Year of Passion (1-3)

Januar. Februar. März. Drei Romane in einem Band
 
 
Diana Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Februar 2019
  • |
  • 560 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-23713-4 (ISBN)
 
Sexy Sixpacks, breite Schultern und verführerische Blicke - in der Bar The Fix geht es heiß her. Ein attraktiver Mann nach dem anderen liefert auf dem Laufsteg eine atemberaubende Show. Und die Damen in der Jury haben die Qual der Wahl: Welche zwölf Kandidaten werden gewinnen und am Fotoshooting für den heißesten Kalender aller Zeiten teilnehmen?Mit dieser genialen Publicity-Aktion will eine Gruppe von Freunden ihre Lieblingsbar vor dem Aus retten. Schnell wird klar, dass es um noch viel mehr geht als den Kalender: Während sich die Atmosphäre immer weiter aufheizt, entflammen die Gefühle - und für jeden der zwölf Männer führt eine aufregende Begegnung zu ungeahnten Konsequenzen ...Drei leidenschaftliche und gefühlvolle Romane in einem Band - J. Kenner-Lesevergnügen pur!
  • Deutsch
  • München
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  • Deutschland
Diana
  • 1,17 MB
978-3-641-23713-4 (9783641237134)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. Kenner arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Bücher haben sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauft und erscheinen in über zwanzig Sprachen. J. Kenner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Texas, USA.

1

Reece Walker fuhr mit bloßen Händen über den eingeseiften Hintern der Frau in seinen Armen und wusste, dass er in die Hölle kommen würde.

Nicht, weil er mit einer Frau schlief, die er kaum kannte. Oder weil er sie mit einer gut getimten Abfolge von Whiskeys und besonders einfallsreichen Halbwahrheiten verführt hatte. Nicht einmal, weil er seinem besten Freund Brent nicht die Wahrheit gesagt hatte, als er ihm erklärte, wieso er nicht mitkommen konnte, um Jenna, die Dritte im Bunde ihrer lebenslangen Freundschaft, vom Flughafen abzuholen.

Nein, Reece würde im ewigen Feuer schmoren, weil er ein Arschloch war, spitz wie Nachbars Lumpi zwar, aber leider zu feige, um der wunderschönen Frau, die nackt mit ihm unter der Dusche stand, zu gestehen, dass er in den vergangenen vier Stunden keinesfalls an sie gedacht hatte.

Und wenn das kein sicherer Weg in die Hölle war, dann wusste er auch nicht.

Er stieß ein frustriertes Seufzen aus, und Megan zog fragend die Augenbrauen hoch. Ihre Hand glitt abwärts zu seinem Schwanz, dem die Sache mit der Hölle herzlich egal zu sein schien. »Langweile ich dich?«

»Auf keinen Fall.« Wenigstens das war die Wahrheit. Er fühlte sich wie ein Arschloch, ja, allerdings wie ein durch und durch befriedigtes Arschloch. »Ich habe nur gerade gedacht, wie schön du bist.«

Sie lächelte - einerseits erfreut, andererseits aber auch verlegen, und Reece fühlte sich umso schäbiger. Was zum Henker stimmte denn mit ihm nicht? Sie war wirklich schön. Sexy, lustig und total entspannt. Von gut im Bett ganz zu schweigen.

Doch sie war nicht Jenna, was ein lächerlicher Vergleich war. Schließlich gehörte Megan in die Kategorie »zu haben«, während Jenna eben seine beste Freundin war. Die ihm vertraute. Und ihn liebte. Obwohl sein Schwanz sofort aufmerkte, wann immer ihm einfiel, was für appetitliche Dinge er am liebsten mit ihr anstellen würde, wusste er doch, dass das niemals geschehen würde. Nie und nimmer würde er ihre Freundschaft aufs Spiel setzen. Außerdem liebte Jenna ihn nicht auf diese Art. Hatte sie noch nie und würde sie auch nie.

Was - neben etwa hunderttausend anderen Gründen - bedeutete, dass Jenna tabu war.

Zu dumm, dass seine lebhafte Fantasie die Nachricht noch nicht erhalten hatte.

Ach, verdammt.

Er packte fester zu und drückte Megans knackigen Hintern. »Vergiss die Dusche«, murmelte er. »Gehen wir zurück ins Bett.« Er brauchte das jetzt. Wild, scharf und fordernd. Und schmutzig genug, um ihn am Denken zu hindern.

