Allein Zwischen Welten

Biografie Teil 2
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 15. Februar 2021
  • |
  • 202 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7431-2051-8 (ISBN)
 
Nachdem ich die Schule und mit der Vergangenheit abgeschlossen habe, begann ich meine Lehre in Uzwil, und fand in Flawil ein neues Zuhause, fernab von Dussnang doch schon bald merkte ich das meine neue Welt, mich völlig aus der Bahn wirft, und mich innerlich vor einer Zerreissprobe stellt, und die Vergangenheit mich wieder einholt die ich versuchte zu verdrängen, was mich verunsichert und mich vor einer Tatsache stellt, die mir den Glauben an einer Zukunft und glücklichen Leben nahm und an die Klippe des Abgrunds triebt, als wäre dies nicht schon alles schlimm genug, bin ich auch ganz auf mich allein gestellt, und muss mich meinen grösste Ängsten stellen um frei zu sein.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,35 MB
978-3-7431-2051-8 (9783743120518)
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Schweizer mit deutschen Wurzeln, der mit bürgerlichem Namen Christian J. Kaufmann heisst, wurde 25.06.1990 nach seiner Zwillingsschwester, in Frauenfeld TG, in der Schweiz geboren als drittes Kind einer Bauernfamilie. Er wuchs bis zu seinen zehnten Lebensjahr bei seiner Familie in Dussnang auf und danach sechs Jahre in einem Schulheim in Fischingen. Im Alter von 26 Jahren schrieb er sein erstes Buch, "Chilberg meine Kindheit", eine Biografie über seine Kindheit im Heim, und 2019 den Psychothriller "Zwischen den Fronten kein Ausweg" der neue Massstäbe in diesem Genre setzte, und im 2020 als Hörbuch durchs Label ChrizzAlive veröffentlich, Christian ist Onkel von vier Kindern.
Heimatort ist Grindelwald im Berner Oberland

früh morgen, die sonne schien in mein zimmer. ich war jedoch schon wach, kam gerade vom duschen in mein zimmer gelaufen. vor fünf wochen hatte ich meine schule endlich beendet.

