Dich verwöhnen (Stark Novella 10)

Erzählung
 
 
Diana Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. November 2021
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-27014-8 (ISBN)
 
Nach den aufwühlenden Ereignissen um ihre kleine Tochter finden Nikki und Damien in ihrem Inselresort an der Küste Kaliforniens allmählich wieder ins Gleichgewicht. Doch Damien kennt seine Frau zu gut, um nicht zu bemerken, dass die überstandenen Schrecken Nikki noch immer nicht ganz losgelassen haben. Und so ersinnt er ein erotisches Spiel, das das Band zwischen ihnen noch enger knüpfen soll. Damien konfrontiert Nikki mit ihren Ängsten, damit sie lernt, sie zu überwinden. Dabei führt er sie so nah an ihre Grenzen, dass sie kurz davor ist, ihr Safeword auszusprechen .
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Diana
  • 1,12 MB
978-3-641-27014-8 (9783641270148)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. Kenner arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Bücher haben sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauft und erscheinen in über zwanzig Sprachen. J. Kenner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Texas, USA.

1. Kapitel


Damien stand auf der Terrasse seines Bungalows und sah zu, wie seine Töchter über die Gischt jagten. Die Wellen rollten unaufhörlich an den Strand, und die zwei Mädchen rannten mit kindlicher Ausdauer kichernd und jauchzend ins flache Wasser und zurück.

Ein paar Meter entfernt saß Nikki auf einer Decke und trank aus einer Wasserflasche, ohne ihre Kinder aus den Augen zu lassen. Ihr blondes Haar schimmerte im Licht der Inselsonne, und ihre Haut hatte in den fünf Tagen, die sie schon in diesem Resort weilten, einen goldbraunen Schimmer angenommen. Sie hatte die Arme um die Knie geschlungen, und obwohl er sie nur im Profil sah, war ihr glückliches Lächeln nicht zu verkennen.

Bei diesem Anblick wurde ihm warm ums Herz, und er spürte, wie sein ganzer Körper sich entspannte. Es war fast drei Monate her, dass der Albtraum von Annes Entführung zu Ende gegangen war. Obwohl sie natürlich nie wirklich frei davon sein würden. Was geschehen war, hatte Spuren hinterlassen, die er jeden Tag in Nikkis Augen gespiegelt sah. Die Erinnerung an den Schmerz, die Überreste grausamer Hilflosigkeit und die nachklingende Angst umwölkten ihr schönes Gesicht und vergifteten ihr Dasein, das so glücklich hätte sein können.

In den Tagen, die unmittelbar auf die schreckliche Erfahrung folgten, war es Nikki gewesen, die ihn aus seiner eigenen privaten Hölle aus Schuld und Schmerz zurückgeholt hatte, und sobald er sich wieder halbwegs im Griff gehabt hatte, war er verdammt sicher gewesen, dass die starke Verbindung zwischen ihnen es einmal mehr geschafft hatte, den Schrecken, den das Schicksal ihnen entgegenschleudert hatte, abzuwehren und niederzukämpfen.

Und eine gewisse Zeit mochte es tatsächlich so gewesen sein.

Doch in der letzten Woche hatte er zusehen müssen, wie die Schatten erneut über seine Frau hergefallen waren. Er fühlte sich hilflos, und das war für ihn nicht leicht zu ertragen. Damien war ein Mensch, der handeln, etwas tun, helfen musste. Um einer Welt zu entkommen, die sich zu einem gefährlichen Terrain entwickelt hatte, war er also mit ihr hierhergeflogen. Auf diese kleine abgeschiedene Insel, auf der er seine ganz private Zuflucht errichtet hatte.

Konzipiert von seiner Schwägerin Sylvia und entworfen von seinem Halbbruder Jackson Steele, war das Resort at Cortez ein Luxushotel, das erst nach einem steinigen Weg aus Skandalen, Vandalismus und sogar Mord verwirklicht hatte werden können. Aber längst hatte es seine furchtbare Vergangenheit abgeschüttelt und sich zu einem Ort der Erholung entwickelt, wo Nikki, so hoffte Damien, Frieden und Ablenkung finden konnte. Diese Insel war ein zweites Zuhause.

