Politische Ordnungskonstruktion in den neuen Bundesländern

Transzendenz und Gemeinsinn in ostdeutschen Nachwendediskursen
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 24. August 2021
  • |
  • 392 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7489-2433-3 (ISBN)
 
Wie ist wie politische Ordnung überhaupt möglich, wie wird sie stabilisiert und auf Dauer gestellt? Diese Fragen werden am Beispiel der Entstehung der neuen Bundesländer untersucht. Nach der Wiedervereinigung war der Aufbau der politischen Institutionen durch den Institutionentransfer aus den alten Bundesländern relativ schnell vollzogen, ungleich schwerer war jedoch die Herausbildung einer neuen, gemeinsamen politisch-kulturellen Ordnung. Durch die umfassende Analyse ostdeutscher Nachwendediskurse und die Betrachtung der gemeinsinnigen und unverhandelbaren Grundlagen der Ostdeutschen Gesellschaft stellt der Beitrag ein umfangreiches Bild politischer Ordnungskonstruktionsprozesse - jenseits empirischer Umfragen - zur Verfügung.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
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  • Deutschland
  • 2,41 MB
978-3-7489-2433-3 (9783748924333)
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  • Cover
  • 1 Ostdeutschland und die Konstruktion politischer Ordnung
  • 1.1 "Ein langsames Bohren von harten Brettern"
  • 1.2 Forschungsfrage und Relevanzbegründung
  • 1.3 Überblick über den Forschungsstand
  • 1.3.1 Ostdeutschland als Forschungsgegenstand: Bestandsaufnahme und Systematisierung
  • i. Transformationsprozesse der ostdeutschen Wirtschaft
  • ii. Institutionentransfer
  • iii. Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen
  • iv. Jugendsurveys
  • v. Religion
  • vi. Ostdeutsche Identitätsbildung
  • vii. DDR-Nostalgie als Phänomen
  • viii. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und neonazistische Ideologie
  • ix. Politische Bildung
  • x. Medialer Diskurs
  • 1.3.2 Diskursanalytische Studien zu Ostdeutschland
  • 1.4 Aufbau und Grenzen der Arbeit
  • 2 Politische Ordnungskonstruktion und ihre Analyse
  • 2.1 Die soziale Konstruktion von Wirklichkeit: Theoretische Grundlagen
  • 2.2 Die Allgemeine Ethnomethodologie: theoretischer Rahmen der Ordnungsanalyse
  • 2.2.1 Konzepte zur Konstruktion (politischer) Wirklichkeit
  • i. Gesellschaftliche Wirklichkeit, Alltagswissen und Alltagsdenken als Durchführungsmittel der Wirklichkeitskonstruktion
  • ii. Sinnaufweisen: Accounts und Indexikalität
  • iii. Sinndeuten: Interpretationsverfahren
  • iv. Hintergrunderwartungen
  • 2.2.2 "Politics of reality": die Praxis politischer Wirklichkeitskonstruktion
  • 3 Transzendenz und Gemeinsinn als ordnungskonstitutive Ressourcen
  • 3.1 Transzendenz als analytische Kategorie
  • 3.1.1 "Transzendenz im Supermarkt": Bedeutungsvielfalt und Begriffsgeschichte
  • 3.1.2 Transzendenzdimensionen in der politikwissenschaftlichen Forschung
  • 3.1.3 Operationalisierung von Transzendenz
  • 3.1.3.1 Handlungsmotivierende Transzendenzbezüge
  • 3.1.3.2 Sinnerzeugende Transzendenzbezüge
  • 3.1.3.3 Unverfügbarkeit behauptende Transzendenzbezüge
  • 3.2 Gemeinsinn als analytische Kategorie
  • 3.2.1 Gesunder Menschenverstand und gesellschaftliches Engagement: Die Geschichte des Gemeinsinnsbegriffs
  • 3.2.2 Operationalisierung von Gemeinsinn
  • 3.2.2.1 Sinn der und Sinn für die Ordnung aufzeigende Gemeinsinnsverweise
  • 3.2.2.2 Zur Aufrechterhaltung der gemeinsamen Ordnung animierende Gemeinsinnsbezüge
  • 3.3 Unverfügbarkeit behauptende historische Narrative und (Gründungs-) Mythen
  • 3.4 Symbolisierung von Transzendenz- und Gemeinsinnskonstrukten
  • 4 Theoriegeleitete Ableitung eines Methodendesigns: Die Verbindung von Ethnomethodologie und Diskursanalyse
  • 4.1 Die Diskursanalyse als "Werkzeugkasten"
  • 4.1.1 Was sind Diskurse?
  • 4.1.2 Diskursanalyse als Forschungsprogramm
  • 4.2 Wissenssoziologische Diskursanalyse und Ethnomethodologie: Eine fruchtbare Verbindung?
  • 4.3 Methodisches Vorgehen
  • i. Voreinstellungen: Fragestellung, Fallauswahl und Diskursebenen
  • ii. Korpuszusammenstellung und Materialaufbereitung
  • iii. (Fein-)Analyse und Interpretation
  • iv. Gesamtergebnis
  • 5. Transzendenz- und Gemeinsinnsrekurse in ostdeutschen Nachwendediskursen: Eine Analyse der Landtags- und Alterspräsidentenreden
