Hexenzauber, Göttinnen und weiße Magie

Wie Sie alte Rituale, Bräuche und Essenzen für Ihr heutiges Leben nutzen können
 
 
Gräfe und Unzer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 5. Januar 2022
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8338-8258-6 (ISBN)
 

Uralte Bräuche, Rituale und Essenzen, die Sie für Ihr heutiges Leben nutzen können

Rituale sind heute wichtiger denn je, denn wir leben in Zeiten großer Unsicherheiten, in denen scheinbar nichts so bleibt, wie es war. In diesem Buch lässt Sie die Schauspielerin und Yoga-Pionierin Ursula Karven teilhaben an zahlreichen Ritualen, die auch ihr selbst immer wieder festen Halt und tiefes Vertrauen in ihre eigene, innere Kraft schenken. Mit ihrem Leben steht sie beispielhaft für den Mut, nach Schicksalsschlägen wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Die 12 Kapitel, aufgebaut nach dem Jahreskreis, beschreiben kraftvolle, auch in unserem Alltag leicht umsetzbare Rituale aus vielen Kulturkreisen - für Singles, Paare und Familien, für unterwegs und für zu Hause. Lassen Sie sich inspirieren von uralten Riten aus Afrika, Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika: Lernen Sie die Macht der traditionellen Göttinnen und des Gestaltenwandlers kennen, ebenso wie die überlieferten Bräuche der deutschen Volksmagie. Diese können Sie durch Anwendung von Essenzen unterstützen: Zu diesen "Wesen aller Dinge" gehören schöne Seifen, Bade-Zusätze, Kerzen, Talismane, Öle, Räucherwerk, Kräuter und stärkende Nahrungsmittel ebenso wie Yoga, Musik, Chanten und bewusstes Naturerleben.

Machen Sie sich noch heute auf den Weg zu den Quellen Ihrer eigenen, inneren Stärke!

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Ursula Karven, geboren in Ulm, gab nach ihrer Schauspielausbildung in Los Angeles ihr Kino-Debüt in "Der Schnüffler" und spielte viele weitere Hauptrollen, u.a. in "Ich schenk dir meinen Mann" und "Club der grünen Witwen". Mit Dana Schweiger entwickelte sie die Pflegeserie "bellybutton" sowie die Umstandsmode "bellymama". Daneben lässt sie sich zur Yogalehrerin ausbilden, produzierte zahlreiche Yoga-Videos und schrieb mehrere erfolgreiche Bücher.

Victoria: Die Siegesgöttin bringt Frieden.

JANUAR


Ein gutes neues Jahr: Verheißung im Dunkel


»Die Zeit zwischen den Jahren«: So nennen wir die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Häufig sind es verwirrend schnelle Tage. Gerade erst sind die Weihnachtsfeiern vorbei und der ganze Stress vor Weihnachten. Wir sehnen uns nach Ruhetagen, da geht es auch schon wieder los. Alle haben frei, alle möchten sich gerne sehen. Berlin bebt, und ständig klingelt das Telefon: Eine Einladung hier, eine andere dort - eigentlich schöne Dinge, und trotzdem sagen Körper und Geist: Willst du das wirklich?

Früher, als Rituale uns Menschen auf dem Weg durchs Leben noch weitaus mehr geprägt haben als heute, war dies die Zeit der Raunächte: Zwölf von ihnen gibt es zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar, wobei jede Nacht für einen Monat des nächsten Jahres steht. Ich werde im Dezemberkapitel auf ihre besondere Magie eingehen. Doch schon jetzt sei gesagt, dass diese Raunächte sogenannte Losnächte sind, wobei das Wort »los« von »losen« kommt - was wiederum »vorhersagen« bedeutet - und nicht etwa von »loslassen«, wie ich dachte, weil ich beim »Lose«-Kaufen garantiert immer die Nieten gezogen habe und mein Geld weg war .

Bei meinen Mediationen habe ich das Loslassen immer als die vollkommene Hingabe verstanden. Das Gefühl, das damit verbunden ist, möchte ich auch bewahren und einfach nur die Vorhersage dazunehmen. Und daher hat man den Vorkommnissen in diesen Tagen und Nächten eine besondere Bedeutung beigemessen. Wie ist es also zu betrachten, wenn wir heute in genau diesen Tagen einen Termin nach dem anderen wahrnehmen?