ich erinnerte mich zurück an die juni woche von 03.06.06 bis 10.06.06, ich wurde von der wohngemeinschaft wilma eingeladen bei ihrem lager dabei zu sein. zu diesem zeitpunkt war ich noch nicht in der lehre oder in der wg wilma, aber um mich besser kennenzulernen luden sie mich nach ravensburg ein. ich war zu diesen zeitpunkt 15 jahre alt, ich muss ehrlich sein, ich kannte ravensburg nur von puzzles. es war mir aber eine ehre, als gast dabei zu sein, als (noch) kind. wir kamen also an. die stadt gefiel mir, wir waren vorab dabei, die stadt zu erkunden. Oh, habe ich schon geschrieben, dass meine haare blond waren? Nicht? na dann, ich lies als gag zum schulabschluss, meine haare blond färben, ganz zum missfallen meiner mutter, aber zur belustigung meines Bruders. aber keiner kannte den wahren grund, wieso ich dies tat. klar zum schulabschluss, ich hatte mir als kind immer blonde haare gewünscht, als kind hatte ich zu blonden kindern immer besseren und schnelleren kontakt als zu anderen, und das ist fakt und jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber bei jungs sah es mega süss aus - darf man dies schreiben? oha mal schauen, aber zurück zu ravensburg. also, als wir ankamen, im lager - äh schloss, ja richtig gelesen ein schloss, wie geil war das den? ich mag schlösser über alles, hat vermutlich mit meinen deutschen wurzeln zu tun. meine deutschen wurzeln stammen von "von kottwitz" heimatort freiburg im breisgau, einem adelsgeschlecht. leider wurde der titel "von" verkauft, aber egal ob mit "von" oder ohne, das blaue blut bleib. zu 25 % bin ich adelig. aber nein - reichtum besitze ich keinen, aber die 25 % fühlen sich gerade wohl. ich bezog mein zimmer. ich bekam ein einzelzimmer. in diesem schloss waren auch andere gäste, also familien mit kindern. tags waren wir spazieren, wandern - oh und im ravensburger spieleland, logo - das gehörte dazu. doch am zweitletzten tag sollte mich erstmals ein richtiger schlag treffen, der mich total verwirrte. wir sassen am mittagstisch, ein bisschen weiter vorne, vis à vis von mir war ein weiterer tisch. da sassen drei jungs. es gab spaghetti. als ich so beim essen war, schaute ich immer wieder zu den jungs, weil ich beim essen immer gerade aus schaute, konnte ich es nicht vermeiden, dass ich sie anschaute. ich wollte dies nicht, aber konnte mich dem ganzen nicht entziehen. immer wieder schaute ich automatisch. mir war dies peinlich. dann plötzlich, als ich wieder hinschaute, schauten mich die drei jungs (sie sassen nebeneinander) gleichzeitig an. alle drei schauten mir direkt in die augen. ich konnte nicht wegschauen. ich wollte, aber es ging nicht. ich sah nur sie. was hat das zu bedeuten? in mir steig mein puls in die höhe. ich kann das gefühl nicht beschreiben, wie wenn einem der blitz trifft, ein gefühl so stark, ich bekam gänsehaut. spürte tiefe trauer und schmerz. ich sah diese jungs auf einmal nicht mehr. was mich aber verwirrte, kommt erst noch und jetzt wird es creepy. ich fragte bei der reception nach, zu welcher familie die drei jungs gehören. ich konnte sie gut beschreiben, sie konnte mir den namen der jungs geben und auch deren familienamen. es waren brüder. aber sie sagte mir, dass sie schon vor zwei tagen abgereist seien. ich wurde kreidebleich. oh mein gott, ich musste mich setzten, wie kann dies sein? ich sah die jungs deutlich vor mir. aber warum sahen sie mir alle gleichzeitig in meine augen. wollten sie mir etwas sagen? wenn ja - was? und dann diese trauer und schmerz. bis heute kann ich mir das nicht erklären, waren sie geister? nein - sowas gibt es doch nicht oder doch? noch heute weiss ich wie diese jungs ausgesehen haben, das hat sich so in mein gehirn eingebrannt, denn es war nicht das erste mal, dass mir sowas passiert ist. ich kenn es schon aus meiner kindheit. aber dies war heftiger, ich brauchte ein moment und so ging ich spazieren, da muss es doch eine logische erklärung geben. vielleicht sehen andere kinder genau so aus. ich meine, kann ja sein. aber wusste die frau an der reception genau, welche ich meine? sie wusste auch welchen tisch ich meinte, denn alle hatten ihren festen tisch. alles war so verwirrend. ich war etwa eine Stunde unterwegs. mir wäre echt lieber, wenn solche dinge nicht passierten und mein leben sich endlich der normalität zuwenden würde. aber wenn jemand mir da weiterhelfen kann, darf er sich gerne melden, denn dies geschah mir wie gesagt nicht zum ersten mal. die woche war eine schöne zeit. ich konnte mich an die anderen und an die leiter gewöhnen. ich hatte auch noch geburtstag
und wurde 16 jahre alt.

ach ja, ich war noch in weggis mit einem leiter der wg und sah die brasilianische fussball- nationalmannschaft mit den stars wie kaka oder ronaldinho auf dem platz und der fuhr nach dem training mit seinem auto an mir vorbei. was für ein geiler moment. ich war schon ein fanboy.

doch zurück zur gegenwart. ich stehe da zwar mit einer lehrstelle - sicher, aber gute stimmung wollte doch keine aufkommen. noch zu frisch waren die wunden der schule, dazu kommt noch, dass ich schon wieder weg von zuhause gehen werde, in eine wg nach flawil. und diesmal auch über die wochenenden und ferien. ach ja ferien kommt mir plötzlich in den sinn, ich hab nicht mehr 13 wochen ferien, wie dies in der schule der fall war. shit! mann - dachte ich mir, als ich meine sachen packte, die ich von der schule und zuhause habe und jetzt in die wg mitnahm, ganz ehrlich, viel war es nicht, ein paar kleider, meinen laptop, denn ich mir von meinem konfirmandengeld gekauft habe, nichts grosses, aber er reicht für mich, und ganz wichtig ein foto von michel, dies hab ich von der familie agosti bekommen. so hatte ich meine sachen alle zusammen.

