Die Tempelträumer von Suidinier

Buch 1
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 4. Auflage
  • |
  • erschienen am 23. März 2021
  • |
  • 222 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7534-3193-2 (ISBN)
 
Dieses wirklich außergewöhnliche Buch lässt den Leser nicht wieder los. Es wird zwar mit den Augen gelesen, aber mit dem Herzen gefühlt. Kaum ein Mensch wird sich dem Zauber der Ereignisse entziehen können. Er beginnt sich selbst in den
Figuren wieder zu finden und dabei neu zu endecken.

Kurzinhalt:
Gina ist die Tochter eines Außerirdischen und einer Menschenfrau. Sie hat viele Fähigkeiten und eine andere Art der Wahrnehmung, welche von tiefster universeller Liebe und Mitgefühl geprägt ist.
Außergewöhnliche Erlebnisse und Erfahrungen, aber auch viele Geheimnisse prägen ihr Leben. Als eines Tages Sonke mit einer tödlichen Krankheit zu ihr kommt, verändert sich das Leben beider radikal. Jeder auf seine Weise, entdeckt die spannenden Zusammenhänge seiner Seele und Herkunft.

Zum Buchentstehung: Die Trilogie entstand auf Schloss Kochberg in Thüringen, in welchem die Autorin einige Jahre verbrachte. Das Anwesen wurde vom Dichter Johann Wolfgang von Goethe gern aufgesucht. Schloss Kochberg war einst die Sommerresidenz der Familie von Stein. Charlotte von Stein galt als die Seelengeliebte und Muse Goethes. Schloss Kochberg entstand im 11. Jahrhundert als Ritterburg.
4. Auflage
  • Deutsch
  • 1,26 MB
978-3-7534-3193-2 (9783753431932)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Manchmal gehen wir unendlich viele Wege und brauchen doch eigentlich nur
einen einzigen Schritt zu tun..." (MIK)
Eine hohe Sensitivität und die Verbindung zu Naturwesen, begleitet die Autorin seit ihrer Kindheit. Musik und Klänge haben sie immer besonders fasziniert, inspiriert und tief berührt. Schon als Kind fühlte sie sich immer wieder zum Klavier hingezogen und erlernte selbst das Spielen. Bis heute ist es ihr ein großes Anliegen die Intuition eines Menschen zu wecken und ihn dazu zu inspirieren viele Dinge selbst zu erlernen.

Ein Jahrzehnt lang hat die Autorin in der Musikbranche gearbeitet.
Den obertonreichen Klängen begegnete sie 1995 auf einer Klangliege in Österreich das erste Mal. Ihr eigener Weg mit Klang begann ca. 2000. In den darauf folgenden Jahren hat sie sich mit den Klängen, Klangfarben, Schwingungen, Resonanzfeldern und deren Auswirkungen auf das menschliche Energiesystem viele interessante Erfahrungen sammeln dürfen.
Heute gibt sie viele Klangkonzerte und begleitet Menschen mit Hilfe der Klänge und Klanginstrumente, baut Brücken für Menschen, die nach Weiterentwicklung, ganzheitlicher Lebensweise oder Gesundsein suchen.
Mehr Erfahren Sie auf ihrer Webseite: www.klangtempel.net

Sonke Jar - Tagebucheintrag 1 - Kapitel 2


Wer bin ich

Wer ist eigentlich dieses Ich?

Inzwischen bin ich schon stolze 35 Jahre auf diesem Planeten! Ich verlebte eine sehr behütete Kindheit und wuchs im Bayrischen Wald auf.

Warum ich dieses Tagebuch schreibe, weiß ich auch noch nicht so genau. Vielleicht, weil ich doch jemand anderes bin und mir diese Zeilen genau das verraten werden? Oder für die Welt nach mir? Keine Ahnung! Wir werden es sehen.

Ich verbrachte mein bisheriges Leben als Musiker. Vielleicht ist mein Ego deshalb so groß und mein Glauben an unsichtbare Dinge so klein. Natürlich hatte ich immer Träume und habe versucht sie zu verwirklichen.

Aber was hier geschehen ist, übersteigt meine bisherigen Vorstellungen. Oder habe ich mich nur nicht getraut? Getraut, tief in meine Seele zu schauen, anstatt immer nur in den anderen zu sehen, was sie falsch machen.

Nun jedenfalls, als ich mich heute Morgen auf den Heimweg machte, musste ich noch einmal zu diesem besagten Platz, der Perlenwiese, fahren. Es zog mich einfach noch einmal dort hin. Nicht, dass ich direkt etwas erwartete. Doch spürte ich in mir, einen Sog, eine Art Sehnsucht.

