Temptation 2

Weil ich dich begehre
 
 
Blanvalet (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Februar 2013
  • |
  • 90 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-10761-1 (ISBN)
 
Weil ich dich begehre ...

Nach ihrer ersten Begegnung gerät Francesca immer tiefer in den Bann des attraktiven Ian. Und obwohl sie sich einerseits nach seinen Küssen, seinen Berührungen sehnt, gibt es eine dunkle Seite an ihm, die sie erschauern lässt. Denn er ist ein Mann, der sich nimmt, was er will ... Doch als Ian bemerkt, wie unschuldig Francesca wirklich ist, ahnt er, dass er nicht zu weit gehen darf. Aber ist es dafür nicht längst zu spät?

Dieses E-Book ist nach "Weil du mich verführst" der zweite Teil der fesselnden Liebesgeschichte von Francesca und Ian. Lassen Sie sich verführen von einer Welt voller Erotik, Leidenschaft - und Liebe. Wie es weitergeht, erfahren Sie in "Weil du mich willst" ...

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Blanvalet
  • 0,65 MB
978-3-641-10761-1 (9783641107611)
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KAPITEL 3

Francesca hatte bereits geahnt, dass es keine gute Idee war, für jemanden wie Ian Noble zu arbeiten. Wann immer sie dieses geheimnisvolle Glitzern in seinen kobaltblauen Augen bemerkt hatte, war ihr klar gewesen, dass sie jemandem wie ihm nicht gewachsen war. Hatte er sie auf seine diskrete Art und Weise nicht sogar davor gewarnt, dass er gefährlich war?

Und nun hatte sie den Beweis dafür: knapp neunzig Kilo erregter Männlichkeit, die sie gegen die Wand drückten. Er stürzte sich auf sie, als wäre sie seine Henkersmahlzeit.

Fest schlossen sich seine riesigen Hände um ihre Brust, ehe er ein weiteres Mal fest an ihrer Brustwarze sog, worauf die Lust scharf durch ihren Unterleib zuckte. Sie schnappte nach Luft und ließ den Kopf gegen die Wand sinken. Noch nie war sie so erregt gewesen. Seine Finger lagen noch immer auf dem Stoff ihrer Jeans, pressten sich auf ihr Geschlecht und trieben ihre Erregung in neue, ungekannte Höhen.

»Ian!«, stieß sie mit bebender Stimme hervor.

Er hob den Kopf und blickte auf sie hinab. Ihre Brustwarze, lang und hart von der leidenschaftlichen Liebkosung seiner Lippen, schimmerte in einem feuchten Dunkelrot. Der Anblick entlockte ihm ein lustvolles Stöhnen, und sein Körper versteifte sich.

»Ich müsste ein verdammter Roboter sein, wenn ich so etwas verschmähen würde«, stieß er mit leiser, rauer Stimme hervor. Beim Anblick seiner Miene, verloren in seiner Lust und zugleich voll und ganz auf das konzentriert, was er vor sich sah, spürte sie, wie sich etwas tief in ihrem Innern regte. Wer war dieser Mann? Instinktiv spürte sie den stummen Kampf, den er ausfocht, hasste die Qualen seiner Seele. Sie legte ihre Hand auf seinen Hinterkopf und strich ihm mit den Fingern durchs Haar, das sich genauso seidig und dick anfühlte, wie sie vermutet hatte. Sein Blick richtete sich auf sie, doch sie drückte seinen Kopf wieder nach unten.

»Es ist gut, Ian.«

Seine Nasenflügel bebten. »Es ist gar nicht gut. Du hast doch keine Ahnung, was du da sagst.«

»Aber ich weiß, was ich empfinde«, flüsterte sie. »Und wer könnte es besser wissen als ich?«

Für den Bruchteil einer Sekunde schloss er die Augen, ehe er sie ein weiteres Mal auf den Mund küsste, die Hüften nach vorn wölbte und seine Erektion gegen ihr weiches, williges Fleisch drückte. Francesca legte die Finger um seinen Hinterkopf und klammerte sich an ihm fest. Es war, als verliere sie sich in ihm und in ihrer wachsenden Lust gleichermaßen. Vage registrierte sie Schritte vor der Tür.

