Year of Passion (4-6)

April. Mai. Juni. Drei Romane in einem Band
 
 
Diana Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2019
  • |
  • 464 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-23714-1 (ISBN)
 
Sexy Sixpacks, breite Schultern und verführerische Blicke - in der Bar The Fix geht es heiß her. Ein attraktiver Mann nach dem anderen liefert auf dem Laufsteg eine atemberaubende Show. Und die Damen in der Jury haben die Qual der Wahl: Welche zwölf Kandidaten werden gewinnen und am Fotoshooting für den heißesten Kalender aller Zeiten teilnehmen?Mit dieser genialen Publicity-Aktion will eine Gruppe von Freunden ihre Lieblingsbar vor dem Aus retten. Schnell wird klar, dass es um noch viel mehr geht als den Kalender: Während sich die Atmosphäre immer weiter aufheizt, entflammen die Gefühle - und für jeden der zwölf Männer führt eine aufregende Begegnung zu ungeahnten Konsequenzen ...Drei leidenschaftliche und gefühlvolle Romane in einem Band - J. Kenner-Lesevergnügen pur!
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Diana
  • 1,10 MB
978-3-641-23714-1 (9783641237141)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. Kenner arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Bücher haben sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauft und erscheinen in über zwanzig Sprachen. J. Kenner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Texas, USA.

1

»Guuuuuuuten Morgen, Austin!«, schmetterte Nolan in bester Robin-Williams-Manier ins Mikrofon. »Es ist sechs Uhr am Mittwochmorgen, und wenn ihr geglaubt habt, früh genug aufgestanden zu sein, um dem Berufsverkehr zu entgehen, dann seid ihr noch durchgeknallter als ich. Da draußen herrscht das totale Chaos, aber das ist schon okay, weil's hier drin auch ganz schön verrückt zugeht. Allerdings werde ich hier sein, um eure Autofahrt noch ein bisschen abgefahrener zu machen. Ganz egal, ob ihr gerade einfach nur die Straße entlangfahrt oder durch die ganze Stadt düst.«

Er drückte auf die Taste an seinem Bedienpult, um die Titelmelodie von Twilight Zone abzuspielen, dann lehnte er sich näher an das Mikro, senkte die Stimme und ahmte Rod Serling nach. »Es liegt zwischen Comedy und Dummheit, zwischen Humor und Schwachsinn. Ganz recht, liebe Leute. Ich bin euer Moderator - Nolan Wood! Und das hier ist .« Er legte eine Kunstpause ein, während der Sendeleiter Connor den Hall bei den Soundeffekten erhöhte, und beendete das Ganze schließlich mit dem Titel der Sendung Mornings with Wood.

Seine kleine Showeinlage hatte er im Stehen gemacht - es mochte zwar erst sechs Uhr in der Früh sein, doch vor einer Sendung war Nolan immer aufgekratzt und gab gut gelaunt sein Bestes -, aber jetzt ließ er sich auf seinen Stuhl plumpsen. Er rollte gerade etwas zurück in Richtung Rückwand des kleinen verglasten Studios, als Connor das Zeichen gab, den Satisfaction-Soundeffekt abzuspielen. Das war ein kleiner Clip, den Nolan zusammengeschnitten hatte, der zu steigendem Applaus anschwoll und mit dem befriedigten »O Nolan!«-Schnurren einer Frau seinen Höhepunkt fand.

Dann wurde die Titelmusik der Show, die zur Hauptsendezeit lief, abgespielt. Sie endete mit dem Slogan, der von einem der Sprecher des Senders aufgezeichnet worden war: »Ihr hört Mornings with Wood bei KIKX Austin auf 96.3. Zeitlose Musik und klassenloses Gequatsche mit eurem Moderator - Nolan Wood!«

