
Flüsse im Anthropozän
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Person
Rebekka Kanesu, Universität Würzburg, Deutschland
Rebekka Kanesu lehrt und forscht am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Universität Würzburg. Die Humangeographin promovierte an der Universität Trier und war Mitglied des UniGR Center for Border Studies. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich der Politischen Ökologie des Wassers, des Neuen Materialismus, der Grenzgeographien und der feministischen Wirtschaftsgeographie.
Inhalt
- Cover
- Inhalt
- Zum Buch
- 1. Fragen
- 1.1 Rahmung und Richtung: Mehr-als-menschliche Geographien in fragmentierten Flusswelten
- 1.2 Setting und Kontext: Mosel(um)welten zwischen Grenzen, Fischen und Infrastrukturen
- 1.3 Blickwinkel und Herangehensweise: Mehr-als-menschliche Politische Ökologie und diffraktive Forschung im Anthropozän
- 1.4 Orientierung und Ablauf: Fragestellungen und Aufbau des Buches
- 2. Theoretisieren
- 2.1 Politische Ökologie im Anthropozän
- 2.1.1 Zeitdiagnose: Mensch-Umwelt-Beziehungen im Anthropozän
- Wann begann das Anthropozän? Debatten einer politischen Geologie
- Pluralisierungen und Kritik am Anthropozänkonzept
- Die Rezeption des Anthropozäns in der Geographie
- Zwischenfazit: Das Anthropozän als Kontext und Paradigma für die Mensch-Umwelt-Forschung?!
- 2.1.2 (Re-)Materialisierungen: Politische Ökologie und Neuer Materialismus
- Die Politische Ökologie als kritischer Ansatz in der Mensch-Umwelt-Forschung
- Politische Ökologie und das Anthropozän
- Forschungsperspektiven der Politische Ökologie: Von der Materialität zum Diskurs und zurück
- Perspektiven des Neuen Materialismus
- Die polit-ökologische Rezeption des Neuen Materialismus
- Zwischenfazit: Eine kritische neo-materialistische Politische Ökologie im/für das Anthropozän
- 2.2 Die Politische Ökologie von Wasser im Anthropozän
- 2.2.1 Was ist Wasser? Von H2O als Ressource zur Hydrosozialität als Relation
- Wasser zwischen sozio-materieller Multiplizität und moderner Abstraktion
- Hydrosozialität und relationale Geographien des Wassers
- 2.2.2 Die Politische Ökologie hydrosozialer Beziehungen
- Die polit-ökologische Rolle von Wasserinfrastrukturen
- Mehr-als-menschliche Perspektiven auf Wasserinfrastrukturen
- 2.3 Durch Flüsse denken: Die Politische Ökologie mehr-als-menschlicher Flussbeziehungen im patchy Anthropozän
- 2.3.1 Flüsse verorten: fragmentierte Flüsse im patchy Anthropozän
- 2.3.2 Flüsse in Beziehung setzen: Flüsse als komplexe Assemblagen
- 2.3.3 Flüsse in Intraaktion: Flüsse und posthumane Verschränkungen im Agentiellen Realismus
- 3. Forschen
- 3.1 Diffraktive Methodologien und (post-)qualitative Forschung
- 3.2 Methoden-Assemblagen im/für das patchy Anthropozän
- 3.2.1 Sprechen und Zuhören
- 3.2.2 Bewegen und Folgen
- 3.2.3 Lesen und Verschränken
- 3.2.4 Spüren und Erleben
- 3.3 Diffraktive Analyse: Erkenntnis durch ko-laboratives Experimentieren
- 3.3.1 Flat coding: Ordnung ohne Hierarchie
- 3.3.2 Entanglements: Materiell-diskursive Verschränkungen
- 3.3.3 Thinking-with: Assemblage-Denken und plugging in mit Theorie
- 3.3.4 Cutting together-apart: Theorie-Methoden-Material-Assemblage
- 3.4 Diffraktive Positionierungen: Becoming-with und Werden-durch-Forschen-mit-anderen
- 4. Verschränken
- 4.1 Materiell-Diskursive Transformationen
- 4.1.1 Der umkämpfte Fluss: Die Moselkanalisierung im Spannungsfeld europäischer, nationaler und lokaler Interessen (1950er-1960er)
- 4.1.1.1 Grundstoffe der großen Beschleunigung: Historische Verschränkungen von Kohle, Erz und Stahl im Montandreieck
- 4.1.1.2 Hydrosoziale Vernetzungen: Flüsse, Kanäle und Güterschifffahrt in Lothringen
- 4.1.1.3 »An diesem Kanal stauen sich die Meinungen« - Kontroversen um den Moselkanal und das Argument der weißen Kohle
- 4.1.1.4 Der finale Beschluss: Verträge, Verhandlungen und die entscheidenden Unterschriften
- 4.1.1.5 »Was werden die Fische sagen?« - Lokale ökologische Bedenken und ästhetische Befürchtungen während es Moselausbaus
- 4.1.1.6 Die Einweihung des Moselkanals - Von der »Erbfeindschaft« zur europäischen »Freundschaft«?
- 4.1.1.7 Die Moselregion nach dem Ausbau - Ein neues »Jemandsland« oder doch eine »schmelzende Oase«?