Gott, er hätte die ganze Stadt abgefackelt, wenn er Jenna auf diese Art aus seinem Verstand hätte brennen können. So aber blieb ihm nur, sich so gründlich um Megan zu kümmern, dass sie nachher keinen Muskel mehr rühren konnte. Sein schlechtes Gewissen, ihr Vergnügen. Wenigstens einer von ihnen sollte etwas von der Situation haben.

Schließlich wusste man ja nie - vielleicht konnte er sich die Fantasien von seiner besten Freundin ja doch noch aus dem Kopf vögeln.

Es hatte nicht geklappt.

Reece rollte sich mit geschlossenen Augen auf den Rücken, während Megans Finger die Umrisse der Tätowierung auf seiner Brust und seinen Armen nachzeichneten. Die Berührung war sanft und zärtlich und stand damit im krassen Kontrast zu der Art, wie er sie gerade genommen hatte - ein bisschen zu wild und ein bisschen zu hart nämlich, weniger wie ein Liebesspiel als wie ein Kampf, den es auszutragen galt.

Und war es nicht eigentlich auch so gewesen?

Aber den Kampf hatte er verloren. Ein Sieg hätte Vergessen bedeutet oder wenigstens Ablenkung, und doch lag er hier neben dieser wunderschönen nackten Frau und dachte nach wie vor an Jenna. Wie er es unablässig tat, seit seine Welt vor acht Monaten ins Wanken geraten war und er sie zum ersten Mal als begehrenswerte Frau statt als Kumpel zum Pferdestehlen gesehen hatte.

Ein Abend, der alles verändert hatte, und Jenna war sich dessen nicht einmal bewusst! Selbstverständlich dachte er nicht daran, sie darauf aufmerksam zu machen.

Megan fuhr noch immer mit dem Finger um die Tattoos. Bei einem Stern hielt sie inne. »Keine Namen? Keine heimlich eingearbeiteten Initialen von einer Ehefrau oder Freundin?«

Ruckartig wandte er ihr den Kopf zu, und sie brach in Gelächter aus. »Komm schon, sieh mich nicht so an.« Sie zog das Laken über ihre Brüste und hob sich auf die Knie. »Das habe ich doch nur so dahingesagt, mehr nicht. Das Letzte, was ich will, ist eine Beziehung, das kannst du mir glauben.« Sie rutschte an die Bettkante und stellte die Füße auf den Boden, wodurch er einen prächtigen Blick auf ihren ebenso prächtigen Rücken hatte. »Ich übernachte nicht einmal gerne woanders

Wie um ihre Worte zu unterstreichen, beugte sie sich vor, nahm den BH vom Boden und begann, sich anzuziehen.

»Schon wieder etwas, was wir gemeinsam haben.« Er stemmte sich hoch, lehnte sich ans Kopfende des Bettes und genoss den Anblick, wie sie sich in ihre enge Jeans zwängte.

»Schön«, sagte sie mit solch einer Inbrunst, dass er sich unwillkürlich fragte, was ihr diese Art von Beziehungen wohl vergällt haben mochte.

Was ihn betraf, waren ihm Beziehungen weniger vergällt worden; sie waren einfach gescheitert. Immer. In den vergangenen Jahren hatte er ein paar Freundinnen gehabt, mit denen es hätte ernst werden können, aber dann hatte es doch nie geklappt. Irgendwann hatte er sich selbst eingestehen müssen, dass er wohl kein Typ für feste Beziehungen war. Allerdings bedeutete das ja nicht, dass er wie ein Mönch leben musste, auch wenn er das die vergangenen acht Monate mehr oder weniger getan hatte.

Sie zog ihre Bluse über und blickte sich um, bevor sie in ihre Schuhe schlüpfte. Also rappelte auch er sich auf und zog Jeans und T-Shirt an. »Was ist?«, fragte er, als ihm auffiel, dass sie ihn prüfend betrachtete.

»Na ja, ehrlich gesagt habe ich doch überlegt, ob du vielleicht eine Frau oder eine Freundin hast.«

»Aha? Und wieso?«

Sie zuckte die Achseln. »Du warst eine Weile so stumm, dass ich mich gefragt habe, ob ich dich falsch eingeschätzt habe. Ob du vielleicht verheiratet bist und nun ein schlechtes Gewissen hast.«

Ein schlechtes Gewissen.

