war schon auf der Mauer, als die Wächter ihre Schwerter schwangen. Ein Pfeil sirrte durch die Luft, doch Wilder tauchte darunter hindurch, sprang über die am Boden liegende Wächterin und verschwand wie ein dunkler Schatten in den Gassen der Stadt. Hanna, die immer noch dahockte und das Brett hielt, starrte ihm nach und bemerkte erst jetzt, dass zehn brennende Pfeile auf sie gerichtet waren. Hinter den Bogenschützen standen die Schwertkämpfer.

Das blonde Mädchen rappelte sich wütend auf und schrie so verzweifelt, dass Hanna ein kalter Schauer über den Rücken rann. »Nein! Oh nein, nein!« Schon hatte einer der Wächter ein Horn an die Lippen gesetzt. Der Ruf tönte durch die Dämmerung, laut und alarmierend, und von allen Seiten antworteten andere Hörner mit gleichem Klang. Ein Schrei lief wie eine Flutwelle durch die Stadt. »Wolf! Schatten! Wolf! Schatten!« Hanna ließ das Brett los, das auf die Boote polterte, und richtete sich sehr, sehr langsam mit erhobenen Händen auf. Eine Traumstadt gegen einen lebendigen Jungen.

»Schatten«, murmelte jemand, die Stimme so voller Abscheu, dass Hanna glaubte, nun würden sie es tun. Sie töten. In einer Stadt jenseits der Wirklichkeit, in der man wirklich sterben konnte. Ihr Herz begann wild zu pochen, aber merkwürdigerweise hatte nur ihr Körper Angst. In ihr selbst war eine nahezu unheimliche Ruhe. Sie hatte Wilder in die Stadt gebracht. So wie sie heute Morgen Attila zur Schule gefahren hatte, in einer Welt, in der schon nichts mehr in Ordnung gewesen war. Ein Mann mit einem Schwert trat ein paar Schritte vor. »Tut ihr nichts!« Man hörte, dass es ihm nicht leicht fiel, das zu befehlen.

»Ob Schatten oder nicht, der König wird sie verhören wollen.« »Der König? Das können wir nicht zulassen!«, protestierte das blonde Mädchen. »Selbst mit fünfzig Bogenschützen könnten wir ihn nicht vor einem Schatten bewahren, der das Licht nicht fürchtet. Wir dürfen diese Schattenfrau hier nicht noch einmal in die Stadt lassen.« »Sei still, Mirita«, sagte der Anführer der Wächter. »Wir müssen wissen, was die Schatten planen und was uns bevorsteht. Wenn sie jetzt schon mit Booten über den Fluss gelangen können, ist alles verloren. Begleitet die Gefangene zur Burg.« »Ich bin kein Schatten«, sagte Hanna, von den vielen Blicken entnervt, in denen die Furcht vor einem entsetzlichen Monster lag."

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