Solange du atmest

 
Dana Kilborne (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 29. Juni 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-208-3 (ISBN)
 
'Wenn du ihn wiedersehen willst, musst du tun, was ich sage!' Zuerst hält Miley den Telefonanruf für einen schlechten Scherz! Morgen wollen sie und Craig heiraten, jetzt machen sich seine Freunde beim Junggesellenabschied anscheinend einen Spaß. Durchgeknallt - oder? Bald muss Miley jedoch erkennen, wie ernst es ist. Craig wurde wirklich gekidnappt! Jetzt hat sie nur noch eine Chance: Sie muss die Befehle der unheimlichen Flüsterstimme befolgen, um ihre große Liebe zu retten. Und Miley muss sich beeilen, denn Craig wartet - lebendig begraben in einem Sarg!
Deutsch
0,46 MB
978-3-86349-208-3 (9783863492083)
3863492080 (3863492080)

1. KAPITEL

Am Abend zuvor, Tampa, Florida, 18:34 Uhr - Halloween

Das Letzte, womit Craig Cooper gerechnet hatte, war, am Tag vor seiner Hochzeit eine Leiche zu finden.

Allerdings war auch vorher nichts nach Plan verlaufen. Eigentlich hatte er vorgehabt, den Abend gemütlich vor seinem 42-Zoll-LCD-Fernseher zu verbringen. Allein - oder zumindest fast. Sein Kater Brownie, der so hieß, weil sein Fell schokoladenbraun war, hätte auf seinem Schoß gesessen und sich von ihm kraulen lassen. Vielleicht hätte Craig auch das eine oder andere Budweiser getrunken und still und leise auf seinen Abschied vom Junggesellenleben angestoßen.

Und auf den Abschied von dem ganzen anderen Mist.

Aber dann, so gegen halb sieben, stand sein bester Freund Mike Wilkes plötzlich vor der Tür. "Wenn wir schon keine anständige Party für dich schmeißen dürfen, kannst du mir wenigstens bei einer Fuhre helfen. Ich muss für meinen Vater eine Ladung Reifen aus Tampa abholen und habe keine Lust, bei dem Sauwetter allein da rauszufahren."

"Vergiss es", erwiderte Craig entschieden. "Falls du es vergessen haben solltest: Ich heirate morgen."

"Was du nicht sagst! Und falls du es vergessen haben solltest: Du warst derjenige, der seine Kumpels daran gehindert hat, einen Junggesellenabschied zu organisieren. Sonst säßen wir jetzt nämlich alle im Venus-Klub, würden literweise Wodka trinken und den schärfsten Girls von Florida beim Strippen zugucken. Und mein Vater hätte sich einen anderen Trottel suchen müssen, der seine Fuhre übernimmt. Aber du ."

"Genau, ich hatte keine Lust auf so einen Mist. Ich weiß, du wirst es nie verstehen, aber ich liebe Miley und habe nicht die geringste Lust, einen Tag vor unserer Hochzeit noch irgendwelche Stripperinnen anzuglotzen."

Craig war fest entschlossen, den Rest des Abends allein vor dem Fernseher zu verbringen. Doch Mike hieße nicht Mike, wenn es ihm nicht gelungen wäre, ihn noch irgendwie zu überreden. Ein bisschen Gejammer von wegen "Du weißt doch, was alles passieren kann, wenn ich allein unterwegs bin" und "Erinnerst du dich noch, wie ich damals dies und jenes für dich getan habe?" - am Ende gab Craig sich geschlagen.

Rasch zog er sich an. Es regnete in Strömen, während er mit Mike zu dessen Lieferwagen lief, den er etwas weiter unten geparkt hatte. Vor dem Haus hatte es keinen freien Parkplatz gegeben.

