Julia Extra Band 0336

Leidenschaft in Blackwood Manor / Verrat mir dein Geheimnis! / Die Geliebte des Wüstensohns / Happy End in Argentinien /
 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. August 2011
  • |
  • 112 Seiten
 
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E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-220-5 (ISBN)
 
Leidenschaft in Blackwood Manor von KENDRICK, SHARON
Dieser interessante Mann ist ihr neuer Boss? Mit klopfendem Herzen steht Ashley vor Jack, dem Hausherrn von Blackwood Manor. Der Millionär begegnet ihr kühl, doch Ashley spürt, dass in ihm wilde Leidenschaft schlummert. Wird Ashley sie wecken können?

Verrat mir dein Geheimnis! von MEIER, SUSAN
Hier stimmt etwas nicht! Ellie zieht als Kindermädchen zu Mac Carmichael. Alles an dem reichen Hotelier ist perfekt: seine blauen Augen, sein Körper, seine Stimme ... Doch Ellie erahnt ein Geheimnis hinter dem attraktiven Äußeren, das sie mit den Waffen einer Frau lüften will.

Die Geliebte des Wüstensohns von YATES, MAISEY
Seine dunklen Augen mustern sie, und plötzlich hat sie Schmetterlinge im Bauch: Scheich Adham löst in Prinzessin Isabella Gefühle aus, die sie nie kannte. Und denen sie nicht nachgeben darf, denn sie ist einem anderen versprochen - dem Bruder von Adham ...

Happy End in Argentinien von HARRIS, LYNN RAYE
Francesca stockt der Atem: Hat Marcos ihr einen Heiratsantrag gemacht - schon wieder? Ihre erste Ehe dauerte nur drei Stunden; noch einmal möchte Francesca so etwas nicht erleben! Doch Marcos hat sie in der Hand: Sie muss ihm nach Argentinien - und in sein Schlafzimmer - folgen ...
  • Deutsch
  • 0,82 MB
978-3-86349-220-5 (9783863492205)
386349220X (386349220X)

1. KAPITEL

Das Letzte, was sie jetzt unternehmen wollte, war ein ausgedehnter Spaziergang. Der Wind blies eisig, und die grauen Wolken hingen verdächtig tief. Aber Ashley blieb nichts anderes übrig, als sich zu Fuß auf den Weg zu machen. Außerdem war sie nach dem Morgen in einem stickigen Bahnabteil extrem aufgekratzt, und ihre Gedanken kreisten unaufhörlich um die erste Begegnung mit ihrem neuen Chef.

Immer wieder ermahnte sie sich, dass es keinen Grund gebe für diese unerträgliche Nervosität. Er konnte wohl kaum so Furcht einflößend sein, wie die Dame von der Arbeitsagentur angedeutet hatte.

Unglücklicherweise hatte Ashley den wunderbaren und schwerreichen Jack Marchant nicht - wie erhofft - auf seinem imposanten Landsitz angetroffen. Christine, die sich als seine Haushälterin vorstellte, hob auf die Frage, wann der Herr des Hauses denn zurückerwartet wurde, nur müde die Augenbrauen.

"Das weiß man bei Mr Marchant nie", hatte sie leicht hochnäsig verkündet. "Dieser Mann macht, was er will."

Doch irgendwie beschlich Ashley das Gefühl, dass die Hausangestellte den Reizen ihres Vorgesetzten gegenüber nicht ganz unempfänglich war.

Verfroren rieb Ashley ihre Hände aneinander, die in dicken Wollhandschuhen steckten, und setzte ihren Weg durch die Kälte fort. Die Dame von der Agentur beschrieb Mr Marchant als höchst eindrucksvoll. Ein Begriff, der wohl eine ganze Reihe unausgesprochener Sünden dieses Mannes mit einschloss. Bedeutete es, dass er cholerisch und dominant war? Oder einfach zu unhöflich, um seine neue Sekretärin persönlich zu empfangen?

Nicht dass es von Bedeutung wäre, was für einen Charakter er hatte. Ashley brauchte diesen Job, sie brauchte das Geld. Dringend. Es war ein lukrativer Kurzzeitvertrag, und dafür würde sie sich mit allen möglichen Unannehmlichkeiten abfinden - selbst mit dieser öden nördlichen Landschaft und der beißend kalten Luft.

