Boxenstopp für einen Kuss (Chick-Lit, Liebesroman)

 
 
Die 'Racing Love' Reihe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. August 2020
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96087-227-6 (ISBN)
 
Racing Love - die Serie mit Herz und Happy-End geht in die zweite Runde! Thimo - Mechaniker bei Amber Heart Racing - ist seit Jahren unsterblich in Greta verliebt. Die selbstbewusste Greta wünscht sich nichts sehnlicher, als aus ihrer losen Affäre mit Marc mehr werden zu lassen. Dumm nur, dass Marc Thimos Bruder ist und Greta sich ausgerechnet bei Thimo Rat holen will. Es kommt wie es kommen muss: Thimo gesteht ihr seine Gefühle und setzt damit die Freundschaft zu Greta und die Beziehung zu seinem Bruder aufs Spiel. Doch was passiert, wenn die Anziehungskraft zwischen Thimo und Greta gar nicht so einseitig ist, wie es erst den Anschein hat? Mehr aus der Racing Love-Reihe Poleposition für die Liebe (ISBN 9783960872269) Erste Leserstimmen "wunderschöne Liebesgeschichte mit prickelnden Momenten, Herzschmerz und genau der richtigen Portion Humor" "eine gelungene Fortsetzung der Racing-Love-Reihe" "rasante Lovestory mit Kopfkino-Momenten ;)" "Gefühlvoll, spannend, herrlich amüsant und einfach zum dahinschmelzen- absolute Leseempfehlung!" "Große Gefühle und heiße Szenen. Bitte mehr davon!" Über die Autorin Die Liebe zum Wort hat bei Bettina Kiraly wie bei vielen mit der Begeisterung für das Lesen begonnen. Doch irgendwann erwachten die Geschichten in ihrem Kopf zu eigenen Leben und wollten anders enden, als in den Romanen vorgesehen. Es hat dennoch lange gedauert, bis sie sich an ihren ersten Roman getraut hat. Zehn Jahre lang arbeitete sie an ihrem ersten historischen Liebesroman. Doch sobald sie das Wort "Ende" das erste Mal unter ein Manuskript geschrieben hatte, war sie infiziert. Ende 2007 hat sich Bettina Kiraly dazu entschieden, ihre erste Geschichte im Selfpublishing zu veröffentlichen. Mittlerweile arbeitet sie hauptberuflich als Autorin.
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1. Kapitel


Donnerstag, 1. Juni 2017, fünf Jahre später

"Sieh dir diesen Artikel an! Das kann nicht wahr sein", beschwerte sich Marc und knallte die Zeitung vor Greta auf den Tisch.

Anscheinend kam sie nicht dazu, ihr Müsli fertig zu essen. Dabei war sie bereits spät dran. Sie zwang sich, nicht zu der Wanduhr in ihrer Küche zu schielen. Wenn Marc sich dazu entschloss, bei ihr zu übernachten, geriet ihre Routine gehörig durcheinander. Trotzdem freute sie sich, nach dem Aufwachen zuerst sein Gesicht zu sehen. Das kam ohnehin viel zu selten vor.

Sie schob ihre Kaffeetasse auf die Seite, bevor sie das Foto betrachtete, das sich über dem Artikel befand, über den sich Marc echauffierte. Als Erstes fiel ihr Marc ins Auge, der in einer Ecke des Bildes mit einer Frau sprach. Da er ihr gerade eine Haarsträhne hinters Ohr strich und sie errötend den Blick gesenkt hatte, unterhielten sie sich in dem Augenblick wohl nicht über das Wetter.

"Du hast mir gar nicht gesagt, dass du am Wochenende auf einer Party warst", sagte Greta.

Marc machte eine wegwerfende Handbewegung. "Das hat sich kurzfristig ergeben. Eine Privatparty in Monte Carlo lässt man sich nicht entgegen. Mir war allerdings nicht bewusst, dass sich Presseleute eingeschlichen hatten. Und für wen interessieren die sich? Natürlich nur für Frederick. Diesen geschniegelten Widerling. Als hätte Amber Heart Racing nicht zwei gute Fahrer zu bieten."

Die Schimpftirade war nicht neu. Im Augenblick wollte sie sich allerdings weder über Frederick Aigner unterhalten noch Marc beruhigen. Sie würde viel lieber klären, was mit dieser Frau gelaufen war, mit der Marc ganz offensichtlich geflirtet hatte. "Wo war denn diese Privatparty?"

"Ein Sponsor von Amber Heart Racing hat uns in sein Hotelzimmer eingeladen."