Damien stand auf der Terrasse ihres Bungalows, der sich im privaten Teil auf der vom kalifornischen Festland abgewandten Seite befand. Außer seiner Frau und seinen beiden Töchtern war niemand am Strand zu sehen, soweit er auch in beide Richtungen blickte. Sie waren allein - nur sie vier auf diesem herrlichen, sonnendurchfluteten Stück Insel.

Und das, dachte er, war genau das, was Nikki gebraucht hatte.

Und doch war es nicht genug.

Er schloss die Augen, weil er die Stimme in seinem Kopf nicht hören wollte. Die Stimme, die leise, aber hartnäckig mahnte, dass diese Insel und die Ruhe lediglich wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde waren, gegen die er, Damien, bisher nichts hatte ausrichten können.

Frustriert umklammerte er das Geländer der Terrasse und wünschte sich, er hätte das Holz in seinen Händen zerquetschen können, denn vielleicht hätte er dann auch die Kraft finden können, die es bedurfte, um seiner Frau wirklich zu helfen. Er würde - konnte - sie damit nicht alleinlassen, aber er hatte einfach noch keine Möglichkeit gefunden, ihr den Schmerz zu nehmen.

Seine Frustration wurde durch aufsteigendes Verlangen verdrängt, und er machte einen Schritt auf die Treppe zu, um zu ihr zu gehen, als sein Telefon einen scharfen Ton von sich gab.

Es war der Klingelton, der Ryan Hunter zugeordnet war, seinem engsten Freund und Leiter der Sicherheitsabteilung von Stark International. Doch Ryan hatte diese Position eigentlich nur noch in der Theorie inne, denn er hatte das Tagesgeschäft vor Kurzem weitgehend delegiert, um sich auf seine Rolle als Chef der neu gegründeten Stark Security Agency zu konzentrieren.

»Wie geht's Nikki?«, fragte Ryan, ohne sich mit Begrüßungsformeln aufzuhalten.

»Gut«, antwortete Damien automatisch. »Warum rufst du .«

»Jamie macht sich auch Sorgen um sie.« Jamie Archer - nun Jamie Hunter - war schon Nikkis beste Freundin gewesen, ehe Damien in Nikkis Leben getreten war. Schön, respektlos, rotzfrech und kühn, kam Jamie, die nie ein Blatt vor den Mund nahm, einer Naturgewalt gleich. Darüber hinaus gab es niemanden, dem Damien mehr vertraute, wenn es um Nikki ging.

»Hat sie was gesagt?«, fragte er.

»Ja, und es war irgendwie merkwürdig. Heute Morgen meinte sie, Nikki würde es durch die Therapie und die Tatsache, dass sie dich hat, viel besser gehen.«

»Aber .?«

»Und das war das Merkwürdige. >Aber dann hätte der verdammte Wagen alles kaputt gemacht.<«

»Was zum Teufel soll das denn heißen?«

»Habe ich sie auch gefragt, Jamie meinte allerdings, es fiele unter die Schweigepflicht bester Freundinnen, was ich normalweise auch respektieren würde. Aber da es sich um Nikki handelt, die in letzter Zeit bereits genug durchgemacht hat, wollte ich in diesem Fall nicht lockerlassen.«

Damien wurde die Brust eng. Er wusste, dass Ryan auf Nikkis Angewohnheit, sich zu ritzen, anspielte. Sie hatte es seit Jahren nicht mehr getan - sie hatte schon damit aufgehört, bevor sie ihn, ihren jetzigen Mann, kennengelernt hatte -, doch als Anne entführt worden war, hatte sie einen Rückfall gehabt und sich mit dem Messer verletzt. Nur einmal, und es war kein tiefer Schnitt gewesen, aber dennoch.

Sie war in Therapie gewesen, hatte öffentlich Vorträge zu dem Thema gehalten und sogar angefangen, mit Problemkindern zu arbeiten, doch Damien befürchtete, dass das verhasste Skalpell nicht nur das Blut hatte hervorquellen lassen, sondern auch eine Finsternis, die seine Frau nun erneut zu peinigen schien.