nein, meine eltern rufen nicht. ehrlich gesagt war mein verhältnis zu meinen eltern damals nicht gerade das beste. viel war passiert, versteht mich nicht falsch, sie waren gute eltern, aber dadurch, dass ich unter der woche im heim war, wurde ich teilweise im heim auch anders erzogen, und mit der zeit, hab ich mich von meinen eltern, ohne dass ich es wollte, schon entfernt. nicht ganz, nur halb ich wohnte halt nicht mehr so zuhause wie meine geschwister, die dadurch ein anderes verhältnis zu den eltern haben als ich, da ich so viel woanders schlafe. ich war ihnen nicht böse oder sowas, dass ich ins heim kam, aber die zeit von 10 bis 16 ist so prägend für ein kind bzw. jugendlichen, so viele einflüsse, andere umgebung usw. ich liebte meine eltern, aber es gab wirklich zeiten, da hatte ich das gefühl, nicht ihr sohn zu sein. da können sie nicht mal viel dafür, ich war halt schon immer eigens, stand früh auf eigenen beinen. im heim musste man sich wehren können, so musste ich mich früh behaupten, ging früh meinen weg und ja, ich liess mir auch wenig sagen. mit 16 und voll in der pubertät sowieso. aber idole waren immer andere nur nicht meine eltern. ich weiss auch nicht warum. trotzt allem waren mir meine eltern heilig. ich wollte immer, dass es ihnen gut geht, denn ich weiss auch, dass es mit mir als kind auch nicht einfach war. heute ist vieles anders, aber das war ein langer weg. rückblickend bin ich für alles dankbar.

ich blickte in mein zimmer in der tannegg zurück. ach ja, jetzt mit 16 ist es schon recht anders. was aber gleich ist, dass mich meine eltern nach flawil bringen, weil es mit der fahrprüfung bei mir so eine sache ist, die für Traktor habe ich abgebrochen und die für den roller hat mich gar nicht interessiert. was aber keiner bis jetzt wusste ist, dass ich lernte, aber sie trotzdem nicht machte, und traktor? naja, ich konnte traktor fahren, sogar ziemlich gut. ich fuhr schon mit sieben jahren traktor. man stelle sich vor, ich hätte die prüfung gemacht, an dem lag es einfach nicht, aber ich hab es abgebrochen, weil ich es mir nicht zutraute, dass ich sie bestehe. so war ich im auto, mit dem wissen, dass ich jetzt in eine völlig neue welt gehen werde. weg von chilberg, weg von dussnang, vor allem weg vom kanton thurgau, hin nach flawil, meinem neuen zuhause, hin nach uzwil, meiner lehrstelle und hin zum kanton st.gallen. aber wie mich diese umstände prägen würden, konnte ich zu diesem zeitpunkt nicht abschätzen. allein zwischen welten, vor allem alleine.

es war sonntag, wie könnte es anders sein, als wir nach flawil fuhren. ich war nervös. klar freute ich mich auch, aber trotzdem, ich kannte da niemanden. ja, ich wohnte, während ich schnuppern war, in der wg, die übrigens wilma hieß - nur so nebenbei und sich von chilberg unterschied, wo die kinder keine behinderungen hatten, sondern in dieser schule waren, weil sie zum beispiel adhs hatten wie ich oder eine lernschwäche oder eine dunkle kindheit, hin in eine welt, wo alle älter waren als ich und unter körperlichen einschränkungen litten - und ich? ich kam mit meinen zarten 16 jahren, fast noch ein kind. wie würden sie mich aufnehmen? wie würden die leiter sein? man kann sagen was man will, aber in zwei wochen schnuppern kannst du nicht sehen, wie andere wirklich sind. aber hey - trotzt allem hatte ich eine lehrstelle, viele scheiterten schon daran. wir kamen in flawil an. meine bezugsperson vreni nahm uns in empfang, wie man es halt kennt. ich richtete mir mein...

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