  • 5.1 Unverfügbare politische Narrative und (Gründungs-) Mythen der neuen Bundesländer
  • 5.1.1 "Wir sind die Helden!" Die friedliche Selbstbefreiung der DDR-Bürger in der ersten erfolgreichen deutschen Revolution
  • 5.1.2 (erneuter) Aufbruch ins gelobte Land: Die Wiederentdeckung demokratischer Tradition
  • 5.1.3 Anderssein als Privileg - die neue ostdeutsche Avantgarde
  • 5.1.3.1 Zuschreibungsdiskurse und Identitätsbildung
  • 5.1.3.2 Ostdeutsche Gegendiskurse
  • 5.2 Symbolisierungen von Transzendenz und Gemeinsinn in ostdeutschen Landtagsgebäuden
  • 5.1.1 Neubaudiskurse
  • 5.1.2 Symbolische Neuinterpretation historischer Bauwerke
  • 5.1.3 Auf Transparenz setzende Symbolik: Plenarsäle ostdeutscher Landtage
  • 5.1.4 Bürgerfoyers als Orte des Austauschs und der Begegnung
  • 5.3 Unverfügbarkeit behauptende Transendenzrekurse
  • 5.3.1 Unverfügbare historische Zwänge
  • 5.3.1.1 "Unrecht hat kein Verfallsdatum" - Unrechtsstaat DDR und die moralische Pflicht zur Aufarbeitung
  • 5.3.1.2 Ohne Alternativen: Der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes
  • 5.3.1.3 Erinnerungswende: Die Unverfügbarstellung des nationalsozialistischen Erbes
  • 5.3.2 Unverfügbare ordnungspolitische Grundlagen und Werte der ostdeutschen Länder
  • 5.3.2.1 Ostdeutscher Landesverfassungspatriotismus: Die Unverfügbarstellung der Landesverfassungen als Grundlage des demokratischen Gemeinwesens
  • 5.3.2.2 Die Sakralisierung "direkter Demokratie" als Erbe der Friedlichen Revolution
  • 5.3.2.3 Soziale Marktwirtschaft: Heilsbringer und Sündenbock
  • 5.4 Handlungsmotivierende Transzendenzbezüge
  • 5.4.1 Grenzen überwinden: Die wiedervereinigte Bundesrepublik Deutschland in der Mitte Europas
  • 5.4.1.1 "Nun muss zusammenwachsen, was zusammengehört"
  • 5.4.1.2 Ostdeutschland in der Mitte Europas
  • 5.4.2 Entwicklung einer lebendigen und starken Demokratie in Ostdeutschland
  • 5.4.2.1 Die Kultur des Runden Tisches als Leitmotiv
  • 5.4.2.2 Vertrauen in Politik und Politiker (zurück)gewinnen
  • 5.4.1.3 Demokratie lebt vom Mitmachen - von der Zuschauerdemokratie zur Bürgergesellschaft
  • 5.4.3 Blühende Landschaften und Bleibeperspektiven
  • 5.4.3.1 Auswege aus der Alimentation
  • 5.4.3.2 Die Jugend als Projektionsfläche visionärer Landschaften
  • 5.5 Sinnerzeugende Transzendenzbezüge
  • 5.5.1 Freiheit als Sinn von Systemwechseln
  • 5.5.2 "Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat" - Gerechtigkeit und Gleichheit als ostdeutsche Grundwerte
  • 5.5.3 "Deutschland einig Vaterland" - Nation und Patriotismus im ostdeutschen Diskurs
  • 5.5.4 Gottlosigkeit im Osten
  • 5.5.5 Arbeit, Leistung und Würde
  • 5.6 Gemeinsinn in den neuen Bundesländern
  • 5.6.1 Aktivierende und handlungsmobilisierende Gemeinsinnsverweise
  • 5.6.1.1 Solidarität mit den "Wendeverlierern"
  • 5.6.1.3 "Wir sind ein Volk! Und ihr seid ein anderes." Ostdeutsche Identität, Identitätsverlust und Gemeinsinn
  • 5.6.2 "Blinde Flecken" ostdeutschen Gemeinsinns
  • 5.6.2.1 "Jeder hat jetzt mit sich selbst zu tun" - fehlendes politisches Engagement in ostdeutschen Bundesländern
  • 5.6.2.2 Individualisierung und soziale Kälte
  • 5.6.2.3 Vertrauen und Vertrauensverlust
  • 5.3.2.4 Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und -populismus in Ostdeutschland
  • 5.6.3 Der gemeinsame Sinn ostdeutscher politischer Ordnungskonstruktion
  • 5.6.3.1 Vom Sinn der parlamentarischen Demokratie in Deutschland
  • 5.6.3.2 Institutionenverständnis in ostdeutschen Diskursen
  • i. Das Parlament als "Herzstück der Demokratie"
  • ii. Opposition, Partizipation und Parteien
  • 6 Was politische Ordnungen "im Innersten zusammenhält": Eine Bilanz
  • 6.1 Politische Ordnungskonstruktion verstehen: Theoretischer und methodischer Mehrwert sowie mögliche Anschlussstellen
  • 6.2 "Wer sind diese Ostdeutschen?" - zentrale empirische Befunde aus ordnungsgenerierenden Diskursen
  • 6.1.1 Das Erbe der Revolution: Diskurse zwischen revolutionärem Vermächtnis, demokratischem Anspruch und bundesdeutscher Wirklichkeit
  • 6.1.2 Diskurswenden der 2000er Jahre
  • 6.1.3 "Wir sind doch endlich wieder wer, oder?": Die Ostdeutschen als "neuer Typus der Moderne"
  • 7 Literatur

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