Das, was man auf dem Foto erkannte, sah nicht aus wie ein Hotelzimmer. Ganz offensichtlich hatte es sich um eine sündhaft teure Suite gehandelt. Mit einem Schlafzimmer, in das man sich zurückziehen konnte, wenn man Privatsphäre wünschte.

Gretas Herz schlug schmerzhaft in ihrer Brust. Bilder rasten an ihrem inneren Auge vorbei. Sie konnte sie nicht stoppen, während die Luft hier im Raum knapp wurde. Dieses Chaos in ihrem Körper kannte sie inzwischen zu genau. Es war wie immer. Und dennoch wurde es jedes Mal schwerer, den Druck auszuhalten.

"Wie viele Leute haben an dieser Feier teilgenommen?", erkundigte sie sich nach ein paar Sekunden, um irgendwie zu reagieren und um die Situation in dieser Hotelsuite einschätzen zu können.

Marc sprang auf. "Keine Ahnung. Herr Gruber, Frederick, drei oder vier Mitglieder des Teams und ich. Wir wollten die guten Platzierungen feiern. Der Sohn des Sponsors war ganz aus dem Häuschen, uns kennenzulernen. Vermutlich hat er dafür gesorgt, dass Bilder geschossen werden und sein Name neben unseren in der Zeitung steht."

Greta versuchte, ihre Eifersucht niederzukämpfen und nur an das zu denken, was in diesem Augenblick sicher war. Gar nicht so leicht, wenn sie Marc am liebsten schütteln und zur Rede stellen wollte.

"Dann ist er wohl ein großer Fan", schlussfolgerte sie, als Marc die Augen zusammenkniff und sie abwartend beobachtete.

"Er ist keine zwanzig. Vermutlich interessiert er sich nächste Woche fürs Pokern. Dann wird ihn sein Daddy bei einem Profiturnier einkaufen." Er lief vor dem Küchentisch auf und ab. "Das Team hat zwei Fahrer. Wir haben beide eine respektable Leistung abgeliefert. Warum stürzen die Journalisten sich trotzdem immer auf Frederick?"

"Weil er gut aussieht", meinte sie beiläufig. Genauso wie die Frau neben Marc. Ihr Blick wanderte wieder zur Zeitung.

"Wie bitte?"

Sie sah hoch. "Frederick ist Model. Hauptberuflich, wie es scheint. Er weiß, wie man sich in Szene setzt. Aber du bist natürlich viel attraktiver."

"Unsinn. Dieser Junge hat etwas weniger Jahre als ich auf dem Buckel. Er ist jung in dieses Business gestolpert. Aufpolierter Modeschmuck, der im Scheinwerferlicht funkelt, aber an Strahlkraft verlieren wird, wenn er erst mal die Dunkelheit der Bedeutungslosigkeit kennenlernt. Ich musste hart kämpfen, habe nichts geschenkt bekommen und konnte dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln. Doch er grinst einmal frech in die Kamera und alle halten ihn für den nächsten Michael Schumacher."

Als Marc an ihr vorbeikam, griff sie nach seinem Arm und hielt ihn auf. "Du solltest dich nicht über ihn aufregen. Mach weiter das, was du am besten kannst. Niemand bezweifelt, dass du ein großartiger Fahrer bist. Wenn du dich nicht von ihm ablenken lässt ."

"Ich bin nicht abgelenkt!" Seine Augen funkelten, als er auf sie nieder sah.

"Marc ."

Er riss sich von ihr los und stapfte ins Wohnzimmer. Dort trat er auf den Balkon.

Greta folgte ihm, nachdem sie Olivia auf dem Handy eine kurze Nachricht getippt hatte. Ihre Angestellte würde das Geschäft heute alleine aufschließen müssen. Marc brauchte ihre Hilfe. Da es sich bei Olivia gleichzeitig auch um ihre beste Freundin handelte, konnte Greta auf Verständnis hoffen. Obwohl ihre Gedanken mit der Frau auf dem Foto in der Zeitung beschäftigt waren, überlegte sie, wie sie Marc aufmuntern konnte.

Sie trat neben ihn auf den Balkon. Der Muskel an seinem Kiefer zuckte, während er reglos auf den kleinen Spielplatz vor Gretas Wohnanlage starrte.