Von der Fahrt bekam Craig dann nicht allzu viel mit: Gegen den Regen, der mit voller Wucht aufs Wagendach hämmerte, kamen die Scheibenwischer einfach nicht an. Sie sahen überhaupt nichts. Das heißt, sobald sie aus Sarasota heraus waren, hätte es sowieso nicht mehr viel zu sehen gegeben, denn die Lagerhalle von Mikes Vater lag direkt an der Interstate 75. Außerdem war Craig mit seinen Gedanken sowieso nur bei Miley. Er konnte den nächsten Tag kaum erwarten. Und das, obwohl er eigentlich nie hatte heiraten wollen. Vielleicht war es deshalb doch gar keine so schlechte Idee, die restlichen Stunden als Single nicht ganz allein zu verbringen; Mikes Gesellschaft würde ihn ein wenig ablenken.

Das jedenfalls hatte Craig gedacht, als sie nach knapp einer Stunde Fahrt endlich ihr Ziel erreicht hatten, aus dem Wagen gestiegen waren und die Lagerhalle betreten hatten.

Doch jetzt, als sie die reglose Gestalt am Boden liegen sahen, dachte er anders darüber. Jetzt wünschte er sich nur noch, er hätte nicht nachgegeben und säße noch zu Hause in seinem großen, luxuriösen Apartment.

Mike hatte die Beleuchtung angeschaltet. Aber von den vielen Leuchtstoffröhren, die an der Decke angebracht waren, flackerte nur noch eine einzige. In dem spärlichen Licht sahen sie, dass die Halle ziemlich heruntergekommen war. Überall stapelten sich Schrottteile und Autoreifen - teilweise so hoch, dass man Angst bekommen konnte, darunter begraben zu werden.

Außerdem lagen überall halb leere Farbdosen und Eimer herum. Man konnte kaum einen Schritt machen, ohne gegen irgendetwas zu treten. Man musste verdammt aufpassen, dass man dabei nicht stolperte.

Craig wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, seit sie die Lagerhalle betreten hatten. Dreißig Sekunden, vielleicht eine Minute oder auch zwei. Gefühlt jedoch eine halbe Ewigkeit, und keiner von ihnen hatte seitdem auch nur einen Ton über die Lippen gebracht. Wie versteinert standen sie da und starrten auf die Person, die da auf dem nackten Betonboden der Lagerhalle lag, direkt unter dem großen Lastenkran, den Mikes Vater benutzte, um schwere Gegenstände auf die Trucks seiner Kunden zu hieven. Hellblondes Haar breitete sich wie ein Fächer um den Kopf herum aus und lag auch auf dem Gesicht. Es handelte sich um eine Frau, wie unschwer zu erkennen war. Denn sie trug keine Faser Stoff am Leib.

Die Neonbeleuchtung flackerte noch immer. Hell - dunkel - hell. Es machte Craig fast verrückt. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Dabei wäre das dringend nötig gewesen.

"Ist sie . tot?" Mikes Stimme war kaum mehr als ein Krächzen. Doch in der Stille wirkten seine Worte wie ein Donnerschlag.

Craig schüttelte den Kopf. "Woher soll ich das wissen?" Doch im Grunde glaubte er keine Sekunde daran, dass die Frau noch lebte. Warum, wusste er selbst nicht so genau. Und war da nicht eine dunkle Lache auf dem Boden, direkt neben ihr? Er kniff die Augen zusammen. Blut? "Verdammt", flüsterte er, "wie kommt hier überhaupt jemand rein? Es war doch abgeschlossen, oder?"

"Sicher, mein Vater schließt immer ab. Ich weiß auch nicht, was ."

Craigs Gedanken rasten. "Komm, wir rufen die Polizei", sagte er und kramte in seiner Hosentasche nach seinem Handy. Endlich hielt er es in der Hand und klappte es auf. "Ich wüsste jedenfalls nicht, was wir sonst ."

"Die Polizei?" Mike schien von der Idee alles andere als begeistert zu sein. Er riss ihm das Handy aus der Hand.