»Oh. Da bist du ja . Entschuldigung.« Die Schritte wurden leiser.

Ian hob den Kopf und sah ihr in die Augen, während er sein Gewicht leicht verlagerte, sodass ihre nackte Brust verdeckt war, ehe er eilig den Stoff ihrer Jacke darüberzog.

»Qu'est-ce que c'est?«, fragte er. Erstaunt, ihn Französisch sprechen zu hören, sah sie sich um.

Die Schritte verstummten. »Je suis désolé. Dein Handy klingelt die ganze Zeit in der Garderobe. Offenbar muss Lin dich wirklich dringend sprechen.«

Sie erkannte Luciens Stimme. Sie klang leicht gedämpft, als hätte er ihnen den Rücken zugekehrt. Noch immer war Ians Blick auf sie gerichtet, und sie spürte seine Erektion an ihrem Körper.

»Ich hätte sie sofort zurückrufen sollen. Das war unhöflich von mir. Und nachlässig«, gab Ian zurück, ohne den Blick von ihr zu lösen.

Francesca hörte abermals Schritte, dann wurde eine Tür zugeschlagen. Ian ließ von ihr ab.

»Ian?« Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sie fühlte sich seltsam, losgelöst und schlaff, so als wäre Ians Körper das Einzige gewesen, was sie auf den Beinen gehalten hatte. Haltsuchend streckte sie die Hand nach der Wand aus. Augenblicklich schnellte sein Arm vor, umfasste ihren Ellbogen und musterte sie eindringlich.

»Alles in Ordnung?«, fragte er barsch.

Sie nickte verblüfft. Es klang fast, als wäre er wütend.

»Tut mir leid. Das hätte nie passieren dürfen. Das war nicht meine Absicht«, stieß er, plötzlich ernüchtert, hervor.

»Oh.« Ihre Gedanken überschlugen sich. »Bedeutet das, dass es nie wieder vorkommen wird?«

Seine Miene wurde ausdruckslos.

Was um alles in der Welt denkt er gerade?, fragte sie sich verzagt.

»Diese Männer, mit denen du zusammenlebst . Schläfst du einem von ihnen? Oder gar mit allen?«

Sie starrte ihn fassungslos an.

»Wie bitte? Wie kannst du mir so eine Frage stellen? Natürlich schlafe ich nicht mit ihnen. Die drei sind meine Mitbewohner, meine Freunde!«

Mit zusammengekniffenen Augen ließ er den Blick über ihr Gesicht und ihre Brüste schweifen. »Und das soll ich dir glauben? Du lebst mit drei Männern unter einem Dach, und das Ganze ist rein platonisch?«

Kalte Wut brandete jäh in ihr auf und verdrängte den Nebel der Begierde. Was sollte das? Versuchte er sie mit Absicht zu beleidigen? Und das Schlimmste war, dass es offenbar auch noch funktionierte. Was für ein elender Dreckskerl! Wie konnte er ihr so etwas Gemeines ins Gesicht sagen . nach allem, was er gerade getan hatte?

Nach allem, was sie ihm erlaubt hatte .

Sie löste sich von der Wand und trat vor ihn. »Du hast mich gefragt, und ich habe wahrheitsgetreu geantwortet. Es ist mir egal, ob du mir glaubst oder nicht. Mein Liebesleben geht dich nichts an.«

Sie wandte sich zum Gehen.

»Francesca.«

Sie blieb stehen, weigerte sich jedoch, sich zu ihm umzudrehen. Demütigung mischte sich unter ihre Wut. Wenn sie jetzt in dieses bildschöne, selbstgefällige Gesicht blickte, bestand die Gefahr, dass sie vollends explodierte.

»Ich habe nur gefragt, weil ich einschätzen wollte, wie . erfahren du bist.«

Sie fuhr herum und starrte ihn verblüfft an. »Ist das wichtig für dich? Erfahrenheit?«, erwiderte sie und wünschte, der Schmerz, der sie bei seinen Worten durchzuckt hatte, spiegle sich nicht in ihrem Tonfall wider.

»Ja«, antwortete er. Knallhart. Unnachgiebig. Einfach nur Ja. Du spielst nicht in meiner Liga, Francesca. Du bist nur ein tollpatschiges, dummes Mädchen, das früher mal ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hatte.

