Ein Dorf im Großen und Ganzen

Eine pastorale Nouthesia für das 21. Jahrhundert
 
 
Traugott Bautz (Verlag)
  • erschienen am 4. September 2020
  • |
  • 434 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-95948-766-5 (ISBN)
 
Ein Dorf im Großen und Ganzen ist die posthum herausgegebene Edition einer pastoralen Nothesia für das 21. Jahrhundert. Der Autor war über 25 Jahre Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche in Woringen im Allgäu. Er erzählt die Geschichte des Dorfes Woringen von den ersten Spuren der Besiedelung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Der große historische Bogen bezieht weltgeschichtliche und lokale Ereignisse originell aufeinander. Das Pfarrarchiv der Kirchengemeinde inspirierte den Autor, der mit den Menschen im Dorf so lange Jahre zusammenlebte, zu mehr als einer Chronik, einem Heimat- und Hausbuch. Wie die Herausgebenden im wissenschaftlichen Editorial erklären, ist "Ein Dorf im Großen und Ganzen" eine seelsorgliche Relecture paulinischer bzw. deuteropaulinischer Paränesen, die Vernunft und Verstand der Lesenden ermuntern will, über den Lauf der Zeit im Großen wie im Kleinen nachdzudenken und dabei behutsam und doch eindringlich - wie der Glockenklang vom Kirchturm herab - zum Leben in der Liebe ruft. Lesenswert ist dies nicht nur für die Menschen vor Ort, sondern auch für alle kirchenhistorisch, mentalitätsgeschichtlich, pastoraltheologisch, seelsorglich und philosophisch Interessierten.
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 6,89 MB
978-3-95948-766-5 (9783959487665)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Vorwort

1 Die Anfänge von Woringen im offenen Land: Die Kelten

2 Die Herrschaft der Römer

3 Die Zeit der Alemannen und der Ortsname "Woringen"

4 Die karolingische Zeit

5 Paldmunt - die erste urkundliche Erwähnung Woringens

6 Spätes Mittelalter: Ich kauf mir das Dorf Woringen
6.1 Aufstieg und Niedergang des Ritterstandes
6.2 Zur Frage der Burgen in Woringen (Zusammenfassung)
6.3 Nachrichten über die Woringer Kirchen
6.4 Aufstellung: Die Pfarrer in Woringen
6.5 Das Vogtrecht

7 Zeit der Möttelin
7.1 Von Rudolfs Aufbauleistung bis zu Ursulas Kirchenwerk
7.2 Woringen und deutsche Kaiser und Könige (Überblick)
7.3 Unter dem Memminger Halbadler und Kreuz war gut leben

8 Die Reformation
8.1 Die umwälzenden Entdeckungen
8.2 Die Reformation in Memmingen und seinem Umland
8.3 Die Erhebung der Bauern
8.4 Das Rad der Reformation und Gegenreformation dreht sich
8.5 Ein Überblick zur Reformation in Memmingen und Woringen

9 Das 17. Jahrhundert
9.1 Überleben in Hexenverfolgungswahn, Krieg, Pest, Hunger
9.2 Vor dem großen Krieg
9.3 Woringen und Memmingen in der ersten Phase des Dreißigjährigen Krieges
9.4 Pestzeit von 1628-1629 in Woringen
9.5 Die zweite Phase des Dreißigjährigen Krieges
9.6 Der Westfälische Frieden - das Leben nach dem großen Krieg
9.7 Aufbau im Dorf, Ausgestaltung der Kirche, Kirchliches Leben
9.8 Naturwidrigkeiten im 17./18. Jahrhundert
9.9 Das Miteinander der Konfessionen im Dorf ab 1555 bis 1720
9.10 Das Leben erholt sich