Dort angekommen, legte ich mich einfach wieder auf die Wiese. Alles blühte und ein wunderbarer Duft ging von ihr aus, welcher mich an meine Kindheit erinnerte. Es dauerte nicht lange, da berührte mich etwas. Eine weibliche Stimme sprach sanft zu mir. "Ich bin Chie." Meine Augen blieben geschlossen.

"Ich möchte dich einladen mit mir auf eine Reise zu gehen, tief in deine Seele hinein. Halte deine Augen geschlossen und folge mir im Geiste. Ich führe dich in die Hallen der Heilung deiner Seele, damit du immer tiefer in dir erwachen kannst und siehst wer du wirklich bist."

Ich dachte: "Oh mein Gott, werde ich jetzt auch zu einem Eso-Freak?". Alles wehrte sich in mir, und doch begann ich im Geiste Bilder zu sehen, die in mir so tief fühlbar ankamen, als wären sie Realität. Chie erzählte mir unterdessen, dass sie von der Venus käme und wir in wenigen Augenblicken dort hin reisen würden.

Es geschah alles einfach so. Ein Teil von mir löste sich von meinem Körper. Dann sah ich viele ungewöhnliche Farben, die sich geborgen und weich in mir anfühlten. Wir überquerten einen See und gelangten an ein riesiges Lichttor, aus hellvioletten Farbstrahlen.

Chie sprach weiter:"Wir betreten jetzt den Raum deiner Seele. Hier findest du einige deiner Fähigkeiten, die du benötigst, um in deinem Körper vollkommen gesund zu sein. Tritt ein und lass dir zeigen, wie es in dir funktioniert. Du wirst dadurch immer mehr erfahren, wer du wirklich bist."

Ich trat durch das Lichttor. Direkt dahinter sah ich eine Quelle sprudeln. Wasser? Sie hatte eine leicht grünlich-goldene Farbe. Das Licht, welches von ihr ausging, dampfte.

Und wieder sprach Chie:"Bade in dieser Quelle. Sie reinigt dich von allen emotionalen Schmerzen aus all deinen Leben. Auch von allen Gefühlen, die du von anderen aufgenommen hast. Diese Quelle ist ein Teil von dir selbst, auch wenn du das jetzt noch nicht verstehst. Sie befähigt dich, stets klare und reine Gefühle zu haben und diese Strukturen auch in anderen zu heilen. Es ist wichtig, dass du beim Baden in dieser Quelle in deinem Herzen Demut und Vergebung empfindest. So wirst du aus dieser Quelle wieder heraus steigen und für alles in dir tiefes Mitgefühl empfinden. Mitgefühl ist der erste Schritt, dass du dich selbst erkennen und die Wahrheit in dir annehmen kannst."

Ich stieg also ins Wasser dieser wundersamen Quelle. Von da aus, konnte ich tiefer in das blicken, was hinter dem inneren Tor lag und sah ein blaues Lichtspiel. Es zog mich magisch zu sich hin. Die Stimme von Chie sprach aber in diesem Augenblick durch mein Herz und riet mir, erst durch die Quelle der Reinigung zu gehen.

So blieb ich und versuchte mich auf die grün-goldenen Wellen zu konzentrieren, die aus dem Inneren der Quelle sanft nach oben stiegen. Ich berührte das Licht und es durchströmte mich stark pulsierend. Mein ganzer Körper füllte sich innerhalb von wenigen Augenblicken mit diesem Lichtsprudel. Es kribbelte überall und schien tatsächlich so, als würde etwas in mir ordentlich aufräumen. Alles geriet in Wallung.

Ich begann, wie im Schnelldurchlauf Bilder aus meinem Leben zu sehen, welche mich zurück in meine Kindheit und weiter zu meiner Geburt führten. Dann wurde es dunkel und wenig später fand ich mich in vielen Leben gleichzeitig wieder. Nichts konnte ich mehr denken, sah mir geräuschlose Bilder an und fühlte, dass ich alle diese Menschenkleider schon einmal getragen hatte! Ich spürte wie ich weinte, wütend wurde und dann wieder lachte. Ich sah mich einige Male sterben. Bereiste ferne Planeten und Sternenzeitalter, begegnete Wesen, die meinem menschlichen Bewusstsein unbekannt waren. Von ihnen wurde ich so tief in meinem Sein berührt, dass ich mein Bewusstsein verlor und einschlief.

Als ich aufwachte, lag ich noch immer auf der Perlenwiese. Ich schaute meinen Körper an, begann mich bewusst zu fühlen. Mein Bewusstsein kehrte langsam zurück. Ich dachte an Gina und fragte mich, warum das alles nicht viel früher geschehen war.