- 4.1.1.8 Zwischenfazit: Transformierte Politische Ökologien der kanalisierten Mosel
- 4.2 Raum
- 4.2.1 Die Mosel in ihrer Bordertextur: Kontingente Grenzziehungen, flüssiges Territorium und multiple Flussräume
- 4.2.1.1 Flüssige Territorialität: Die Mosel als Kondominium
- 4.2.1.2 Together-Apart: Europa ohne Grenzen? Die Mosel und das Schengener Abkommen
- 4.2.1.3 Covid-19 und die Mosel: Reterritorialisierungen und Grenzüberschreitungen zwischen Alltag und Ausnahmenzustand
- 4.2.1.4 Was und wo ist der Fluss? Die multiple Räumlichkeit der Mosel im Spannungsfeld der grenzüberschreitenden Flussgovernance
- 4.2.1.5 Zwischenfazit: Die Mosel, multiple Raumbezüge und Politische Ökologien der Bordertextur
- 4.2.2 Fishy scales: Mehr-als-menschliche Raumproduktion in und jenseits der Mosel
- 4.2.2.1 Ökosysteme im Kontext von mehr-als-menschlicher infrastruktureller Gewalt: Die Mosel und ihre Fische vor und nach der Kanalisierung
- 4.2.2.2 Scientific Fabulation: Die Geschichte des Aals
- 4.2.2.3 Aale in der Mosel: Zwischen Migration, Management und multiplem Displacement
- 4.2.2.4 Gekommen, um zu bleiben: Raumaneignung durch Grundeln
- 4.2.2.5 Zwischenfazit: Mehr-als-menschliche Assemblagen und fischige Raumproduktion im Anthropozän
- InterferenzI: Fließende Räume
- 4.3 Zeit
- 4.3.1 Flusszeiten: Zwischen Rhythmus und Taktung, Wiederholung und Überraschung
- 4.3.1.1 Sedimented Fabulation: die Mosel als Zeitzeugin und materielles Archiv
- 4.3.1.2 Zwischen Erwartung und Überraschung: Saisonale Rhythmen, Klimawandel und (un-)gewohnte Hochwasserereignisse
- 4.3.1.3 Verlangsamung im Zeichen des Klimawandels: Politökonomische Konsequenzen von Niedrigwasser
- 4.3.1.4 »Ein Zahnrad ins andere rein« - Schifffahrt zwischen Zeitdruck, Taktung und Fließgeschwindigkeiten
- 4.3.1.5 Planung, Wartung und Reparatur: Sorgearbeit mit und gegen die zeitliche Fragilität materieller Infrastrukturen
- 4.3.1.6 Zukünfte bauen: Durchlässigkeit, Beschleunigung und Verzögerung im Kontext der Schleusenverdopplung
- 4.3.1.7 Zwischenfazit: Polit-ökologische Aushandlungen polychroner Rhythmen
- IntererenzII: Arrhythmische Zeiten
- 4.4 Materie
- 4.4.1 Die Mosel als (Über-)Lebensraum: Aalfang zwischen Extraktion und Extinktion
- 4.4.1.1 Aallotterie: Reusenstellen und -heben als materiell-diskursive Praxis
- 4.4.1.2 Aalforschung vs. Aal-Lobbyismus: Vom Fluss ins Parlament, ins Labor und auf den Teller
- 4.4.1.3 »Dienste an der Natur?« Experimentelle Moselfischerei, existenzieller Aalbesatz und ambivalenter Artenschutz
- 4.4.1.4 Zwischenfazit: Geo- und Aquapolitik zwischen Aussterben und Überleben
- 4.4.2 Patchy Mo(u)sel(le): Biodiversitätsinseln in fragmentierten Flusswelten
- 4.4.2.1 Sensory fabulation: Elektronisches Fischezählen und ein Blick aus dem Fischfenster des Mosellums
- 18. März 2012, 16:46 Uhr
- 4. September 2012, 3:42 Uhr
- 10. Juli 2013, 11:15 Uhr
- 10. April 2014
- 13. April 2015, 17:20 Uhr
- 10. April 2017
- 24. Juni 2019
- 4.4.2.2 Ein Besuch in der Vogeltankstelle: Das Haff Réimech und das Biodiversum
- 4.4.2.3 Das wilde Biberparadies: Rewilding und kontrollierte Unkontrolliertheit an der Moselle Sauvage
- 4.4.2.4 Zwischenfazit: Patchy hopes - Die Mosel als Ort fragiler Lebendigkeit?
- #InterferenzIII: Existenzielle Materialisierungen
- 5. Antworten und Anstoßen
- 5.1 Einsichten und Ausblicke: Spacetimemattering und diffraktive Politische Ökologien der Mosel
- 5.2 Vorschläge und Impulse: Für becoming-with, mehr-als-menschliche Solidarität und multispecies-Gerechtigkeit
- 5.2.1 Mehr-als-menschliche Geopoiesis statt anthropozentrischer Geographie
- 5.2.2 Verantworten statt Verlagern
- 5.2.3 Ökologisieren statt Modernisieren
- 5.2.4 Experimentieren statt Verwalten
- 5.2.5 Lernen statt Wissen
- 5.2.6 Hoffen statt Resignieren
- 6. Literatur- und Quellenverzeichnis
- 6.1 Literatur
- 6.2 Archivalien
- 6.3 Gesetze, Konventionen, Verordnungen und Verträge
- 6.4 Berichte, Pressemitteilungen, Sachbücher, Videobeiträge und Zeitungsartikel
- 6.5 Abbildungsverzeichnis
- 6.6 Abkürzungsverzeichnis
- Dank
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