Seine Züge verhärteten sich, und er wandte den Blick ab.

»Ich bin nicht so, wie du denkst. Ich bin kein netter, freundlicher Mann«, sagte er, als erkläre das alles.

»Nein«, bestätigte sie ruhiger, als sie es in Wahrheit war. »Das bist du allerdings nicht. Kann sein, dass dir das keiner deiner Speichellecker je gesagt hat, aber es gibt keinen Grund, auch noch stolz darauf zu sein, Ian.«

Diesmal machte er keine Anstalten, sie zurückzuhalten, als sie aus dem Zimmer floh.

Francesca saß am Küchentisch und beobachtete mit düsterer Miene, wie Davie seinen Toast mit Butter bestrich.

»Wieso hast du denn so miese Laune? Nicht dass sie gestern wesentlich besser gewesen wäre, aber trotzdem. Macht dir das Wetter immer noch zu schaffen?«, fragte Davie. Sie war gestern nach der Vorlesung direkt nach Hause gekommen, statt in Ian Nobles Penthouse zum Malen zu fahren.

»Nein, mir geht's gut«, erwiderte sie mit einem zuversichtlichen Lächeln, das Davie ihr jedoch keine Sekunde abzunehmen schien.

Im ersten Moment war sie bestürzt und verärgert über das gewesen, was Ian vor zwei Tagen in seinem Fitnessraum gesagt - und getan - hatte, doch inzwischen hatte sich ein Anflug von Besorgnis unter ihre Gefühle gemischt. Hatte der Vorfall womöglich ihren Auftrag in Gefahr gebracht? War sie durch ihre mangelnde »Erfahrung« weniger wertvoll und damit überflüssig für ihn? Was, wenn er ihre Vereinbarung für nichtig erklärte und sie die Studiengebühren nicht bezahlen konnte? Sie war schließlich keine Angestellte bei Noble mit einem richtigen Arbeitsvertrag, sondern er war lediglich ihr Mäzen. Außerdem galt Ian als Tyrann, wie er im Buche stand, oder?

Die Vorstellung, welche Auswirkungen sein Kuss auf ihr Arbeitsverhältnis gehabt haben könnte, hatte ihr am Vortag so zugesetzt, dass sie sich nicht dazu hatte durchringen können, in seine Wohnung zu fahren und an dem Gemälde weiterzuarbeiten.

Davie legte den Toast auf ihren Teller und schob ihr das Marmeladenglas zu.

»Danke«, murmelte Francesca und griff lustlos nach ihrem Messer.

»Iss«, befahl Davie, »dann fühlst du dich gleich besser.«

Davie war fünf Jahre älter als Francesca, Caden und Justin und eine Kombination aus älterem Bruder, Freund und Muttertier für sie alle. Er hatte Justin und Caden kennengelernt, als er an die Northwestern zurückgekehrt war, um seinen MBA zu machen. Die beiden Jungs, die denselben Studiengang belegten, hatten Davie in ihren Freundeskreis aufgenommen, zu dem auch Francesca gehörte. Dass er Kunsthistoriker und an die Universität zurückgekehrt war, um sich die nötigen Kenntnisse anzueignen, um seine Einzelgalerie zu einer Kette auszubauen, hatte ihn und Francesca auf Anhieb zusammengeführt.

Nachdem die drei Jungs ihren Abschluss und Francesca ihren Bachelor in der Tasche gehabt hatten, hatte Davie ihnen angeboten, in das Reihenhaus in Wicker Park einzuziehen, das er von seinen Eltern geerbt hatte und das mit seinen fünf Zimmern und vier Bädern viel zu groß für ihn allein war. Außerdem hatte Davie sich nach Gesellschaft gesehnt, wie Francesca wusste. Er neigte zum Trübsinn und versprach sich vom Leben in einer WG, seine Stimmungsschwankungen besser in den Griff zu bekommen. Davies Eltern hatten jeden Kontakt zu ihm abgebrochen, als er ihnen im Teenageralter gestanden hatte, dass er schwul sei. Kurz vor ihrem Tod bei einem Bootsunfall an der...

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