Die Wörter ratterten durch seinen Kopf, und er stöhnte auf. »Kann man so sagen.«

»Oh, verflixt. Im Ernst jetzt?«

»Nein!«, versicherte er ihr hastig. »Nicht so. Ich gehe nicht fremd. Meine Frau würde ich niemals betrügen.« Was zum größten Teil daran lag, dass Reece nie im Leben eine Frau haben würde, da er die Institution der Ehe an sich schwachsinnig fand, doch er sah keine Notwendigkeit, das Megan näher zu erläutern. »Aber was das schlechte Gewissen angeht«, fuhr er fort, »ja, das hatte ich heute tatsächlich.«

Sie entspannte sich sichtlich. »Hm. Das mit deinem schlechten Gewissen tut mir leid, aber alles andere freut mich. Ich habe meine Prinzipien, und ich halte mich eigentlich für eine ganz gute Menschenkennerin. Es ärgert mich, wenn ich feststellen muss, dass ich mich geirrt habe.«

»Und ärgern will ich dich nun wirklich nicht.«

»Nein, solltest du auch nicht. Ich kann ein echtes Biest sein.« Sie setzte sich auf die Bettkante und sah zu, wie er seine Stiefel anzog. »Aber wenn du keine Frau im Schrank versteckst, weswegen hast du dann ein schlechtes Gewissen? Falls du meinst, du hättest mich nicht gut genug befriedigt, kann ich dir versichern, dass ich keinen Grund zur Klage habe.« Sie grinste spitzbübisch, und er lächelte unwillkürlich zurück. Seit acht Monaten hatte er sich zum ersten Mal wieder eine Frau ins Bett geholt, und sie war ein echter Glückstreffer.

»Ich bin einfach ein mieser Freund.«

»Das glaube ich dir nicht.«

»Doch, leider.« Er schob sein Portemonnaie in seine hintere Jeanstasche. Die Ironie an der Sache war natürlich, dass er in Jennas Augen ein großartiger Freund war, einer ihrer beiden Wahlbrüder, mit denen sie im Sommer nach der sechsten Klasse vor fast zwanzig Jahren einen Schwur geleistet hatte!

Daran würde wohl auch die Tatsache nichts ändern, dass Brent Pluspunkte erzielte, weil er Jenna vom Flughafen abholte, während er, Reece, versuchte, seine ganz privaten Dämonen wegzuvögeln . während er tatsächlich alles versuchte, um die Erinnerung daran auszulöschen, wie sie sich an jenem Abend an ihn geklammert und wie aufregend sie sich angefühlt hatte. Ihr Atem hatte ihn berauscht, und das nicht, weil sie getrunken hatte.

In ihren Augen war er ihr Retter in der Not gewesen. Und er? Er hatte sie die Treppe zu ihrer Wohnung hinaufgetragen und nur daran denken können, wie weich sich ihr warmer Körper anfühlte.

An jenem Abend hatte ihn eine wilde Sehnsucht gepackt, war wie eine Flutwelle über ihm zusammengeschlagen, hatte die äußere Hülle der Freundschaft weggespült und nichts als reines Verlangen zurückgelassen. Die Lust auf sie war so stark gewesen, dass er beinahe in die Knie gegangen wäre.

Es hatte ihn seine ganze Selbstbeherrschung gekostet, Abstand zu ihr zu wahren, obwohl er am liebsten jede noch so kleine Stelle ihres Körpers mit Küssen bedeckt und sie gestreichelt hätte, bis sie sich unter seinen Händen vor Wonne wand.

Ja, sein Sieg an jenem Abend über seine eigene Begierde war hart erkämpft gewesen. Und er hatte Wunden davongetragen. Wie ein Speer hatte es sein Herz durchstoßen, als sie in seinen Armen vor dem Einschlafen flüsterte, sie liebe ihn - und er doch wusste, dass sie es nicht so meinte, wie er es sich in diesem Moment gewünscht hätte.

Zumal er schon in diesem Augenblick gewusst hatte, dass er das größte Arschloch überhaupt war.

Zum Glück konnte sich...

»Mit dieser neuen Serie trifft J. Kenner mitten ins Herz!«

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