Ganz im Rhythmus - so natürlich wie Sex - war Nolan wie aufs Stichwort wieder zurück am Mikro, sein ganzer Körper summte vor Energie, als er in seine Rolle verfiel. »Ganz recht, Camper! Es ist ein wundervoller Maimorgen. Die Sonne scheint. Das Gras ist grün. Die Vögel zwitschern. Südlich von Mo-Pac in der Nähe der Far-West-Ausfahrt kommt es zu einem verdammt großen Verkehrsaufkommen. Haut ab, solange ihr noch könnt, weil das alles andere als schön ist. Und falls ihr keine alternative Route haben solltet . na ja, dann hoffe ich, dass euch der Anblick von eurem Armaturenbrett gefällt, weil das - mit Ausnahme von dem Heck des Wagens vor euch - euer einziger Anblick sein wird, bis ihr von dem Highway zur Hölle wieder runterkommt. Und wenn das mal kein guter Übergang ist, dann fällt mir auch nichts mehr ein. Hier gibt's jetzt gleich AC/DC, um euch ein bisschen wachzurütteln und um euren Schmerz zu lindern.«

Als Nolan aufhörte zu reden, spielte Connor Highway to Hell ab, und Nolan blickte grinsend auf. »Verdammt, ich liebe diesen Job!«

»Gut«, erwiderte Connor. »Weil ich ihn nämlich mit Sicherheit nicht wollen würde.« Er schaute runter auf den gelben Notizblock, den er immer dabeihatte. »Als Nächstes kommt ein Werbespot, und womit willst du danach weitermachen? Musikwünsche? Naked News? Super-Dating-Event?«

Das war einer der Gründe, warum Nolan es liebte, mit Connor zu arbeiten. Nolans letzter Sendeleiter hatte darauf bestanden, dass er das Programm immer im Voraus plante. Aber als Connor vor neun Monaten bei ihnen eingestiegen war, hatte Nolan gesagt, dass die Show mehr Energie haben würde, wenn er mehr Spielraum hätte. Eigentlich hatte er damit gerechnet, dass sein Wunsch auf Widerstand stoßen würde, doch der dünne ehemalige Surfer aus Kalifornien hatte lediglich mit den Schultern gezuckt und gemeint, dass, solange Nolan wusste, was er tat, er mit seiner vollen Unterstützung rechnen könnte.

Und um mal ganz ehrlich zu sein - wenn Connor Titten gehabt hätte, wäre Nolan in dem Moment auf die Knie gegangen und hätte ihm einen Heiratsantrag gemacht. Aber unter den gegebenen Umständen hatte er seinen neuen Sendeleiter anschließend nur auf einen Drink in seiner Lieblingsbar - The Fix on Sixth - eingeladen. Dann hatten sie sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten erzählt, während sie bei diesem althergebrachten Männerfreundschaftsritual dermaßen viel tranken, bis sie sternhagelvoll waren.

Und was diese Heiratssache anging, wäre daraus sowieso nichts geworden. Gail, mit der Connor seit fünf Jahren verheiratet war, hätte dieser Idee niemals zugestimmt. Andererseits vielleicht ja doch. Schließlich hatte Gail - im Gegensatz zu Nolans Ex - durchaus Sinn für Humor.

Frustriert schüttelte Nolan den Kopf, um die unwillkommenen Gedanken an Lauren zu verscheuchen. »Machen wir mal weiter mit Come With Me«, schlug er vor und bezog sich damit auf einen neuen Beitrag, den er sich erst vor Kurzem ausgedacht hatte.

Connor räusperte sich. »Was das angeht: nein. Jedenfalls nicht, solange uns Manny noch nicht sein Okay gegeben hat. Er glaubt, dass du es noch mit zu vielen Orgasmus-Witzen übertreiben wirst.«

Die meiste Zeit über ließ der Geschäftsführer des Senders, Manuel Ortega, Nolan relativ freie Hand. Aber ab und zu wurde er stinksauer wegen einer bestimmten Idee.

»Es ist doch nur ein Beitrag, in dem es ums Reisen geht«, protestierte Nolan. Was ja mehr oder weniger auch stimmte. In diesem Falle dann allerdings wohl eher weniger als mehr.

»Du wirst also nicht den Gewinner auswählen, der zuerst durch-kommt? Und ich meine damit nicht im übertragenen Sinn.«

»Wie wär's, wenn wir einfach Naked News machen«, schlug Nolan vor und schenkte seinem Freund sein charmantestes Lächeln, um dessen Frage aus dem Weg zu gehen. »Ich hab jetzt Lust, sichtbar zu werden.«

Connor grinste und schüttelte den Kopf in vorgetäuschter Verzweiflung, während er nach seinem Telefon griff. Als Nolan das erste Mal das Live-Video-Streaming einiger Beiträge auf den Social-Media-Plattformen des Senders vorgeschlagen hatte, war Connor sich noch unsicher gewesen. Aber bei ihrem ersten Versuch - mit nichts weiter als Nolan hinter dem Mikro, der gerade irgendetwas auf die Schippe nahm - waren die Einschaltquoten in die Höhe geschossen, und Anrufer hatten stundenlang die Telefonleitungen blockiert.