Hochzeitseinträge

Unold'sche Stiftung


Die große Straße nach Süden - Woringens Schicksal

Eine Woringer Tragödie

9.11 Schlussbemerkung zum 17. Jahrhundert

10 Der spanische Erbfolgekrieg

11 Die "gute" alte Zeit: Das 18. und 19. Jahrhundert
11.1 Die große Geschichte berührt das Dorf
11.2 Die Vereinödung

Durchführung

Die ursprüngliche Bedeutung der Vereinödung

11.3 Napoleons Macht hautnah
11.4 Die neue staatliche Ordnung verändert das Leben der Pfarrei Woringen
11.5 Ein Rad dreht sich ... Der Fortgang der Geschichte mit Franzosen und Bayern
11.6 Verfassung 1818 und Jubiläum
11.7 Die vergessene Revolution 1847/48
11.8 Landtagswahl in Bayern
11.9 Die Zeit des Eisenbahnbaus
11.10 Ein deutscher Bruderkrieg (1866)
11.11 Das Ende der Kleinstaaterei 1871

12 Der Erste Weltkrieg
12.1 Vorabend und Ausbruch des Ersten Weltkrieges
12.2 Der lange Krieg holt Orgelpfeifen und Kirchenglocken

13 Dorfgeschehnisse von 1723 bis 1919
13.1 Aufzeichnungen im zweiten Pfarrbuch von 1723 an
13.2 Die katholische Pfarrei und ihre Geistlichen
13.3 Pfarrerwechsel in der evangelischen Gemeinde
13.4 Vom "Erbsenzählen"
13.5 Einführung der Konfirmation - Woringen im Pietismus
13.6 Aus der katholischen Gemeinde
13.7 Das Dorfleben geht seinen Gang
13.8 Kirchenrenovierung
13.9 Trennung von Lutheranern und Reformierten
13.10 Pfarrer Cloeter
13.11 Pfarrer Würth und der Abschluss der Kirchenrenovierung
13.12 Weitere Dorfnotizen
13.13 Die neue Schule
13.14 Ein neuer Lehrer
13.15 Weitere Einigungen und Dorfereignisse
13.16 "Hochoffizielle" Kritik an den Pfarrern (Visitationsberichte 1881, 1889 und 1891)
13.17 Problem durch niederen Kornpreis, Pfarrerwechsel und weiteres 1884 bis 1887
13.18 Erste Ansätze der Jugendarbeit und einer Bibliothek im Dorf
13.19 Ablösung der staatlichen Baulast an der Kirche
13.20 Probleme mit der Jugend (Schulsitzungsprotokolle 1887 bis 1918)
13.21 Der Pfarrer als Sittenwächter
13.22 Schwabenkinder / Kinderarbeit
13.23 Frühe Erwachsenenbildung und wachsender Wohlstand
13.24 Der neue Altar, Pfarrerwechsel 1893, Schulhauserweiterung, Kirchenfenster
13.25 An der Jahrhundertwende: Blick auf das Woringer Wesen vor 100 Jahren

Licht und Schatten

Wachsender Wohlstand

Klage über Unzucht

Neuer Zeitgeist

Aufbau eines Sozialsystems

Veränderung im Verhältnis: Schule - Kirche

Erweiterung des Gebietes der evangelisch-lutherischen Kirche

Tod und Begräbnis des Pfarrers Karl Erhardt

Pfarrer Karl Seifert

Spar- und Darlehenskassenverein

Wohl und Wehe - Verschiedenes ab 1904/1905

Eine neue Orgel

Das Kriegerdenkmal in der Dorfmitte

Die letzten Jahresberichte in der jahrzehntelang geübten ausführlichen Form

Ergänzungen aus dem Bericht von 1911

Notizen

Sommer 1914 - Rückblickend voller Ahnungslosigkeit

Wie sich das Dorf wandelt

Woringen in den Kriegsjahren

Die Heimat Woringen im Krieg im Spiegel der Kirchenvorstandsprotokolle

Ende des Dienstes Pfarrer Karl Seiferts

Einer der letzten Protokolleinträge vor dem Ende des 1. WK vom 26.11.1917

.und alleweile Unfälle und bitteres Sterben

Frauenschicksale

Unfälle

Kindersterblichkeit

Die Leiden der Bevölkerung in Krieg und Besatzung

Leiden an der Sinke

Kindersegen

Einzelschicksale

14 Woringen und der Nationalsozialismus
14.1 Von 1918 bis zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Neuorientierung nach dem Ersten Weltkrieg

