Temptation 4

Weil ich dir gehöre
 
 
Blanvalet (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. März 2013
  • |
  • 90 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-10763-5 (ISBN)
 
Weil ich dir gehöre ...

Obwohl Francesca weiß, dass Ian ihr etwas verschweigt, kann sie ihm nicht widerstehen. Viel zu sehr genießt sie ihre gemeinsamen leidenschaftlichen Stunden - und zu tief sind ihre Gefühle für ihn. Aber als sie ihm ihre Liebe gesteht, reagiert er darauf mit Eiseskälte und zerstört alles, was sie miteinander verbindet. Als ihm klar wird, dass er Francesca wohl für immer verlieren könnte, muss er entscheiden, ob er endlich bereit ist, Vertrauen und Nähe zuzulassen - oder sogar Liebe ...

Dieses E-Book ist nach "Weil du mich willst" der krönende Abschluss der fesselnden Liebesgeschichte von Francesca und Ian. Lassen Sie sich verführen von einer Welt voller Erotik, Leidenschaft - und Liebe.

  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
Blanvalet
  • 0,59 MB
978-3-641-10763-5 (9783641107635)
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KAPITEL 13

Ian löste die Gurte und half ihr von der Schaukel, während die Nachbeben ihres unglaublichen Orgasmus und ihrer überwältigenden Gefühle noch immer in ihr widerhallten. Er nahm sie in die Arme, kaum dass ihre Füße den Boden berührten, und zuckte vor Verlangen zusammen, als er ihre weiche zarte Haut an seinem Körper spürte.

Er legte eine Hand unter ihr Kinn und zwang sie, ihm ins Gesicht zu sehen, dann küsste er sie voller Leidenschaft. Wie konnte er ein so brennendes, fast brutales Verlangen und gleichzeitig eine solche Zärtlichkeit für sie empfinden? War er zu grob gewesen? Sie war so weich, so feminin, so exquisit, andererseits war sie keineswegs zimperlich mit ihm umgesprungen, als er in ihr gewesen war, sondern hatte ihre Muskeln mit erstaunlicher Kraft um seinen Schwanz geschlossen.

Diese Frau war ihm ein einziges Rätsel - ein verführerisches, qualvolles, süßes Rätsel, dessen Reiz er sich nicht entziehen konnte, auch wenn er es noch so sehr versuchte.

Er nahm ihre Hand und führte sie ins angrenzende Badezimmer, wo er wortlos die Duschkabinentür öffnete und den Hahn aufdrehte. Als die Temperatur angenehm war, trat er beiseite und nickte ihr zu, ehe er ihr hineinfolgte und die Tür hinter ihnen schloss.

Sie schien seine bedrückte Stimmung zu spüren, denn sie stand schweigend da, als er ihren Prachtkörper sorgfältig zu waschen begann. Doch die ganze Zeit über war er sich ihres Blicks bewusst, der auf ihm ruhte, als er den Waschlappen voller Bewunderung über ihre weiche Haut gleiten ließ. Ein winziger Teil von ihm verspürte immer noch den Drang, sich zurückzuziehen, so wie in Paris, wo er von ihrer Süße und ihrer Großzügigkeit förmlich überwältigt gewesen war.

Doch der heutige Abend hatte seinen Widerstand bröckeln lassen. Er konnte nicht länger die Vernunft siegen lassen und ihr noch länger widerstehen.

Als er mit ihr fertig war, wusch er sich selbst, wenn auch deutlich weniger ausgiebig, und drehte das Wasser ab. Nachdem er sie beide mit einem Handtuch abgetrocknet hatte, nahm er sie wieder bei der Hand und führte sie zum Bett. Er schlug die Decke zurück, drehte sie an den Schultern herum und löste die Spange in ihrem Haar, sodass es ihr über Schultern und Rücken fiel. Bei ihrem Anblick verspürte er den unüberwindlichen Drang, die Finger in der herrlichen Pracht zu vergraben.

Er sah in ihre großen dunklen Augen und spürte, wie sich etwas tief in seinem Innern zusammenzog.

»Leg dich hin«, sagte er leise.