Obwohl Ashley während ihrer gesamten Kindheit von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht worden war, konnte sie mit Veränderungen nicht gut umgehen. Vielleicht gerade deshalb. Sie bekam regelrecht klaustrophobische Anfälle, wenn sie fremde Menschen traf oder sich in einer neuen Situation einrichten musste. Es war ungeheuer anstrengend für sie, sich auf Leute und ihre Befindlichkeiten, Erwartungen und Vorlieben einzustellen.

Dafür hatte sie aber von klein auf gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen, gesprochene Worte und echte Absichten voneinander zu unterscheiden und die Wahrheit hinter einem falschen Lächeln zu erkennen. Sie hatte ihre Lektion gelernt und dabei eine Überlebensstrategie entwickelt, die sie unbewusst bis zum heutigen Tag praktizierte.

Nachdem ihre Finger nun eine Nuance wärmer waren, blieb Ashley einen Moment stehen und sah sich um. Kahle Bäume und Hecken schlossen das großzügige Grundstück ein, hinter dem sich eine schier endlose Moorlandschaft erstreckte.

Was für ein einsamer Ort, dachte sie. Irgendwie spröde und sehr karg.

Als sich der Weg nach einer Weile über eine Hügelkuppe schlängelte, konnte sie zumindest in der Ferne ein kleines Dorf entdecken. Hinter ihr lag das riesige Anwesen Blackwood Manor und wirkte aus der Ferne sogar noch imposanter als von Nahem. Das graue steinerne Gebäude fügte sich trotz seiner gigantischen Größe hervorragend in die Landschaft ein. Dunkle Baumgruppen und diverse Nebengebäude vervollständigten das Bild, zusammen mit einem glitzernden See.

Was es wohl für ein Gefühl ist, so viel Land zu besitzen? fragte Ashley sich. Ob dieser Reichtum Mr Marchant so eindrucksvoll macht? Eigentlich heißt es aber doch, Geld verderbe den Charakter!

Ashley war so in ihre Tagträume vertieft, dass sie das seltsame Geräusch, welches sich rasant näherte, zunächst nicht bemerkte. Zu spät wurde ihr klar, dass ein großes, dunkles Pferd auf sie zugaloppierte. Nein, es war nicht nur dunkel, es war pechschwarz und sah aus, als wäre es aus einem gruseligen Kindermärchen entsprungen. Unter dem glänzenden Fell arbeiteten die starken Muskeln des Tieres, und auf seinem Rücken thronte ein Mann, dessen ebenfalls rabenschwarzes Haar vom Wind stark zerzaust war. Ashley blinzelte erstaunt. Sie sah ausgeblichene Jeans, einen kraftvollen, maskulinen Körper und ein Gesicht, das hart und verschlossen wirkte.

Wüste dunkle Augen starrten sie an, während sie wie hypnotisiert mitten auf dem Weg stehen blieb. Der Anblick des Fremden auf seinem hohen Ross hielt sie in seinem Bann, und plötzlich schien das Pferd direkt über ihr zu sein. Mit einem spitzen Schrei sprang Ashley zur Seite, und das Tier stieg erschrocken hoch, weil in diesem Augenblick auch noch ein großer schwarz-weißer Hund aus der Seitenhecke schoss.

Um sie herum brach ein ohrenbetäubender Tumult aus, und Ashley verlor den Überblick. Das Pferd stürzte und warf dabei seinen Reiter ab, der regungslos liegen blieb, während der Hund ununterbrochen bellte. Entsetzt warf sich Ashley neben dem Mann auf die Knie und beugte sich über ihn. War er etwa tot? Mit zitternden Händen berührte sie seine Schultern. "Hallo? Hallo? Sind Sie okay?"

Erleichtert stellte sie fest, dass er leise stöhnte.

"Können Sie mich verstehen?", fragte sie laut. "Ich sagte, können Sie mich verstehen?"

"Natürlich kann ich Sie verstehen! Immerhin schreien Sie mir ja direkt ins Ohr!"

Seine Stimme klang tief und erstaunlich kräftig. Die dichten schwarzen Wimpern teilten sich etwas und ließen die stürmischen braunen Augen durchblitzen, deren Ausdruckskraft Ashley noch kurz zuvor gefesselt hatte.

