BKA

Die Jäger des Bösen
 
 
C. Bertelsmann Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 13. April 2011
  • |
  • 352 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06459-4 (ISBN)
 
Die erste umfassende Darstellung der Arbeit des BKA

Die Jäger des Bösen - die Mitarbeiter des Bundeskriminalamts und ihre Kollegen bei EUROPOL und Scotland Yard - kommen aus allen Berufen. Um das moderne Verbrechen zu besiegen, braucht es nicht nur Ermittler, Zielfahnder, Mobile Einsatzkommandos, sondern Techniker, Wissenschaftler, Psychologen. Im 21. Jahrhundert ist die Organisierte Kriminalität sowohl in der realen Welt als auch in der virtuellen des Internet zu einem globalen Geschäft geworden. Die Kriminellen haben aufgerüstet, aber ebenso die Polizei. Michael Jürgs recherchierte innerhalb und außerhalb des BKA den Wandel von der verstaubten Behörde zur Schaltstelle nationaler und internationaler Ermittlungsarbeit, studierte bei Scotland Yard, wie Verbrechen geographisch erfasst und als »Landkarten des Verbrechens« gestaltet werden, und erfuhr bei EUROPOL, wie Terrorismus, Waffenhandel und Menschenschmuggel über alle Grenzen hinweg bekämpft werden.

Michael Jürgs erhielt als erster Sachbuchautor Zugang ins Innere der Behörde und Einblick in die internationale Form der Verbrechensbekämpfung. Er ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten.

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KAPITEL 8 Die Euro-Fighter (S. 192-193)

In meinem Hippocampus sind die zum Ziel passenden Dateien auf Vorrat gespeichert. Die Szenen stammen alle aus Filmen, in denen am Ende das Gute siegt: Da stürmen kühn kräftig kernige Männer und stolz stark schöne Frauen die Landsitze der Mafia. Da jagen Spezialkommandos auf Schnellbooten die Drogenbarone durch die Nacht. Da knacken geniale Abhörspezialisten die Codes der Geldwäscher. Da holen Scharfschützen eiskalt und präzise den Attentäter vom Dach. Da werden Waffenexporteure, Menschenhändler, Kinderschänder und Serienkiller per Blattschuss zwischen die Augen erledigt. Mit besten Grüßen von James Bond.

Gegen die Wirklichkeit verlieren die fiktionalen Bilder aber jeden Einsatz. Alles, was im Kopf und im Kino bunt abläuft, sieht in der Wirklichkeit eher grau aus. All das läuft bei EUROPOL nicht: leibhaftig Mörder jagen, auf Speedboats versteckte Drogen beschlagnahmen, eigenhändig Terroristen ausschalten, White Collar Criminals verhaften. Was EUROPOL in Wirklichkeit darf, beschränkt sich auf Aktionen in einem engen gesetzlichen Rahmen. In den Worten des deutschen BKA-Kommissars Robert Hauschild, der bei EUROPOL das Referat Netzwerke des internationalen Organisierten Verbrechens leitet, die Abteilung O 6:

»Falls wir bei einer Festnahme in einem Mitgliedsland auf Bitten der dortigen Polizei dabei sind, stellen wir uns buchstäblich konkret hinten an und werden erst dann aktiv, sobald es um eine schnellstmögliche Überprüfung von gespeicherten Nummern aus einem Handy oder Daten aus einem Computer geht.« EUROPOL hat keine Zugriffsrechte mittels eigener Spezialkommandos, ist fokussiert auf Daten und Analysen und Strategien, ist vergleichbar am besten einer Datenanalysespinne, die ein strategisches Netz über Europa gespannt hat. Was sie tut und was sie darf und wie das funktioniert, ist am Ende aber dann doch so spannend wie ein Thriller.

Die Entscheidung über den Standort von EUROPOL traf der Europäische Rat im Oktober 1993. Den Haag war nicht unbedingt seine erste Wahl, aber die Holländer hatten für das neu zu gründende Amt kostenfrei ein großes Haus angeboten. Weil die Behörde tätig werden sollte, um gegen » Verbrechen aller Art« zu ermitteln, passte EUROPOL jedoch gut in die Stadt: Die niederländische Metropole ist die Heimat des Internationalen Gerichtshofs für Menschenrechte; an Hollands Regierungssitz müssen sich vor dem Kriegsverbrechertribunal die Militärs und Politiker des einstigen Jugoslawien verantworten.

Das dreistöckige Backsteingebäude, behütet von einem spitzgiebeligen Dach, in dessen Flügeln rechts und links von der Mittelachse je zwei geöffnete Fenster auf innere Betriebsamkeit schließen lassen, efeubewachsen, sichtbar jedoch Bedeutung ausstrahlend durch flatternde Fahnen vor der Vorderfront, wurde in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts als katholische Jungenschule erbaut. Während der deutschen Besatzungszeit residierten hier polizeiliche Einheiten, die mit den Deutschen kooperierten, sei es freiwillig, sei es gezwungen.

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