Sie legte sich auf die Seite, das Gesicht ihm zugewandt. Eilig schlüpfte er neben sie und zog das Laken und die Decke über sie beide. In der bedeutungsschwangeren Stille ließ er die Finger über den seidigen Schwung ihrer Hüften wandern. Einen Moment lang lagen sie nur da, reglos und schweigend.

Schließlich strich sie mit den Fingerspitzen über seinen Mund. Er schloss die Augen und versuchte vergeblich, gegen die Woge der Gefühle anzukämpfen, die ihn zu überwältigen drohte.

Normalerweise erlaubte er nur selten einer Frau, ihn auf diese intime Weise zu berühren, doch bei Francesca war alles anders. Minutenlang lag er da und gestattete ihren sanften, forschenden Fingern, sein Gesicht, Hals, Schultern, Brust und Bauch zu erkunden. Als sie behutsam mit dem Fingernagel über seine Brustwarze strich, sog er scharf den Atem ein, dann legte sich ihre Hand um seinen Schwanz. Er sah ihr in die Augen.

Ihre Berührung war von unendlicher Zärtlichkeit. Weshalb fühlte es sich dann an, als würde sie das Pflaster von einer schwärenden Wunde tief in seinem Innern reißen, als sich ihre Hand zu bewegen begann?

Unfähig, die süße Qual noch länger zu ertragen, drehte er sich um und nahm das Kondom aus der Nachttischschublade. Wie sehr er den Tag herbeisehnte, wenn die Wirkung der Pille endlich einsetzte und er ungeschützt in ihr sein durfte!

Er rollte sich auf sie und schob sich in ihre warme, enge Feuchtigkeit. Als er die Augen aufschlug, sah er, dass sie ihn anstarrte.

»Ist das ein Fehler, Francesca?«

Sie antwortete nicht sofort, doch der ernste Ausdruck in ihren Augen verriet ihm, dass er nicht nur auf den heutigen Abend anspielte, sondern auf alles, was zwischen ihnen war - seine Unfähigkeit, dieser lebensfrohen, talentierten, bildschönen Frau zu widerstehen, obwohl er nur zu genau wusste, dass die Düsternis seines Wesens ihr Strahlen unweigerlich ersticken würde . und sie sich von ihm abwenden würde, zutiefst verletzt und gekränkt.

Die Vorstellung, eines Tages die Zurückweisung in ihren Augen sehen zu müssen, schnitt sich wie ein Dolch in sein Herz.

»Ist das wichtig?«

Seine Züge verzerrten sich beim Klang ihrer weichen Stimme. Er begann sich zu bewegen, tief und voller Leidenschaft, und erschauderte angesichts der puren Lust, die ihn durchströmte.

Nein. Es war nicht wichtig.

Er konnte die Finger nicht von ihr lassen, völlig egal, welche Konsequenzen es für sie hatte . oder für ihn.

Nachdem sie sich geliebt hatten, lag sie in seinen Armen, und sie sprachen wie zwei Liebende miteinander - zumindest ging Francesca davon aus, dass zwei Liebende so miteinander sprachen. Es war wunderschön. Ian erzählte von seiner Kindheit in Belford Hall, dem Landsitz seines Großvaters in East Sussex. Sie hätte ihn gern nach der Zeit mit seiner Mutter in Nordfrankreich gefragt - es musste doch ein Unterschied wie Tag und Nacht gewesen sein, plötzlich in den Genuss all der Privilegien und des Luxus eines Lebens als Enkel eines Lords zu kommen -, doch es fehlte ihr der Mut.

Stattdessen brachte sie die Rede noch einmal auf Xander LaGrange. Doch Ian blieb beharrlich bei seiner Meinung - ihr Verhalten sei nicht der Auslöser dafür gewesen, das Geschäft platzen zu lassen.