Ein kurzer Stich in ihrer Herzgegend erinnerte sie daran, wie wichtig ihr eine eigene Familie wäre. Ob Marc sich ebenfalls Kinder wünschte? Seit fünf Jahren verbrachten sie Zeit miteinander, hatten eine lockere Affäre, weil Marc das Wort Beziehung hasste. Sie gingen regelmäßig miteinander ins Bett und trotzdem gab es so vieles, was Greta nicht über ihn wusste. Wann immer sie versuchte, eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen oder ihm Geheimnisse zu entlocken, lenkte er sie ab. Üblicherweise reichte dazu leider meist schon ein Kuss, der sie vergessen ließ, worum ihr Gespräch sich gedreht hatte.

Fünf lange Jahre hielt sie nun schon zu ihm. In dieser Zeit war es ihr nicht gelungen, sich seine Liebe zu erschleichen. Sie würde alles tun, um immer an seiner Seite zu sein. Sie war bereit, sich ganz auf ihn einzulassen. Das hatte sie schon bewiesen, als sie für ihn kurz nach ihrem Kennenlernen nach Wien gezogen war. Sie hatte alles dafür getan, um ihm nahe zu sein. Er hatte ihr keine Versprechungen machen müssen. Die Aussicht, zumindest vorübergehend eine Affäre mit ihm zu haben, war genug Anreiz gewesen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und ihre Pläne erst mal auf Eis zu legen. Sie hatte viel für ihn in Kauf genommen. Manchmal fragte sie sich, ob ihm das überhaupt bewusst war.

Sie schmiegte sich an seinen Rücken. "Herr Gruber wird schon noch erkennen, was er an dir hat."

"Ich habe es satt, darauf zu warten, Greta. Ich will endlich gesehen werden."

Die Sehnsucht in seiner Stimme erschütterte sie. Mit ihren Armen umschlang sie ihn und drückte ihn fest an sich. "Ich sehe dich."

Er schnaubte nur.

Dieser Laut verletzte sie mehr, als er sollte. Sie trat von ihm zurück. Ein Eisklumpen umhüllte ihr Herz. Mit dieser Reaktion zeigte Marc sehr deutlich, wie unwichtig sie für ihn war.

Eigentlich befanden sie sich in der gleichen Situation. Sie beide wünschten sich, von jemand anderem respektiert zu werden. Bemerkte er nicht, dass sein Verhalten nicht besser war, als das der Leute, die er anprangerte?

Auch wenn sie wusste, dass er nicht erfreut sein würde, stellte sie nun endlich die Fragen, die ihr auf der Seele brannten. "Was war mit dieser Frau in Monte Carlo? Hast du mit ihr geschlafen?"

"Was hat denn das jetzt mit meinem Problem zu tun?", fragte er wütend.

Der Klumpen um ihr Herz wurde enger und enger.

"Ich will wissen, ob du mit ihr im Bett warst!"

Endlich verlor er das Interesse an der Grünfläche unten und er wandte sich ihr zu. "So eine Art von Beziehung haben wir nicht. Das weißt du ganz genau."

"Ehrlichkeit. Das haben wir uns geschworen."

"Und ich habe dir gesagt, dass ich mich nicht einsperren lasse, dass ich meine Freiheiten brauche."

Ihre Augen brannten. Sie wollte nicht vor ihm weinen, doch sie konnte nicht verhindern, dass ihre Sicht verschwamm. "Dann hattet ihr Sex. Du bist mir keine Treue schuldig, da hast du recht. Aber diese Gleichgültigkeit mir gegenüber habe ich nicht verdient."

"Was willst du von mir, Greta?", fragte er und packte sie an den Oberarmen, als wolle er sie schütteln. "Ich werde mich nicht ändern."

Egal wie sehr sie es sich wünschte. Er würde niemals ihr alleine gehören. Das hatte von Anfang an festgestanden. Und dennoch hatte sie sich auf diesen faulen Deal eingelassen. Sie hatte gedacht, sie käme damit zurecht. Aber das war gewesen, bevor sie ihm ihr Herz geschenkt hatte.

"Du bist nicht meine Freundin und wirst es nie sein", sagte Marc kalt.

Sie taumelte rückwärts und riss sich dabei von ihm los. Diese Worte aus seinem Mund zu hören, war ein Schlag in die Magengrube. Er hätte ihr genauso gut ein Messer in den Bauch rammen können.

Bevor sie flüchten und ihr Herz vor weiteren Schmerzen schützen konnte, hielt er sie fest.

"Ich verwende solche Ausdrücke nicht", stellte er klar. "Ich will keine Beziehung und vermeide Nähe. Das wusstest du schon nach kurzer Zeit. Aber du bist die Frau, zu der ich immer wieder zurückkomme. Du bist die einzige Frau, die ein wenig Stabilität in mein Leben bringt. Du bist die einzige Frau, der ich länger als für...

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