Chies Stimme führte mich sanft. "Nimm das Licht aus dieser Quelle mit. Sei dir dieses Lichtes stets bewusst. Es wird dich ganz und gar in eine wunderbare Reinheit und Klarheit deiner Gefühle bringen. Du wirst mehr und mehr für das sensibel werden, was außer der Materie noch in dir da ist. Du wirst beginnen, dich selbst und andere Menschen zu erkennen. Kehre an diesen Ort zurück, wenn du spürst, dass sich in dir die Reinheit deines Fühlens soweit ausgedehnt hat, dass du mitfühlen kannst."

Ich sah Chie als eine weiße Lichtgestalt. Ihre Augen blickten völlig durchdringend und ich wusste, dass sie alles in mir durchschaute, als wäre ich selbst ebenfalls aus purem Licht und sie könnte mich lesen, wie ein offenes Buch. Sie berührte meine Stirn mit ihrer Lichthand und alles in mir wurde noch heller. Ich tauchte für einige Augenblicke in dieses Licht ein.

Als ich wieder zu mir kam lag ich wieder auf der Perlenwiese. Allein. Chie war verschwunden.

Ich stand auf und ging zurück zum Auto. In mir fühlte sich alles sehr leicht und beschwingt an.

Nach all dem brauchte ich nun wirklich eine Pause, um meine Gedanken zu ordnen. Mir schien, als könnte ich nie wieder in mein altes Leben zurückkehren. Konnte ein Tag mein ganzes Leben so verändern? Nein, ich würde nicht sterben. Nicht jetzt. All mein Stolz schien gebrochen. Ich entdeckte, dass es noch so viel mehr im Leben gab.

Ich mochte nicht mehr verurteilen, natürlich auch nicht alles gut heißen. Ich musste in mir einen neuen Weg finden, mich auszudrücken. Die anderen Menschen sollten auch erfahren, dass sie viel mehr sind!

Dabei fielen mir Ginas Worte wieder ein. Sie sagte, dass sie nicht eingreifen durfte.

Aber da war noch etwas unverständlich. Vielleicht war es ja so, dass man als Mensch wirklich diese tief empfundenen Erfahrungen erleben musste. Danach wusste man, weil man gefühlt und erkannt hatte! Da war alles Reden sinnlos.

Bin ich nun auch sinnlos?

Bei dieser Frage meldete sich mein Herz und begann still zu brennen. Ja, vielleicht hatte ich davor die meiste Angst - sinnlos zu sein.

Aber was ist Sinn und was hat Sinn?

Immer dachte ich, in meinem Leben als Künstler etwas Sinnvolles zu tun. Nämlich, mich auszudrücken, zu sagen wo Schuhe drückten, Zeitpunkte unpassend waren und Politiker logen. Ich ging Leuten aus dem Weg, die durch mich hindurch schauten.

Vielleicht war dies, nach allem was geschehen war, für mich wirklich sinnlos geworden. Vielmehr, fühlte ich in mir das tiefe Bedürfnis nach Rückzug. Vielleicht musste ich noch viel mehr verstehen. Vielleicht ging es darum zu dienen. Ich war die Veränderung selbst! Aber einfach so hätte ich es nie erlaubt!

Außerdem ärgerte ich mich in diesen Momenten über mich selbst und dass ich Gina erst begegnete, als mein Leben in großer Gefahr war. Ich war ein totaler Idiot. Einerseits hatte ich den Menschen viel gezeigt und mich andererseits vor näheren Begegnungen tief und fest verschlossen. Vielleicht war ich bisher nicht reif für mich selbst.

Aber bin ich es jetzt?

"Ja, du bist es". Gina lächelte. "Ich wusste, dass du noch mal hierher gehen würdest."

Mir fielen keine Worte ein, die ich sagen konnte, aber ich musste auch nicht. Wozu etwas erklären, was Gina ohnehin in meiner Seele lesen konnte?

Ich sah sie an. Zum ersten Mal fühlte ich sie. Diese tiefe, bedingungslose Liebe, welche sie für mich spürte und ausstrahlte, machte mich sprachlos. War es das, wonach ich immer gesucht hatte und es doch nicht zulassen konnte? Ich spürte so viel Angst in mir, vor mir selbst, vor Gina und der ganzen Welt.

"Hab keine Angst. Sei offen mit dir und mir, dann werden deine Ängste sich auflösen."

Ja, vor ein paar Tagen, war ich noch Sonke. Sonke, kurz vorm Sterben.

Und...

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