»Es war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat«, sagte Ian. »Es hat mich schon die ganze Zeit gestört, ihm Honig ums Maul schmieren zu müssen, nur damit ich an diese Software herankomme. Ich konnte den Kerl noch nie ausstehen, schon seit ich siebzehn bin. Seit Wochen drücke ich mich davor, mich persönlich mit ihm zu treffen.« Er hielt inne, als sei ihm gerade wieder etwas eingefallen. »Eigentlich hatte ich sogar am Abend deiner Cocktailparty im Fusion einen Termin mit ihm, habe Lin aber gebeten, das Essen abzusagen.«

Ihr Herz machte einen Satz. »Und ich dachte, du hättest so verdrossen dreingesehen, weil Lin dich zu mir geschleppt hat, obwohl du deine kostbare Zeit nicht mit mir vergeuden wolltest.«

Er stieß sie liebevoll an. »Wie kommst du denn darauf?«

»Keine Ahnung. Ich dachte eben, dass du Wichtigeres zu tun hast.«

Sein leises Lachen war wie Balsam für ihre Ohren. Er drückte ihren Kopf behutsam auf seine Brust zurück.

»Ich sage nichts, was ich nicht auch so meine, Francesca. Ich hatte mich darauf gefreut, dich kennenzulernen, seit ich dein Gemälde gesehen habe, mit dem du dich um die Ausschreibung beworben hast. Und seit ich wusste, dass du diejenige bist, die die Katze gemalt hat.« Entzückt über dieses Geständnis, drückte sie ihre Lippen auf seine Haut. Er vergrub die Hände in ihrem dichten Haar.

»Aber was passiert jetzt mit der Software für deine neue Firma?«, fragte sie nach einem Moment.

»Ich tue das, was ich schon die ganze Zeit hätte tun sollen«, antwortete er brüsk und massierte mit den Fingerspitzen ihre Kopfhaut. Sie erschauderte wohlig unter seiner Berührung. »Ich lasse meine eigene Software entwickeln. Das wird ziemlich zeit- und kostenaufwändig werden, aber genau das hätte ich schon von Anfang an tun sollen, bevor ich mich überhaupt mit diesem Arschloch herumgeärgert habe. Mit Männern wie LaGrange macht man keine Geschäfte. Das hätte ich wissen müssen.«

Später erzählte sie ihm von der Zeit, als sie das erste Mal geahnt hatte, dass eine Künstlerin in ihr steckte. Damals war sie acht Jahre alt gewesen, und ihre Eltern hatten sie über die Sommerferien in ein Abnehmcamp für übergewichtige Kinder geschickt.

»Zum Bedauern meiner Eltern habe ich kein Gramm abgenommen, dafür ist mir klar geworden, dass ich sehr gut skizzieren und malen kann«, murmelte sie schlaftrunken, während Ian ihr noch immer zärtlich übers Haar strich.

»Deine Eltern waren offenbar regelrecht besessen von deinem Gewicht«, stellte er fest. Seine tiefe Stimme vibrierte an ihrem Ohr. Sie ließ ihre Finger über seinen Bizeps wandern und konnte nur staunen, wie ausgeprägt und fest er war.

»Sie waren davon besessen, mich zu kontrollieren. Und mein Gewicht war eines der wenigen Dinge, worauf sie keinen Einfluss hatten.«

Hatte sich der Muskel beim Klang ihrer Worte gerade angespannt?

»Dein Körper wurde also zum Kampfgebiet«, bemerkte er.

»Das haben all die Psychologen auch gesagt.«

»Ich kann nur spekulieren, was all die Psychologen sagen würden, wenn sie wüssten, dass du dich mit mir eingelassen hast.«

Sie hob den Kopf, doch wegen des gedämpften Lichts konnte sie seine Züge nur mühsam ausmachen.

»Weil du auch ständig alles kontrollieren willst, meinst du?«

Er nickte. »Ich habe dir ja schon einmal erzählt, dass ich meine Exfrau damit regelrecht in den Irrsinn getrieben habe.«

Francescas Puls beschleunigte sich. Sie wusste genau, wie selten es vorkam, dass er über seine Vergangenheit sprach. »Lag sie dir denn so sehr am Herzen, dass du dir ständig Sorgen um ihr Wohlergehen gemacht hast?«

»Nein.«

Sie zuckte zusammen. Er wandte den Blick ab. »Ich war nicht unsterblich verliebt in sie, falls du darauf anspielst. Ich war einundzwanzig, noch auf dem College und ein Idiot, weil ich mich mit ihr eingelassen hatte. Zu dieser Zeit hatte ich mich mit meinen...

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