Inflation 1923

Die Gemeinde in einem ruhigen Fahrwasser

Der Zusammenbruch der ersten Deutschen Republik

14.2 Von 1933 bis zum Einmarsch des deutschen Militärs in Polen

Feierlicher Beginn der Diktatur

Woringen im Kirchenkampf

Der Kampf um die innere Ausrichtung der Volksschule

Das Bemühen der Evangelisch-Lutherischen Kirche um ihre Selbstbehauptung

Religiosität und Sittlichkeit am Ende der 1930er Jahre in Woringen

14.3 Von 1939 bis zur totalen Niederlage

Rasche Siege über Polen und Frankreich

Der Einfall in der Sowjetunion (Juni 1941)

Der weite, opferreiche Weg zurück

Krieg an vielen Fronten

Der Krieg geht seinem Ende entgegen

14.4 Das Kriegsende in Woringen

Der Krieg erreicht das Dorf

Aufatmen und Tränen

Aus den Erfahrungen der überlebenden Soldaten aus dem Dorf

Abgesang und unbearbeitete Vergangenheit

14.5 Ausblick zum Nationalsozialismus

15 Die Nachkriegszeit
15.1 Flucht und Vertreibung
15.2 Veränderungen in Woringen
15.3 Öffentliches Leben: Ein schwerer Dienst
15.4 Schule/Kirche - Notizen der Jahre 1946 bis 1948
15.5 Als alle Woringer gleichviel Bargeld hatten: Die Währungsreform
15.6 Aus dem Jahr 1949: Eine neue Glocke
15.7 Alte Besorgnis und eine neue Zeit
15.8 Geburtsstunden von Grundgesetz, BRD und DDR
15.9 Bau der Leichenhalle und Bemühen um Erweiterung der Schule
15.10 Probleme mit der neuen Glocke im Jahr 1950
15.11 Neuer geistlicher Aufbruch unter der Jugend und endlich Erweiterung der Schule
15.12 Fortgang von Pfarrer Laible
15.13 Der neue Pfarrer: Friedrich Schuster
15.14 Die 50er Jahre

16 Die letzten 25 Jahre bis zum Ende des Jahrtausends

16.1 Schule

16.2 Feuerwehr

16.3 Ein halbes Jahrzehnt großer Hilfstransporte (1990-1995)

16.4 Aus beiden Kirchengemeinden

Pfarrgemeinde (römisch-katholisch) Zell/Woringen

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Woringen

16.5 Kindergarten

16.6 Kirche

Arbeiten an Turm und Außenfassade 1984/1985

Erweiterung des Geläutes/Sanierung des Glockenstuhles

Im Innern der Kirche

16.7 Woringen als BROT FÜR DIE WELT - Gemeinde

16.8 Einzelheiten aus den letzten 25 Jahren des 20. Jahrhunderts

Aus den 1980er Jahren bis zur Wiedervereinigung Deutschlands

Aus den 1990er Jahren bis zur Jahrtausendwende

Ende der Dienstzeit Pfarrer Kemnitzers

17 Referenzen

17.1 Archiv des Evang.-Luth. Pfarramtes Woringen

17.2 Persönliche Quellen von Pfarrer A. Kemnitzer

17.3 Regionale Verweisliteratur

Zeitschriften und Zeitungsartikel

Chroniken

Regionalbeschreibungen

17.4 Allgemeine Verweisliteratur

18 Ein Dorf im Großen und Ganzen - Editorial

18.1 "Ein Dorf im Großen und Ganzen" im Feld der Heimatbücher: Der Pfarrer als Archivar und Ethnograph

18.2 "Ein Dorf im Großen und Ganzen" im Feld der evangelischen Hausbücher und ihre spezifische kirchliche Historiographie: Der Pfarrer als Geschichtsschreiber und Zeitdeuter

18.3 "Ein Dorf im Großen und Ganzen" als Nouthesia: Der Pfarrer als Seelsorger und Redner an den historischen Verstand

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