Licht und Wärme ins winterliche Leben bringen


»Wir sehen uns wieder im neuen Jahr!«, rufen wir zwischen Weihnachten und Neujahr Freund*innen zu, wenn wir uns von ihnen verabschieden. Ich gebe zu, für mich ist das nicht die leichteste Zeit. Nicht, weil ein neues Jahr beginnt, sondern schlicht und einfach, weil wir uns mitten im Winter befinden. Ich mag weder die Kälte - und Berlin hat davon eine Menge zu bieten -, noch bin ich ein Freund der Dunkelheit. Schon deshalb verbringe ich viel Zeit damit, Wärme und Licht in mein Leben zu bringen. Ich dekoriere die Wohnung so, dass ich überall angenehme Lichtquellen habe, und entzünde viele Kerzen. Das erlaubt mir, bei Lust und Laune eines meiner Lieblingsrituale durchzuführen. Es heißt Tratak-Ritual und kommt aus der Tradition des Yoga. Dieses Ritual schenkt uns eine besonders schöne Art, uns zu sammeln, und reinigt dabei auch noch unsere Augen. Gerade im Winter, wo wir aufgrund der Heizungsluft trockene Augen haben, wirkt das Tratak-Ritual besonders wohltuend.

Das Tratak-Ritual


Das Sanskritwort »trataka« bedeutet »auf etwas schauen«. Damit ist anschaulich beschrieben, um was es hier geht. Entzünden Sie eine Kerze an einem zugluftfreien Platz. Setzen Sie sich bequem davor. In vielen Meditationsübungen schließen wir die Augen, doch bei Tratak blicken wir mit geöffneten Augen und ganz entspanntem Blick in die Kerzenflamme. Dabei atmen wir ruhig ein und aus. Versuchen Sie, nicht zu zwinkern. Falls Ihre Augen nach einer Weile zu tränen beginnen, lassen Sie es zu. Der Reinigungseffekt ist beabsichtigt. Wenn Sie ein Brennen spüren, schließen Sie bitte eine Zeit lang die Augen. Nehmen Sie wahr, wie die Flamme leuchtet und wärmt. Durch diese punktuelle Konzentration wird der Geist konzentriert, was für eine tiefe Entspannung sorgt.

Für mich kann es zu Beginn eines neuen Jahres kaum ein schöneres Ritual geben.

Nach einer Weile senken Sie die Lider, ohne die Augen ganz zu schließen. Nun sehen Sie die Flamme wie einen Stern. Jetzt dürfen Sie die Augen schließen und das Bild dieses Sterns auf sich wirken lassen - holen Sie gleichsam sein Licht nach innen. Falls Ihnen das Bild nach einer Weile verloren geht, öffnen Sie die Augen wieder ein wenig und wiederholen Sie das Ritual. Zum Abschluss reiben Sie Ihre Hände fest aneinander, bis sie schön warm sind. Legen Sie die Handflächen sanft auf die Augenhöhlen und genießen Sie die Wärme an den Muskeln rund um Ihre Augen.

Richten Sie dann Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Ajna-Chakra, das »dritte Auge«. Es liegt genau auf dem Punkt zwischen den Augenbrauen. Dieses Chakra verbindet die Hypophyse mit dem Gehirn und fördert Menschlichkeit und Spiritualität. Stellen Sie sich vor, wie es Ihnen gelingt, diese beiden wunderbaren Aspekte unseres Daseins das ganze Jahr hindurch zu leben. Für mich kann es zu Beginn eines neuen Jahres kaum ein schöneres Ritual geben.

Wie gute Vorsätze lange leben


Was für mich wie eine Energiedusche wirkt, ist das Thema Vorsätze. Stöhnen Sie jetzt innerlich auf? Ja, wenn wir ein gewisses Alter erreicht haben, über das wir jetzt nicht sprechen wollen, haben wir schon mehr als einmal Vorsätze gefasst. Ganz oben auf der Hitliste steht: »Ich höre mit dem Rauchen auf. Und belohne mich nicht mehr mit Süßigkeiten. Außerdem steht ab heute - gut, ab morgen - tägliches Joggen auf dem Programm und natürlich auch Yoga. Einmal im Monat besteige ich den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske.« Zum Glück für unsere Gesundheit probieren wir Letzteres erst gar nicht aus. Gejoggt wird dagegen schon, aber jeden Tag, jetzt mal ehrlich? Und die Sache mit den Süßigkeiten und dem Rauchen? War da was? Warum funktioniert es nicht mit den Vorsätzen im neuen Jahr? Die Antwort ist einfach: Wir sprechen nur den Kopf an. Ohne Körperbasis sind Strategien und gute Vorsätze wie Luftblasen, die jederzeit platzen können - und das tun sie am liebsten noch im selben Monat. Darüber gibt es sogar Statistiken: Bei der Mehrheit der Menschen halten die guten Vorsätze fürs neue Jahr einen Tag bis einen Monat. Immerhin - wir hätten es in den Februar schaffen können ...