»Und? Was hat Jamie gesagt?«

»Nichts. Ich habe zwar nachgehakt und hatte auch den Eindruck, dass sie es mir erklären wollte, aber dann hat Jeffery Sand ins Auge bekommen - wir haben heute Morgen auf dem Spielplatz für Syl und Jackson auf die Kinder aufgepasst -, und sie ist mit den beiden losgezogen, um Syl entgegenzugehen. Du wirst sie wahrscheinlich noch eher sehen als ich, aber wenn du willst, rufe ich sie an und frage noch einmal nach.«

»Nein, schon gut.« Jamie wollte heute Abend herkommen, um Nikki Gesellschaft zu leisten, während Damien geschäftlich in Paris zu tun hatte. Sylvie und Jackson waren mit den beiden Kindern bereits auf der Insel angekommen. »Ich rede entweder selbst morgen früh mit ihr oder frage Nikki danach.«

»Nik hat dir nichts gesagt?«

Damien zog die Brauen zusammen. »Nein. Vielleicht fand sie, dass es nicht der Rede wert ist.«

»Ja, vielleicht.« Aber Ryans Tonfall sagte ihm, dass er genauso wenig daran glaubte wie Damien selbst.

»Obwohl ich deine Sorge um meine Frau zu schätzen weiß, gehe ich davon aus, dass das nicht der eigentliche Anlass deines Anrufs war.«

»Nein. Ich wollte dich auf den neusten Stand bringen.« Ryans Stimme hatte einen geschäftsmäßigen Ton angenommen. »Denise ist jetzt gänzlich zu Stark Security übergewechselt, obwohl ich sie immer noch nicht dazu bewegen kann, Außeneinsätze zu übernehmen. Dennoch ist sie allein für die Technik ein echter Gewinn.«

»Versuch es weiter«, sagte Damien und sah die kompetente Blondine mit den funkelnden grünen Augen vor sich. Als ihr Mann während einer verdeckten Regierungsoperation verschwunden war, hatte sie ihren eigenen Job beim Geheimdienst für eine Stelle bei Stark International aufgegeben. Damien konnte verstehen, dass sie sich nun lieber in den Innendienst flüchten wollte, anstatt sich ins Feld zu begeben. Aber er hatte ihre Personalakte gesehen, die Ryan über sie zusammengestellt hatte, wobei er sich einiges an Material auf nicht ganz legalem Weg verschafft hatte. Die Frau hatte Talent. Stark Security wollte sie auf jeden Fall haben, allerdings am liebsten im Außeneinsatz, wo sie ihnen am meisten nutzen würde.

Stark Security war nach Annes Entführung aus Damiens Bedürfnis heraus ins Leben gerufen worden, nicht nur seine Familie zu beschützen, sondern auch allen anderen zu helfen, die sich in einer ähnlichen Lage befanden. Es brauchte eine Organisation, die die Lücke zwischen dem, was der Staat offiziell tun konnte, und dem, was getan werden musste, schloss, und Damien wollte sie mit den besten Leuten bemannen, die er finden konnte.

»Keine Sorge, ich bleibe dran«, sagte Ryan und fügte hinzu: »Und Liam ist auch dabei. Was mich nicht überrascht. Er hat zwar etwas von Aussteigen gemurmelt, aber geglaubt habe ich ihm das nie.«

»Liam Foster ist ein echter Aktivposten«, stimmte Damien ihm zu. »Gute Arbeit.«

»Hey, du bist derjenige mit den Beziehungen zu Deliverance.« Ryan bezog sich auf die inzwischen nicht mehr bestehende Selbstschutzgruppe, zu der Liam gehört hatte.

»Und Quincy?«, fragte Damien. Auch der Engländer war bei Deliverance gewesen und hatte bei den Ermittlungen zu Annes Entführung geholfen.

»Er ist noch sehr unentschlossen, aber ich denke, dass das Pendel eher zu unseren Gunsten ausschlägt. Das ist auch der Hauptgrund,...

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