Connor, der nie ein schlechter Verlierer war, war am nächsten Tag mit einer Liste von Beiträgen, die sie in Nolans Programm einarbeiten könnten, zur Arbeit gekommen. Als er Naked News vorschlug, hatte Nolan seinem Kumpel auf die Schulter geklopft, sich eine Pseudo-Träne aus dem Augenwinkel gewischt und Connor gesagt, dass er so stolz wie ein frischgebackener Vater sei.

Jetzt rollte Nolan die Hauptrequisite für den Beitrag vor seinen Stuhl - es war ein Bild einer mit Schaumblasen gefüllten Badewanne, das auf einer Sperrholzplatte aufgemalt war. Daraufhin riss er sich sein T-Shirt vom Leib und setzte sich, während Connor das Smartphone auf einem Stativ in einem 90-Grad-Winkel zu der Requisite positionierte.

An diesem Morgen trug Nolan eine Jogginghose. Für einen zusätzlichen Effekt zog er das linke Hosenbein hoch und enthüllte sein Bein, schleuderte den Schuh weg und ließ dann seinen Fuß über den hölzernen Rand der Fake-Wanne baumeln. Dadurch war er von seinem normalen Mikro zu weit entfernt, aber sie hatten noch andere Mikros, die man von oben herunterziehen konnte und die an vier zentralen Stellen im Studio installiert waren. Er schnappte sich das Mikrofon über ihm, zog es bis zum richtigen Level herunter und griff schließlich nach der Zeitung.

In den drei Sekunden, die der Werbespot noch dauerte, lehnte sich Nolan auf seinem Platz zurück. Sobald sich der Spot dem Ende zuneigte, legte er los. Er erzählte seinem Publikum, dass mit Naked News die Stunde der Wahrheit gekommen war. »Wir waschen den Dreck ab und übergeben euch nichts als die harte, saubere Wahrheit hinter der Story. Und all das machen wir live!« Begleitet wurde das Ganze von dem Beifall und Jubel von einem der vielen einprogrammierten Soundeffekte der Sendung.

Er drehte den Kopf in die Richtung der Kamera, als das Streaming begann. Die Folge war, dass jeder Zuhörer, der gerade nicht hinter dem Lenkrad saß - und traurigerweise wahrscheinlich auch ein paar, die gerade durchaus hinter dem Steuer saßen -, zu den Social-Media-Accounts des Senders wechseln und sich dort dann etwas ansehen konnte, was so aussah wie ein nackter Nolan, der in einer Wanne voller Schaumblasen hockte, sein Bein über den Badewannenrand hängen ließ und eine aufgeschlagene Zeitung vor sich hatte. Die Zeitung blieb natürlich auf wundersame Weise trocken.

Eine der Aufgaben des Senders war es, die Zuhörer über lokale Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten. Auch wenn die Nachrichtenabteilung das schon komplett übernahm, sah sich Connor dennoch jeden Morgen die Austin American-Statesman durch und lieferte Nolan anschließend einen mündlichen Bericht als Teil für dessen Vorbereitung auf die bevorstehende Sendung. Er fand immer irgendetwas in den Nachrichten, was er in Comedy-Gold verwandeln konnte.

Der heutige Tag war da keine Ausnahme. Er hatte etwas über die vor Kurzem stattgefundene Beauftragung eines Beratungsunternehmens von der Stadt gefunden, um die Vor- und Nachteile besser abwägen zu können, ob die Stadt innerstädtische historische Gebäude und Grundstücke erwerben sollte, um diese dann als Museen und andere Treffpunkte zu erhalten. »Wissen die denn nicht, dass Alkohol ein Konservierungsmittel ist? Das macht aus der Sixth Street eine der am besten erhaltenen...

»Mit dieser neuen Serie trifft J. Kenner mitten ins Herz!«

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