"Hey, was soll das? Ich ."

"Mensch, wir wissen doch noch gar nicht, was los ist! Was, wenn sie nur ohnmächtig ist oder so was? Dann wäre das ziemlich überstürzt, oder? Vielleicht sollten wir erst mal nachsehen, ob sie wirklich ." Er beendete den Satz nicht. In diesem Moment gab die Leuchtstoffröhre an der Decke mit einem leisen Pling endgültig den Geist auf. Craig hörte, wie Mike erschrocken aufschrie und davonlief. Dabei stieß er im Dunkeln gegen Fässer und Eimer.

"Verdammt, Mike!", rief Craig ihm nach. "Komm zurück!" Doch sein Freund reagierte nicht, und vielleicht hatte er recht. Vermutlich sollte auch Craig besser zusehen, dass er aus der Lagerhalle herauskam. Aber er wollte wissen, was hier los war.

Noch einmal kramte er in seiner Hosentasche und holte seinen Schlüsselbund heraus, an dem eine kleine Taschenlampe hing. Noch einmal atmete er tief durch. Dann knipste er sie an. Der Lichtschein war im Grunde ein schlechter Scherz - kein Wunder, eigentlich sollte der Anhänger höchstens dazu dienen, ein Schlüsselloch leichter im Dunkeln zu finden. Doch es war immer noch besser als gar nichts.

Er fasste sich ein Herz. Langsam ging er auf die reglose Frau zu. Seine Schritte hallten von den Wänden der Lagerhalle zurück und klangen unnatürlich laut in seinen Ohren. "Hallo", sagte er leise. "Können . Können Sie mich hören?"

Nichts.

Endlich erreichte er die Frau. Doch was er sah, als er direkt vor ihr stand, ließ sein Herz einen Schlag aussetzen.

Blut - überall Blut!

Craig schluckte trocken. Von Weitem hatte es nicht nach so viel ausgesehen, aber nun musste er erkennen, dass sich eine riesige Lache auf dem Boden rund um die Nackte ausgebreitet hatte. Jetzt zweifelte Craig nicht mehr daran: Vor ihm lag eine Tote.

Und Mike hatte sein Handy!

Er spürte, wie Panik ihn erfasste. "Mike?", rief er laut. "Verdammt, komm endlich wieder rein!"

Er wusste, dass er keine Antwort erwarten konnte. Der ist abgehauen! Und genau das solltest du auch tun. Besser jetzt als gleich!

Doch aus irgendeinem Grund konnte er es nicht. Er kannte diese Frau nicht. Es konnte sein, dass sie noch lebte, aber er kannte sie nun mal nicht. Doch gleichzeitig schoss ihm ein erschreckender Gedanke durch den Kopf: Er stellte sich vor, die Unbekannte am Boden wäre Miley, die Frau, die er morgen heiraten wollte. Und irgendjemand würde sie, schwer verletzt, wie sie war, einfach liegen lassen und weglaufen.

Du willst ab morgen ein neues Leben beginnen? Dann fang jetzt damit an und hau nicht ab wie ein verdammter Feigling!

Zögernd ging er neben der Nackten in die Knie und ließ den schmalen Lichtkegel seiner Taschenlampe von den Füßen weiter hochgleiten. Craig runzelte die Stirn. Irgendetwas stimmte hier nicht, nur .

Er hielt die Luft an. Einen Augenblick starrte er das Etwas vor ihm einfach nur an, dann packte er es, drehte es um - und begriff. Gleichzeitig verstand er aber auch gar nichts. Denn vor ihm lag keine tote Frau, sondern .

"Eine verdammte Gummipuppe!"

Die Worte, die er überrascht ausgestoßen hatte, waren noch nicht verhallt, als die Schüsse krachten. Dann schrie irgendjemand "Überraschung!", und im nächsten Moment flammten helle Lichter auf.

Am selben...

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