Oder aber wir tun etwas dafür, damit es anders wird. Wir verfestigen unsere Vorsätze. Auch dafür sind Rituale da.

Widmen wir uns erst einmal der Frage, was ein Ritual eigentlich zum Ritual macht. Viele verbinden damit ja einen religiösen Brauch oder uralten Mythos, von dem sie mal gehört haben. »Rituale - du meinst, so was wie bei den Mayas?« kann eine Frage lauten. »Nein!«, lautet meine Antwort. »Es ist viel einfacher. Es ist viel leichter!« Ja, leicht ist das richtige Wort.

Ein Ritual darf sich federleicht anfühlen.

Oftmals ist ein Ritual da, bevor wir es bemerken. Denken Sie nur an Ihren Frühstückskaffee. Oder den Tee, den Sie sich morgens mit Bedacht aufgießen. Gerade am Beginn des Tages lieben wir unsere Rituale. Für viele Menschen sind sie nicht wegzudenken, da mag die Uhr sie noch so sehr zum Aufbrechen zwingen. Bei mir ist es die morgendliche Yogasession. Ein Glas heißes Wasser, das ich jeden Morgen trinke. Und dann der erste Espresso des Tages. Es muss viel passieren in der Welt, damit ich mir diese Rituale nicht gönne. Damit kommen wir zum Punkt: Für mich persönlich ist ein Ritual eine sich wiederholende Handlung mit einer emotionalen Bedeutung, die meinem Leben Struktur verleiht.

Natürlich kann das ein religiöser Brauch sein, und wir werden noch über einige sprechen. Doch das Ritual kann eben auch der Frühstückskaffee sein - sofern wir ein Gefühl mit ihm verbinden. Schlucken wir ihn emotionslos runter, ist es kein Ritual, sondern Routine. Der Unterschied liegt darin, ob wir etwas dabei empfinden - und was wir dabei empfinden.

Damit schließt sich der Kreis, warum die meisten Vorsätze fürs neue Jahr nicht funktionieren wollen. Weil beim Fassen des Vorsatzes kein Gefühl damit verknüpft wurde. Wenn ich mich am 1. Januar hinsetze, um Ziele festzulegen, sorge ich dafür, dass ich meinen Gefühlen freien Lauf lasse. Der Ausdruck »in sich hineinfühlen« klingt mitunter bemüht, doch er trifft den Nagel auf den Kopf.

Angenommen, ein Mensch möchte sich im neuen Jahr von Zigaretten verabschieden. In sich hineinzufühlen bedeutet, sich der Frage zu stellen: Wie fühle ich mich, wenn ich Zigaretten rauche? Okay, nicht so gut, sonst gäbe es keine Motivation, damit aufzuhören. Das ist der Status quo, nun kommt die Zukunft: Wie fühle ich mich, wenn ich ein Jahr lang nicht mehr geraucht habe? Sich diesem Gefühl hinzugeben manifestiert und festigt das Vorhaben.

Daher liegt es auf der Hand, sich nicht allzu viel auf einmal vorzunehmen. Manche Ratgeber sprechen davon, nur einen Vorsatz zu fassen. Ich gönne mir mehrere - allerdings auch, weil ich dieses Ritual seit vielen Jahren durchführe und daher weiß, dass ich in der Lage bin, die Gefühle für alle meine Vorsätze zuzulassen.

Das Ritual der wirklich guten Vorsätze


Dafür mache ich es mir kuschelig und schön. Kerzen verbreiten ein warmes Licht. Die Tiere sind in der Nähe. Wenn Ihnen nach Musik ist, machen Sie Musik an. Wo immer Sie sich wohlfühlen, ist der richtige Platz für das Ritual der Vorsätze.

Als Erstes notiere ich auf einem Blatt Papier die neue Jahreszahl. Ich achte darauf, dass ich die Zahl nicht zuvor schon einmal aufgeschrieben habe. Ich mache das mit viel Schwung und Energie. Danach notiere ich mir vier kurzfristige Ziele und vier langfristige Ziele.

Was kann ein kurzfristiges Ziel sein? Bei mir war es in diesem Jahr, den Januar zu nutzen, um mich von einigem Überflüssigen zu trennen, das sich in der Wohnung angesammelt hatte. Eines der langfristigen Ziele war, dieses Buch zu schreiben.

Jedes Mal, und das ist wichtig, versetzte ich mich in die Gefühlswelt, die ich beim Erreichen dieses Ziels spüren werde. Mich von Überflüssigem zu trennen weckte ein Gefühl der Erleichterung in mir....

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