"Haben Sie Schmerzen?", erkundigte sie sich.

Er schnitt eine Grimasse. "Was glauben Sie denn?" Sein Tonfall klang verständlicherweise gereizt. Dann versuchte er vorsichtig, seine Beine zu bewegen, wobei sich seine kräftigen Oberschenkel durch die verwaschenen Jeans abzeichneten.

Dieser Anblick lenkte Ashley für einen Augenblick ab, und sie schluckte. "Kann ich . kann ich irgendetwas für Sie tun?"

"Nun, Sie könnten damit anfangen, mir mal etwas Platz zu machen!", entgegnete er unwirsch. "Zurück! Ich bekomme ja kaum noch Luft."

Sein Ton war forsch und autoritär. Sofort wich Ashley zurück, und der Fremde rappelte sich auf. Allerdings kam er nicht weiter als bis auf seine Knie. Der Hund spielte mittlerweile völlig verrückt und sprang bellend um den Mann herum, bis er ihn mit einem harschen Befehl zum Schweigen brachte.

"Still, Casey!"

Die Schultern des gestürzten Reiters sackten nach vorn, und er setzte sich mit einem Seufzer auf die Straße.

Instinktiv kam Ashley wieder näher. "Sie sollten sich besser nicht bewegen."

"Woher wollen Sie denn wissen, was ich zu tun habe?"

"Das habe ich im Erste-Hilfe-Kurs gelernt. Ich denke, Sie sollten ganz ruhig sitzen bleiben. Ich werde mit meinem Handy einen Krankenwagen rufen. Vielleicht haben Sie sich etwas gebrochen."

Ungeduldig schüttelte er seine dunklen Haare. "Da ist nichts gebrochen. Eventuell verstaucht, sicher nichts Ernstes." Wieder versuchte er aufzustehen, und dieses Mal schaffte er es mit Mühe und Not.

Trotz seiner gekrümmten Haltung konnte man erahnen, wie groß dieser attraktive Mann war. Neugierig betrachtete Ashley ihn und fand, dass er unbeschreiblich interessant aussah. Dicht neben seinen sinnlich geschwungenen Lippen zeichnete sich eine feine Narbe ab, und sie fragte sich, ob er wohl in einen Unfall oder in einen Kampf verwickelt worden war.

Seine Gesichtszüge waren etwas zu herb, um sie als hübsch im konventionellen Sinne bezeichnen zu können. Es war vielmehr, als würde seine unübersehbare Männlichkeit anziehend und abstoßend zugleich wirken. Ashley fühlte sich seltsam verwirrt.

"So kann ich Sie jetzt unmöglich allein lassen", stellte sie entschlossen fest.

"Natürlich können Sie", widersprach er. "Es wird spät, und auf diesen Straßen sollte man in der Dunkelheit nicht mehr allein herumspazieren. Oder kennen Sie sich hier gut aus?"

"Nein, überhaupt nicht."

"Natürlich nicht. Sonst wären Sie wohl kaum mitten auf dem Weg stehen geblieben, obwohl ein Pferd angaloppiert kommt", bemerkte er trocken. "Wo wohnen Sie denn?"

"Eigentlich bin ich erst heute hier in die Gegend gezogen."

"Oh?"

Der starre Blick aus seinen dunklen Augen irritierte sie. "Nach Blackwood Manor", ergänzte sie und räusperte sich.

Er runzelte die Stirn, und sein Mund verzog sich zu einem schiefen Lächeln. "Ach so, dort wohnen Sie also? In dem grauen Haus direkt am Moorgebiet?"

Ashley nickte, obwohl die Vorstellung merkwürdig war, diesen Ort als ihr Zuhause zu bezeichnen. "Ja." Sie zuckte die Achseln. "Es gehört natürlich nicht mir, sondern meinem neuen Boss."

"Wirklich?", hakte er nach und betrachtete sie etwas genauer. "Und wie ist der so, Ihr neuer Boss?"

"Keine Ahnung. Wir haben uns noch nicht kennengelernt, weil er unterwegs war, als ich ankam. Er ist ." Beinahe hätte sie ausgeplaudert, dass sie dafür eingestellt worden war, seinen Roman zu tippen. Aber Ashley biss sich rechtzeitig auf die Zunge. Schließlich ging es diesen Fremden...

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