Friedhof der Kuscheltiere

Roman
 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. Februar 2011
  • |
  • 608 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05390-1 (ISBN)
 
Manchmal ist der Tod besser



Hinter dem kleinen Tierfriedhof liegt eine verwünschte indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wird zum Albtraum für die Hinterbliebenen.



Der weltweit erfolgreichste Horrorroman



»Der beängstigendste Roman, den Stephen King je geschrieben hat.« Publishers Weekly

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Heyne
  • 0,80 MB
978-3-641-05390-1 (9783641053901)
3641053900 (3641053900)
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Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

36 (S. 260-261)

Die Ansicht, es gäbe irgendwelche Grenzen für das Grauen, das der menschliche Geist zu erfassen vermag, ist vermutlich irrig. Im Gegenteil: Es sieht so aus, als stellte sich, wenn die Dunkelheit tiefer und tiefer wird, ein exponentieller Effekt ein - die menschliche Erfahrung neigt, so ungern man es auch zugeben mag, in vieler Hinsicht zu der Vorstellung, dass, wenn der Albtraum schwarz genug ist, Grauen weiteres Grauen hervorbringt, ein zufälliges Unglück weitere, oft vorsätzliche Unglücke zeugt, bis schließlich die Schwärze alles zudeckt.

Und die erschreckendste Frage dürfte sein, wie viel Grauen der menschliche Geist zu ertragen vermag, ohne seine wache, offene, unnachgiebige Gesundheit einzubüßen. Dass solchen Ereignissen eine eigene Rube-Goldberg-Absurdität innewohnt, versteht sich fast von selbst. Von einem bestimmten Punkt an wird alles fast komisch, und das kann der Punkt sein, an dem die geistige Gesundheit entweder obsiegt oder einknickt und zusammenbricht, der Punkt, an dem sich der Sinn eines Menschen für Humor wieder durchzusetzen beginnt.

Gedanken dieser Art hätten Louis Creed durch den Kopf gehen können, wenn er nach der Beisetzung seines Sohnes Gage William Creed am 17. Mai logisch gedacht hätte, aber jedes logische Denken - oder auch nur der Versuch - endete im Bestattungsinstitut, in dem eine Schlägerei mit seinem Schwiegervater (schlimm genug) zu einem noch grauenhafteren Ereignis führte: dem letzten Akt eines Melodrams aus der Schauerromantik, der das, was von Rachels schwacher Selbstbeherrschung noch übrig war, vollends zusammenbrechen ließ.

Die Folge der Groschenroman-Katastrophen dieses Tages war erst zu Ende, als sie schreiend aus dem Ostsalon des Bestattungsinstituts von Brookings-Smith herausgeführt wurde, in dem Gage in seinem geschlossenen Sarg lag, und sie im Foyer von Surrendra Hardu eine Beruhigungsspritze bekommen hatte. Die Ironie lag darin, dass ihr diese letzte Episode - dieser Überfluss des Grauens, könnte man sagen - erspart geblieben wäre, wenn die Schlägerei zwischen Louis Creed und Mr. Irwin Goldman aus Lake Forest während der Besuchszeit am Vormittag (10 bis 11.30 Uhr) stattgefunden hätte und nicht während der Besuchszeit am Nachmittag (14 bis 15.30 Uhr).

Am Vormittag war Rachel nicht anwesend; sie war einfach nicht in der Lage gewesen zu kommen. Sie saß mit Jud Crandall und Steve Masterton zu Hause. Louis konnte sich nicht vorstellen, wie er die voraufgegangenen achtundvierzig oder mehr Stunden ohne Jud und Steve durchgestanden hätte. Es war gut für Louis - gut für alle drei noch lebenden Familienmitglieder -, dass Steve so prompt erschienen war. Louis war zumindest zeitweise unfähig, irgendeine Entscheidung zu treffen, selbst eine so geringfügige wie die, seiner Frau eine Spritze zu geben, um ihren größten Schmerz zu betäuben.

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