Sei schlau, stell dich dumm

 
 
Bastei Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Oktober 2011
  • |
  • 208 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-1128-7 (ISBN)
 
Der Spiegel spricht von der "blondesten Medienkarriere des Jahres", für die Bunte ist sie Deutschlands neues Phänomen. Wer ist diese Frau, die rundum für Aufsehen sorgt? Wasserstoffblondierte Kunsthaarmähne, cappuccinofarbene Studiobräune und Doppel-D-Silikon-Busen. An "der Katze" scheint wenig echt zu sein, trotzdem kommt sie bestechend authentisch und ehrlich rüber. Ihre Sprüche sind legendär und wenn sie redet, trägt sie das Herz auf der Zunge. Offenherzig und unbeschwert wandelt die Katze durchs Leben - kaum zu glauben, dass in ihrem Leben schon viel Mist passiert ist. Davon erzählt sie hier zum ersten Mal. Und davon, wie sie es trotzdem geschafft hat, die zu werden, die sie ist.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • Deutschland
  • 8,12 MB
978-3-8387-1128-7 (9783838711287)
3838711289 (3838711289)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Die Katzenmutter erzählt (S. 123-124)

Also, um mal gleich mit dem ersten Gerücht aufzuräumen: Wenn man stillt, wird man nicht schwanger! Das ist absoluter Blödsinn. Wenn’s so wäre, gäbe es heute Daniela nicht. Nein, geplant war meine kleine Katze nicht. Ich hatte ihren Bruder Tobias noch an der Brust nuckeln, als es bei mir schon wieder so weit war. Die beiden sind genau vierzehn Monate auseinander. Klar, erst waren mein Mann und ich ein bisschen erschrocken, aber schnell stand für uns fest: Wo ein Kind satt wird, gibt’s auch für zwei Kinder genug zu futtern.

Etwas anderes kam für uns überhaupt nicht in Frage. Als ich mit Danis Bruder schwanger wurde – ich war siebzehn –, wollte meine Mutter, das ich das Baby wegmachen lasse. Sie meinte, ich wäre zu jung, sollte erst meine Lehre beenden. Als ich ihr sagte, dass ich das Kind auf jeden Fall bekommen wollte, setzte sie mich vor die Tür. Nein, Abtreibung auf keinen Fall. Und so bekam ich mit neunzehn Jahren Baby Nummer zwei. Dani war ein Baby wie jedes andere auch. Sie hat die Nacht mit dem Tag verwechselt und mich schön auf Trab gehalten. Insbesondere als sie laufen lernte. Und das konnte sie schon mit acht Monaten.

Sie hat die Krabbelphase komplett übersprungen. Das kam daher, dass ihr Bruder sich immer auf sie draufgesetzt hat und als Pony missbrauchte, sobald sie anfangen wollte zu krabbeln. Deshalb hat sie sich ganz plötzlich in die Senkrechte begeben und ist einfach drauflosmarschiert. Der Kinderarzt meinte zwar, dass das zu früh sei und ich sie weiter im Kinderwagen lassen sollte, aber da war gar nicht dran zu denken. Dani ging also schon sehr bald ihren eigenen Weg. Als sie ein Jahr alt war, plapperte sie auch immer schon am Telefon. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie die den Hörer in der Hand hatte. Ein echtes Schnatterinchen. Und ein kleiner Quälgeist, weil sie ein typisches

»Warum«-Kind war. Die hat mich mit Fragen gelöchert, so fix konnte ich gar nicht im Lexikon nachschlagen – und hab’s deshalb auch irgendwann bleiben lassen. Ansonsten war sie aber ein absolutes Wunschkind. Also wie gesagt, sie war ja kein Ich-setze-jetzt-die-Pille-ab-und-werde-hoffentlich-schnell-schwanger-Kind, aber eben so, wie man sich ein Kind wünscht, wenn man es hat. So richtig böse war ich eigentlich nur einmal auf sie als Kind. Ich habe früher diese kleinen Parfümflaschen gesammelt, diese Miniatur-Flakons für den Setzkasten. Über hundert Stück hatten sich über die Jahre angesammelt.

Eines Tages komme ich nach Hause und dachte, was ist denn hier los? Der Gestank stieg mir schon an der Haustür in die Nase. Ich habe dann wie ein Drogenhund der Fährte hinterhergeschnüffelt und stand am Ende der Spurensuche im Kinderzimmer. Da saß meine kleine Dani inmitten der leeren Fläschchen. Sie hatte die fein säuberlich aus dem Regal geräumt und den Inhalt über ihre Barbie gegossen. Der Geruch, ach quatsch, Gestank, war nicht zum Aushalten.

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